Ruphas Mafahl ist die Protagonistin von „A Wild Last Boss Appeared!“ und eine gefürchtete wie verehrte Herrscherin der Welt Mizgards, die als „Schwarzflügelige Herrscherin“ gilt und sowohl in der Spielwelt von „Exgate Online“ als auch in der realen Welt Mizgards die absolute Spitze der Macht repräsentiert.
Obwohl sie als kaltherzige, kriegslüsterne Tyrannin gefürchtet wird, ist sie im Kern eine großzügige, etwas verpeilte Kampfnärrin, die für Freunde und Gefolgsleute extrem weich wird.
Ruphas ist eine Frau, die äußerlich wie eine junge Erwachsene im späten Teenageralter wirkt.
Sie gehört zur Rasse der Himmelsgeflügelten, wurde aber mit verbotenen schwarzen Flügeln geboren und gilt daher als Häretikerin und „Fehler“ der Welt.
In Mizgards Spiel- wie Realwelt verkörpert sie die Spitze der Kampfkraft und war diejenige, die einst den gesamten Kontinent unter ihre Herrschaft brachte.
Ihr Ruf: ein grausamer Eroberer, ein Ungeheuer auf dem Schlachtfeld und ein „Endgegner“, dessen Name allein Angst einflößt.
Hinter diesem Image verbirgt sich jedoch jemand, der in Wahrheit herzlich, kameradschaftlich und erstaunlich unkompliziert ist.
Sie ist eher ein „Hau-drauf“-Typ, der lieber Probleme mit roher Gewalt als mit komplizierten Plänen löst und als Herrscherin eher chaotisch und improvisierend agiert.
Ruphas wird als außergewöhnlich schöne Frau beschrieben, deren Aussehen problemlos als „absolute Weltklasse“ durchgehen würde.
Viele Figuren innerhalb der Geschichte sind überzeugt, nie zuvor eine schönere Frau gesehen zu haben.
Ihr auffälligstes Merkmal ist das lange Haar, das bis zur Hüfte reicht.
Die Grundfarbe ist Gold, doch von Hals abwärts zieht sich ein rötlicher Farbverlauf hindurch, der an lodernde Flammen erinnert.
Ihr zweites, noch markanteres Kennzeichen sind ihre Flügel.
Während Himmelsgeflügelte normalerweise weiße Flügel besitzen, trägt Ruphas tiefschwarze, verbotene Flügel, die sie sofort als Ausnahme und Tabubruch kennzeichnen.
Spielcharakter und „Spieler-Ich“
Ruphas war ursprünglich der Avatar eines ganz normalen jungen Mannes von der Erde, der „Exgate Online“ spielte.
Dieser Spieler steuerte die Figur Ruphas Mafahl und war im Spiel einer der stärksten Spieler, bekannt unter dem Titel „Schwarzflügelige Herrscherin“.
Während einer Spielsitzung beantwortete der Spieler im Spiel der Ingame-Göttin „Schöpfungsgöttin Alovinas“ eine Frage.
Daraufhin fand er sich plötzlich in der Welt Mizgards wieder, 200 Jahre nach den Ereignissen der „Spielgeschichte“, beschworen als „Held“ im Königreich Leavatein – und zwar im Körper von Ruphas.
Das Bewusstsein des Spielers verschmolz mit Ruphas’ Körper und überlagerte zunächst ihre Erinnerungen.
Er glaubt anfangs, nur in ein Spiel „hineingezogen“ worden zu sein, und beschließt, diese Welt auf eigene Faust zu erkunden und zu genießen.
Da er im Spiel starkes Rollenspiel betrieb, spricht er als Ruphas in einem hochmütigen, herrscherlichen Ton und verwendet das gehobene Selbstpronom „Wir/Ich als Herrscherin“, während seine Gedanken innerlich eher der lockeren „Ich“-Perspektive eines normalen jungen Mannes folgen.
Wenn die ursprüngliche Ruphas in seinem Inneren durchscheint, mischen sich diese beiden Identitäten, was zu einer eigenwilligen, aber charmanten inneren Stimme führt.
Die Wahrheit: Mizgards reale Welt
Später wird aufgedeckt, dass Mizgards nicht zu einem Spiel geworden ist, sondern von Anfang an eine eigenständige, reale Welt in einem anderen Universum war.
