Ai Kamiyo ist eine weibliche Figur aus dem Manga Dark Gathering und eine Schülerin, die von Keitaro Gentoga als Nachhilfeschülerin betreut wird.
Name: Ai Kamiyo
Geschlecht: weiblich
Schulstufe: Erstes Jahr der Oberschule
Herkunft: Kyoto
Familienstand: Zweite Tochter der angesehenen Familie Kamiyo
Synchronstimme: Rina Kawaguchi
Ai ist ein helles, altersgemäßes Mädchen mit einem gyaruartigen Stil und auffälligen, sternförmigen Mustern in beiden Augen.
Diese Sternzeichen in ihren Iriden sind jedoch keine modische Spielerei, sondern ein Zeichen dafür, dass sie einem Gott gehört.
Sie zieht von Natur aus böse Geister an, bleibt selbst aber oft unversehrt.
Stattdessen trifft das Unglück meist die Menschen in ihrer Umgebung, weshalb ihre Familie sie für eine Quelle von Katastrophen hält.
Noch als Oberschülerin beginnt sie deshalb, allein in Tokio zu leben.
Nach außen wirkt Ai fröhlich und zugänglich, doch innerlich hat sie sich fast damit abgefunden, anderen besser nicht zu nahe zu kommen.
Ai ist in Wahrheit die gegenwärtige Opferkandidatin der Familie Kamiyo.
Die Familie steht in einem Vertrag mit Taisei Seikun, einem unheilvollen Gott aus dem Daoismus.
Sobald Ai 20 Jahre alt wird, soll sie als Braut diesem Gott dargebracht werden.
Die sternförmigen Zeichen in ihren Augen sind der Beweis für diese Verbindung.
Ihr angebliches Unglückstalent entsteht durch die Energie von Taisei Seikun.
Gleichzeitig schützt dieser Göttergeist sie bis zum Tag der Opferung, wodurch Ai lange den Eindruck hat, er sei eine Art Schutzgeist.
Besonders problematisch ist, dass der Gott andere Männer von ihr fernhalten will.
Selbst Männer, die nur zufällig in ihrer Nähe sind oder etwa die Freunde ihrer Freundinnen sind, können von Unglück getroffen werden.
Ai erscheint erstmals in Episode 9 als zweite Nachhilfeschülerin von Keitaro Gentoga.
Sie bittet Keitaro und Yayoi Hozuki wegen ihres Unglückskörpers und wegen des Todes ihres älteren Bruders um Hilfe.
Nachdem die beiden ihr zunächst helfen können, beginnt Ai, ihnen zu vertrauen.
Später kehrt sie für die 49-Tage-Gedenkzeremonie ihres Bruders nach Kyoto zurück.
Auf der Rückfahrt wird der Shinkansen jedoch in einen Kampf zwischen Taisei Seikun und Kuubou verwickelt und entgleist.
Ai überlebt dank des göttlichen Schutzes nahezu unverletzt, doch viele andere Menschen werden verletzt oder getötet.
Nach dem Unfall wird sie im Kyoto Central Hospital aufgenommen.
Da die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie direkt dem Gott geopfert wird, beschließt Yayoi, Taisei Seikun zu vernichten.
Damit beginnt der Handlungsbogen um den Sturz des Gottes.
Ais bekannte Familie besteht aus ihrem Vater, ihrer Mutter und ihrem älteren Bruder.
Außerdem wird eine Tante erwähnt, die bereits seit längerer Zeit verstorben ist.
Wegen ihres Unglücks wird Ai in Kapitel 10 von ihrem Vater direkt aus dem Elternhaus gedrängt.
Er sagt ihr sinngemäß, dass alle in der Familie unglücklich würden, solange sie da sei, und dass sie deshalb gehen müsse.
Ai zieht daraufhin mit ihrem Bruder aus, der gerade eine Arbeitsstelle gefunden hat.
Ihr Bruder kennt ihre Situation, bleibt aber dennoch liebevoll an ihrer Seite, weshalb Ai sehr an ihm hängt.
Als ihr Bruder bei einem Unfall stirbt, weil er sie schützt, gibt Ai sich selbst die Schuld.
Später glaubt sie sogar, sein Geist hasse sie, weil er sie angreift, was ihre Schuldgefühle noch verstärkt.
Nach dem Zugunglück wird Ai in einem Einzelzimmer des Kyoto Central Hospital isoliert.
Ihre Familie möchte sie nicht nach Hause zurückholen und nutzt eine längere Untersuchung als Vorwand, um sie dort festzuhalten.
In Kapitel 33 versucht Keitaro über seine Nachhilfe-Arbeitsstelle, Ais Zustand zu überprüfen.
Die Mutter lehnt jedoch einseitig ab und teilt mit, dass er sie nicht besuchen solle.
Kurz darauf meldet sich Ai direkt bei Keitaro, wodurch ihr Aufenthaltsort und ihr Zustand bekannt werden.
Yayoi vermutet später, dass Ais Familie entweder extrem wohlhabend, sehr einflussreich oder beides ist.
Da die Familie Ai nicht zur Adoption freigegeben, sondern unter minimaler Kontrolle behalten hat, schließt Yayoi auf eine Verbindung zwischen der Familie Kamiyo und dem Gott.
Ais sternförmige Augen sind eines ihrer markantesten Merkmale.
Sie zeigen an, dass sie als Besitz des Gottes markiert ist.
Wenn der Einfluss des Gottes durch eine Versiegelung oder ähnliche Mittel unterbrochen wird, verschwinden die Zeichen.
Sobald seine Macht zurückkehrt, erscheinen sie jedoch sofort wieder.
In Ais Träumen erscheint ihre verstorbene Tante, die ebenfalls sternförmige Muster in den Augen hatte.
Das legt nahe, dass sie möglicherweise die frühere Braut des Gottes war.
Am Ende des entsprechenden Handlungsbogens schließen Yayoi und Kyusaku einen neuen Vertrag mit Taisei Seikun.
Dadurch endet der alte Vertrag zwischen dem Gott und der Familie Kamiyo.
Infolge davon verschwinden die sternförmigen Male aus Ais Augen.
Für Ai bedeutet das einen entscheidenden Bruch mit dem Schicksal, das ihr seit ihrer Geburt auferlegt wurde.
Ai ist eine Figur, die auf den ersten Blick wie ein fröhliches, stylisches Mädchen wirkt.
Gerade dieser Kontrast macht sie so auffällig, denn hinter ihrer lockeren Art steckt ein schweres, religiös geprägtes Opfer-Schicksal.
Ihre Geschichte verbindet Familienfluch, göttliche Besessenheit und persönliche Einsamkeit.
Dabei bleibt sie keine bloße „verfluchte Schülerin“, sondern ein Mädchen, das trotz Angst und Schuldgefühlen nach Hilfe greift.
Ai Kamiyo hat eine auffällige Gemeinsamkeit mit Ai Hoshino aus dem Manga Oshi no Ko.
Beide sind schöne Mädchen namens Ai und besitzen von Natur aus sternförmige Muster in beiden Augen.
Bemerkenswert ist, dass ihre ersten Auftritte nur wenige Monate auseinanderliegen.
Ai Kamiyo erschien Ende 2019, während Ai Hoshino im Frühjahr 2020 debütierte.
Da Manga-Serien lange Vorbereitungszeiten haben, gilt diese Ähnlichkeit sehr wahrscheinlich als Zufall.
Trotzdem ist die Überschneidung der Merkmale erstaunlich präzise.
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