Jashin-kun ist ein legendäres Kreaturenwesen, das von Win Kirifuda nach 10.000 Jahren erweckt wurde. Seine dunkle Macht könnte ganze Universen zerstören, doch er kann sie nur in Duellen voll ausschöpfen. Obwohl er ursprünglich äußerst grausam ist, ist er im Alltag überraschend niedlich und humorvoll – besonders, wenn er von Würstchen mit Oktopusform schwärmt. Sein Auftreten schwankt zwischen einem majestätischen Kaiser der Dunkelheit und einem pannenhaften Maskottchen, das sich nach und nach an die Welt der Menschen anpasst. Trotz gelegentlicher Schwächen zeigt Jashin-kun große Intelligenz, Loyalität zu Win Kirifuda und tiefe Bindung zu den ihm nahestehenden Kreaturen.
Jashin-kun erscheint nach seiner Wiedererweckung nicht mehr in seiner furchteinflößenden Urform, sondern präsentiert sich als niedlicher, kindlicher Charakter in Menschengröße – fast wie ein Kuscheltier-Maskottchen. Diese unerwartete Wandlung ruft bei ihm zunächst große Bestürzung hervor.
Ursprünglich verkörpert Jashin-kun eine böse Gottheit und ist bereit, Menschen ohne Zögern zu töten. Doch als Maskottchen zeigt er eine überraschend verletzliche und teilweise sogar tolpatschige Seite. Er ist von menschlichen Vergnügungen, insbesondere von Würstchen in Oktopusform, begeistert und lässt sich gelegentlich leicht davon ablenken.
Trotzdem verfügt er über ein hohes Maß an Wissen, das dem eines Universitätsstudenten gleichkommt. Gegenüber seinen Untertanen gibt er meist den herrischen Despoten, doch er zeigt auch väterliche Fürsorglichkeit gegenüber seinen kleinen Kreaturen.
Jashin-kun war einst der König der Abgrundwesen und herrschte über eine uralte Bestienwelt. Durch Win Kirifuda gelangte er als Karte in dessen Deck und wurde dadurch versehentlich im Duell wiederbelebt. Seitdem ist er an Win gebunden und kann seine übernatürlichen Kräfte nur während eines Duells voll ausleben.
Nachdem er erstmals wiedererschien, wollte er unmittelbar erneut die Welt übernehmen, wurde aber durch eine unbekannte Macht wieder auf Kartenform reduziert und hatte fortan ein neues, menschenfreundliches Erscheinungsbild.
Jashin-kun besitzt ungeheure, beinahe gottgleiche Macht, die aber ausschließlich in Duellen zur Geltung kommt und ansonsten begrenzt ist. Er kann Gegner und Duellanten in seine „Welt des Bösen Gottes“ ziehen und dort Duelle austragen lassen. In dieser Sphäre kann er das sogenannte „Jashin Time“ vollstrecken – eine furchteinflößende Bestrafung für die Verlierer.
Später entdeckt er, unter großer Gefühlsaufwallung aus seinem Körper Splitter zu erschaffen, die kleine Begleiter („Noir Abyss“) hervorbringen. Außerdem kann Jashin-kun Werkzeuge wie Hämmer oder Greifarme beliebig aus seinem Kopf zaubern.
Durch die Verbindung mit Win wächst sein Potential und er erreicht stärkere Formen, etwa „Abyssbel=Herrscher=Kaiser des Bösen Gottes“.
Jashin-kun und Win Kirifuda sind voneinander abhängig. Jashin-kun überlässt sich zwar oft Wins Anweisungen, hält jedoch stets einen Rest Eigenwillen, indem er beispielsweise versucht, dunkle Mana zu stehlen.
Zu seinen treuen „Abyss Royal“-Vasallen versucht er ein majestätisches Verhältnis aufrechtzuerhalten, wird aber immer wieder als „schwieriger Herr“ betrachtet. Dennoch wird er für seine Tapferkeit und seinen Führungsstil respektiert.
Gegenüber seinen selbst erschaffenen „Noir Abyss“ zeigt er große Zuneigung und väterliche Instinkte.
Jashin-kun meistert selbst anspruchsvolle Aufnahmeprüfungen mit Bravour und besitzt fundierte Wissensstände eines Herrschers.
Wer ihm seine geliebten Würstchen (vorzugsweise mit Oktopusmuster) anbietet, gewinnt schnell sein Wohlwollen.
Im Gegensatz zu anderen Begleitkreaturen greift er direkt nach dunkler Mana, wenn er eine Chance wittert.
Manche seiner Strafen während „Jashin Time“ sind skurril, wie das Verknoten von Zungen oder das Bungee-Springen über Haien.
