Amane Suou ist eine weibliche Figur aus The Fruit of Grisaia und eine der bekanntesten Schülerinnen der Mihama-Akademie, wo sie als fürsorgliche, provokante und zugleich tragisch belastete ältere Mitschülerin auftritt.
Name: Amane Suou
Geschlecht: weiblich
Geburtstag: 3. März
Blutgruppe: A
Größe: 169 cm
Maße: 91 (F) / 59 / 88
Schuljahr: 3. Jahr an der Mihama-Akademie
Alter: zwei Jahre älter als Yūji Kazami
Stimme: Sora Yukimi; in Anime- und Konsolenversionen Hiroko Taguchi
Amane Suou ist die einzige Schülerin im dritten Jahr an der Mihama-Akademie.
Da sie früher ein Jahr pausieren musste, ist sie tatsächlich zwei Jahre älter als Yūji Kazami.
Sie wirkt wie eine verlässliche große Schwester, ist kontaktfreudig und kümmert sich um andere.
Gleichzeitig tritt sie mit bewusst freizügiger Kleidung und einem betont verruchten Auftreten als „erotische große Schwester“ auf.
In der Schule gilt sie offen als promiskuitiv wirkender Typ, ist jedoch Jungfrau.
Ihre lockere Haltung gegenüber anzüglichen Themen und ihre Unerschrockenheit machen sie auffällig, aber auch schwer aus der Ruhe zu bringen.
Amane ist groß, kurvig und sich ihrer Ausstrahlung sehr bewusst.
Darum nutzt sie ihre Erscheinung aktiv und spielt oft mit einem verführerischen Image.
Sie hat eine schwache Sehkraft und trägt Kontaktlinsen.
Früher trug sie eine Brille und wirkte mit ihrer damaligen Frisur deutlich unscheinbarer.
Auffällig ist auch ihr ungewöhnlicher Stil, Loafer ohne Socken zu tragen.
An den Seiten ihres Haars befinden sich kleine, bandartig geformte Locken.
Ihre Symbolpflanze in Illustrationen ist in The Fruit of Grisaia die Kirsche.
In Labyrinth of Grisaia wird sie mit der Kamelie verbunden.
Amane ist lebensfroh, warmherzig und besitzt eine starke soziale Kompetenz.
Durch ihre offene Art wurde sie sogar zum Liebling einer Einkaufspassage in der Nachbarschaft.
Sie kann mit aufdringlichen Flirts souverän umgehen und lässt sich kaum peinlich berühren.
Auch wenn sie freundlich wirkt, hat sie eine direkte und manchmal sehr gewagte Art.
Innerhalb des Wohnheims übernimmt sie fast schon die Rolle einer Hausmutter.
Vor allem gegenüber Makina Irisu ist sie eine Art Aufsichtsperson und Beschützerin, was von Makina mit großer Anhänglichkeit erwidert wird.
Wenn sie aufgeregt ist oder die Fassung verliert, fällt sie in den Dialekt ihrer aus Kyōto stammenden Mutter zurück.
Schulisch gehört sie eher zum unteren Mittelfeld.
Amane stammt aus einem Elternhaus, das in Kanda ein traditionsreiches Restaurant für Kyōto-Küche betreibt.
Daher kocht sie hervorragend und besitzt unter den Schülerinnen die stärksten häuslichen Fähigkeiten.
Sie kennt sich außerdem am besten mit Mode und Kosmetik aus.
Deshalb wurde sie als „Wegbereiterin der Schönheit“ bezeichnet und veranstaltete im Wohnheim sogar eine kleine Beauty-Schule.
Ihre Hobbys und Leidenschaften drehen sich stark um Fahrzeuge.
Sie liebt alles, was Räder hat, und sagt selbst, dass sie Autos, Motorräder und sogar Traktoren fahren kann.
Sie besitzt einen Führerschein für Pkw, einen Führerschein für Motorräder der normalen Klasse und zusätzlich einen Bootsführerschein erster Klasse für kleine Wasserfahrzeuge.
Einen Flugschein hat sie zwar nicht, denkt aber darüber nach, einen zu machen.
Ihr eigenes Motorrad ist ein zum Bobber umgebautes 250-Kubik-Offroad-Bike mit dem Spitznamen Bobatarō.
