Amago Wakuchin ist ein herausragendes Rennpferd im Universum von Midori no Makibao, bekannt für seine außergewöhnliche Ausdauer und Langstreckeneignung. Obwohl er anfangs Schwierigkeiten hatte, wurde er zu einem der „drei Großen“, ständig im Wettbewerb mit Midori Makibaō und Cascade. Die Karriere von Amago Wakuchin ist geprägt von Rückschlägen, großen Comebacks und ikonischen Rennen. Mit seiner besonnenen Art, seiner inneren Leidenschaft und schlauen Renntaktiken hat er sich zum Liebling der Fans entwickelt und den Ruf als „Magier des Tempos“ erworben – doch auch tragische Elemente rahmen sein Schicksal.
Amago Wakuchin ist ein fuchsfarbenes Vollblut mit klassischem Rennpferd-Bau. Auffällig ist sein freundliches, ruhiges Äußeres, das jedoch eine große innere Kraft verbirgt. Besonders bekannt ist die von seinem Bruder übernommene, charakteristische weiße Shadow Roll.
Amago Wakuchin wirkt in der Öffentlichkeit meistens ruhig und gefasst. Mit anderen Pferden, wie Midori Makibaō, pflegt er freundschaftlichen Smalltalk und ist zugänglich. Doch hinter dieser Fassade verbirgt sich ein emotionaler Kämpfer, der große Rückschläge tief mitnimmt – so zeigte er nach dem Unfall mit Morriaror, dass er heimlich mit der Situation ringt, statt offen Gefühle zu zeigen. Seine Beharrlichkeit und Bereitschaft, für seine Ziele alles zu geben, machen ihn zu einem klassischen „Hitzkopf“, der sein Feuer jedoch zumeist im Verborgenen hält.
Amago Wakuchin wurde 1992 geboren und ist ein englisches Vollblut (Sohn von Horafuky und Merry Christmas). Er ist der jüngere Vollbruder von Peter II, einem zweifachen Sieger der Satsuki Sho und des Tōkyō Yūshun. Nach der schweren Verletzung seines Bruders übernahm er dessen Traum vom Triple Crown und die Hoffnung seines Besitzers Amako – der ihm auch seinen Namen gab, als Ausdruck größter Erwartungen. Seine Ausbildung erfolgte im Ritō-Stall unter der Obhut eines namentlich unbekannten Trainers. Geritten wird er hauptsächlich von Banusuke Yamanaka. Amago Wakuchin wurde berühmt als Teil der „drei Großen“ und stand mehrmals im Rampenlicht großer nationaler und internationaler Rennen.
Seine große Stärke sind extreme Ausdauer und Langstreckenkraft. Er ist ein Spezialist für taktischen Tempowechsel und kann Rennen von der Spitze aus gestalten und kontrollieren. Typisch ist die Fähigkeit, nicht nur auf das eigene Tempo zu achten, sondern auch andere Konkurrenten mit tempoverändernden Strategien zu verwirren. Seine Endspurtstärke ist zwar solide, doch im Vergleich zu Cascade und Midori Makibaō fehlt ihm ein letzter Hauch an Durchschlagskraft. Auf hügeligem oder steilem Gelände ist er durch sein etwas höheres Gewicht im Nachteil, weshalb seine größten Siege auf der flachen Bahn von Kyōto errungen wurden.
- Peter II: Sein geliebter älterer Bruder und Vorbild, dessen Traum von der Triple Crown er übernehmen durfte.
- Midori Makibaō: Gute Freundschaft, aber auch leidenschaftlicher Rivale in vielen Rennen.
- Cascade: Ebenfalls erbitterter Rivale, mit dessen Karriere Amago Wakuchins Aufstieg eng verwoben ist.
- Yamanaka Banusuke: Sein Hauptjockey und wichtiger Mentor.
- Amako: Sein Besitzer, der ihm nicht nur den Namen gab, sondern auch großes Vertrauen schenkte.
- Satomi Amazon, Prämiere, Tū Cutter, Nitronics, Morriaror: Renngenossen und Mitstreiter auf der Rennbahn.
Frühe Jahre und erste Rückschläge
Amago Wakuchin wächst als Vollbruder des berühmten Peter II auf und zeigt schon früh große Ausdauer und Eignung für lange Distanzen. Trotz seiner Anlagen fehlt ihm anfangs jedoch das Selbstvertrauen, was zu mehreren Niederlagen führt. Erst nachdem Peter II schwer stürzt und ihm seinen Traum von der Triple Crown überträgt, wächst Amago Wakuchin über sich hinaus und nimmt das Ziel, Cascade zu besiegen, ins Visier.
