Dama ist eine weibliche Nebenfigur aus Haré+Guu, eine alte Friseurin aus dem Nachbardorf, die durch ihre extreme Fixierung auf weißhaarige Männer, ihre späteren radikalen Wandlungen und ihre erstaunlich wechselnde Erscheinung in Erinnerung bleibt.
Dama lebt im Nachbardorf und arbeitet dort als Friseurin.
Zu Beginn wird sie als alte Frau dargestellt, die bei weißhaarigen Männern das Bild ihres verstorbenen Ehemanns wiedererkennt.
Aus dieser Eigenart entwickelt sich nach und nach eine gefährliche Besessenheit.
Schließlich steigert sich ihr Verhalten so weit, dass sie zu einer regelrechten Berserkerin wird und Haré und die anderen in Angst und Schrecken versetzt.
Besonders hart trifft es Clive.
Ihn verfolgt sie mit großer Hartnäckigkeit und fügt ihm ein schweres Trauma zu.
In der Anime-Fassung wird dieser Zug noch stärker betont.
Dort setzt sie sogar ein Nachtsichtgerät ein, um Clive nachts im Schulgebäude zu jagen.
Anfangs hat Dama die besondere Eigenschaft, weißhaarige Männer mit ihrem verstorbenen Mann zu verwechseln.
Diese Projektion ist der Kern ihres ersten großen Handlungsbogens.
Da Clive zu dieser Zeit weißes Haar hat, wird er zunächst ihr Hauptziel.
Auf einen Vorschlag von Haré hin färbt man Clives Haare schwarz, sodass er vorerst nicht mehr in ihr Beuteschema fällt.
Das Problem ist damit jedoch nicht gelöst.
Dama richtet ihre Aufmerksamkeit danach einfach auf andere weißhaarige Männer.
Daraufhin greift Haré erneut ein.
Mit einer gefälschten letzten Botschaft ihres verstorbenen Mannes bringt er sie dazu, den Gedanken zu akzeptieren, sie solle für eine neue Liebe leben.
Diese Wendung verändert ihr Verhalten erneut.
Von da an sucht sie ohne große Unterscheidung die Nähe von Männern ganz allgemein.
In ihrer frühen Konzeption besaß Dama außerdem eine spirituelle Begabung.
Es gab die Einstellung, dass sie Geister oder Übersinnliches wahrnehmen könne.
Damas Berserker-Ausbrüche gehören zu ihren auffälligsten Merkmalen.
Was zunächst exzentrisch wirkt, entwickelt sich zu einer bedrohlichen und fast monströsen Präsenz.
Gerade im Anime wird diese Seite besonders effektvoll inszeniert.
Dort wirkt sie noch furchteinflößender als in der Vorlage.
Die Inszenierung geht so weit, dass sich in manchen Szenen sogar ihre Stimme verändert.
Das unterstreicht, wie stark die Figur je nach Situation umschlagen kann.
Später bittet Dama Guu, sie stärker zu machen, und lässt sich von ihr anleiten.
Kurz darauf gerät sie in einen erbitterten Kampf mit dem Bankräuber Tom.
Tom hatte Haré als Geisel genommen und Weda angegriffen.
Dama liefert sich daraufhin mit ihm einen harten Kampf.
Nach diesem Vorfall wird sie von den Menschen im Dschungel beinahe wie eine Heldin behandelt.
Ihr Ansehen steigt dadurch deutlich.
Ausgerechnet dieser frühere Gegner wird später ihr Ehemann.
Nach dem Kampf heiratet Dama Tom erneut beziehungsweise schließt mit ihm eine neue Ehe.
Bei einem späteren Auftritt hat Dama sich erneut drastisch verändert.
Ohne lange Vorankündigung erscheint sie plötzlich als Auftragskillerin.
In dieser Phase tritt sie als goldhaarige, blauäugige Schönheit auf.
Nach Guu ist diese Verwandlung das Ergebnis der Macht ihrer eigenen Einbildung.
Der Hintergrund dieser Entwicklung wird ebenfalls erklärt.
