Mari Kurihara ist die 20. Präsidentin des Untergrund-Schülerrats der privaten Hachimitsu-Oberschule und bekannt als selbsternannte „Krähenbändigerin Mari“.
Sie ist die Tochter des Schulleiters Kurihara und die ältere Schwester von Chiyo Kurihara.
Mit der Vizepräsidentin Meiko Shiraki ist sie seit der Grundschule befreundet.
Mari ist eine charismatische Anführerin, die die Schule aus dem Schatten heraus mit Krähen und Aikido kontrolliert.
Sie trägt stets ein Pokerface und verachtet Männer zutiefst, die sie für „Abschaum“ hält.
Aufgrund ihrer ausgeprägten Reinlichkeit und eines tiefen Zerwürfnisses mit ihrem Vater empfindet sie eine extreme Abneigung gegen das gesamte männliche Geschlecht.
In ihrer Kindheit jedoch verehrte sie ihren Vater noch voller Unschuld und Zuneigung.
Ihr Sinn für Alltagskleidung ist individuell und wird oft als geschmacklos bezeichnet.
Mit großer Hingabe versieht sie ihre Lieblingsstücke mit einer Applikation aus ihrem Initial „M“ und einem Bären.
Getrieben von ihrem Männerhass initiierte Mari eigenmächtig die DTO, um alle Jungen der Schule zum Schulverweis zu zwingen.
Da sie als Untergrund-Schülerratspräsidentin nicht die Befugnis für direkte Schulverweise besitzt, nutzte sie eine spezielle Schulregel aus.
Diese Regel besagt, dass ein dritter Gefängnisausbruch zum sofortigen Schulverweis führt – bei Mittäterschaft gilt das Prinzip der Kollektivstrafe.
Ihr Ziel war es, die fünf Jungen Kiyoshi Fujino, Takehito Morokuzu, Jōji Nezu, Shingo Wakamoto und Reiji Andō durch perfide Manipulationen zum Ausbruch zu treiben.
Der Plan im Einzelnen:
Takehito Morokuzu: Meiko sollte eine geliebte Guan-Yu-Figur vor seinen Augen zerstören, um ihn zur Beteiligung an Kiyoshis Ausbruch zu provozieren. Der Versuch scheiterte.
Jōji Nezu: Maris dressierte Krähen griffen seine geliebten Ameisen an, um ihn zu einer unüberlegten Gewalttat zu reizen. Auch dieser Plan misslang.
Shingo Wakamoto: Er wurde von Meiko als Spion angeworben, mit Ausgang belohnt und dann durch Anzu Yokoyamas Honigfalle so aufgehalten, dass er die Rückkehrfrist verpasste und als Ausbrecher galt.
Reiji Andō: Man ließ ihn bei der Strafarbeit unbehelligt, sodass sein Triebstau unerträglich wurde. Er verließ das Gefängnis, um zu Meiko außerhalb der Mauern zu gelangen, und wurde so ebenfalls zum Ausbrecher.
Durch die „Ausbrüche“ von Shingo und Reiji galt die DTO als Erfolg.
Sämtliche Beweise wurden per Aktenvernichter und Datenlöschung vernichtet, und Mari feierte den vermeintlichen Sieg mit ihren Verbündeten.
Der gesamte Komplott wurde jedoch von den inhaftierten Jungen aufgedeckt und publik gemacht.
Zur Sühne für ihre Taten wurde Mari daraufhin selbst ins schuleigene Gefängnis gesperrt.
Dort ertrug sie stoisch die Schikanen des offiziellen Schülerrats, bis der Uroboros-Vorfall gefilmt und als Erpressungsmaterial verwendet wurde.
Dieser Vorfall gab ihr den letzten Anstoß, einen Ausbruch am Abend vor dem Sportfest zu wagen.
Mit einem genialen Bluff säte sie psychologische Verwirrung und ließ sich mit Handschellen an Kate Takenomiya ketten.
Auf diese Weise gelang ihr die Flucht, indem sie Kate zurück in ihr Zimmer im Mädchenwohnheim lockte.
Geschickt verführte sie Kate mit Worten und übertrug die gesamte Szene als Livestream und Aufzeichnung von ihrem Smartphone.
Dadurch machte sie beide unwiderruflich zu Komplizen auf Gedeih und Verderb.
Während der Planung ihres Ausbruchs und eines Komplotts zur Wiederbelebung ihrer Schwester Chiyo begann Maris eiskalte Fassade allmählich zu bröckeln.
Ihre starre Verachtung wandelte sich spürbar und ließ eine weichere Seite erkennen.
Am Ende war es Kiyoshi Fujino, dem sie ihre Absicht offenbarte, die Schule zu verlassen.
Ohne ein Wort an den Untergrund-Schülerrat oder ihre Schwester Chiyo reiste sie schließlich ins Ausland ab, um ein neues Leben zu beginnen.
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