Als sie auf diesem Motorrad an die Mihama-Akademie kam, hielt Chizuru Tachibana sie zunächst für ein Mitglied einer Motorradgang.
Amane liebt das Fahren so sehr, dass sie fast jedes Fahrzeug mit Begeisterung übernimmt.
Diese Vorliebe geht auf ihren Vater zurück, einen ehemaligen Rowdy und Straßenrennfahrer.
Von ihm hat sie auch ihr Fahrkönnen gelernt.
Normalerweise ist sie sanft, doch wenn andere sie bedrängen oder provozieren, kippt ihre Persönlichkeit und sie fährt wie eine echte Straßenrennfahrerin.
Ihr Fahrstil ist extrem ruppig und riskant.
Besonders Michiru Matsushima leidet unter ihren gefährlichen Manövern.
Trotz ihrer Liebe zum Fahren sitzt sie ungern im Fahrzeug anderer Leute.
Der Grund dafür liegt in traumatischen Erlebnissen aus ihrer Vergangenheit.
Im Wohnheim ist Amane die Älteste und übernimmt ganz selbstverständlich Verantwortung.
Sie kocht, kümmert sich um den Alltag und hält vieles zusammen, was andere eher vernachlässigen würden.
Vor allem Makina Irisu hängt stark an ihr.
Die beiden schlafen sogar häufig gemeinsam in Amanes Zimmer.
Dank ihrer Offenheit knüpft sie ungewöhnlich schnell Kontakte.
Schon kurz nach ihrer Ankunft war sie mit vielen Menschen in der Umgebung bekannt und beliebt.
Amane kannte Yūji Kazami bereits, bevor er an die Mihama-Akademie kam.
Der Grund ist, dass Kazuki Kazami, Yūjis ältere Schwester, ihr früher von ihm erzählt hatte.
Als Yūji auftaucht, ist Amane ihm gegenüber von Anfang an auffällig freundlich.
Sie kümmert sich um ihn, sucht seine Nähe und überschreitet dabei teils deutlich die Grenzen normaler Fürsorge.
In ihrer Route in The Fruit of Grisaia entwickelt sich diese Zuneigung aus Schuld, Abhängigkeit und später echter Liebe.
Weil sie Kazuki nicht retten konnte, versucht sie zunächst, Yūji umso stärker Liebe und Fürsorge zu geben.
Später gesteht sie Yūji, dass sie zu den Betroffenen des Busunglücks an der Takizono-Mädchenschule gehörte.
Von ihrer Schuld überwältigt, bittet sie ihn sogar, sie zu töten.
Yūji entscheidet sich dagegen und erklärt, dass sie stattdessen für ihn leben soll.
Er befiehlt ihr, ihr ganzes weiteres Leben an seiner Seite zu bleiben, und genau das wird zu ihrer Strafe.
Im Nachspiel von Labyrinth of Grisaia gelingt es Amane mit ihrer Beharrlichkeit und ihrem guten Essen, Yūji eng an sich zu binden.
Gleichzeitig schmiedet sie schon Pläne, ihn eines Tages offiziell ihrer Familie vorzustellen.
Vor ihrer Zeit an der Mihama-Akademie besuchte Amane die private Takizono-Mädchenschule.
Dort spielte sie wegen ihrer Körpergröße im Basketballverein.
In dieser Zeit war sie deutlich stiller und unscheinbarer als später.
Kazuki Kazami war damals in derselben Jahrgangsstufe und ebenfalls im Basketballverein.
Obwohl sie sich kannten, hielt Amane Abstand zu Kazuki.
Sie empfand eine schwer greifbare, fast giftige Besonderheit in deren Ausstrahlung und sprach bis zum Unglück kaum mit ihr.
Sechs Jahre vor den Ereignissen von The Fruit of Grisaia wurde Amane in das schwere Unglück des Kleinbusses der Takizono-Mädchenschule verwickelt.
Der Bus stürzte auf dem Weg zu einem Trainingslager eine Klippe hinunter, und die Überlebenden strandeten in einem Waldgebiet.
Anfangs hofften alle noch auf schnelle Rettung.