Dama begegnete einem Auftragsmörder, verliebte sich in ihn und war gerade deshalb von ihm fasziniert, weil er das genaue Gegenteil ihres verstorbenen Mannes war.
Dieser Mann brachte ihr das Töten bei.
So machte sich Dama in der Unterwelt selbst einen Namen als berüchtigte Killerin.
Schließlich erhält sie von einer bestimmten Person den Auftrag, Weda zu töten.
Sie nimmt den Auftrag an und verfolgt Weda tatsächlich.
Erst durch die Überzeugungsarbeit von Robert, der Weda beschützt, kommt sie zur Besinnung.
Er enthüllt ihr, dass der betreffende Auftragsmörder Frauen nur als nützliche Werkzeuge behandelt.
Er sammelt Frauen wie Spielfiguren ein, bildet sie aus und benutzt sie für seine Zwecke.
Sobald sie ihm untauglich erscheinen, wirft er sie fort wie Müll.
Diese Wahrheit öffnet Dama schließlich die Augen.
Danach verlässt sie Haré und die anderen, um mit diesem Mann endgültig abzurechnen und auch mit sich selbst ins Reine zu kommen.
Clive
Clive ist das bekannteste Opfer von Damas früher Besessenheit.
Weil er weißes Haar trägt, verfolgt sie ihn besonders unerbittlich.
Die Verfolgung hinterlässt bei ihm ein deutliches Trauma.
Gerade diese Verbindung macht Dama zu einer der einschüchterndsten Figuren seines Umfelds.
Haré
Haré versucht mehrfach, Damas Verhalten zu kontrollieren oder in ungefährlichere Bahnen zu lenken.
Er schlägt unter anderem das Färben von Clives Haaren vor und setzt später die erfundene letzte Botschaft des verstorbenen Ehemanns ein.
Trotz dieser Eingriffe gerät auch Haré oft mitten in ihre exzentrischen Entwicklungen.
Damit wird er zu einem unfreiwilligen Beobachter ihrer ständigen Wandlungen.
Guu
Von Guu will Dama lernen, stärker zu werden.
Diese Bitte führt zu einem weiteren ungewöhnlichen Abschnitt ihrer Geschichte.
Guu erklärt später auch Damas äußerliche Verwandlung.
Ihr zufolge beruht diese auf der Kraft ihrer fixen Vorstellung.
Tom
Mit Tom verbindet Dama erst ein brutaler Kampf.
Später wird aus dieser Konfrontation eine Ehe.
Gerade dieser Wechsel vom Feind zum Partner gehört zu den überraschendsten Wendungen ihrer Figur.
Er zeigt, wie unberechenbar ihre Entwicklung ist.
Weda
Weda wird mehr als einmal in Damas dramatische Lebensphasen hineingezogen.
Einmal kämpft Dama im Zusammenhang mit einem Angriff auf Weda, später bedroht sie Weda sogar selbst als Auftragskillerin.
Dama hat eine Zwillingsschwester namens Tama.
Tama arbeitet in einer städtischen Schule als Reinigungskraft.
Die beiden lassen sich äußerlich an ihrem Hautton unterscheiden.
Das ist ihr wichtigstes Erkennungsmerkmal.
In der Gegenwart betreibt Dama eine Jazzbar.
Dort arbeiten Tama, Tom und Mei.
Diese späte Lebensphase zeigt sie in vergleichsweise ruhigerem Rahmen.
Gleichzeitig bleibt sie eine Figur, bei der jederzeit mit einer neuen überraschenden Wendung zu rechnen ist.
Dama wirkt im Anime besonders eindrucksvoll inszeniert.
Vor allem ihre Berserker-Szenen sind dort noch drastischer und furchterregender als in der Vorlage.
Der Eindruck wird zusätzlich durch den Wechsel ihrer Stimme in einzelnen Episoden verstärkt.
Das vermittelt, wie extrem ihre Stimmungs- und Persönlichkeitsumschwünge ausfallen können.
Offenbar war sie beim Produktionsteam sehr beliebt.
Die sichtbare Sorgfalt ihrer Inszenierung lässt genau darauf schließen.
Chie Koujiro
Kazuko Yanaga
Mami Koyama
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