Sana ist eine Figur aus Rumiko Takahashis Manga MAO, die als Tochter des Meisters des Mikado-Hauses eine Schlüsselfigur in Maos Vergangenheit und in den Geheimnissen ihrer Familie darstellt.
Sprecherin: Risa Shimizu.
Sana gehört zu den wichtigsten Figuren der Handlung, weil ihre Vergangenheit eng mit Mao, Daigo und dem Untergang des Mikado-Hauses verknüpft ist.
In einer anderen Werkreihe existiert ebenfalls eine Figur mit demselben Namen.
Dort ist jedoch Sana aus Z/X -Zillions of enemy X- gemeint, nicht die Figur aus MAO.
Sana ist die Tochter von Maos Meister aus der Heian-Zeit.
Damit nimmt sie innerhalb des Mikado-Hauses eine sehr hochgestellte Position ein.
Trotz ihres Standes begegnet sie den Schülern ihres Vaters ohne Dünkel.
Gerade deshalb wird sie von den Bewohnern des Anwesens, darunter Mao und Hyakka, sehr geschätzt.
Für Mao ist sie eine Person von großer Bedeutung.
Sie zählt zu den entscheidenden Schlüsselfiguren der gesamten Geschichte.
Sana wird als schön, klug und freundlich beschrieben.
Sie behandelt alle Menschen gleich und macht keine Unterschiede.
Hyakka beschreibt sie als „schön, sanft, klug und frei von Makel“.
Aus seiner Sicht war Mao regelrecht in sie vernarrt.
Ob Mao tatsächlich romantische Gefühle für sie hegte, bleibt jedoch nicht eindeutig.
Sicher ist nur, dass er sich freut, wenn er sie sieht, und ihr sehr zugetan ist.
Sana besitzt ein feines Gespür für die Vorgänge um sie herum.
Sie scheint die Bedeutung der Nachfolge, die Geheimnisse ihrer Familie und auch die Gefühle der Schüler sehr genau zu durchschauen.
Mao erhält von ihr wiederholt Warnungen und Ratschläge.
Das unterstreicht, dass sie nicht nur freundlich, sondern auch außergewöhnlich aufmerksam und klarsichtig ist.
Sana hat das Erscheinungsbild einer ruhigen, klassischen Schönheit.
Sie trägt langes schwarzes Haar im Prinzessinnenschnitt offen über den Schultern.
Obwohl sie mit der Welt der Yin-und-Yang-Kunst verbunden ist, trägt sie ein Gewand mit kleinen Glöckchen.
Ihr Auftreten wirkt dadurch edel, sanft und beinahe feierlich.
Allerdings erklärte der frühere Haiumaru, der in der Gegenwart als Byōki bekannt ist, dass Sana keine Anwenderin von Techniken gewesen sei.
Damit bleibt ihre genaue Stellung im Verhältnis zu den Künsten des Hauses widersprüchlich oder zumindest ungewöhnlich.
Sana hält eine Katze namens Haiumaru, die sie oft im Arm trägt.
Das Tier ist ihr sehr zugetan und wird fast immer an ihrer Seite gezeigt.
Eigentlich soll Haiumaru es nicht mögen, wenn andere Menschen ihn berühren.
Bei Mao zeigt er jedoch keine Abneigung.
Dieses Detail wird als besonderes Zeichen von Nähe gewertet.
Es verbindet Sana und Mao auf eine stille, fast intime Weise.
Sana war in Wahrheit Maos Verlobte.
Nach der Regel ihrer Familie wurde der Erbe des Familienschatzes zugleich zum Verlobten der Tochter.
Als Mao zum Nachfolger bestimmt wurde, erklärte Sana, dass sie sich dem Willen ihres Vaters füge.
Auf Maos Frage, ob das für sie wirklich in Ordnung sei, antwortete sie sinngemäß, dass sie dem Vater gehorchen werde.
Für Mao war diese Verlobung belastend.
Er fühlte sich schuldig, weil er Daigo als Nachfolger verdrängt hatte und nun auch noch in Sannas Beziehung eingriff.
Diese Schuld wog so schwer, dass Mao sogar daran dachte, das Mikado-Haus zu verlassen.
Gerade darin zeigt sich, wie ernst er sowohl Sana als auch Daigo nahm.
Später wird klar, dass Sana einen anderen geliebt hat.
Ihr Geliebter war Daigo, Maos Kindheitsfreund, hochbegabter älterer Mitschüler und die Person, die Mao überhaupt erst ins Mikado-Haus geführt hatte.
Sana und Daigo liebten einander gegenseitig.
Wegen ihres unterschiedlichen gesellschaftlichen Standes mussten sie sich jedoch heimlich treffen.
Mao beobachtete eine solche Begegnung mit eigenen Augen.
Er wünschte sich aufrichtig, dass die beiden glücklich werden könnten.
Das rückt auch Hyakkas Einschätzung über Maos Gefühle in ein anderes Licht.
Möglicherweise war Maos Bindung an Sana eher Bewunderung und tiefe menschliche Zuneigung als romantische Liebe.
