Mismis Klass ist eine fiktive Figur aus dem Werk „Kimi to Boku no Saigo no Senjō, Arui wa Sekai ga Hajimaru Seisen“, in der deutschen Fassung meist bekannt als „Our Last Crusade or the Rise of a New World“, und dient als Kommandantin der 907. Einheit des Verteidigungsapparats der kaiserlichen Armee.
Sie ist eine junge Offizierin mit auffallend kindlichem Aussehen, deren Entwicklung zur heimlichen Hexe und ihr Verhältnis zu Iska einen zentralen emotionalen Akzent der Geschichte bilden.
Name: Mismis Klass
Geschlecht: Weiblich
Alter: 22 Jahre
Rolle: Kommandantin der 907. Einheit des Verteidigungsapparats III der kaiserlichen Armee
Sprecherin (CV): Nao Shiraishi
Sie ist offiziell eine erwachsene Soldatin, wird aber wegen ihrer Größe und ihres kindlichen Gesichts oft für ein Kind gehalten.
Trotz ihres niedlichen und scheinbar schwachen Auftretens besitzt sie einen bemerkenswert starken Kern und eine ausgeprägte Loyalität gegenüber ihren Untergebenen.
Mismis ist sehr klein und zierlich und wird von anderen regelmäßig mit Kindern verwechselt.
Sie hat ein jung wirkendes, rundes Gesicht, das ihren kindlichen Eindruck noch verstärkt.
Ihr Körperbau ist jedoch ansonsten ausgesprochen kurvig, mit auffallend großer Oberweite, was einen bewusst kontrastierenden, „unbalancierten“ Eindruck erzeugt.
Gerade diese Kombination aus niedriger Körpergröße und erwachsener Figur führt innerhalb der Geschichte immer wieder zu komischen Situationen und Missverständnissen.
Mismis neigt dazu, unsicher und etwas schüchtern aufzutreten, besonders wenn sie von ihren Kameraden aufgezogen wird.
Jhin Syulargun etwa behandelt sie gerne wie ein Kind, woraufhin sie energisch betont, sie sei „eine erwachsene große Schwester“.
Trotz dieser Unsicherheit liebt sie kindliche Dinge:
Sie nutzt, wann immer möglich, Bus und Kino mit Kinderpreisen und sammelt mit Begeisterung niedliche, verspielte Plüschtiere.
Als Soldatin ist sie körperlich und geistig nur durchschnittlich begabt und besteht ihre Offiziersprüfung zur Kommandantin nur knapp.
Dennoch verfügt sie über eine ausgeprägte emotionale Intelligenz und bemerkt feinste Stimmungsschwankungen ihrer Untergebenen.
Sie erkennt zum Beispiel sehr früh, dass Iska nach seiner Begegnung mit Aliceliese Lou Nebulis IX innerlich aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Ihre Sensibilität und Fürsorge sorgen dafür, dass sie in ihrer Einheit sehr geschätzt und respektiert wird.
In kritischen Momenten zeigt sie einen überraschend eisernen Willen.
Wenn sie einmal einen Entschluss gefasst hat, kann sie sogar Jhin Syulargun mit ihrem Mut und ihrer Entschlossenheit beeindrucken.
Sie ist bereit, sich schützend vor ihre Leute zu stellen, sogar vor einen der gefürchteten Heiligen Boten wie Nameless zu treten und sich selbst als Köder einzusetzen, um ihre Untergebenen zu retten.
Diese Bereitschaft macht sie zu einem Anführer, dem man emotional vertraut, auch wenn sie kein militärisches Genie ist.
Ihr Vater war ebenfalls Soldat des Imperiums, brachte es aber nie über den Rang eines einfachen Fußsoldaten hinaus.
Er musste nach einer Verletzung seinen Dienst beenden und konnte seine eigenen militärischen Ambitionen nicht erfüllen.
Mismis trägt den Wunsch ihres Vaters weiter und schwor sich, in seinem Namen aufzusteigen.
Mit viel Ausdauer und Zähigkeit schafft sie es schließlich, sich bis zur Kommandantin einer Einheit hochzuarbeiten – trotz ihrer eher durchschnittlichen Fähigkeiten.