Die Entwickler von „Exgate Online“ haben vielmehr versucht, die Ereignisse, die sich vor 200 Jahren in Mizgards abspielten, so gut wie möglich als Spielgeschichte auf der Erde nachzustellen.
Dina, eine Schlüsselfigur und Vertraute von Ruphas, erklärt, dass die „Spielerfreunde“ und die Sieben Helden in „Exgate Online“ durch bewusste Manipulation entstanden.
Sie hat irdische Spieler mit ähnlichem Aussehen und Charaktereigenschaften wie die echten Sieben Helden von Mizgards beeinflusst, damit diese im Spiel so handeln, wie es den realen Vorbildern entsprach.
Ruphas selbst ist also keine bloße Spielfigur, sondern eine tatsächlich existierende Person aus Mizgards.
Die Version in „Exgate Online“ war eine Rekonstruktion ihrer früheren Taten, und der menschliche Spieler auf der Erde war letztlich ein von ihr abgespaltenes „Avatar-Ich“.
Verschwinden und Rückkehr
Vor 200 Jahren revoltierte ein Teil der Sieben Helden gegen Ruphas.
Es stellt sich heraus, dass diese Rebellion von der Göttin Alovinas ausgelöst wurde, die sie durch Bewusstseinsmanipulation gegen Ruphas aufhetzte.
Die Göttin wollte Ruphas auslöschen, weil Ruphas begonnen hatte, ihre „Drehbuchartige Kontrolle“ über die Welt zu durchschauen.
Gemeinsam mit Dina plante Ruphas bereits, sich aus dem göttlichen Kontrollsystem zu befreien, war aber zu spät dran und wurde taktisch in die Ecke gedrängt.
Daraufhin inszenierte Ruphas eine Niederlage als „Theaterstück“.
Sie ließ sich scheinbar besiegen und wurde in einer Dimensionskluft in einen Zustand der Zeitstase versiegelt, um in der Zukunft einen neuen Versuch starten zu können.
Ihre eigentliche Seele spaltete einen Fragmentteil ab und sandte ihn in die Japanische Gesellschaft der Erde, wo dieses Fragment als menschliches Kind wiedergeboren wurde.
Dieses Kind – der erwähnte „Spieler“ – wuchs ohne Erinnerungen an das frühere Leben auf und wurde später von „Exgate Online“ magisch angezogen, weil das Spiel ihre frühere Welt nachahmte.
Indem der Spieler die Figur Ruphas im Spiel gestaltete und die alte Geschichte unbewusst nacherlebte, eignete er sich Wissensfragmente über Mizgards an.
Als er schließlich die Frage der von Dina gespielten Spielavatar-Version „Schöpfungsgöttin Alovinas“ beantwortete, wurde sein Avatar-Bewusstsein mit dem in der Dimensionskluft versiegelten echten Körper von Ruphas in Mizgards 200 Jahre später wiedervereinigt.
Öffentliche Wahrnehmung
In Mizgards hat Ruphas einen legendären, aber furchteinflößenden Ruf.
Sie gilt als die absolute Verkörperung von Schrecken, Krieg und unbarmherziger Stärke.
Viele Menschen und Völker sehen sie als kaltherzig, brutal, unzugänglich und nicht verhandlungsbereit.
Für Feinde ist sie ein Monster, das vor nichts zurückschreckt, ein Albtraum, der mit einem Lächeln Armeen vernichtet.
Auch unter Dämonen, Monstern und sogar anderen Herrschern ist sie ein Symbol des Schreckens.
Sogar der Dämonenkönig Orm zittert, als er erfährt, dass drei seiner vier stärksten Untergebenen von Ruphas getötet wurden.
Charakter hinter der Fassade
Ruphas’ wahres Wesen ist deutlich kontrastreicher.
Sie ist großzügig, humorvoll und in vielerlei Hinsicht ein „Muskelhirn“, das Pläne lieber durch rohe Kraft ersetzt.
Sie liebt Kämpfe und Herausforderungen, was ihre Tendenz zum „Kampffreak“ erklärt.
Gleichzeitig ist sie im Umgang mit Verbündeten erstaunlich weich und nachsichtig.
Innerhalb ihres „inneren Kreises“ ist sie extrem loyal und beschützend.
Für Freunde, Gefolgsleute und jene, die sie als „Familie“ anerkennt, würde sie ohne Zögern die ganze Welt oder sogar eine Göttin selbst zum Feind machen.