„Rufe mich – und ergreife die Dunkelheit …!“
„Jashin Tiiime!“
Begegnung mit Win Kirifuda
Nach Jahrtausenden in Gefangenschaft manifestiert sich Jashin-kun während eines Duells als geheimnisvoller Fremder in Win Kirifudas Deck. Er wird durch einen magischen Mechanismus aktiviert und emotionsgeladen entfesselt.
Nach seinem ersten Kampfeinsatz wird er von einer unbekannten Kraft abermals in eine Karte zurückgeworfen und erkennt zu seinem Entsetzen, dass er seine Ur-Macht nur noch während Duellen einsetzen kann. Zu allem Überfluss erscheint er jetzt in einer zuckersüßen, kleinen Form – was ihn sehr gegen seinen Willen stark einschränkt.
Er ist fortan gezwungen, sich nach Wins Willen zu richten. Diese Beziehung entwickelt sich bald zu einer Partnerschaft, in der Jashin-kun mit einer Mischung aus Widerstand und Nachgiebigkeit agiert – und sich immer wieder von Würstchen bestechen lässt.
Die Suche nach dem alten Glanz
Es wird enthüllt, dass Jashin-kun seine ursprüngliche Form nur wiedererlangen kann, wenn Win Kirifuda weitere spezielle Abyss-Karten findet, die sich teils bei anderen Duellanten verbergen oder bei entscheidenden emotionalen Erlebnissen auftauchen.
Mit jedem gefundenen Abyss Royal wächst Jashin-kuns Macht weiter. Immer wieder beeinflussen Wins persönliches Wachstum und emotionale Hochs und Tiefs das Erscheinungsbild und die Fähigkeiten von Jashin-kun.
Duellakademie-Abschnitt
In der sogenannten Duellakademie-Storyline offenbart Jashin-kun, dass er im Zustand starker Emotionen kleine Splitterkreaturen („Noir Abyss“) erschafft, die für ihn wie eigene Kinder sind. Als eine davon sich auf eigene Faust weiterentwickelt, freut er sich riesig.
Durch das Zusammenwirken mit Win Kirifuda und inspiriert durch Professor Ripper, meistert Jashin-kun kraftvolle Evolutionsformen, äußert dabei bisweilen einen frechen Tonfall und spricht im regionalen Dialekt.
Im Zusammenspiel mit Win, dessen Fähigkeiten er hoch einschätzt, kann Jashin-kun zuletzt gar auf die Meisterform „Abyssbel=Allherrschaft=Kaiser des Bösen Gottes“ umschalten.
Duel Masters LOST
In einer alternativen Geschichte (Duel Masters LOST) taucht Jashin-kun am Ende der ersten Folge wieder in seiner Urform auf und begegnet Win Kirifuda gemeinsam mit anderen Abyss-Kreaturen.
Hier deutet Jashin-kun auf ein besonderes Abkommen an, das er mit Win Kirifuda vor dessen Gedächtnisverlust geschlossen haben könnte – Win kann sich jedoch an nichts erinnern und hält ihn gedanklich nur für ein Monster.
Jashin Time – Das Urteil des Bösen Gottes
„Jashin Tiiime!“ – Dies ist eine abschließende, oftmals urkomische Bestrafung für Verlierer eines „Jashin Duells“. Sie wird als „schlimmer als die eigene Mutter“ bezeichnet und ist – im Gegensatz zum eigentlichen Duell – mit spürbaren Folgen verbunden.
Beispiele für Jashin Time
- Episode 3: Bowie Obachiyama muss ein riesiges, schweres Gerät mit einer Handkurbel drehen (Zwangsarbeit).
- Episode 4: Chibakabura werden sämtliche Körperflüssigkeiten (Duel-Flüssigkeiten) per Injektionsspritze entzogen.
- Episode 5: Runner landet auf einem mit Klauen versehenen Teller, Strafmaßnahme wird wegen mangelnder Motivation unterbrochen.
- Episode 6: Einem Charakter wird die Zunge extrem verlängert und anschließend zu einer Schleife gebunden.
- Episode 7: Mazuki und Kendra müssen über Haifischen Bungee-Jumping machen, am Ende wird das Seil gekappt.
- Weitere Episoden: Von Lavaüberflutungen in Höhlen bis zu skurriler Verwandlung in Kartenschutzhüllen und Attacken durch Armeen der Noir Abyss reicht das Spektrum.
Jashin Time ist nicht aufzeichnetbar, und „Opfer“ erinnern sich später nur vage daran – wie an einen Traum.
Jashin-kun kann aus seinem Kopf jederzeit diverse Werkzeuge hervorrufen, wie Hämmer oder Greifarme.
Seine Verbindung zur Erde und zu den Menschen wird mit jedem Abenteuer stärker, was seine Entwicklung maßgeblich prägt.
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