Dasselbe könnte auch für Hyakka selbst gelten.
Denn er wusste offenbar nicht, dass Sana bereits jemanden liebte und mit Daigo verbunden war.
Interessanterweise mochte Sannas Katze Haiumaru Daigo wohl nicht besonders.
Auch dieses kleine Detail setzt einen eigenen Akzent in ihrer Beziehung.
Sana wusste offenbar sehr genau, was es bedeutete, zur Familie des Meisters zu gehören.
Sie verstand die Tragweite der Nachfolge und die dunklen Geheimnisse des Hauses.
In Wahrheit war sie eine Art Filter für den Fluch, den Yurako im Untergrund absorbierte.
Dieser Fluch wurde durch Sana gereinigt und anschließend als Familiargeist des Mikado-Hauses wieder ausgespien.
Darum wurde Sana fern von jeder Befleckung und in größter Reinheit erzogen.
Ihre Reinheit war also nicht nur ein Persönlichkeitsmerkmal, sondern Teil eines grausamen familiären Systems.
Diese Enthüllung verändert ihre gesamte Rolle rückwirkend.
Die sanfte Tochter des Hauses war zugleich ein Werkzeug innerhalb eines verborgenen Ritualmechanismus.
Am Tag nach bestimmten Ereignissen starb Daigo unter rätselhaften Umständen.
Sein Tod erschütterte das gesamte Mikado-Haus und stürzte auch Mao und Sana in tiefe Trauer.
Mao bemerkt, dass Sana in diesem Moment einen Ausdruck zeigte, den er nie zuvor an ihr gesehen hatte.
Der Verlust Daigos traf sie also mit voller Wucht.
Als Sana später die Wahrheit über sich selbst und über das Geheimnis des Mikado-Hauses erfuhr, verfiel sie in Verzweiflung.
Sie verlor nicht nur den geliebten Menschen, sondern auch jeden Halt in ihrem eigenen Dasein.
Daraufhin legte sie Feuer im Anwesen.
Außerdem bat sie ihre Schwester Yurako, die sie damals zum ersten Mal traf, sie zu töten.
Yurako riss ihr daraufhin das Herz heraus.
Sanas Tod gehört zu den erschütterndsten Wendungen in Maos Vergangenheit.
Nachdem das Lagerhaus mit verbotenen Schriften und dunklen Techniken von jemandem in Brand gesetzt worden war, kam es zu einem heftigen Kampf mit Byōki.
Als Mao später wieder zu sich kam, fand er überall Tote und entdeckte auch Sannas Leichnam.
Hyakka sagte zu Mao, dieser habe Sana getötet.
Da Mao jedoch keine Erinnerung an diesen Moment besitzt, will er unbedingt die Wahrheit herausfinden.
Wichtig ist dabei, dass Hyakka sich auf Aussagen anderer berief.
Später wird klar, dass besonders Hakubi, ein ehemaliger älterer Mitschüler von Mao und Hyakka sowie einer der stärksten Männer im Mikado-Haus, behauptete, Mao habe Sana ermordet und die Familie verraten.
Damit bleibt der Vorwurf von Anfang an zweifelhaft.
Fest steht nur, dass Mao nicht als gesicherter Täter gelten kann.
Zum Stand nach über hundert Kapiteln im Oktober 2021 war die Person, die Sana tatsächlich tötete, innerhalb der Handlung noch nicht eindeutig geklärt.
Sicher ist lediglich, dass Mao nicht ihr Mörder ist.
In der Taishō-Zeit begegnet Mao einer Frau namens Yurako, die Sana zum Verwechseln ähnlich sieht.
Dieses Auftauchen verknüpft Vergangenheit und Gegenwart auf besonders unheimliche Weise.
Trotz der gleichen Gesichtszüge sind Sana und Yurako nicht dieselbe Person.
Yurakos Herkunft ist eine andere, und auch ihre Gefühle unterscheiden sich deutlich.
Während Sana Daigo liebte, hegt Yurako Gefühle für Mao.
Gerade dieser Kontrast betont, dass zwischen beiden zwar eine äußere Ähnlichkeit, aber keine Identität besteht.
Sana ist weit mehr als nur die Tochter des Meisters oder eine tragische Gestalt aus Maos Vergangenheit.
Sie steht im Zentrum von Liebe, Schuld, Nachfolge, familiärer Ausbeutung und den verhängnisvollen Geheimnissen des Mikado-Hauses.
Durch sie werden Maos innere Konflikte besonders sichtbar.
Seine Loyalität zu Daigo, seine Zuneigung zu Sana und seine Zweifel an der Wahrheit der Vergangenheit laufen in ihrer Figur zusammen.
Gerade weil Sana gleichzeitig sanft, klug und doch Opfer eines grausamen Systems ist, bleibt sie eine der eindrucksvollsten Figuren in MAO.
Ihre Geschichte prägt Maos Weg bis in die Gegenwart hinein.
💬 Community-Diskussion
Sprich über diesen Anime mit Menschen, denen er wirklich am Herzen liegt.