Sie selbst drückt diese Einstellung sinngemäß so aus:
Wenn sie von einem „Hauskätzchen“ – sprich einem ihr nahestehenden Wesen – gebissen würde, wäre es doch absurd, deswegen ernsthaft böse zu werden.
Diese großzügige, fast grenzenlose Nachsicht gegenüber Nahestehenden wurde ihr jedoch zum Verhängnis.
Die Göttin nutzte genau diese Schwäche aus, indem sie die Sieben Helden manipulierte und Ruphas dadurch in eine Lage brachte, in der sie nicht mit voller Härte gegen ihre eigenen, geliebten Gefolgsleute vorgehen konnte.
Als Herrscherin ist Ruphas eher „liebenswert unpraktisch“.
Sie besitzt zwar Charisma und Macht, aber wenig Geduld für Bürokratie, langfristige Verwaltung oder diplomatische Feinarbeit.
Hintergrund ihrer Mentalität
Ruphas wurde als Himmelsgeflügelte mit verbotenen schwarzen Flügeln geboren.
Ihr Vater misshandelte sie körperlich, weil ihre Flügelfarbe als Tabu und Schande galt.
Diese traumatische Kindheit prägt ihre extreme Loyalität gegenüber jenen, die sie als „ihr Volk“ oder „ihre Familie“ akzeptiert.
Der Hass und die Gewalt des Vaters wurden bei ihr in den umgekehrten Entschluss verwandelt, ihre eigenen Leute um jeden Preis zu beschützen.
Im Spiel „Exgate Online“ besitzt Ruphas in ihrer „sichtbaren“ Form die folgenden Werte.
Diese Version entspricht auch dem Zustand, in den die Göttin ihre Macht bei der Rückkehr nach Mizgards zunächst künstlich begrenzt.
Level: 1000
Rasse: Himmelsgeflügelte
Element: Sonne (entspricht Licht; das Gegenstück ist Mond = Dunkelheit)
Klassen und Klassenlevel:
Krieger – Level 100
Schwertmeister – Level 100
Grappler (Faustkämpfer) – Level 100
Champion – Level 100
Monsterbändiger – Level 100
Alchemist – Level 100
Waldläufer – Level 100
Streiter (Allround-Kundschafter/Kämpfer) – Level 100
Akolyth – Level 100
Priester – Level 50
Esper – Level 50
Da die maximal erreichbare Stufe 1000 beträgt, kann man normalerweise zehn Klassen bis Level 100 ausbauen.
Ruphas verteilt ihre Klassen so, dass sie elf Klassen gleichzeitig abdeckt, indem zwei davon nur bis 50 gesteigert werden.
Statuswerte (Level-1000-Version):
HP: 335000 → 336100 (leichte Steigerung im Verlauf)
SP: 17430
Stärke (STR): 9200
Geschicklichkeit (DEX): 8750
Vitalität (VIT): 10300
Intelligenz (INT): 8300
Schnelligkeit (AGI): 10778
Geist (MND): 9550
Glück (LUK): 9280
Ausrüstung:
Kopf: unbekannt (ein Accessoire ohne bekannte besondere Wirkung)
Rechter Arm: –
Linker Arm: –
Körper: „Kaiserin des Himmels“-Kleid – immun gegen alle Zustandsveränderungen, automatische HP-Regeneration
Füße: „Stiefel der Schnelligkeit“ – erhöht die Reisegeschwindigkeit auf der Weltkarte
Sonstiges: „Gast der Sieben Sonnen“ – halbiert Schaden aller Elemente
Die wahre Ruphas in Mizgards ist durch ein Artefakt namens „Schlüssel zum Himmel“ nicht an die göttlichen Limits gebunden.
Dadurch überschreitet sie sämtliche gewöhnlichen Grenzen von Level, Klassenanzahl und Schadensobergrenzen.
