Kobeni Higashiyama ist eine junge Teufelsjägerin und Nebenfigur aus der Manga- und Anime-Reihe „Chainsaw Man“, die trotz extremer Angst und Pechsträhnen durch außergewöhnliche körperliche Fähigkeiten und zähe Überlebenskunst auffällt.
Kobeni Higashiyama ist zu Beginn der Handlung eine neue Mitarbeiterin der öffentlichen Sicherheitsbehörde im Spezialteam 4 zur Teufelsbekämpfung.
Sie wird dort zur Partnerin von Hirokazu Arai und später von Galgali, dem Gewalt-Teufel.
Sie stammt aus einer stark belasteten Familie mit neun Geschwistern und wurde gegen ihren eigentlichen Wunsch, zu studieren, zur Arbeit als Teufelsjägerin gedrängt.
Ihre Rolle verbindet tragische Komik, Nervenzusammenbrüche und überraschende Heldentaten und machte sie schnell zu einer der beliebtesten Nebenfiguren der Reihe.
Name: Kobeni Higashiyama
Geschlecht: weiblich
Alter: 20 Jahre
Körpergröße: 155 cm
Zugehörigkeit (anfangs): Öffentliche Sicherheit, Abteilung für Teufelsbekämpfung, Spezialteam 4
Erste Person (Selbstbezeichnung): „watashi“ (entspricht „ich“ in höflicher Form, im Deutschen einfach „ich“)
Vertrags-Teufel: geheim
Hobby: leckeres Essen genießen
Synchronsprecherin (Anime, Originalfassung): Karin Takahashi
Bühnendarstellerin (Stage Play): Haruki Iwata
Kobeni wirkt wie ein nervöses, kleines Tier: Sie ist extrem schüchtern, ängstlich und läuft ständig mit panischem Gesichtsausdruck herum.
Auffällig sind ihre vier Leberflecke im Gesicht, die leicht zusammengezogenen Augenbrauen und ihre dreifarbigen Augen, die ihr ein dauerhaft besorgtes Aussehen geben.
Auf den ersten Blick scheint sie absolut ungeeignet für den Beruf der Teufelsjägerin.
Dennoch wird sie von Himeno als „zurückhaltend, aber körperlich sehr fähig“ beschrieben.
Im Alltag ist Kobeni oft überfordert, weinerlich und nahe am Zusammenbruch.
Wenn sie jedoch „durchdreht“ – ob aus Angst, Überreizung oder einem kurzen Moment von Entschlossenheit – zeigt sie plötzlich überragende Fähigkeiten und agiert mit schockierender Präzision und Brutalität.
Sie fürchtet allerdings genau diesen Zustand, weil sie das Gefühl hat, dabei die Kontrolle über sich selbst zu verlieren.
Dazu kommt eine ausgeprägte Pechsträhne: Job, Familie, Vorgesetzte und die Situationen, in die sie gerät, sind fast immer zu ihrem Nachteil – und doch überlebt sie wie durch ein Wunder.
Interessant ist, dass ihre Partner im Dienst – sowohl Hirokazu Arai als auch Galgali – ausgerechnet zu den sympathischeren, rücksichtsvolleren Figuren gehören.
Trotz all des Unglücks scheint sie bei ihren direkten „Buddys“ überraschend viel Glück zu haben.
Kobeni stammt aus einer Familie mit insgesamt neun Geschwistern.
Finanziell ist die Familie stark belastet, und die Eltern werden als ausbeuterisch und toxisch beschrieben.
Ihre Eltern entschieden, dass nur ihr „begabter“ älterer Bruder studieren darf.
Um dessen Studium zu finanzieren, wurde Kobeni gezwungen, einen gefährlichen, aber gut bezahlten Job anzunehmen – die Arbeit als Teufelsjägerin.
Sie hätte selbst gern die Universität besucht und führt ein Leben voller Frustration, Angst und Resignation.
Ihr gesamter Hintergrund verleiht ihr eine dauerhafte Aura von Unglück und unterdrückter Verzweiflung.
Später stellt sich heraus, dass eines ihrer jüngeren Geschwister – Nobana Higashiyama – ebenfalls unter den Eltern leidet.
Er wird aus rein finanziellen Gründen in einen Schul-Teufelsjäger-Club gedrängt und dort von Mitschülern gemobbt, was das Muster der familiären Ausbeutung bestätigt.
Kobeni ist klein und zierlich, mit 155 cm Körpergröße.
