Dororo ist eine der zwei Hauptfiguren der Serie „Dororo“. Sie ist ein junges Mädchen mit einem tapferen, unbeugsamen Charakter und lebt dank ihrer Gerissenheit als Diebin in einer grausamen, kriegsgebeutelten Welt. Obwohl sie mit jungenhafter Kleidung und Verhalten auftritt, ist sie tatsächlich weiblich, was im Verlauf der Handlung offenbart wird. Dororo hat schwere Prüfungen durchlebt: Schon als Kleinkind verlor sie ihre Eltern, wurde verraten und musste sich alleine durchschlagen. Sie ist zäh, hat großes Mitgefühl, aber auch einen scharfen Verstand fürs Überleben. An ihrer Seite reist Hyakkimaru, dem sie auf ihrer Reise Halt gibt und mit dem sie, trotz vieler Konflikte und Prüfungen, eine besondere Beziehung pflegt.
Dororo sieht aus wie ein Junge und wird oft so angesprochen, ist aber tatsächlich ein Mädchen. Ihre äußeren Merkmale gleichen ihrer Mutter. Sie trägt praktische Kleidung und fällt durch ihr unauffälliges, wendiges Auftreten als Diebin auf. Auffällig ist die Tätowierung auf ihrem Rücken, die wie eine verborgene Schatzkarte erscheint und nur unter bestimmten Bedingungen sichtbar wird – etwa nach dem Baden oder bei emotionaler Erregung.
Dororo ist wild, willensstark und ein echter Dickkopf – ihre starke Natur hat sie von ihrem Vater Hibukuro geerbt. Sie ist mutig, handelt häufig unüberlegt, bleibt ihren eigenen Prinzipien aber immer treu. Obwohl sie manchmal frech und aufmüpfig erscheint, besitzt sie ein großes Herz und Mitgefühl gegenüber Schwächeren. Sie versteht sogar die harten Realitäten, denen Menschen wie Mio nachgehen müssen, und zeigt dafür Verständnis. Dororo ist stolz, lässt sich durch nichts unterkriegen und verliert niemals ihre Menschlichkeit.
Dororo ist die Tochter des berühmten Banditenführers Hibukuro und seiner Frau Ojiya. Noch bevor sie laufen konnte, lernte sie im rauen Japan der Sengoku-Zeit zu stehlen, weil sie nach dem Verrat durch die Bande ihrer Eltern zum Waisenkind wurde. Laut Ojiya hatte Dororo eigentlich einen älteren Bruder, der jedoch von Samurai getötet wurde – ein Trauma, das ihre Abneigung gegen Samurai und ihre Suche nach Stärke erklärt. In ihrer Jugend überlebte sie als Kleindiebin und entwickelte dabei einen starken Überlebenswillen und pragmatische Sichtweise auf das Leben. In ihrer Kindheit wurde ihr von ihrer Mutter oder – je nach Version – beiden Elternteilen der Plan zur Befreiung der Bauern von Samurai unter großem Risiko direkt auf den Rücken tätowiert.
Dororo verfügt über eine enorme Widerstandskraft und psychische Stärke – sie steckt selbst Schläge mehrerer Gegner ungerührt weg. Ihr wichtigstes Talent ist jedoch ihre List: Sie versteht es meisterhaft, sich zu verstecken, zu entwischen und alltägliche Kämpfe mit Geschick und Mut zu bestehen. Sie besitzt eine überwältigende Stimme, deren lauter Ausruf sogar Yokai erschrecken kann, und ist sehr geschickt im Werfen von Steinen, mit denen sie Hyakkimaru schon mehrfach das Leben rettete. Ein weiteres Markenzeichen ist ihre große Abneigung gegen das Baden, was darauf zurückzuführen ist, dass sie ihre Rücken-Tätowierung nicht preisgeben möchte – sie hat über vier Jahre kein Bad genommen und einen entsprechend starken Körpergeruch.