Realer Status von Ruphas Mafahl:
Level: 4200
Rasse: Himmelsgeflügelte
Element: Sonne
Klassen und Klassenlevel (Original):
Krieger – Level 200
Schwertmeister – Level 200
Bogenschütze – Level 200
Schütze (Feuerwaffen) – Level 200
Grappler – Level 200
Champion – Level 200
Monsterbändiger – Level 200
Alchemist – Level 200
Waldläufer – Level 200
Akolyth – Level 200
Priester – Level 200
Esper – Level 200
Psioniker – Level 200
Magier – Level 200
Zauberer – Level 200
„Die Erzfeindin“ – Level 1000 (eine von Ruphas selbst konzipierte Sonderklasse)
Statuswerte (Original):
HP: 4405000
SP: 99999
Stärke (STR): 80580
Geschicklichkeit (DEX): 38025
Vitalität (VIT): 53170
Intelligenz (INT): 65370
Schnelligkeit (AGI): 65034
Geist (MND): 45045
Glück (LUK): 49194
Ausrüstung:
Kopf: –
Rechter Arm: –
Linker Arm: –
Körper: „Kaiserin des Himmels“-Kleid – immun gegen alle Zustandsveränderungen, automatische HP-Regeneration
Füße: „Stiefel der Schnelligkeit“ – erhöht die Reisegeschwindigkeit auf der Weltkarte
Sonstiges: „Gast der Sieben Sonnen“ – halbiert Schaden aller Elemente
Der „Schlüssel zum Himmel“ erlaubt Ruphas, alle von der Göttin gesetzten Spielregeln und Limits zu überschreiben.
Sie hat die Klasse „Die Erzfeindin“ eigens als Anti-Göttinnen-Klasse erschaffen, die u. a. die einzigartigen Skills ihrer eigenen Gefolgsleute kopieren und einsetzen sowie sogar neue Skills frei erzeugen kann.
Ihre maximale Schadensspitze durchbricht das übliche Cap vollständig.
Sie ist in der Lage, Schaden in der Größenordnung von 999.999.999 Punkten – also rund einer Milliarde – zu verursachen, was für die meisten Gegner schlichter Overkill ist.
Grundlegende Ausrichtung
Ruphas ist im Kern eine Nahkampfspezialistin mit extrem hohen physischen Werten.
Ihr Motto ist im Prinzip: „Level hoch, dann draufhauen.“
Sie kombiniert mehrere Hochstufenklassen im Nahkampf mit Alchemie und mentalen Kräften.
So kann sie selbst hergestellte Waffen, alchemistische Artefakte und Esperfähigkeiten miteinander verbinden.
Besonders liebt sie den Einsatz einer Schlangen-Klingenwaffe („Schwert mit Segmentkette“), einer Art Peitschenschwert.
Zusätzlich nutzt sie alchemistisch erschaffene Waffen und psionisch gesteuerte Projektilsalven, was sie wie ein wandelndes Arsenal wirken lässt.
Physik? Welche Physik?
Mizgards Welt folgt nur sehr locker den uns bekannten physikalischen Gesetzen.
Mit Ruphas’ Power-Level wird das schnell absurd.
Einige typische Beispiele für ihre Kämpfe:
Sie schlägt „physisch immunes Wasser“ einfach mit der Druckwelle ihrer Faust weg.
Sie bewegt sich mit Geschwindigkeiten im zigfachen Mach-Bereich, bis hin zu Kämpfen in einer „0,1-Sekunden-Welt“, in der normale Menschen den Eindruck eines komplett angehaltenen Zeitflusses haben.
Ihre Magie hat eine Sprengkraft, die einer Handvoll Wasserstoffbomben gleichkommt, sodass sie ständig extrem dosieren oder den Wirkbereich sehr präzise eingrenzen muss, um nicht ganze Regionen auszulöschen.
In einer Welt, in der der durchschnittliche menschliche Abenteurer irgendwo zwischen Level 80 und 130 liegt, ist Ruphas’ Level 1000 allein schon jenseits aller Vernunft.
Dass ihre wahre Stufe bei 4200 liegt, katapultiert sie vollends in einen Bereich, in dem selbst „Helden“ und „Drachen“ im Grunde Statisten sind.
Magie, Himmelskräfte und Übergang
Die meisten Himmelsgeflügelten haben eine schlechte Affinität zur „Mana-Magie“, da sie primär mit einer eigenen Kraftform namens „Himmelskraft“ arbeiten.
Ruphas ist ein Sonderfall: Sie besitzt eine sehr hohe Affinität sowohl zu Mana als auch zu Himmelskraft.
Sie ist damit ein völlig neuer, „achter“ Evolutionszweig ihrer Rasse, praktisch eine neue Spezies.
