Merlin Wolford ist ein männlicher Charakter aus Wise Man’s Grandchild, der als Adoptivgroßvater von Shin Wolford und als legendärer Weiser weltberühmt ist. In der Nebengeschichte Extra Story übernimmt er zudem die Rolle des Protagonisten.
Name: Merlin Wolford
Geschlecht: männlich
Beiname: der Weiser
Merlin gilt als so große Persönlichkeit, dass es praktisch niemanden auf der Welt gibt, der seinen Namen nicht kennt.
Seinen Ruhm verdankt er vor allem seiner überwältigenden Macht und seinen Heldentaten.
Früher besiegte er einen Dämonenmenschen, der mit seinem wilden Auftreten und seiner furchteinflößenden Art die Welt in Schrecken versetzt hatte.
Diese Tat machte ihn endgültig zu einer lebenden Legende.
Obwohl Merlin als überragender Magier und Held verehrt wird, ist er im Privaten deutlich menschlicher.
Gegenüber seiner früheren Gefährtin und Ex-Frau Melida Bowen kann er sich kaum durchsetzen.
Zu Shin Wolford ist er dagegen ausgesprochen nachsichtig und liebevoll.
Seine große Zuneigung zu seinem Adoptivenkel prägt viele seiner Entscheidungen.
Im Alter legte er sich bewusst das Verhalten eines gutmütigen alten Herrn zu.
Diese sanfte, beinahe gemütliche Seite steht in starkem Kontrast zu seinem einst wilden Auftreten.
Merlin verlor seinen Vater schon in jungen Jahren und wuchs deshalb in einem Mutter-Kind-Haushalt auf.
Nach dem Abschluss der Mittelschule wollte er eigentlich schnell selbstständig werden, um seine Mutter zu unterstützen.
Auf Wunsch seiner Mutter schrieb er sich jedoch an der Höheren Akademie der Magie ein.
Damit erfüllte er den Traum seines verstorbenen Vaters und zeigte zugleich kindliche Loyalität gegenüber seiner Familie.
Schon bei seiner Aufnahme war Merlin stärker als viele seiner Lehrer.
Aus Langeweile schwänzte er deshalb oft den Unterricht und fiel durch schlechtes Benehmen auf.
Erst nachdem er eine Beziehung mit Melida Bowen begann, wurde er etwas ruhiger.
Nach dem Abschluss heirateten die beiden und verdienten ihren Lebensunterhalt als Jäger von Monstern.
Ein entscheidender Wendepunkt in Merlins Leben war die Tötung seines zum Dämonenmenschen gewordenen Jugendfreundes Kyle.
Danach wurde er als Weiser und als Held verehrt.
Gerade diese öffentliche Verehrung ließ ihn jedoch die Gesellschaft zunehmend ablehnen.
Nach dem Tod seiner Mutter Sandra verließ er mit seiner Familie die gewohnte Umgebung und zog rastlos durch verschiedene Länder.
Während dieser Wanderschaft erlitt er einen schweren Schicksalsschlag.
Sein Sohn Slain starb kurz nach dem Erreichen des Erwachsenenalters.
Dieser Verlust traf Merlin so tief, dass es schließlich zur Trennung von Melida Bowen kam.
Danach zog er sich allein tief in einen Wald zurück und lebte dort abgeschieden.
Im hohen Alter entdeckte Merlin eines Tages ein von Monstern angegriffenes Fuhrwerk.
Darin fand er den als Säugling wiedergeborenen Shin Wolford und nahm ihn bei sich auf.
Er zog Shin wie einen Enkel auf und wollte ihm anfangs vor allem beibringen, sich selbst zu schützen.
Auch wegen seiner Erinnerungen an Slain war ihm wichtig, dass das Kind nie hilflos sein würde.
Doch Shins erstaunliche Lernfähigkeit begeisterte ihn immer mehr.
Merlin brachte ihm deshalb vor allem Magie bei und ließ sich von dessen raschem Fortschritt mitreißen.
Dabei vergaß er allerdings, Shin grundlegende Alltags- und Sozialnormen beizubringen.
Gerade dieses Versäumnis wurde später zu einem Hauptgrund dafür, dass Shin oft ohne jedes Maß handelt.
Melida Bowen
Melida Bowen war Merlins frühere Gefährtin und später seine Ehefrau.
Sie gehört zu den wenigen Menschen, vor denen der sonst so übermächtige Merlin klein beigibt.
Ihre Beziehung veränderte ihn bereits in jungen Jahren positiv.
Nach dem Tod ihres Sohnes und den folgenden Belastungen trennten sich ihre Wege jedoch.
Shin Wolford
Zu Shin Wolford pflegt Merlin eine fast bedingungslos liebevolle Beziehung.
Er ist für ihn nicht nur Lehrer, sondern vor allem Großvater im Herzen.
Merlins übergroße Fürsorge und sein Stolz auf Shins Talent hatten allerdings auch Nebenwirkungen.
Weil er ihn mit Magie überhäufte und die gewöhnliche Welt vernachlässigte, trug er unbeabsichtigt zu Shins Mangel an gesundem Menschenverstand bei.
Slain
Slain war Merlins leiblicher Sohn.
Dessen früher Tod gehört zu den prägendsten Tragödien in Merlins Leben.
Merlin verbindet zwei scheinbar gegensätzliche Seiten in sich.
Er ist einerseits ein weltberühmter Held von kaum messbarer Stärke und andererseits ein alter Mann, der seinem Enkel kaum etwas abschlagen kann.
Gerade diese Mischung macht ihn zu einer der markantesten Figuren von Wise Man’s Grandchild.
Seine Größe als Magier wird immer wieder von seinen persönlichen Verlusten, seiner Schwäche gegenüber geliebten Menschen und seiner warmherzigen Rolle als Großvater ergänzt.
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