Tabitha ist eine weibliche Hauptfigur aus The Familiar of Zero und eine schweigsame Austauschschülerin aus dem Königreich Gallia, die an der Magieakademie von Tristain lernt.
Name: Tabitha
Wahrer Name: Charlotte Hélène d’Orléans
Geschlecht: weiblich
Beiname: „Schneewind“
Alter: 15 Jahre; in diesem Alter erhielt sie auch den Rang einer Chevalière.
Herkunft: Königreich Gallia
Status: Austauschschülerin an der Magieakademie von Tristain, später Königin von Gallia.
Größe: 142 cm
Gewicht: 30,7 kg; diese Angabe gilt als inoffiziell.
Körpermaße: B68 / W49 / H67
Aussehen: blaues Haar, blaue Augen und eine sehr kleine, schmale Statur.
Hobby: Lesen
Lieblingsessen: Salat aus Haselnusskraut, obwohl dessen Bitterkeit von den meisten Menschen gemieden wird.
Besondere Talente: Würfelglücksspiel, große Essensmengen und blitzschnelle Bewegungen im Kampf.
Vertrauter: Sylphid, ein Jungtier eines Winddrachen; ihr wahrer Name ist Ilkuku.
Synchronstimme: Yuka Inokuchi
Tabitha ist deutlich kleiner als Louise Françoise Le Blanc de La Vallière und wirkt auf viele Menschen vier bis fünf Jahre jünger, als sie wirklich ist.
Mit ihrem blauen Haar, den blauen Augen und ihrer ruhigen Art fällt sie sofort auf, auch wenn sie selbst kaum Aufmerksamkeit sucht.
Sie trägt häufig eine Brille und verbringt die meiste Zeit damit, still in Büchern zu lesen.
Wer sie dabei stört, riskiert nicht nur einen kalten Blick, sondern im Zweifel auch einen Zauber.
Nach außen wirkt Tabitha fast gefühllos, unnahbar und wortkarg.
Tatsächlich verbirgt sie hinter dieser Fassade starke Gefühle, Schmerz, Wut und eine tiefe Sehnsucht nach Geborgenheit.
Tabitha spricht nur selten und ignoriert Menschen, die ihr nicht nahestehen, oft einfach.
Seit ihrer Aufnahme an der Akademie hielt sie Abstand zu anderen und wurde wegen ihrer abweisenden Art schnell zur Außenseiterin.
Ihre einzige enge Freundin zu Beginn der Handlung ist Kirche Augusta Frederica von Anhalt Zerbst.
Wenn Kirche mit Problemen zu ihr kommt, hilft Tabitha ihr meist ruhig und zuverlässig, kommentiert aber auch trocken, wenn etwas unsinnig ist.
Trotz ihrer kleinen Statur ist Tabitha eine erstaunliche Vielfraßin.
Was man ihr vorsetzt, isst sie in der Regel vollständig auf, selbst Speisen, die andere kaum herunterbekommen.
In der Animefassung wird außerdem erwähnt, dass sie Angst vor Geistern hat.
Im Original nutzt sie eine solche Angst eher als Schauspiel, um die Aufmerksamkeit ihres heimlichen Schwarms zu gewinnen.
Tabitha ist eine Wind-Magierin der Triangle-Klasse und gehört an der Akademie eindeutig zur Elite.
Nach Band 10 entwickelt sie sich sogar zur Square-Klasse weiter.
Ihre Spezialität ist die Verbindung von Wind- und Wasserzaubern, wodurch sie besonders mächtige Eis- und Schneemagie einsetzen kann.
Daher stammt auch ihr Beiname „Schneewind“.
Schon mit zwölf Jahren konnte sie den Line-Zauber „Javelin“ verwenden.
Das zeigt, wie außergewöhnlich frühreif und talentiert sie als Magierin ist.
Zu ihren bekannten Zaubern gehören Windy Icicle und Javelin.
Mit fünfzehn Jahren erhielt sie den Adelstitel einer Chevalière, was ihren Rang und ihre Fähigkeiten zusätzlich unterstreicht.
Tabitha ist im direkten Kraftvergleich nicht die stärkste Kämpferin, aber sie ist unglaublich schnell.
Da sie klein und leicht ist, kann sie sich im reinen Nahkampf sogar schneller bewegen als Wardes.
Laut Derflinger ist sie kein Typ, der einen Gegner frontal niederzwingt.
Sie kämpft eher wie eine Assassinin, wartet auf Lücken und entscheidet den Kampf in einem einzigen Augenblick.
Ihre Anzahl an Angriffen und ihre Geschwindigkeit sind außergewöhnlich.
