Reijiro Enokizu ist ein exzentrischer, überaus begabter Privatdetektiv in der Nachkriegszeit Japans. Äußerlich makellos, von edler Herkunft, ausgestattet mit scharfem Verstand, künstlerischem Talent und sportlicher Überlegenheit, ist er zugleich schwer zugänglich und handelt oft nach seinen eigenen Launen. Trotz seiner Arroganz und scheinbaren Weltfremdheit ist er tief loyal zu seinen Freunden und besitzt ein starkes Gerechtigkeitsgefühl. Seine außergewöhnliche Gabe, die Erinnerungen anderer Menschen sehen zu können, unterscheidet ihn von anderen und beeinflusst sowohl seine Ermittlungsarbeit als auch sein ganzes Leben. Seine unkonventionelle Art macht ihn für sein Umfeld gleichermaßen faszinierend wie anstrengend, aber er bleibt dennoch als einer der berühmtesten Detektive seiner Zeit bekannt.
Reijiro Enokizu ist von auffallender Schönheit mit edlen Zügen, die an das westliche Erscheinungsbild erinnern.
Seine Erscheinung ist stets gepflegt, und seine Haltung deutet auf seine aristokratische Herkunft hin.
Von sportlicher Statur und mit einer natürlichen Grazie bewegt er sich leichtfüßig, auch wenn er unter starker Sehschwäche leidet.
Gegensätze und Eigenheiten
Enokizu ist eine einzigartige Mischung aus genialer Intelligenz, kindlicher Neugierde und exzentrischem Verhalten.
Er hält sich selbst für eine Art Gott und betrachtet den Beruf des Detektivs als eine göttliche Berufung.
Seine soziale Stellung und Reichtümer interessieren ihn wenig; was ihn reizt, sind Herausforderungen und Kuriositäten.
Umgang mit Menschen
Er bezeichnet fast jeden in seiner Umgebung – mit Ausnahme von Akihiko CHUUZENJI und dessen Schwester – als „seinen Diener“ und scheut sich nicht davor, auch Freunde so zu nennen.
Jedoch ist ihm Loyalität und Freundschaft mit seinen engsten Vertrauten äußerst wichtig.
Arbeitsweise und Soziales Verhalten
Enokizu verweigert klischeehafte Detektivarbeit und betrachtet polizeiliche Ermittlungen als „niedere Tätigkeit“.
Daher überlässt er bürokratische Aufgaben und langwierige Nachforschungen gern seinen Mitarbeitern.
Gleichzeitig mangelt es ihm an Verantwortungsbewusstsein für die Folgen seiner Taten, was bei Behörden und Opfern oft für Chaos sorgt.
Auffällige Angewohnheiten
Er erklärt Ereignisse manchmal, ohne sie vollständig verstanden zu haben, und bringt damit sein Umfeld durcheinander.
Andere Menschen spielen für sein Selbstwertgefühl kaum eine Rolle, was zu einem extrem selbstbewussten, manchmal rücksichtslosen Verhalten führt.
Auch erklärt er seinen Auftrag für erledigt, sobald er selbst den gewünschten Teil gelöst hat, und ignoriert Einwände lässig.
Familiäre Herkunft und Bildung
Reijiro Enokizu stammt aus einer ehemaligen Adelsfamilie.
Sein Vater, Soichiro Enokitsu, war ein namhafter Unternehmer und Ex-Koshu, bekannt als legendäre Persönlichkeit voller Tatkraft und Eigenwilligkeit.
Sein Bruder führt erfolgreich ein Jazzclub; die Mutter stammt aus dem angesehenen Haus Imadegawa.
Kriegszeit und Nachkriegsleben
Er besuchte die Alte Oberschule, war ein herausragender Student an der Universität Tokio im Bereich Rechtswissenschaft und diente als Marineoffizier im Zweiten Weltkrieg.
Sein Mut und seine Einzigartigkeit brachten ihm den Spitznamen „Rasiermesser“ ein.
Gegen Ende des Krieges verlor er durch einen Leuchtgeschoss-Unfall nahezu das Augenlicht im linken Auge und verschärfte so seine besondere Gabe.
Beruflicher Werdegang
Nach dem Krieg versuchte er sich an verschiedenen Tätigkeiten – als Zeichner und Musiker – konnte sich aber nie lange engagieren.
Mit dem geerbten Vermögen baute er das „Enokizu-Gebäude“ in Jinbocho, das seinem Detektivbüro als Sitz dient.
Enokizu besitzt eine besondere Fähigkeit: Er kann die Erinnerungen anderer Menschen als visuelle Eindrücke wahrnehmen.
Diese Fähigkeit hilft ihm, verborgene Wahrheiten zu erkennen und vergessene Details oder verlorene Gegenstände aufzuspüren.
Allerdings bezieht sich sein Eindruck lediglich auf visuelle Erinnerungen – Geräusche, Gerüche oder Emotionen kann er nicht erfassen.