Dieser Werdegang erklärt ihren starken Pflichtsinn und ihre tiefe Bindung an die kaiserliche Armee.
Gleichzeitig zeigt er, warum sie sich trotz aller Schwierigkeiten weigert, ihren Dienst aufzugeben, selbst nachdem sie zur Hexe geworden ist.
Beziehung zu Iska
Als Kommandantin steht Mismis in einer Vorgesetzten-Untergebenen-Beziehung zu Iska.
Dennoch ist die Dynamik eher familiär und freundschaftlich, weniger streng hierarchisch.
Sie zeigt sich ihm gegenüber warmherzig und aufmerksam und ist eine der ersten, die seine innere Zerrissenheit nach dem Zusammentreffen mit Aliceliese bemerkt.
Mehrere Szenen deuten darauf hin, dass sie Iska auch als Mann wahrnimmt und für ihn Gefühle entwickelt.
Als Sisbell Lou Nebulis IX Iska gegenüber deutlich Zuneigung zeigt und ihn sogar umarmt, reagiert Mismis sichtbar eifersüchtig.
Gemeinsam mit Nene Alkastone versucht sie, Sisbells Annäherungsversuche zu stören, was ihre eigenen romantischen Gefühle nur noch offensichtlicher macht.
Beziehung zu ihrer Einheit
Mismis’ Führungsstil ist eher weich und zugewandt als streng militärisch.
Sie sorgt sich um das persönliche Befinden ihrer Untergebenen und nimmt deren Probleme ernst.
Diese Haltung schweißt die 907. Einheit eng zusammen.
Ihre Soldaten sind bereit, für sie und miteinander Risiken einzugehen, weil sie wissen, dass Mismis im Gegenzug immer zu ihnen stehen wird.
Selbst nachdem sie zur Hexe wird – also im imperialen System eigentlich zur Feindin – entscheiden sich ihre Untergebenen, sie zu schützen.
Sie unterstützen aktiv den Plan, ihre neue Identität geheim zu halten, anstatt sie zu melden, was den starken Zusammenhalt der Einheit zeigt.
Frühere Einsätze
Zu Beginn der Geschichte agiert Mismis vor allem als etwas überforderte, aber herzliche Kommandantin der 907. Einheit.
Sie ist bei Einsätzen militärisch nicht herausragend, übernimmt aber Verantwortung und hält das Team emotional zusammen.
Sie tritt mehrmals als Schutzschild für ihre Untergebenen auf, sowohl im direkten Kampf als auch in Verhandlungen und Auseinandersetzungen mit höherrangigen Akteuren wie Nameless.
Ihr Mut äußert sich vor allem darin, dass sie sich selbst in Gefahr bringt, um andere zu retten.
Vorfall mit der Sternadern-Quelle
Während eines Einsatzes rund um eine sogenannte „Sternadern-Quelle“, im Original „Sternadern-Ausbruchquelle“ (Vortex), wird Mismis Opfer eines Verrats.
Shanorotte Gregory, eine Spionin für den Kaiserhof, gelingt es, sie zu überwältigen und zu fesseln.
Anschließend wird Mismis durch die Intrigen von Lord Mask in eben diese Sternadern-Quelle gestoßen.
Dort verschmilzt ein in der Quelle wohnender Sterngeist mit ihr – ein Prozess, der sie in eine Hexe (Sterngeistnutzerin) verwandelt.
Der Umstand, dass sie als Soldatin des Imperiums nun die Kräfte eines Sterngeistes trägt, stellt sie in der imperialen Ideologie automatisch auf die Seite des Feindes.
Dennoch hält sie an ihrem Wunsch fest, weiterhin Soldatin des Imperiums zu bleiben.
Geheimhaltung ihrer neuen Identität
Aus Loyalität und Zuneigung zu ihrer Kommandantin versuchen Iska und die anderen Mitglieder der 907. Einheit, Mismis’ Verwandlung zur Hexe zu verheimlichen.
Sie suchen nach Wegen, ihre Fähigkeiten zu kaschieren und Verdacht von ihr fernzuhalten.
Die Sternzeichnung, die den Pakt mit dem Sterngeist markiert, befindet sich auf ihrer linken Schulter und leuchtet in einem klaren Smaragdgrün.