Sie trägt meist die Standarduniform der öffentlichen Sicherheit und fällt durch ihr nervöses, angespanntes Auftreten auf.
Denji beschreibt ihr Gesicht als „unscheinbar, aber eigentlich ziemlich gut“.
Ihr typisches Erscheinungsbild – dreifarbige Augen, verwirrter Blick, leicht zitternde Mimik – passt perfekt zu ihrer Rolle als überforderte, aber zähe Überlebende.
Trotz ihrer scheinbaren Durchschnittlichkeit hat sie sich in der Popularitätsumfrage der Reihe überraschend weit oben platziert.
Beim ersten offiziellen Beliebtheitsranking erreichte sie Platz 8, beim zweiten rutschte sie nur leicht auf Platz 10 ab.
Bei der Öffentlichen Sicherheit
Kobeni tritt als neue Teufelsjägerin im Spezialteam 4 der öffentlichen Sicherheit auf.
Sie ist dort Kollegin von Denji, Aki Hayakawa, Power, Himeno und anderen und steht von Anfang an unter massivem psychischen Druck.
Sie bildet zunächst ein Team mit Hirokazu Arai.
Nach seinem Tod durch den Angriff auf die öffentliche Sicherheit wird sie Partnerin von Galgali, dem Gewalt-Teufel.
Obwohl sie ständig betont, wie sehr sie ihren Job hasst und eigentlich nur weg will, schleppt sie sich durch zahlreiche lebensgefährliche Einsätze.
Mit der Zeit zeigt sich, dass sie eine der zähesten Überlebenden des gesamten Teams ist.
Angriff der Eien no Akuma und der mentale Druck
Beim Einsatz gegen den Eien no Akuma wird Kobeni mit extremer psychischer Folter konfrontiert.
Der Teufel sperrt die Gruppe in einer endlosen Zeitfalle ein, was ihre ohnehin fragile Psyche weiter bricht.
In dieser Situation zeigt sich, wie schlecht sie mit mentalem Druck klarkommt.
Während einige andere Figuren pragmatisch oder aggressiv reagieren, verfällt Kobeni in Panik, Schuldzuweisungen und Zusammenbrüche.
Angriff auf die öffentliche Sicherheit
Während des groß angelegten Anschlags auf die öffentliche Sicherheit – orchestriert unter anderem vom Katana Devil (Katana-Teufel) und Akane Sawatari – gerät Kobeni mitten in ein Massaker.
Sie wird zunächst von einer scheinbar harmlosen alten Frau angeschossen, schafft es jedoch mit unglaublicher Geschwindigkeit, hinter sie zu gelangen, ihren Arm zu packen und sie mit ihrer eigenen Waffe zu töten (in der Anime-Umsetzung wird diese Szene besonders hervorgehoben).
In demselben Kampf nutzt Akane Sawatari die Kräfte des Schlangen-Teufels, um den Katana Devil zu unterstützen.
Kobeni weicht den Angriffen der gigantischen Schlange aus, läuft an ihrem Schwanz hinauf, trennt dem Katana Devil mit einem einfachen Küchenmesser den Arm ab, entreißt ihm im gleichen Moment seine Waffe und erschießt ihn ohne zu zielen aus dem Rücken heraus.
Diese Episode zeigt eindrucksvoll, wie extrem ihre Reflexe, Beweglichkeit und ihr Instinkt im Kampf sind.
Gleichzeitig bleibt sie emotional vollkommen überfordert, schlottert vor Angst und schwankt zwischen Hysterie und Schock.
Später gelingt es ihr sogar, sich bei einer erneuten Konfrontation unbemerkt Akane von hinten zu nähern und sie festzusetzen.
Kurz darauf muss sie jedoch mit ansehen, wie Akane sich durch den Schlangen-Teufel selbst töten lässt – eine weitere traumatische Erfahrung, die Kobeni schwer belastet.
Interessantes Detail: Laut Aussage des Autors war ursprünglich geplant, dass Kobeni Arai als Schild benutzt, statt von ihm geschützt zu werden.
Diese Idee wurde später verworfen, aber sie unterstreicht, wie zynisch und bitter ihre Figur ursprünglich gedacht war.
Begegnung mit dem Darkness Devil und der Weggang aus der Behörde
Im späteren Verlauf wird Kobeni zusammen mit anderen Teufelsjägern in eine Hölle transportiert, wo sie auf den Darkness Devil (Dunkelheits-Teufel) trifft.