Durch diese Doppelbegabung kann sie sowohl klassische Magie als auch himmelsbasierte Techniken gleichzeitig auf höchstem Niveau verwenden.
Ein Beispiel ist das Teleportationsritual „Exgate“, das nur von Wesen benutzt werden kann, welche sowohl Magie (Mana) als auch Himmelskraft vollständig beherrschen.
Normale Himmelsgeflügelte sind dazu nicht im Stande, doch Ruphas nutzt diese Technik völlig mühelos.
Skill „Die, die vorausgeht“ und Leveldeckel
Ruphas verfügt über den Skill „Die, die vorausgeht“ (Originalname „Alkaid“), der das Levelmaximum sprengt.
Standardmäßig hält sie sich jedoch selbst künstlich auf Level 1000 begrenzt.
In dieser gedrosselten Form setzt sie nur etwa 20 % ihrer realen Kraft frei.
Zum Vergleich: Der Drachenkönig Raadun und der Löwenkönig Leon, die stärksten unter Drache und Monster, bewegen sich ungefähr in diesem Bereich.
Die meisten anderen Wesen in Mizgards erreichen nie auch nur ansatzweise Level 1000.
Selbst ein legendärer „Schwertheilige“ kratzt nur ein wenig über Level 100, was zeigt, wie weit Ruphas von der restlichen Welt entfernt ist.
Rassenskill „Einschüchterung“
Als Himmelsgeflügelte verfügt Ruphas über den Rassenskill „Einschüchterung“.
Dieser Skill zwingt alle deutlich schwächeren Gegner allein durch ihre Präsenz in Angststarre und raubt ihnen Kampfwillen und Handlungsfähigkeit.
Normalerweise ist dieser Skill an einen gewissen Mindest-Levelabstand gebunden.
Bei Ruphas ist der Unterschied zu fast allen Gegnern so gewaltig, dass der Skill praktisch immer greift.
Ihre Version von „Einschüchterung“ ist so intensiv, dass sogar Gebäudemauern Risse bekommen, wenn sie ihre Aura freisetzt.
Die Wirkung geht tief bis in die Gene der Betroffenen, die eine instinktive, existentielle Furcht und Hoffnungslosigkeit empfinden.
Beginn der Geschichte
Die Geschichte setzt dort an, wo der junge irdische Spieler sich im Körper von Ruphas wiederfindet.
Er glaubt zunächst, schlicht in die virtuelle Welt von „Exgate Online“ hineingezogen worden zu sein.
Er entscheidet, das Beste daraus zu machen und Mizgards wie ein großes Abenteuer zu behandeln.
Sein Ziel: die alten Gefolgsleute von Ruphas, die „Zwölf Sternenherrscher des Eroberungspfades“, wiederzufinden und die Sieben Helden aufzuspüren, mit denen er im Spiel früher zusammen gespielt hatte.
Einige der Sieben Helden sind jedoch durch das natürliche Altern bereits verstorben.
Konkrete Ziele seiner Reise sind daher vor allem die noch lebenden Helden Megrez, Merak und Benetnasch, um herauszufinden, ob sie ebenfalls Spieler aus der realen Welt sind oder nicht.
Göttlicher Eingriff und „Deckel auf dem Bewusstsein“
Als Ruphas 200 Jahre später durch eine Heldenbeschwörung nach Mizgards zurückgeholt wird, mischt sich die Göttin Alovinas ein.
Sie legt einen „Deckel“ auf Ruphas’ Bewusstsein, sodass diese glaubt, ihr Levelmaximum liege bei 1000 und sie entspreche exakt ihrer alten Spielstärke.
Dieser mentale Trick verhindert, dass Ruphas ihre wahre Stärke spontan voll ausschöpfen kann.
Sie hält sich selbst für „nur“ Level 1000 und agiert entsprechend, obwohl ihr reales Potential weit höher ist.
Dina durchschaut Alovinas’ Plan bereits im Vorfeld.
Sie sorgt dafür, dass ausgerechnet Ruphas’ Avatar-Ich – also der irdische Spieler – als der „Deckel“ fungiert, der ihr Bewusstsein begrenzt.
Im Laufe ihrer Reise durch Mizgards, durch Begegnungen, Kämpfe und Gespräche, beginnen die verdrängten Erinnerungen von Ruphas zurückzukehren.
Je mehr sie sich erinnert, desto brüchiger wird der göttliche Deckel, bis der Spieler-Anteil und die echte Ruphas vollständig verschmelzen.