Doch mit schwindenden Vorräten, gescheiterten Fluchtversuchen und zunehmenden Todesfällen verwandelte sich die Lage in einen Albtraum.
In dieser Situation wurde Kazuki Kazami zu Amanes wichtigster Stütze.
Aus vorsichtiger Annäherung entstand eine tiefe Bindung, und Kazuki betrachtete Amane schließlich als enge Vertraute.
Kazuki versprach sogar, ihr eines Tages ihren jüngeren Bruder Yūji vorzustellen.
Für Amane wurde dieses Versprechen später von großer Bedeutung.
Am fünfzehnten Tag nach dem Absturz aßen andere Überlebende Fleisch, das als Hirschfleisch ausgegeben wurde.
Kazuki misstraute dem Ganzen und rührte nichts an, weshalb auch Amane nichts davon aß.
Noch vor Tagesanbruch flohen Kazuki und Amane vom Unfallort.
Auf der Flucht erfuhr Amane die schreckliche Wahrheit: Das sogenannte Hirschfleisch war in Wirklichkeit Menschenfleisch verstorbener Gruppenmitglieder.
Die anderen, die bereits jede Hemmung verloren hatten, jagten die beiden und wollten sie töten.
Kazuki blieb als Köder zurück, damit Amane entkommen konnte.
Mit den von Kazuki vorbereiteten Vorräten und Plänen irrte Amane noch mehrere Tage umher.
Schließlich erreichte sie bewohntes Gebiet und wurde damit zur einzigen Überlebenden des Unglücks.
Sie wurde entdeckt, als sie ausgehungert Kohlköpfe auf einem Feld verschlang.
Ein örtlicher Bauer fand sie und brachte sie in Sicherheit.
Amanes Rettung war ein Wunder, doch sie brachte keinen Frieden.
Statt Mitgefühl erlebte sie Anfeindungen und wurde als Mädchen abgestempelt, das auf Kosten anderer überlebt habe.
Aus dieser Erfahrung entstand ein massiver Überlebensschuldkomplex.
Amane begann zu glauben, dass sie kein Recht auf Glück habe.
Ihre seelische Belastung zerstörte ihr weiteres Schulleben rasch.
Nach einem Jahr der Behandlung kam sie zu dem Schluss, dass Wunden aus der Schule nur in einer Schule heilen könnten, und wechselte deshalb an die Mihama-Akademie.
Infolge der Ereignisse entwickelte Amane eine Schizophrenie.
Zugleich veränderte sich laut ihrer eigenen Wahrnehmung auch ihr Körper.
Ihre Brust wurde deutlich größer, und sie nahm leichter zu.
Da sie darunter leidet, achtet sie auf regelmäßiges Ausdauertraining und hält konsequent Diät.
Ihr starker Drang, anderen zu helfen, besonders Yūji, ist eng mit ihrem Schuldgefühl verknüpft.
Ihre übertriebene Fürsorge ist nicht nur Güte, sondern auch ein Versuch, Buße zu tun und sich selbst zu retten.
Amane liest leidenschaftlich ein Magazin für offensiv auftretende, selbstbewusste Frauen mit dem Titel Tiger Girl.
Sachi Komine bezeichnete es spöttisch sogar als Erotikheft.
Sie besitzt ein sehr robustes Verhältnis zu Nacktheit und zweideutigen Themen.
Selbst wenn man sie nackt sieht, bringt sie das kaum aus der Fassung.
Innerhalb des Franchises trägt sie bei der Rückholoperation für Yūji Kazami den Codenamen Bitch.
Das passt zu dem Image, das sie selbstironisch auch über sich selbst verbreitet.
Außerdem wird sie als ausgesprochen masochistisch beschrieben.
Verbale Erniedrigung und dominante Spiele schrecken sie nicht ab, sondern gelten ihr eher als Belohnung.
An der Mihama-Akademie wirkt Amane auf den ersten Blick oft wie die normalste und sozial stabilste Person.
Gerade deshalb entfaltet ihre Hintergrundgeschichte eine besonders starke Wirkung.
Sie verbindet häusliche Wärme, sexuelle Provokation, Lebensfreude und tiefes Trauma in einer Figur.
Diese Mischung macht sie zu einer der markantesten und emotional komplexesten Figuren von The Fruit of Grisaia.
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