Die Szene ist eine der grausamsten des gesamten Werks, und fast alle Beteiligten werden verstümmelt oder getötet.
Kobeni ist die einzige, die körperlich nahezu unversehrt wieder aus dieser Hölle zurückkehrt – obwohl ihr zwischenzeitlich beide Arme abgetrennt werden.
Durch eine Mischung aus „schlechtem“ und zugleich unglaublichem „Glück“ erhält sie beide Arme zurück und überlebt.
Galgali, der Gewalt-Teufel, schützt sie während dieses ganzen Desasters und opfert sich, um ihr Überleben zu sichern.
Das Erlebnis hinterlässt bei ihr tiefe Traumata, und Aki Hayakawa erwähnt später, dass Kobeni daraufhin die öffentliche Sicherheit endgültig verlassen hat.
Arbeit bei „Family Burger“
Nach ihrer Kündigung versucht Kobeni, ein ruhigeres, „normales“ Leben zu führen.
Sie findet Arbeit in einer Fast-Food-Kette namens „Family Burger“, die sich als alles andere als ideal herausstellt.
Die Filiale ist ein Paradebeispiel für ein toxisches Arbeitsumfeld:
Der Filialleiter und die anderen Mitarbeiter schikanieren sie, geben ihr die Schuld für alles und üben massiven psychischen Druck aus.
Während eines besonders stressigen Arbeitstages bricht Kobeni zusammen und sagt nur noch: „Hilf mir.“
Diese Bitte nach Hilfe wird zum Auslöser dafür, dass Chainsaw Man (Denji in seiner Teufelsform) am Laden auftaucht und das ohnehin chaotische Umfeld in ein komplettes Desaster verwandelt.
Kobeni wird unfreiwillig in Denjis Wunsch hineingezogen, endlich einmal ein „Date mit einem Mädchen“ zu erleben.
Sie wird von Chainsaw Man durch die Stadt gezerrt, stolpert, fällt und schlittert auf einem Eiswürfel aus – eine Szene, die zugleich komisch und bitter ist, da sie ihre endlose Pechsträhne fortsetzt.
Involvierung im Kampf zwischen Makima und Chainsaw Man
Während der finalen Auseinandersetzungen zwischen Makima und Chainsaw Man gerät Kobeni erneut zufällig mitten ins Geschehen.
Sie wird hin- und hergewirbelt, immer wieder in Lebensgefahr gebracht und kann am Ende nur durch die Hilfe anderer überleben.
Nach Makimas Niederlage und der Rückkehr von Denji zu seiner menschlichen Identität wird Kobeni von Kishibe zusammen mit Denji versteckt.
Sie lebt in ständiger Angst, entdeckt oder getötet zu werden, empfindet aber gleichzeitig Erleichterung, endlich räumlich von ihren Eltern getrennt zu sein.
Diese ambivalente Mischung aus Furcht und heimlicher Freude spiegelt gut wider, wie ihr ganzes Leben zwischen Pech, Zwang und kleinen Momenten von Freiheit hin- und hergerissen ist.
Allgemeine Kampfkraft
Trotz ihrer schwachen Nerven gehört Kobeni zu den effektivsten Kämpfern in direkten, körperlichen Auseinandersetzungen.
Ihre Beweglichkeit, Reaktionsgeschwindigkeit und Präzision sind außergewöhnlich und stehen in starkem Kontrast zu ihrer ängstlichen Art.
Sie bewegt sich in Gefechten mit einer Leichtigkeit, die man eher von einem professionellen Attentäter erwarten würde als von einer zitternden jungen Frau.
Gegner bemerken sie teilweise erst, wenn es schon zu spät ist – etwa wenn sie ihnen bereits die Waffe aus der Hand gerissen oder eine Gliedmaße abgetrennt hat.
Im direkten Nahkampf scheint sie besonders gefährlich zu sein, vor allem gegen menschliche Gegner oder humanoide Teufel.
Ihre spektakulären Aktionen gegen den Katana Devil und die von Akane beschworenen Wesen gehören zu den eindrucksvollsten Szenen der Reihe.
Körperliche Fähigkeiten
Extrem hohe Geschwindigkeit und Reflexe:
Sie kann gegnerische Schüsse aus kurzer Distanz ausweichen, hinter Angreifer springen und sie mit ihren eigenen Waffen ausschalten.