Die Durchschlagskraft einzelner Techniken ist jedoch vergleichsweise gering.
Tabithas richtiger Name lautet Charlotte Hélène d’Orléans.
Sie ist eine Prinzessin des Königreichs Gallia und gehört zur königlichen Familie.
Ihr Vater war Charles, Herzog von Orléans und jüngerer Bruder des Königs.
König Joseph von Gallia ist ihr Onkel.
Joseph ließ ihren Vater ermorden.
Ihre Mutter wurde außerdem durch ein elfisches Gift geistig zerstört und anschließend im Anwesen der Familie Orléans eingesperrt.
Der Name „Tabitha“ stammt von einer Puppe, die ihre Mutter Charlotte schenkte, bevor sie den Verstand verlor.
Nach dem Gift hielt die Mutter die Puppe für ihre Tochter Charlotte und fürchtete ihre echte Tochter als angebliche Attentäterin des Königs.
Weil ihre eigene Mutter sie nicht mehr als Tochter erkannte, begann Charlotte, sich selbst Tabitha zu nennen.
Ursprünglich war sie ein fröhliches und lebhaftes Mädchen.
Nach dem Mord an ihrem Vater und dem Wahnsinn ihrer Mutter verschloss sie jedoch ihr Herz und schwor Rache an Joseph.
Tabitha wird beinahe wie eine Last nach Tristain geschickt und dort als Austauschschülerin untergebracht.
Die Tatsache, dass sie aus Gallia stammt, ist an der Akademie dennoch kaum bekannt.
Schon früh wird sie wegen ihrer kühlen Art zu einem Duell herausgefordert.
Dabei zeigt sie so überwältigende Stärke, dass die meisten Mitschüler danach lieber Abstand halten.
Sie ist eine Klassenkameradin von Louise Françoise Le Blanc de La Vallière und Kirche Augusta Frederica von Anhalt Zerbst.
Besonders zu Kirche entwickelt sie eine echte Freundschaft, obwohl Tabitha diese nicht mit vielen Worten zeigt.
Nach dem Verlust ihrer Familie wird Tabitha zur Ritterin unter Prinzessin Isabella, der Tochter von König Joseph.
Sie gehört zu Isabellas Nordblumengarten-Ritterorden und wird immer wieder zu gefährlichen Missionen zurückgerufen.
Viele dieser Aufträge sind so gefährlich, dass sie im Grunde darauf ausgelegt sind, Tabitha sterben zu lassen.
Trotz ihres Hasses auf Joseph befolgt sie seine Befehle lange Zeit.
Ihr Wunsch nach Rache bleibt dabei tief in ihr verborgen.
In Band 9 wird Tabitha durch Joseph und dessen Vertrauten Myoznitnirun erpresst.
Man verspricht ihr die Behandlung ihrer Mutter und zwingt sie, ihre Freunde zu verraten.
Sie hilft daraufhin bei der Entführung von Louise Françoise Le Blanc de La Vallière.
Während des Kampfes gegen Saito Hiraga erkennt sie jedoch, was ihr wirklich wichtig ist.
Durch Saitos Worte und Handlungen findet sie den Mut, den Befehl zu verweigern.
Sie stellt sich schließlich auf die Seite von Louise und ihren Freunden.
In Band 10 entzieht Joseph ihr den Rang einer Chevalière und befiehlt ihr, sich zu stellen.
Tabitha geht allein zum Anwesen der Familie Orléans und trifft dort auf den Elf Bidashal.
Gegen seine alte Magie kann sie nicht bestehen und wird gefangen genommen.
Nach ihrer Überführung zu Joseph wird sie in der Burg Ahanbra an der Grenze zwischen Gallia und den Elfen eingesperrt.
Dort soll ihr mit demselben Mittel wie ihrer Mutter der Geist ausgelöscht werden.
Saito Hiraga und seine Gefährten retten sie jedoch rechtzeitig.
Nach dieser Rettung öffnet sich Tabitha etwas mehr als zuvor.
Sie spricht häufiger, bringt Saito von sich aus Lesen und Schreiben bei und zeigt eine sanftere, aktivere Seite.
Als Kind liebte Tabitha die Geschichte vom „Helden von Ivaldi“.
Insgeheim träumte sie davon, einmal wie eine gefangene Prinzessin von einem Helden gerettet zu werden.
Als Saito Hiraga sie tatsächlich rettet, sieht sie in ihm genau diesen Helden.
Aus Dankbarkeit, Bewunderung und echter Zuneigung entwickelt sie Gefühle für ihn.
Diese Gefühle bleiben lange bestehen, auch wenn Saito mit Louise Françoise Le Blanc de La Vallière verbunden ist.