Dororo ist Hyakkimaru gegenüber anfangs sehr eigennützig eingestellt, begleitet ihn aber bald treu auf seiner Reise. Sie übernimmt dabei oft die Rolle einer Beschützerin, da Hyakkimaru im Alltag Schwierigkeiten hat. Im Lauf der Zeit wird sie für ihn zur engsten Bezugsperson – besonders nachdem dieser seine Familie verliert und der Welt entfremdet ist. Sie erkennt, dass sie „die Einzige ist, die mit Hyakkimaru reisen kann“. Zu weiteren Weggefährten wie Biwamaru, Itachi oder Nuinokata entwickelt sie je nach Situation Überraschendes Mitgefühl und hilft ihnen oft uneigennützig, selbst wenn sie ihr Leid zugefügt haben.
Als Dororo einmal in einer heißen Quelle badet, taucht auf ihrem Rücken eine Karte auf – sie selbst ist sich der Bedeutung zunächst nicht bewusst. Sie hasst es zu baden, was nicht nur am Entdecken der Karte, sondern auch an ihrer Ablehnung bürgerlicher Gewohnheiten liegt. Dororo wird trotz ihrer äußeren Erscheinung oft erst spät im Handlungsverlauf als Mädchen enttarnt – dies ist auch in anderen Adaptionen ein wiederkehrendes Element.
Dororos Reise und Begleitung von Hyakkimaru
Zu Beginn der Geschichte nähert sich Dororo Hyakkimaru mit der Absicht, ihm sein berühmtes Schwert zu stehlen. Später entscheidet sie sich jedoch, ihn auf der Reise zu begleiten, um als Gegenleistung für das Austreiben von Yokai Belohnungen zu erhalten. Dororo übernimmt zunehmend die Rolle, auf Hyakkimaru aufzupassen, da dieser, trotz hoher Kampfkraft, im Alltag oftmals hilflos wirkt.
Enthüllung ihrer Identität und Verlust
Im Verlauf der Reise wird Dororo in einem Kloster von einer Nonne als Mädchen entlarvt. Ihre Identität bleibt zunächst ein Geheimnis, wird jedoch von verschiedenen Weggefährten allmählich erkannt.
Trennung und Wiedervereinigung mit Hyakkimaru
Nach der Auseinandersetzung mit Maimai-onba ist Dororo erschüttert von Hyakkimarus kalter Haltung gegenüber den Menschen in Daigos Reich und verlässt ihn. Später wird sie bei einem Angriff von Jiroumaru, der seine dämonische Natur offenbart, von Hyakkimaru gerettet und mit ihm wiedervereint.
Schatzkarte und Familienerbe
Dororos Rücken birgt eine geheime Karte – ein Vermächtnis ihres Vaters Hibukuro, der einen Schatz zur Unterstützung eines Bauernaufstands hinterlassen hat. Sie wird von Itachi gefangen genommen, der die Schatzkammer für sich beanspruchen will. Gemeinsam bestehen sie zahlreiche Gefahren, aber als Itachi schwer verletzt wird, gibt Dororo den Schatz zur Unterstützung der Menschen nach Hyakkimarus letzter Schlacht preis. Am Ende hat sie davon nur wenig für sich genutzt, sondern investiert das meiste zum Wohl der Gemeinschaft.
Finale und epilogische Entwicklung
Im großen Finale befreien Dororo und ihre Freunde Hyakkimaru aus Daigos Festung. Später führt Dororo mit Hyakkimaru und den anderen Dorfbewohnern ein neues Leben. In der Epilogszene sieht man sie als herangewachsene Zwölfjährige, die darauf wartet, Hyakkimaru wiederzusehen – angedeutet wird, dass ein Wiedersehen sehr wahrscheinlich ist.
Dororos Charakter ist so beliebt, dass viele Adaptionen – insbesondere Realverfilmungen – ihre Geschichte ausweiten, sie erwachsener oder gänzlich als junge Frau darstellen. Die Namensgebung der Serie stammt von Dororo selbst, weil der Autor ihren Namen besonders klangvoll fand, obwohl Hyakkimaru im Mittelpunkt der Handlung steht.
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