Kletter- und Beweglichkeit:
Das Hinauflaufen am Schwanz des Schlangen-Teufels und das gleichzeitige Angreifen zeigt ihre akrobatischen Fähigkeiten.
Improvisation:
Sie nutzt einfache Gegenstände wie ein Küchenmesser, um schwer bewaffnete Gegner zu überwältigen.
Präzision im Umgang mit Schusswaffen:
Sie schießt ohne zu zielen über die Schulter und trifft dennoch perfekt.
Auffällig ist, dass ihre Stärke nicht von sichtbaren übernatürlichen Kräften abhängt.
Auch nachdem sie die öffentliche Sicherheit verlassen hat, zeigt sie weiterhin Reaktionsvermögen und Körperkontrolle, die deutlich über dem Durchschnitt liegen.
Vertrags-Teufel
Kobeni selbst erwähnt, dass ihr Vertrags-Teufel „geheim“ sei.
Weder Name noch Fähigkeiten des Teufels werden innerhalb der ersten Handlungshälfte konkret offenbart.
Da nur offizielle Teufelsjäger einen legalen Vertrag mit einem Teufel haben dürfen, gilt der Vertrag als aufgelöst, sobald sie den Dienst quittiert.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass ihre körperliche Leistungsfähigkeit möglicherweise gar nicht oder nur teilweise mit diesem Vertrag zusammenhängt, da sie auch danach außergewöhnlich agil bleibt.
In Fankreisen existiert die Theorie, sie könnte mit einem „Geheimnis-Teufel“ verbunden gewesen sein, was zum wiederholten Verweis auf „geheim“ passt.
Offiziell bestätigt ist diese Spekulation nicht.
Hirokazu Arai
Hirokazu Arai ist Kobenis Kollege und ebenfalls Neuling im Spezialteam 4.
Er hat einen Vertrag mit dem Fuchs-Teufel und wird als fleißig, aber noch nicht ausreichend erfahren beschrieben.
Himeno trainierte sowohl Arai als auch Kobeni sechs Monate lang.
Ihr Urteil: Arai sei zwar leistungsschwach, dafür aber sehr motiviert.
Im Umgang mit Kobeni zeigt er viel Verständnis und versucht, sie bei Panik und emotionalen Ausbrüchen zu beruhigen.
Die beiden scheinen sich trotz der belastenden Umstände gut zu verstehen.
Beim Angriff auf die öffentliche Sicherheit wirft Arai sich schließlich schützend vor Kobeni und wird tödlich getroffen.
Sein Tod verstärkt ihr Schuldgefühl und ihren inneren Konflikt mit dem Teufelsjäger-Dasein.
Galgali (Gewalt-Teufel)
Nach Araïs Tod wird Kobeni dem Gewalt-Teufel Galgali als Partnerin zugeteilt.
Galgali ist überraschend freundlich, humorvoll und rücksichtsvoll – ganz anders, als sein Name vermuten lässt.
Er trägt eine Maske, die seine wahren Kräfte dämpft, und verhält sich Kobeni gegenüber sanft und fürsorglich.
So lädt er sie etwa auf Eis ein, mit der Begründung, er wolle einfach zusehen, wie sie glücklich beim Essen aussieht.
Die beiden harmonieren erstaunlich gut, sowohl charakterlich als auch im Einsatz.
Galgali schützt Kobeni mehrfach und opfert sich schließlich während der Höllenmission, um ihr das Überleben zu ermöglichen.
Denji / Chainsaw Man
Zu Denji hat Kobeni eine komplizierte, aber interessante Beziehung.
Er ist einer ihrer Kollegen, und sie sieht ihn zunächst eher als chaotischen Störfaktor.
Später, nachdem sie als Teufelsjägerin aufgehört hat, wird sie zufällig wieder in Denjis Leben hineingezogen.
Chainsaw Man entführt sie quasi zu einem „Date“, um seinen Traum „endlich mit einem Mädchen auszugehen“ auszuleben.
Kobeni stolpert, fällt und gerät in eine absurde Tour durch die Stadt, bei der sie gleichzeitig Opfer, Begleitung und unfreiwilliger Komikfaktor ist.
Trotz der Überforderung bleibt sie an Denjis Seite, was ihre Fähigkeit zeigt, sich an selbst die absurdesten Situationen anzupassen.
Makima
Makima ist die Vorgesetzte im System der öffentlichen Sicherheit und spielt auch für Kobeni indirekt eine Rolle.