Am Ende akzeptiert Tabitha Saitos Glück und zieht sich mit den Worten zurück, dass es genüge, wenn er glücklich sei.
In Band 15 wird Tabitha von Julio, dem Vertrauten des Papstes von Romalia, beeinflusst.
Er benutzt eine magische Puppe namens Skillnir, die wie Saito Hiraga aussieht, um sie zur Annahme der gallischen Krone zu bewegen.
Tabitha begegnet schließlich ihrem Erzfeind Joseph.
Trotz allem entscheidet sie sich jedoch dagegen, Rache zu nehmen.
Als sie erkennt, dass Romalia ihre Liebe zu Saito ausgenutzt hat, ist sie zutiefst wütend.
Dennoch nimmt sie bewusst die Rolle an, die man ihr zugedacht hat, und besteigt den Thron.
In Band 16 fängt sie ihre geflohene Cousine Isabella und versöhnt sich später mit ihr.
Mit Isabellas Hilfe als Leiterin des Nordblumengarten-Ritterordens will sie sich gegen Romalias Intrigen wappnen.
In Band 17 wird Tabitha jedoch durch Romalias Plan mit ihrer Zwillingsschwester Josette vertauscht.
In Band 18 wird sie gerettet, überlässt wegen der Krise in Halkeginia aber vorübergehend Thron und Namen an Josette.
Danach hilft sie Saito und den anderen direkt.
In dieser Phase wird sie sogar Saitos Dienstmädchen und beginnt, ihre Gefühle offener zu zeigen.
Nach der Angelegenheit um das Heilige Land verzichtet Josette auf den Thron, um mit Julio zusammen zu sein.
Dadurch wird Tabitha erneut Königin von Gallia.
In der vierten Anime-Staffel F verschiebt Tabitha ihre Krönung aus eigenem Willen.
Sie taucht stattdessen in Saitos Anwesen in d’Ornières auf und legt sich ganz selbstverständlich in sein Bett.
Durch die Angelegenheit um das Zimmer für Nebenfrauen entsteht ein Riss zwischen Saito und Louise.
Tabitha erklärt vor Louise offen, dass sie Saito glücklich machen werde.
Trotz dieser Entschlossenheit findet sie lange keinen passenden Moment, um wirklich einen Schritt weiterzugehen.
Nachdem die Frist für den Aufschub abläuft und Saito sowie Tiffania gerettet werden, kehrt sie nach Gallia zurück.
Dort findet ihre Krönung statt, und sie wird Königin.
Ihre Gefühle für Saito bleiben in der Animefassung weiterhin bestehen.
Kirche Augusta Frederica von Anhalt Zerbst ist zu Beginn der Handlung Tabithas einzige wirkliche Freundin an der Akademie.
Kirche versteht ihre stille Art besser als die meisten anderen und vertraut ihr in schwierigen Situationen.
Louise Françoise Le Blanc de La Vallière ist Tabithas Klassenkameradin und wird durch die Ereignisse der Handlung zu einer wichtigen Verbündeten.
Tabitha verrät sie kurzzeitig unter Zwang, entscheidet sich aber später klar für Louise und ihre Freunde.
Saito Hiraga ist für Tabitha Retter, Held und die Person, die ihr Herz wieder öffnet.
Ihre Zuneigung zu ihm ist ruhig, ernsthaft und oft überraschend direkt.
Sylphid ist Tabithas Vertrauter und begleitet sie treu als Winddrache.
Hinter dem Drachen steckt mit Ilkuku eine eigenwillige Persönlichkeit, die Tabithas eher stille Art lebhaft ergänzt.
Tabitha ist eine der auffälligsten Vertreterinnen des stillen, emotionsarm wirkenden Heldinnentyps.
Gerade weil sie so wenig spricht, wirken ihre kleinen Gesten und seltenen offenen Worte besonders stark.
In Fanwerken wird sie häufig mit Yuki Nagato verglichen oder zusammen dargestellt.
Das liegt an ähnlichen Merkmalen wie blauer Farbgebung, Schweigsamkeit, hoher Intelligenz und einer distanzierten Ausstrahlung.
Zur Zeit der großen Popularität von The Familiar of Zero wurden solche Figuren oft als „Ayanami-Typ“ beschrieben.
Tabitha gehört zu den bekanntesten Beispielen dieses Charaktertyps innerhalb der Reihe.
Im Spin-off Tabithas Abenteuer steht Tabitha selbst im Mittelpunkt.
Dort wird sie nicht nur als stille Nebenfigur gezeigt, sondern als Hauptheldin mit eigenen Missionen, Konflikten und Entwicklungen.
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