Die „drei Großen“ und legendäre Rennen
Beim Asahi-Hai trifft Amago Wakuchin erstmals in einem packenden Rennen auf Midori Makibaō und Cascade. Er wird knapper Zweiter, aber sein starker Auftritt festigt seinen Platz als Teil der drei Großen im japanischen Galopprennsport. Im Alter von vier Jahren erlebt er im Kyōdō Tsūshin-Hai einen schweren Unfall mit Morriaror, bei dem er sich das Bein bricht. Halb fit nimmt er am Satsuki Sho teil und versucht ein Tempomanöver, um die Ausdauer von Midori Makibaō zu brechen – wird jedoch durch taktische Missverständnisse aus dem Rennen genommen.
Heilungspause und triumphale Rückkehr
Durch die Verletzung muss er lange pausieren und verpasst das Tōkyō Yūshun. Doch nach der Genesung gewinnt er das Hakodate Kinen und die Kōbe Shimbun Hai – beides Rennen, die sein Bruder eigentlich hätte laufen sollen. In der heimischen Favoritenlage Kyōtos spielt er seine Stärken schließlich voll aus: Er gewinnt im Kikka Sho gegen Midori Makibaō und Satomi Amazon sein erstes G1.
Internationale Rennen und weitere Erfolge
Nach dem Arima Kinen wagt Amago Wakuchin eine Auslandsreise nach Dubai, wo er in einem 4000-Meter-Rennen gegen Jerusalem antritt. Mit Hilfe von Tū Cutter zeigt er eine starke Leistung, doch gegen das unglaubliche Stehvermögen der internationalen Konkurrenz reicht es „nur“ zu Platz 4. Wieder zurück in Japan erzielt er beim Frühjahrs-Tennōshō einen Sieg und liefert im Herbst-Tennōshō ein dramatisches Finish gegen Blitz, bei dem er nur knapp Zweiter wird. Im Arima Kinen belegt er den fünften, beim Takarazuka Kinen im siebten Lebensjahr den sechsten Platz.
Verletzung und Rücktritt
Ein weiterer Trainingsunfall, diesmal eine Sehnenerkrankung, zwingt Amago Wakuchin zum vorzeitigen Karriereende. Erhält einen Syndikat-Vertrag mit einem Anteilswert von einer Million Yen pro Beteilung. In der Fortsetzung „Taiyō no Makibao“ wird nur kurz als Deckhengst erwähnt, hat in der eigentlichen Handlung aber bereits das Zeitliche gesegnet.
Details aus dem Anime
Im Anime gibt es während des Kikka Sho eine berühmte Szene: Amago Wakuchin eilt in der Schlussphase nach vorn und wird von Banusuke Yamanaka gefragt, ob er die gemeinsame Triple Crown mit seinem Bruder aufgeben will. Das beflügelt ihn zu einer heroischen Darbietung gegen Midori Makibaō. Im Finale (Arima Kinen) steht er erneut den alten Rivalen gegenüber.
Spätere Entwicklung und Vermächtnis
Nach dem Abschluss der Hauptserie tritt Amago Wakuchin immer mehr in den Hintergrund. In „Taiyō no Makibao W“ wird das Grab von Amago Wakuchin in einem Nebenstrang sogar explizit erwähnt – was nahelegt, dass er kurz nach dem Karriereende durch Krankheit oder Unfall jung verstarb. Anders als andere Pferde taucht keiner seiner Nachkommen nennenswert auf, vermutlich wegen des frühen Todes.
Der Name Amago Wakuchin setzt sich zusammen aus „Amago“ – als Zeichen der besonderen Hoffnung seines Besitzers Amako – und dem Begriff „Wakuchin“ (Vaccine), passend zur digitalen Anspielung an Cascade (Cascade ist zugleich ein Computervirus). Das fiktionale Schicksal wurde durchwoben von pechschwarzem Unglück – Nachzucht bleibt aus, da er zu früh stirbt.
Es gab tatsächlich ein reales Rennpferd namens Amago Wakuchin, das 2010 geboren wurde. Vater war Air Jihad, Mutter Sunset Pony, und es lief in 158 Rennen mit 16 Siegen. Als Maskottchen traf es sogar Midori Makibaō. 2020 wurde es aus dem Rennbetrieb genommen und ging in den Ruhestand.
Profil
- Name: Amago Wakuchin
- Rasse: Vollblut
- Geschlecht: Hengst
- Fellfarbe: Fuchs
- Geburtstag: ca. 1992
- Vater: Horafuky
- Mutter: Merry Christmas
- Muttersvater: Katsurada Yō
- Stall: Ritō-Stall (Kyoto)
- Hauptjockey: Banusuke Yamanaka
- Besitzer: Amako
- Berühmte Spitznamen: „Triple Crown-Erbe“, „Unerschütterlicher Kämpfer“, „Magier des Tempos“
- JRA-Auszeichnung 1996: Bester Inlandsgeborener Hengst
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