Yui ist ein junges Waisenmädchen, das eine wichtige Unterstützerin von Sakuna-hime ist und über außergewöhnliche Fähigkeiten im Bereich Weberei und Handarbeit verfügt. Sie stammt aus derselben Gegend wie Kinta und begann irgendwann, gemeinsam mit ihm zu reisen. Nach außen hin wirkt sie ruhig und höflich, doch tatsächlich ist sie berechnend und versteht es hervorragend, sich in unterschiedlichen Situationen anzupassen. Besonders gegenüber Kaimaru zeigt sie sich streng und scheut sich nicht, ihn zu ermahnen. Yui fertigt sowohl die Kleidung als auch die Hüte, die Sakuna-hime trägt, mit hoher handwerklicher Präzision an.
Yui hat lange, bis zur Hüfte reichende Haare in einem braunen Farbton. Am rechten Hinterkopf trägt sie eine auffällige, rote Windrad-Haarspange. Charakteristisch sind ihr überkreuzter Pony, der wie zusammengelegte Vogelflügel wirkt, ausgeprägte Koteletten bis zur Schulter sowie ein markantes abstehendes Haar, das je nach Blickrichtung auf verschiedenen Seiten hervorspringt. Yui trägt meist einen grauen Kimono mit rotem Gürtel, dazu rote Zori-Sandalen mit zwei Zähnen. Beim Arbeiten – zum Beispiel beim Reispflanzen – steckt sie sich die Ärmel hoch und legt die Schärpe um, wobei sie manchmal auch das Hosenbein rafft. In speziellen Szenen trägt sie auch ein Gewand im Stil einer Priesterin. In den offiziellen Materialien wird sie ausdrücklich als „die einzige Schönheit“ des Spiels bezeichnet, was auch Sakuna-hime so sieht.
Oberflächlich erscheint Yui freundlich, höflich und vernünftig – gerade im Vergleich zu den vielen exzentrischen Mitbewohnern am Berghang. Sie grüßt Sakuna-hime oft respektvoll und ist im Umgang mit Kinta ebenfalls recht offen. Doch dahinter verbirgt sich eine trickreiche und durchaus schwer fassbare Natur. Yui ist geschickt darin, die Machtverhältnisse in einer Gruppe schnell zu erkennen und sich mit denen gutzustellen, die am meisten Einfluss haben – in diesem Fall mit Sakuna-hime. Sie versteht es, ihren Vorteil zu suchen, wirkt nach außen hin brav, ist dabei aber ziemlich durchtrieben und kann gehörig auf Distanz gehen. Im Umgang mit Kaimaru zeigt sie wenig Geduld und reagiert streng, was aber auch mit ihrer eigenen Geschichte zusammenhängt.
Yui stammt, wie Kinta, aus der nordöstlichen Region und spricht einen typischen regionalen Dialekt. Sie ist ein Waisenkind, das nur schwer Vertrauen zu anderen Menschen fassen kann – ein Verhalten, das erst mit ihrer komplizierten Vergangenheit verständlich wird. Anfangs hält sie sich den Erwachsenen gegenüber größtenteils zurück, arbeitet oft nur widerwillig oder drückt sich vor Aufgaben. Am liebsten verbringt sie ihre Zeit mit Kinta und ignoriert die restlichen Mitglieder der Gruppe weitgehend. Erst nach einer Ermahnung durch Sakuna-hime öffnet sie sich langsam und arbeitet kooperativer mit den anderen zusammen.
Trotz ihres jungen Alters brilliert Yui auf dem Gebiet der Weberei und des Textilhandwerks: Sie kann Garn spinnen, Webstühle bedienen und Kleidung von Grund auf selbst herstellen. Im Spielverlauf baut sie ihre eigene Webhütte und stellt dort nicht nur Kleidung, sondern auch Strohhüte als Rüstung für Sakuna-hime her. Besonders das Nähen liegt ihr sehr – und sie gilt als eine der wenigen, die die feinsten handwerklichen Arbeiten vollbringen können.
Yui ist besonders eng mit Kinta verbunden. Sie folgt ihm nahezu überallhin, beobachtet ihn sogar heimlich in seiner Schmiede – was stark an das Verhalten eines Stalkers erinnert. Für sie steht die Nähe zu Kinta an erster Stelle. Zu Kaimaru hat sie ein angespanntes Verhältnis: Da sie als fast Einzige seine kindlichen Laute versteht, kommen sie oft aneinander. Yui ist dabei stets streng und schreckt nicht davor zurück, ihn zu tadeln, wenn er sie stört oder ungezogen ist.
