Kikuri ist eine mysteriöse, kindliche Figur aus der Serie Jigoku Shōjo, die oft als zukünftige Jigoku Shōjo auftritt, sich aber durch ihre verspielte und manchmal boshaft-komische Art klar von Ai Enma unterscheidet.
Kikuri hat große, blaue Augen, die sie von Ai Enma abheben.
Ihr Haar ist oft mit einer leuchtenden Kamelienblüte geschmückt.
Sie trägt zunächst einen dunkelblauen, kurz geschnittenen Kimono mit schwarzem Kragen, dazu einen violetten Obi und darunter weiße Unterwäsche.
Ihre Schuhe sind hochsitzende Geta-Sandalen.
In späteren Staffeln wechselt sie ihr Outfit zu einem kurzärmeligen Kimono in Rot-Violett mit weißem Kragen und blauem Obi mit Kamelienapplikation – das hängt damit zusammen, dass sie sich in ein Blechspielzeug einnistet.
Gelegentlich sieht man sie auch in moderner Kinderkleidung: hellblaue Trägerrock, Bluse mit Puffärmeln, dazu ein Hut mit Rand, oder in einem Frosch-Regenmantel.
Sie wirkt stets wie ein kleines Mädchen von vielleicht fünf bis sieben Jahren.
Kikuri ist temperamentvoll, neckisch und handelt meist aus bloßer Laune heraus.
Sie hat eine kindlich-verspielte Freude daran, Streiche zu spielen, ist manchmal übertrieben neugierig und kann dabei auch herzlos erscheinen.
Gegenüber Ai Enma ist sie folgsam – sie kann ihr kaum widerstehen und hängt sehr an ihr.
Im Umgang mit anderen, vor allem mit den Drei Wächtern, ist sie oft respektlos und bezeichnet sie spöttisch mit Spitznamen.
Kikuri liebt kleine Abenteuer, ist aber auch sehr empfindlich, was Zurückweisung betrifft, und neigt zum Schmollen.
Sie ist kein Fan von Katzen.
Kikuris Herkunft bleibt weitgehend im Dunklen.
Es wurde enthüllt, dass sie vorübergehend vom „The Spider“ (dem Spinnenwesen) besessen war.
Ihre Motivation und ihr genaues Wesen sind unbekannt – sie scheint jedoch nicht einfach ein normaler Mensch oder Geist zu sein.
In späteren Staffeln verliert sie ihren physischen Körper und lebt in einem Blechspielzeug weiter, das aufgezogen werden muss, damit sie sich bewegen kann.
Ihr erster richtiger Auftritt erfolgte in der ersten Folge der Staffel "Zwei Körbe", davor war sie nur als Schemen am Bildrand zu sehen.
Kikuri kann ein weißes Tuch nach Belieben manipulieren, ähnlich wie ein verlängerter Arm.
Mit diesem Tuch kann sie entfernte Objekte greifen und sogar einen Erwachsenen tragen.
Es bleibt offen, ob diese Fähigkeit auch mit ihrer Verbindung zu „The Spider“ zusammenhängt.
Sie schafft es, einen Menschen, der im Koma liegt, mit einem Kuss zu wecken.
Im Blechspielzeug-Körper kann sie nur mit aufgezogenem Schlüssel agieren – das Zeigt, wie sehr sie von äußeren Umständen beeinflusst wird.
Als Spinnenkörper erscheint sie zu Beginn der Staffel "Drei Beine" zunächst nur in winziger Gestalt.
Kikuri respektiert Ai Enma zutiefst, folgt ihr überallhin – doch Ai weist ihre Versuche häufig kühl ab.
Mit den Drei Wächtern hat sie vielmehr eine respektlose Beziehung: Ren Ichimoku nennt sie „Perverses Auge“, Hone Onna wird zu „Knochenfrau“ degradiert und Wanyuudou einfach „Glatze“.