Kobeni ist Makima gegenüber eher eingeschüchtert und zeigt den typischen Respekt und die Angst, die fast alle Figuren ihr entgegenbringen.
Im finalen Konflikt zwischen Makima und Chainsaw Man wird Kobeni wieder einmal mehr Opfer der Umstände.
Sie ist keine aktive Hauptakteurin in diesem Duell, aber sie wird – wie so oft – in tödliche Ereignisse hineingezogen, ohne viel Einfluss auf den Verlauf zu haben.
Kishibe
Kishibe ist ein erfahrener, zynischer und äußerst gefährlicher Teufelsjäger, der später zu einer Art Mentorfigur für einige Überlebende wird.
Nach den großen Kämpfen versteckt Kishibe Kobeni gemeinsam mit Denji.
In seiner Obhut lebt Kobeni in ständiger Unruhe, aber zugleich in einer für sie relativ sicheren Situation.
Sie ist dankbar, der Kontrolle ihrer Eltern entkommen zu sein, auch wenn ihre Angst vor Tod und Verfolgung nie ganz verschwindet.
Kobeni spart ihr Gehalt mühsam, um sich ein eigenes Auto zu kaufen – einen Fiat 500, der unter Fans als „Kobeni-Car“ bekannt wurde.
Das Fahrzeug wurde so populär, dass es in Beliebtheitsrankings der Serie auftauchte und scherzhaft als eigener „Charakter“ bezeichnet wird.
Das Auto symbolisiert ein seltenes Stück persönlicher Freiheit und ein kleines Glück in Kobenis Leben.
Allerdings bleibt ihr Pech treu: Power nutzt das Auto, um den ältesten Sohn eines amerikanischen Attentäter-Trios zu überfahren, was eine grotesk-komische und zugleich tragische Szene erzeugt.
Im nachfolgenden Kampf wird das Auto stark beschädigt und schließlich weitgehend zerstört.
Damit verliert Kobeni eines der wenigen materiellen Dinge, an denen sie wirklich hing – ein weiterer Schlag in ihrer nicht enden wollenden Pechserie.
Kobeni entwickelte sich rasch zu einer Kultfigur.
Ihre Mischung aus unverschämtem Pech, beeindruckender Kampfkraft und hysterisch-komischen Ausbrüchen sorgt dafür, dass Szenen mit ihr häufig herausstechen.
Beim ersten offiziellen Beliebtheitsranking der Reihe belegte sie Platz 8.
Beim zweiten Ranking landete sie auf Platz 10, blieb aber damit weiterhin deutlich im Fan-Fokus.
Der Autor Tatsuki Fujimoto verriet auf einer Veranstaltung, dass er den Redakteur fragte, wen die Leser lieber überleben sehen würden: den Angel Devil oder Kobeni.
Der Redakteur antwortete, die Leser wollten wahrscheinlich eher, dass der Angel Devil überlebt – worauf Fujimoto beschloss, genau das Gegenteil zu tun und den Angel Devil zu töten, während Kobeni überlebt.
Damit „überlistete“ Kobeni sogar die ursprüngliche Planung des Autors und entging dem Tod quasi durch Meta-Glück.
Sie entkam nicht nur Teufeln, Kugeln und der Hölle, sondern auch der direkten Entscheidung des Schöpfers selbst.
Im Anime-Opening-Song „KICK BACK“ von Kenshi Yonezu gibt es eine Szene, in der der Sänger von einem Lkw angefahren wird.
Fans zogen daraufhin Parallelen zu Kobenis Auto und erstellten humorvolle Illustrationen, in denen das „Kobeni-Car“ Yonezu überfährt – ein weiteres Zeichen dafür, wie stark sich ihr Auto in der Fan-Kultur verankert hat.
In einer Opferliste des Gun Devil taucht außerdem der Name der Originalsprecherin von Kobeni, Karin Takahashi, auf – leicht abgewandelt als „Karin Takahashi“ in der Schreibweise der Reihe.
Diese Art von Meta-Einbindung ist typisch für den schwarzen Humor und die Selbstreferenzen, die „Chainsaw Man“ auszeichnen.
„Ein Leben ohne unangenehme Dinge… das gibt es doch nur im Traum.“
Dieses Zitat fasst Kobenis Lebensgefühl gut zusammen.
Es spiegelt ihre Erfahrung wider, dass Schmerz, Angst und Unglück zu ihrem Alltag gehören – und dass sie trotz allem weitermacht.
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