Seine schwere Sehschwäche kompensiert er mit einem brillanten Verstand und Lernfähigkeit; er kann Alltagsleben normal bestreiten, fährt sogar Auto – allerdings auf sehr waghalsige und rücksichtslose Weise.
Freundschaften und Team
Enokizu ist ein Jahrgang älter als Akihiko CHUUZENJI und Tatsumi Sekiguchi, mit denen er seit der Oberschulzeit verbunden ist.
Mit Shutaro Kiba verbindet ihn eine Kindheitsfreundschaft.
In seinem Detektivbüro arbeiten der Assistent Noriyuki Masuoka und Torakichi Yasukazu, der als Haushälter von seiner Familie entsandt wurde.
Trotz seines ruppigen Umgangs mit Namen und Anreden nennt er seine engsten Freunde gerne bei persönlichen oder gar erfundenen Spitznamen.
Familienverhältnisse
Zu seinem Vater Soichiro und seinem Bruder hat er ein grundlegend positives Verhältnis, trotz der Eigenarten der Familienmitglieder.
Die Bindung an seine Familie und deren unkonventionellen Geist prägen Enokizu stark.
- Er liebt Katzen und Babys über alles, da er sie klar und ohne Störung wahrnehmen kann.
- Fische hält er für faszinierend und möchte welche halten.
- Seine Allergien: Er ekelt sich vor Kakerlaken, unfeuchten Keksen und hört äußerst ungern die Geschichten von Kunden an.
- Trotz seiner hohen sozialen Stellung genießt er keine besonderen Privilegien und glaubt, sich allein durch sein „Markenzeichen“ behaupten zu müssen.
Er hat Schwierigkeiten mit Namen und merkt sich diese selbst bei engen Bekanntschaften nicht, vergibt dafür originelle oder beleidigende Spitznamen.
„Enokizu ist, wie er eben ist – er trägt die Maske ‚Enokizu‘. Man könnte meinen, er habe keine Maske, aber das ist nur eine weitere Seite, die er zeigt.“ – Akihiko CHUUZENJI
Frühe Jahre und Kriegszeit
Reijiro Enokizu wurde als Sohn einer Adelsfamilie geboren und wuchs in materieller Sicherheit auf. Schon als Kind zeigte er Anzeichen seiner ungewöhnlichen Gabe, Erinnerungen anderer zu sehen, was ihn anfangs verwirrte und isolierte.
Während seiner Zeit auf der Alten Oberschule lernte er Akihiko CHUUZENJI und Tatsumi Sekiguchi kennen, die sein Leben nachhaltig prägten. Später schloss er ein Jurastudium an der Universität Tokio erfolgreich ab.
Im Krieg diente er als Marineoffizier und war für seine ausgefallenen, blitzschnellen Taktiken bekannt. In dieser Zeit wurde seine Sehkraft durch einen Leuchtgeschoss-Unfall schwer beeinträchtigt – seine Fähigkeit, Erinnerungen zu sehen, verstärkte sich dadurch noch. Die Rückkehr aus dem Krieg war für ihn eine schwere Zeit, begleitet von düsteren Eindrücken und Unzufriedenheit.
Nachkriegszeit und Detektivbüro
Nach dem Krieg arbeitete er kurzzeitig als Zeichner und Musiker, bis er mit dem Erbe seines Vaters das Enokizu-Gebäude errichtete und die „Rosenkreuz-Detektei“ gründete. Der Name entstand, als Akihiko CHUUZENJI gerade das Buch „Der Ruf der Rosenkreuzer“ las.
Im Detektivbüro teilt er sich die Arbeit mit seinen Kollegen, behandelt Kunden jedoch oft mit Verwirrung stiftender Nonchalance. Die meisten Fälle zieht er durch seine außergewöhnliche Fähigkeit blitzschnell und nonverbal auf, lässt jedoch Nachforschung und Aufklärung meist anderen über.
Schon mehrfach hat er Fälle mit Prominenten aus Wirtschaftskreisen gelöst, was ihm einen Ruf als legendärem Detektiv verschaffte – auch wenn sein Umgang mit Menschen oft gegensätzlich wahrgenommen wird.
Zwischen Genie und Wahnsinn
Immer wieder bringt sein Verhalten Freunde und Kollegen an ihre Grenzen: Er stiftet Verwirrung, beachtet gesellschaftliche Konventionen kaum und folgt nur seinen eigenen Regeln. Doch wer ihn kennt, weiß, dass hinter der Fassade ein loyaler und gerechter Geist steckt, der das Wohl seiner Freunde schätzt und für Gerechtigkeit einsteht.
- Sein Synchronsprecher im Anime ist Tomoyuki Morikawa, im Drama-CD spricht ihn Daisuke Ono.
- In den Filmen wurde die Figur von Hiroshi Abe dargestellt.
- Im Werk „Kyoshitsu Yōkai Hyakumonogatari“ taucht eine Figur auf, die von Reijiro Enokizu inspiriert ist.
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