Die Enthüllung der Vergangenheit und die Rolle der Sieben Helden
Es zeigt sich, dass die damalige Rebellion der Sieben Helden nicht aus freiem Willen geschah.
Mit Ausnahme der Vampirkönigin Benetnasch wurden sie von der Göttin mental manipuliert, damit sie Ruphas stürzen.
Ruphas hatte mit Dina und der Sternenherrscherin des Schlangenträgers, Ophiuchus, in Wahrheit einen Plan geschmiedet, um der göttlichen Kontrolle zu entkommen.
Ein Teil dieses Plans war, vor 200 Jahren bewusst eine Niederlage zu inszenieren, um später in einer günstigeren Zukunft zurückzukehren.
Dazu gehörte auch, dass sie einen Teil ihrer treuesten Gefolgsleute anwies, die Versiegelung der „Vier Drachen“ zu übernehmen.
Zugleich vertraute sie wenigen Auserwählten an, dass sie ihre Erinnerungen verlieren würde und auf deren Führung angewiesen sein würde, sobald sie wiedererweckt wurde.
Nach ihrer scheinbaren Niederlage sorgte sie für die Erschaffung des menschlichen Avatars auf der Erde, um Alovinas’ Plan zu unterlaufen.
Die Göttin wollte einen zufälligen Erdenmenschen als Spielfigur benutzen – Ruphas nutzte diese Strategie aus und schickte ihre eigene Seelenprojektion, die schließlich zu ihrem neuen „Ich“ wurde.
Endkampf gegen die Göttin
Im späteren Verlauf der Handlung stellt sich Ruphas gemeinsam mit Orm und Benetnasch der Göttin Alovinas in ihrem „Endpunkt“, dem Sitz der göttlichen Macht.
Durch das Aufsaugen des Manas des gesamten Universums erreichen sie alle drei die „Götterebene“.
Orm und Benetnasch stoßen auf eine psychische Grenze, die ihre tatsächliche Kraft begrenzt.
Ruphas hingegen durchbricht diese mentale Schranke und tritt in denselben „unendlichen“ Bereich ein, in dem auch die Göttin existiert.
Durch ihren unbeugsamen Willen und ihren fast starrköpfigen Ehrgeiz, niemals zu verlieren, übertrifft sie schließlich Alovinas.
Sie besiegt die Göttin im direkten Duell.
Anstatt sie zu vernichten, zwingt Ruphas Alovinas jedoch, vom Thron zu steigen und Dina beizubringen, wie man die Welt verwaltet.
Die formale „Verwaltungsautorität“ über Mizgards geht damit an Dina über, während Alovinas’ Rolle neu definiert wird.
Nach dem Sieg über die Göttin zieht sich Ruphas nicht einfach als schlichte Herrscherin von Mizgards zurück.
Stattdessen gründet sie auf der Rückseite des Mondes ein neues Reich.
Dieses Reich dient als Zufluchtsort für alle, die in Mizgards als „Ausgestoßene“ oder „nicht erwünscht“ gelten.
Ruphas wird dort zur nominellen Königin.
Auf Mizgards bleibt sie weiterhin ein Schreckenssymbol, doch ihre Rolle ist deutlich freier.
Sie steigt nach Lust und Laune von ihrem Mondreich herab, streift durch die Lande und bestraft nebenbei üble Schurken oder bedroht die Ordnung zerstörende Mächte.
Sie genießt ihre Freiheit, kämpft, wenn sie kämpfen möchte, und mischt sich je nach Laune in weltliche Angelegenheiten ein.
Dabei bleibt sie der gleiche eigenwillige Mix aus „letztendlicher Bossgegnerin“ und erstaunlich warmherziger, aber absolut übermächtiger Beschützerin.
Zwölf (Dreizehn) Sternenherrscher des Eroberungspfades
Ruphas’ Hauptgefolge besteht aus den „Zwölf Sternenherrschern des Eroberungspfades“.
Diese sind mächtige Untergebene, die sie ursprünglich durch ihre Klasse „Monsterbändiger“ gefangen nahm oder für sich gewann.
Aufgrund bestimmter Ereignisse kommt später noch ein dreizehntes Mitglied hinzu.
Unter ihnen befinden sich Wesen, die selbst Monarchen oder legendäre Monster sind.