Yui fällt vor allem dadurch auf, dass sie – anders als die Erwachsenen – kein Blatt vor den Mund nimmt, gerne Aufgaben aus dem Weg geht und sich diszipliniert an das hält, was sie sich vorgenommen hat. Ihr häufiges, fast übergriffiges Verhalten Kinta gegenüber ist ebenso charakteristisch wie ihr Hang zur Handarbeit und ihre scheinbar kalte Art mit Kaimaru umzugehen. Sie verteilt auch mal eine echte Ohrfeige und schreckt nicht davor zurück, sehr klar zu sagen, was sie denkt.
Einführung und Alltag in der Gruppe
Yui kam irgendwann dazu, sich Kinta anzuschließen. Anfangs fügte sie sich kaum ein, mied erwachsene Autoritäten wie Tauemon und Myrthe und zog es vor, ihre eigenen Wege zu gehen. Sie ließ sich oft vor der Arbeit drücken, half nicht beim Kochen und ruhte sich heimlich aus, selbst wenn die Gruppe dringend auf ihre Hilfe angewiesen war. Erst nachdem Sakuna-hime sie direkt auf ihre Arbeitsverweigerung und ihr Verhalten Kaimaru gegenüber angesprochen hatte, begann sie, sich langsam in die Gemeinschaft einzufügen.
Ihre Rolle als Stalkerin und die Beziehung zu Kinta
Yui ist für ihre übertriebene Begeisterung für Kinta bekannt, der sie fast schon unheimlich beobachtet. Sie verbringt ständig Zeit in seiner Nähe und sorgt sich sehr um sein Wohlergehen. Egal, ob Kinta arbeitet oder sich ausruht – Yui ist stets in seiner Nähe und wacht über ihn.
Der Umgang mit Kaimaru
Kaimaru, der durch seine traumatische Vergangenheit regressiv und anhänglich auftritt, ist Yui häufig ein Dorn im Auge. Sie versteht als Einzige seine Sprache, was aber oft zu Streitereien führt. Wenn er sie bei der Arbeit stört oder kindisch herumtollt, reagiert Yui hart – darunter auch mit einer kräftigen Ohrfeige. Sie sieht keinen Grund, Kaimaru besonders zu verhätscheln: Sie ist selbst noch ein Kind und hat ihre eigenen Vorstellungen, was sie mit ihrer Zeit anfangen will.
Die Wahrheit über Yuis Identität
Achtung, Spoiler: Tatsächlich ist Yui in Wahrheit ein Kranich, der menschliche Gestalt angenommen hat. Sie versteckte ihr handwerkliches Können, weil es Teil eines Schwurs war – sobald Menschen ihren Webprozess beobachten, würde sie ihre menschliche Form verlieren. Der Grund, warum Yui sich an Kinta hält: Kinta hatte sie, als sie in einer Falle gefangen war, befreit; aus Dankbarkeit wollte sie ihm etwas zurückgeben. Als Sakuna-himes Neugierde die Verwandlung löste, verwandelte Yui sich zurück in ihre wahre Kranichgestalt und verschwand. Die Gruppe war bestürzt darüber, was geschehen war. Sakuna-hime, von Schuldgefühlen geplagt, überzeugte Kinta schließlich, seine wahren Gefühle für Yui zu offenbaren, was dank ihrer Hilfe dazu führte, dass Yui ihre menschliche Form zurückerlangte. Die Wahrheit hinter Kintas Hilfe war allerdings, dass Kinta Yui ursprünglich aus Hunger fangen wollte, sie jedoch vor dem Töten entfloh.
Yuis Entwicklung auf der Insel und ihr neuer Lebensweg
Nach ihrer Rückkehr und dem Neuanfang auf der Insel blühte Yui als Weber-Göttin auf. Sie entdeckte ihren Wunsch, gemeinsam mit Sakuna-hime und den anderen ein ruhiges Leben zu führen. Doch als Kinta beschloss, die Insel zu verlassen, geriet Yui ins Grübeln: Sollte sie Kinta um jeden Preis an ihrer Seite wissen, oder doch bei der neuen Familie bleiben? Nach mehreren Gesprächen, vor allem mit Sakuna-hime, kam sie zu dem Schluss, dass sie auf der Insel bleiben und sich den anderen anschließen möchte. Im Laufe der Zeit wuchs sie zur wunderschönen Göttin der Weberei heran. Immer wieder kamen Götter auf die Insel, um um ihre Hand anzuhalten – doch diese wurden stets von Sakuna-hime in die Flucht geschlagen.
Yui ist eine der wenigen Figuren neben Sakuna-hime, die unterschiedliche Outfits tragen. Ihre Liebe zur Ästhetik und zur schönen Kleidung zieht sich durch die ganze Geschichte und findet Ausdruck in ihrer Bewunderung für schöne Gewänder und elegante Persönlichkeiten wie Kokorowa-hime.
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