Oscar Webster ist ein berühmter Dramatiker und Drehbuchautor aus der Reihe Violet Evergarden, der zurückgezogen in einem Einfamilienhaus im Sommerkurort Roswell lebt.
Nach dem Tod von Ehefrau und Tochter verfiel er Alkohol und Medikamenten, fand aber durch eine Zusammenarbeit mit Violet zurück zum Schreiben.
Oscar Webster tritt im Original in Band 1, Kapitel 1 „Der Romanautor und die Automatische Briefpuppe“ sowie im letzten Kapitel von „Ever After“ „Der Träumer und die Automatische Briefpuppe“ auf.
In der Anime-Adaption erscheint er in Episode 7.
Er gilt als renommierter Bühnenautor und Scriptwriter.
Die Automatische Briefpuppe Erica Brown von der C.H. Postgesellschaft ist ein bekennender Fan seiner Werke.
Oscar lebt in Roswell, einem Ort, der als Ferien- und Rückzugsgebiet dient.
Seine Ehefrau und seine Tochter starben an einer erblichen Krankheit, was ihn in eine tiefe Lebenskrise stürzte.
In der Folge geriet er in eine Phase aus Alkohol- und Medikamentenmissbrauch.
Obwohl er diese Abhängigkeit überwand, blieb ein starkes Zittern der Hände zurück, das seine Arbeit als Autor blockierte.
Um dennoch ein neues Werk fertigzustellen, engagierte er Violet Evergarden als Ghostwriterin.
Da er lange isoliert lebte und wenig Kontakt zur Außenwelt hatte, hielt er Violet zunächst fälschlich für eine mechanische Puppe.
Die Zusammenarbeit mit Violet wird zum Wendepunkt: Sie hilft ihm, ein neues Stück zu vollenden.
Später trifft Oscar erneut auf Violet, als er Letitia Aster begegnet, und ermutigt Letitia zu einem Vorsprechen für ein Theaterstück.
Im Kinofilm Violet Evergarden: Der Film stellt Oscar auf Violets Empfehlung hin Erica Brown als Assistentin ein.
Damit öffnet er sich nicht nur beruflich, sondern auch menschlich wieder der Welt.
Ehefrau
Oscar lernte seine spätere Ehefrau kennen, bevor er als Drehbuchautor erfolgreich wurde.
Sie arbeitete als Bibliothekarin in der Bibliothek, die Oscar damals häufig besuchte, und er beschrieb sie als „eine schöne Frau“.
Sie war Waise und stammte aus einer Familie, in der viele früh starben.
Ihr Vater war an einer Erbkrankheit gestorben, und auch sie selbst war betroffen, verschwieg dies jedoch aus Angst, sonst keine Heiratsperspektive zu haben.
Schließlich erlag sie der Krankheit und verstarb.
Ihr Tod markierte den Beginn von Oscars langem Absturz.
Tochter
Oscars Tochter war ein Mädchen mit honigfarbenem Haar.
Als Kind wirkte sie gesund, mit Wangen wie Rosenblätter, doch durch lange medizinische Behandlung wurde ihre Haut gelblich, und sie magerte stark ab.
Auch sie litt an derselben Erbkrankheit wie ihre Mutter.
Oscar versuchte, sie mithilfe eines renommierten Arztes zu retten, doch es gelang nicht, und auch die Tochter starb.
Freundin der Ehefrau
Eine enge Freundin von Oscars Ehefrau kannte deren Krankheitsgeschichte.
Sie teilte Oscar diese Wahrheit auf der Beerdigung mit, und Oscar bezeichnete sie als „einen großartigen Menschen“.
Nach dem Tod der Ehefrau unterstützte sie Oscar und die kleine Tochter aufopferungsvoll.
Als sich der Zustand der Tochter verschlechterte, brachte sie das Kind ins Krankenhaus und erfuhr noch vor Oscar von der Diagnose.
Sie begleitete die Familie zunächst weiterhin, zog sich jedoch mit der Zeit zurück, weil sie das fortwährende Warten und die instabile Lage emotional erschöpften.
Dieser stille Abstand verstärkte das Gefühl von Isolation, das Oscar ohnehin umgab.
Oscar wirkt auf den ersten Blick wie ein „ganz normaler Mann“, nicht wie ein typischer Held.
Er hat krauses rotes Haar, ein jung wirkendes Gesicht, eine leicht gebeugte Haltung und trägt eine dicke schwarze Brille.
Er friert schnell und trägt deshalb häufig einen Pullover.
Sein Design erinnert manche an einen Musiklehrer aus einer anderen Welt, was oft mit dem gleichen Animationsstudio in Verbindung gebracht wird.
Oscar ist in der Geschichte ein Beispiel dafür, wie Trauer Kreativität lähmen kann.
Gleichzeitig zeigt sein Weg, wie eine einzelne Begegnung – hier mit Violet – aus Stillstand wieder Schaffen macht.
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