Maimai-onba ist eine zentrale Figur, die sowohl in der Originalvorlage von „Dororo“ als auch in der Anime-Adaption und im Realfilm als mächtiger und grausamer Dämon mit einer menschlichen Tarnung erscheint. Sie ist eine monströse Motte mit toxischen Kräften, die unter dem Deckmantel einer Edelfrau auftritt und für zahlreiche Gräueltaten verantwortlich ist. Ihre Geschichte dreht sich um den Versuch, Nachkommen zu zeugen und das Dorf zu schützen, während sie sowohl Kinder als auch Erwachsene ausnutzt und opfert. Letztlich wird sie von Hyakkimaru und Dororo enttarnt und vernichtet, wobei verschiedene Medienversionen kleine Unterschiede in ihrer Darstellung und den erbeuteten Körperteilen zeigen.
Maimai-onba erscheint zunächst als elegante Frau, entpuppt sich jedoch als riesiges, monströses Mottenwesen mit giftigen Schuppen. In ihrer endgültigen dämonischen Gestalt trägt sie groteske, insektenartige Züge und entwickelt eine furchterregende Erscheinung, die den klassischen Onibaba-Mythos aufgreift.
Sie ist gerissen, manipulierend und äußerst skrupellos. Für ihren Überlebensinstinkt und den Willen, ihre Nachkommenschaft zu sichern, schreckt sie weder vor Mord noch vor der Auslöschung unschuldiger Kinder zurück. Gleichzeitig zeigt sie die Fähigkeit, Menschen zu täuschen und zu verführen.
Maimai-onba gehört zu den 48 Dämonengöttern (im Anime: 12) in „Dororo“. Sie wählte Sabame als „Ehemann“ und besetzte seine Position, um ihr Ziel der Massenvermehrung zu erreichen. Ihr Mottenursprung und ausgesprochene Aussagen deuten darauf hin, dass sie möglicherweise außerirdischer Herkunft ist. In einigen Versionen wird angedeutet, dass sie schon vor ihrer Zeit mit Sabame Nachkommen hatte, deren Vater sie bereits erschöpft zu Tode gebracht hatte.
Als Dämon-Motte kann sie giftige Schuppen verstreuen, mit denen sie tödliche Angriffe ausführt. Sie besitzt Verwandlungsfähigkeiten, mit denen sie sich als Mensch tarnt. Ihre Larven geben klebrige Fäden ab und attackieren auf Befehl. In manchen Versionen verfügt sie über eine Art Lichtgier, die sie anfällig für Feuerfallen macht.
Maimai-onba stellt sich als Ehefrau von Sabame dar, den sie allerdings manipuliert. Ihre „Familie“ besteht aus Mottenlarven und bereits erwachsenen Nachkommen. Weiterhin besitzt sie eine Art Gemeinschaft von weiblichen Gefolgsleuten, die alle ebenfalls Mottenmonster sind. Im Realfilm ist sie zudem mit der Rolle der Wohltäterin (vergleichbar mit Jishōni) verbunden und täuscht so Menschen aus dem Umfeld. Sie ist für Hyakkimaru und Dororo eine direkte Gegnerin.
Kapitel „Sabame“ und „Jigokuhen“: Der erste Auftritt
Maimai-onba erscheint als Sabames Ehefrau und verbirgt ihr wahres Mottenwesen geschickt. Ihre Larven attackieren Hyakkimaru und Dororo im Haus, werden aber zurückgeschlagen. Am darauffolgenden Tag wird sie von Hyakkimaru am See aufgespürt, mit dem Schwert verletzt und durch Feuer endgültig zerstört.
Ursprung und Motivationen
Ihr Ziel ist die massenhafte Eiablage, um Nachkommen zu erzeugen. Durch ihre Ehe mit Sabame nahm sie Einfluss auf das Dorf. Bereits vor der Hochzeit hatte sie einen Sohn, der durch ihre Kräfte gestorben war.
Frauen in ihrem Gefolge entpuppen sich ebenfalls als Mottenmonster.
Grausame Geheimnisse im Dorf
Maimai-onba wird bei einer verdächtigen Tat – dem Vergraben von Larvenhüllen – von Jishōni (im Realfilm: dieselbe Darstellerin wie Maimai-onba) beobachtet. Um das Geheimnis zu bewahren, zündet sie das Kloster an und tötet alle Waisenkinder darin. Dies macht sie für deren Geister zur Todfeindin, was letztlich ihre Demaskierung verursacht.
Konfrontation und Untergang
Die Geister der toten Kinder helfen schließlich Hyakkimaru und Dororo, Maimai-onba zu entlarven. Mit Hilfe der Dorfbewohner werden ihre Larven allesamt im Sumpf ertränkt. Hyakkimaru tötet im Zorn auch die restlichen Nachkommen.
In ihrem Zorn verliert Maimai-onba ihre menschliche Maske und wird zu einer entstellten, dämonischen Kreatur, die sogar von Sabame als „Monster“ verstoßen wird. Durch ihre Lichtgier fliegt sie ins Feuer und wird von Hyakkimaru zerteilt und verbrannt.
Anime-Adaption (Heisei)
Hier wird Maimai-onbas Status als „Schutzpatronin“ des Dorfes hervorgehoben. Die Bevölkerung arbeitet wissentlich mit ihr zusammen und opfert Reisende sowie Waisenkinder für den Schutz vor äußeren Gefahren.
Im Finale werden sie und ihre Kinder bei einem Großbrand und im direkten Kampf gegen Hyakkimaru vernichtet.
Realverfilmung
Hier verschmilzt Maimai-onba mit der Rolle der Klosterleiterin und tötet Kinder, um ihre Töchter zu ernähren. Beim Showdown versucht sie, Sabame gegen Hyakkimaru auszuspielen, entkommt jedoch nicht dem Angriff der Kindergeister und wird explosiv vernichtet. Hyakkimaru kann durch die Eroberung ihres Körperteils die Geister befreien.
- Maimai-onba zeigt in manchen Fassungen Anzeichen, aus einer anderen Welt zu stammen.
- Nachdem Dororo beim Verbuddeln des entnommenen Körperteils beobachtet wird, werden Hyakkimaru und Dororo vom Dorf verjagt.
Erbeutetes Körperteil:
- In der Vorlage: rechtes Bein
- Im Anime: Rückgrat
- Im Realfilm: Leber
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