Kakushigoto ist ein herzerwärmender Manga von Kōji Kumeta, der zwischen 2016 und 2020 im Monthly Shōnen Magazine veröffentlicht wurde.
Im Mittelpunkt steht der Mangaka Kakushi Gotō, der seiner Tochter Hime unbedingt verheimlichen möchte, dass er erotische Comics zeichnet.
Die Geschichte verbindet humorvolle Anekdoten aus dem Alltag mit tiefgründigen Themen über Familie, Geheimnisse und Identität.
2020 erschien eine beliebte Anime-Adaption sowie ein Film, die beide die Balance zwischen Lachen und Rührung perfekt einfangen.
Kōji Kumeta wurde von seinem Herausgeber dazu angeregt, einen Manga über Mangaka zu machen.
Zunächst war er skeptisch, da das Thema ihm ausgereizt erschien.
Doch die Idee, einen Vater sein Doppelleben als Verfasser von „anrüchigen“ Werken vor seiner Tochter geheim halten zu lassen, überzeugte ihn schließlich.
Kumeta bringt viele autobiografische Elemente und „Insider-Witze“ über das Manga-Business ein.
Viele Erlebnisse, wie peinliche Situationen rund um seine Arbeit, stammen aus seinem echten Leben.
Kakushigoto spielt hauptsächlich im modernen Tokio, insbesondere in den Stadtteilen Meguro und Shibuya, sowie im malerischen Kamakura.
Die Geschichte wechselt zwischen der – meist komischen – Zeit, als Hime zehn Jahre alt ist, und einer ernsteren Phase, in der sie 18 ist.
Stark im Fokus steht der Kontrast zwischen Kakushis chaotischem Berufsalltag als Mangaka und dem harmonischen, liebevollen Familienleben.
Kumeta setzt zudem fiktive Magazine, detailreiche Arbeitsumgebungen und viele satirische Anspielungen auf die Realität der Manga-Branche ein.
In der sogenannten „Hime 10 Jahre“-Phase jongliert Kakushi Gotō, ein erfolgreicher, aber für seine Schmuddel-Comics bekannter Mangaka, sein Privatleben mit dem seiner jungen Tochter Hime.
Um zu verhindern, dass Hime von seinem wahren Beruf erfährt und dadurch womöglich ausgegrenzt wird, tarnt er sich als gewöhnlicher Büroangestellter.
Dies führt zu allerlei humorvollen Missverständnissen und turbulenten Alltagssituationen.
Hime, die ihrem Vater vertraut, kommt den Geheimnissen manchmal verdächtig nahe, doch ihr Instinkt zum „Wegsehen“ schützt sie – und ihren Vater.
Die „Hime 18 Jahre“-Phase schlägt einen ernsteren Ton an:
Nachdem Himes Mutter durch ein Seeunglück verschwand, verdrängt Hime jahrelang die Wahrheit über den Beruf ihres Vaters.
Später entdeckt sie durch eine Reihe von Aufzeichnungen und alten Manuskripten, dass ihr Vater ein berühmter Zeichner war und warum er sein Talent verbarg.
Ein tragischer Unfall führt dazu, dass Kakushi ins Koma fällt und mit Gedächtnisverlust wieder aufwacht – für ihn ist Hime weiterhin zehn Jahre alt.
Die emotionale Annäherung zwischen Vater und Tochter, die Kraft familiärer Bindungen und die heilende Macht von Kunst stehen nun im Zentrum.
Schließlich akzeptiert Hime, was ihr Vater immer verborgen wollte, und sie findet ihren eigenen künstlerischen Weg.
Der Titel „Kakushigoto“ ist ein doppeltes Wortspiel: Es bedeutet sowohl „Geheimnis“ als auch „etwas zeichnen“.
Der Name des Protagonisten, Kakushi Gotō, ist ebenfalls ein Wortspiel rund ums Verstecken („kakusu“).
Viele Namen und Begriffe haben eine zweideutige oder lustige Bedeutung, was die humorvolle Atmosphäre des Werks unterstreicht.
Diese Verspieltheit ist typisch für Kōji Kumeta.
Neben dem ursprünglichen Manga gibt es:
Einen 12-teiligen TV-Anime (2020), produziert von Ajia-do Animation Works.
Einen „Theater-Schnitt“-Film (2021), der neue Szenen und das alternative Ende aus dem Manga integriert.
Eine von Shaft produzierte Promo-Animation.
Ein digitales Comic-Format mit den Anime-Sprechern für Nebenkapitel.
Mehrere offizielle Soundtracks und Radio-Formate.
Die Anime-Umsetzung teilte sich in zwei Zeitebenen:
Vergangenheit (Comedy mit Hime als Kind) und Gegenwart (dramatisch mit Hime als Teenager).
Die Produktion legte großen Wert auf die visuelle Unterscheidung beider Zeiträume – warme Pastelltöne für die Kindheit, realistischere Szenerien für das Erwachsenenalter.
Die Zusammenarbeit zwischen Manga und Anime war eng:
Für das Finale wurde eng mit Kumeta gearbeitet, sodass Manga, Anime und Film ein stimmiges Ganzes bilden.
Das Opening „Chiisana Hibi“ stammt von der bekannten Band Flumpool.
Das Ending ist „Kimi wa Tennen Shoku“, ein Klassiker von Eiichi Ohtaki, der für herzerwärmende Nostalgie sorgt und perfekt zur Stimmung der Serie passt.
Kakushigoto wurde von Kritikern und Fans gefeiert für seine gelungene Mischung aus Humor, Familienwärme und gesellschaftlicher Satire.
Besonders gelobt wurde die Darstellung von Hime als wirklich liebenswürdige, intelligente Tochter – anders als frühere Kumeta-Figuren, die oft überzeichnet und seltsam sind.
Die subtile Kritik am Medienzirkus um Prominente, der Einblick ins Leben von Schöpfern und die realistische Vater-Tochter-Beziehung stechen hervor.
Das Werk ist sowohl für jugendliche als auch erwachsene Leser leicht zugänglich.
Viele Nebenfiguren tragen sprechende Namen, die auf ihre Eigenschaften oder Berufe anspielen.
Gastauftritte und Anspielungen auf reale Manga-Schaffende sorgen immer wieder für witzige Überraschungsmomente.
Die überaus lebendige Zeichengestaltung und die kleinen Alltagswahnsinns-Episoden machen Kakushigoto zu einem der charmantesten Werke seiner Zeit.
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