Sylvia Kschessinska, Rufzeichen „Schwarz 05“, ist eine polnische Offizierin im Rang eines Leutnants und taktische Kampfpilotin des 666. TSF-Geschwaders der Nationalen Volksarmee.
Sylvia ist eine Schönheit mit üppigem, silbernem Haar und makellosen Gesichtszügen. Ihre Heimat wurde während des polnischen Rückzugsgefechts im BETA-Krieg vollständig ausgelöscht, was eine tiefe seelische Verrohung in ihr zurückließ. Sie zeigt eine noch stärkere Abneigung gegen zwischenmenschliche Nähe als ihr Kamerad Theodor.
Kameradschaft empfindet sie als lästig und begegnet neuen Rekruten mit offener Feindseligkeit. Gegenüber der frisch eingezogenen Katia Waldheim schleuderte sie den eiskalten Satz: „Ich hasse Kinder, die nur reden. Wäre das Geschwader voll besetzt, hättest du deinen nächsten Einsatz nicht überlebt.“ Selbst im Umgang mit ihren Jahrgangskameraden Anett und Theodor zeigt sie keinerlei Milde.
Die einzige Person, der Sylvia nicht mit Verachtung begegnet, ist Pham Thi-Rang. Unter deren Kommando agiert sie häufig in der rückwärtigen Feuerunterstützung und stellt dort ihre verlässliche Seite als Artilleriepilotin unter Beweis.
Nachdem Lises wahre Absichten offenbar wurden, geriet Sylvia in Gefangenschaft und wurde von ihr verhört und gefoltert. Selbst in dieser ausweglosen Situation galt ihre größte Sorge dem schwer verwundeten Walther Krüger, um dessen Zustand sie sich sichtlich sorgte.
Sylvias Schicksal, im Kampf zu fallen, zieht sich durch alle Medien, doch die Umstände ihres Todes unterscheiden sich grundlegend.
Im Originalroman
Während der finalen Konfrontation mit der Stasi in Berlin gelang es Walthers Selbstmordangriff, die Maschine von Beatrix Brehme außer Gefecht zu setzen und Irisdinas Rückkehr zu sichern. Um die Moral der Revolution endgültig zu vernichten, feuerte eine Stasi-MiG-27 auf die Zivilisten, die sich an der Berliner Mauer für deren Öffnung versammelt hatten. Ohne zu zögern riss Sylvia ihre Maschine herum und warf sie als lebenden Schutzschild zwischen die Granaten und die Menschenmenge. Ihre Einheit wurde dabei vollkommen zerstört; sie selbst erlitt tödliche Verwundungen. Das Wrack ihrer Maschine zerschellte auf der gefrorenen Wasseroberfläche der Spree. Dieses Opfer verhinderte nicht nur den Zusammenbruch der zivilen Moral, sondern stachelte die Augenzeugen zu noch entschlossenerem Widerstand an.
In der TV-Anime-Adaption
Im letzten Gefecht gegen Brehme wurde Sylvia getroffen und stürzte tödlich ab, als sie ihre Kameraden deckte. Anders als in der Romanvorlage war es hier ihr eigener Abschuss, der Walther dazu trieb, seine Todesfahrt gegen Brehme zu lenken – eine Umkehrung der Ereignisse, die letztlich den Sieg ermöglichte.
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