Das Gefolge umfasst zudem ehemalige Könige fremder Länder, verstorbene Soldaten, von ihr kontrollierte Golems und andere außergewöhnlich starke Wesen.
Viele folgen ihr aus Loyalität, Respekt oder schierer Ehrfurcht.
Die Sieben Helden
Die Sieben Helden waren ursprünglich Ruphas’ Freunde und Verbündete.
Sie standen ihr im Krieg zur Seite, bis die Göttin sie gegen Ruphas ausspielte.
Zu den bekannten Helden gehören unter anderem:
Alioth, der Schwertkönig
Megrez, der Weise König
Merak, der König des Himmels
Benetnasch, die Vampirkönigin
Viele von ihnen wurden durch Alovinas’ Einfluss zur Rebellion gezwungen.
Nach ihrer Wiedererweckung durch Polux geraten sie und Ruphas erneut in Konflikt, wobei Ruphas wegen ihrer emotionalen Bindung zu ihnen nicht ohne Zögern kämpfen kann.
Benetnasch bildet eine Ausnahme, da sie sich bewusst der Kontrolle entzieht und einen eigenen Weg geht.
Die Beziehung zwischen Ruphas und den Helden ist komplex, geprägt von Verrat, Manipulation, aber auch tief verankertem gegenseitigem Respekt und alter Freundschaft.
Dina
Dina ist eine Schlüsselfigur in Ruphas’ Leben und eine ihrer treuesten Gefährtinnen.
Sie ist diejenige, die auf der Erde Spieler beeinflusst, damit diese die Sieben Helden im Spiel „Exgate Online“ so nachspielen, wie sie in Mizgards wirklich waren.
Dina plant mit Ruphas gemeinsam, sich aus Alovinas’ Kontrolle zu befreien.
Sie ist zugleich Strategin, Informationsquelle und im späteren Verlauf die neue „Administratorin“ von Mizgards, nachdem Alovinas vom Thron verdrängt wurde.
Dina lenkt die Ereignisse im Hintergrund, sodass Ruphas’ Wiederkehr und Identitätsfusion mit ihrem irdischen Avatar möglichst reibungslos ablaufen.
Sie sorgt bewusst dafür, dass der göttliche „Deckel“ auf Ruphas’ Bewusstsein irgendwann automatisch versagt.
Orm und Benetnasch
Orm ist der Dämonenkönig, der in der Spitze der gegnerischen Seite steht.
Er ist einer der wenigen, die überhaupt eine vergleichbare Ebene der Macht erreichen, als sie gemeinsam die göttliche Ebene betreten.
Benetnasch, die Vampirkönigin, ist eine von Ruphas’ stärksten Verbündeten und Teil der Sieben Helden.
Sie bleibt als Einzige weitgehend außerhalb von Alovinas’ einstiger Manipulation und handelt nach eigenem Willen.
Im Endkampf bilden Ruphas, Orm und Benetnasch ein Dreierteam.
Während Orm und Benetnasch an ihrer mentalen Grenze scheitern, ist es Ruphas, die letztlich die Göttin überwindet.
Ruphas’ Leben war über Jahrhunderte dem Kampf und der Machtsteigerung gewidmet.
Romantische Beziehungen kamen dabei praktisch nie zum Zug.
Selbst nach 200 Jahren Versiegelung und einer dramatischen Wiederkehr gibt es keinen realen Partner an ihrer Seite.
Das liegt weniger an mangelndem Interesse, sondern eher daran, dass kaum jemand existiert, der ihr in Macht, Persönlichkeit und der Loyalität, die ihre Gefolgsleute von einem Partner verlangen würden, gewachsen wäre.
Ihre Untergebenen, insbesondere die Sternenherrscher, sind extrem wählerisch, wenn es darum geht, wer „würdig“ wäre, an Ruphas’ Seite zu stehen.
Entsprechend schwer ist es, überhaupt einen Kandidaten zu finden, der diese Hürde überstehen könnte.
In gewisser Weise ist sie damit eine „späte Junggesellin“, die unabsichtlich auf den Höhen der Macht alleine steht.
Ob es je jemanden geben wird, der Ruphas Mafahl wirklich auf Augenhöhe begegnen und zugleich ihren Gefolgsleuten Respekt einflößen kann, bleibt eine der offenen, charmanten Fragen innerhalb ihrer Geschichte.
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