Dieses Detail muss besonders verborgen bleiben, da es für Kundige ein eindeutiges Zeichen ihrer neuen Natur ist.
Die Geheimhaltung erzeugt zusätzliche Spannung innerhalb der Handlung, da jede Untersuchung oder Kontrolle durch das Imperium potenziell fatal für Mismis sein könnte.
Gleichzeitig verstärkt sie das Gefühl von Kameradschaft und familiärer Verbundenheit innerhalb der 907. Einheit.
Natur ihres Sterngeistes
Mismis selbst versteht ihre neuen Kräfte zunächst nur sehr unvollständig.
Sie kann spüren, dass etwas in ihr erwacht ist, aber die genaue Natur und das volle Potenzial des Sterngeistes sind ihr noch fremd.
Lord Mask beobachtet ihre Fähigkeiten und zieht daraus erste Schlüsse.
Er interpretiert ihre Kräfte als eine besondere Form eines Wind-Sterngeistes – eine Art Abart oder Sonderform.
Konkret scheint Mismis’ Sterngeist in der Lage zu sein, einen grünen Wind hervorzurufen, der die Manifestation von Flammen-Sterngeistskunst unterdrückt.
Dieser „smaragdgrüne Wind“ stört also aktiv die Ausführung von feindlichen Sterngeistskünsten, insbesondere solchen auf Basis von Feuer.
Später wird klar, dass der Sterngeist, der in Mismis wohnt, ursprünglich mit Aliceliese’ älterer Schwester, Elletear Lou Nebulis IX (im Text auch als Alicerose interpretiert), verbunden war.
Nach Einschätzung von Emperor Yunmelngen hat dieser Sterngeist bewusst eine Imperiumsangehörige mit ähnlichen Lebensumständen wie Elletear gewählt und ist so bei Mismis gelandet.
Bedeutung ihrer Kräfte
Obwohl ihre exakten Grenzen noch unklar sind, ist Mismis’ Fähigkeit strategisch hochinteressant.
Ein Wind, der Feindesmagie blockiert, kann in Gefechten das Kräftegleichgewicht dramatisch verändern.
Ironischerweise macht gerade diese Macht sie im Imperium zur Gefahr, weil Hexen von ihrem eigenen Staat verfolgt werden.
Gleichzeitig macht sie Mismis zu einem potenziell entscheidenden Faktor in der Auseinandersetzung zwischen Imperium und Nebulis-Allianz.
Ihre Kräfte unterstreichen zudem das wiederkehrende Thema der Serie:
Die starre Grenze zwischen „normalem Menschen“ und „Hexe“ löst sich auf, sobald eine loyale Imperiumssoldatin plötzlich zur Sterngeistnutzerin wird, ohne dass sich ihr Herz oder ihre Überzeugungen ändern.
Mismis bringt viel humorvolle Leichtigkeit in eine ansonsten ernste Kriegs- und Fantasygeschichte.
Ihr kindliches Erscheinungsbild, kombiniert mit ihrem Anspruch, eine „erwachsene große Schwester“ zu sein, führt immer wieder zu komischen Momenten.
Ihre heimliche Zuneigung zu Iska zeigt sich vor allem in kleinen Gesten und Reaktionen.
Als Sisbell Lou Nebulis IX Iska offen umarmt, reagiert Mismis mit dunkler, fast komischer Eifersucht und verbündet sich mit Nene Alkastone, um Sisbell zu stören.
Diese Szenen verbinden Romantik, Eifersucht und Comedy und machen Mismis zu einer emotional sehr zugänglichen Figur.
Die Leser und Zuschauer erleben sie nicht nur als Offizierin und Hexe, sondern auch als junge Frau, die zum ersten Mal spürt, wie es ist, jemanden wirklich zu mögen.
Gleichzeitig stehen ihre Gefühle für Iska im Spannungsfeld zwischen Pflicht, Geheimnis um ihre Hexennatur und den politischen Grenzen zwischen Imperium und Nebulis-Seite.
Dadurch wird Mismis nicht nur zur humorvollen Nebenfigur, sondern auch zu einem wichtigen emotionalen Spiegel der Themen Loyalität, Identität und Liebe im Krieg.
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