Zu Yamawaro fühlt sich Kikuri hingezogen; sie behandelt ihn wie einen Diener und nennt ihn „Warowaro“, hat aber auch eine schwache romantische Ader für ihn entwickelt, wie besonders in der Staffel "Abendsammlung" zu erkennen ist.
Kikuris Eifersucht tritt zutage, als Yamawaro sich mehr um Michiru Sagae kümmert und schließlich Ai Enmas Team verlässt.
Mit anderen Bewohnern der Welt interagiert sie oft impulsiv, meist aus Eigennutz oder Langeweile.
Zu Beginn ihres ersten Serienauftritts versteckte man ihr Gesicht im Vorspann, um das Mysteriöse zu betonen; erst ab Folge 5 von "Zwei Körbe" sieht man sie ganz.
Kikuri liebt „Oden“-Würstchen – sie bestellt sie immer wieder an Straßenständen.
Im Manga schlüpft sie manchmal in verschiedene Spielzeuge und verändert dann Gestalt, zum Beispiel in eine bissige Tsundere-Figur oder eine muskulöse Actionfigur.
Im Pachinko-Spiel „Kikuris Höllenfest“ steht sie sogar im Mittelpunkt und zeigt ausschließlich ihre komödiantische Seite.
Kikuri ist ungeeignet als Jigoku Shōjo, da sie weder ein tragisches Lebensende noch einen gebundenen Geist hat, anders als Ai Enma oder Michiru Sagae.
„Ich kandidiere zur Jigoku Shōjo! Das ist mein Manifest!“
„Wao, Warowaro! Mach dich nützlich!“
„Ai! Sag mir, was wir als Nächstes tun!“
Frühe Erscheinungen und „Zwei Körbe“
Kikuri erscheint wiederholt am Rand der Szenen, bevor sie im vierten Teil erstmals offiziell zu Ai Enma und den Drei Wächtern stößt.
Sie bringt regelmäßig Chaos und Komik in die Geschichten, taucht oft urplötzlich auf und verschärft Problemsituationen mit kindischer Unberechenbarkeit.
Ihre Lieblingstätigkeit: Oden-Würstchen bestellung, wobei sie ihren Willen mit Nachdruck einfordert.
„Drei Beine“
Nach dem Verlust ihres Körpers erscheint sie zunächst als Spinne.
Sie ergreift Besitz von einem alten Blechspielzeug im Süßwarenladen, das durch Aufziehen aktiviert werden muss.
Sie fährt auf einem großen, dreirädrigen „Spielzeugfahrzeug“ durch die Stadt und fantasiert über ihre Zukunft als Jigoku Shōjo.
Während ihrer Zeit im Spielzeugkörper nimmt ihr Charakter einen noch komödiantischeren Einschlag, wird jedoch gelegentlich melancholisch und zeigt Eifersucht gegenüber Yamawaro.
„Abendsammlung“
Kikuri ist deutlich eifersüchtig auf Yamawaro, als dieser sich Michiru Sagae zuwendet.
Sie nennt Michiru abfällig „böser Geist“ und fühlt sich von Yamawaro betrogen.
Trotz des Trubels um Ai Enmas Dauerberufung als Jigoku Shōjo schmollt sie, dass sie selbst nicht ausgewählt wurde; ihre Eifersucht wird zur wiederkehrenden Pointe.
Nachdem Yamawaro Ai verlässt, ist Kikuri ernsthaft traurig — ein Zeichen für ihre tieferen Gefühle.
Weitere Auftritte (Spiele usw.)
In Pachinko und weiteren Adaptionen bekommt Kikuri immer wieder Hauptrollen, wobei häufig ihr Wunsch Jigoku Shōjo zu werden oder Yamawaro zu beeindrucken im Mittelpunkt stehen.
Kikuri kann durch die ungewöhnlichsten Dinge besetzt sein und verändert dabei jeweils ihr Aussehen.
Sie bleibt eine Figur, die wegen ihrer Vielschichtigkeit, ihrem albernen Verhalten und ihrer kindlichen Unberechenbarkeit auffällt und stets eine Mischung aus Humor und latentem Grusel versprüht.
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