Shiranui ist ein männlicher Nebencharakter aus MAO, ein Wasser-Onmyōji und ehemaliger Diener des Hauses Gokō, der als älterer Mitschüler von Mao und jüngerer Mitschüler von Masago eine zwiespältige Rolle zwischen Vergangenheit und Gegenwart spielt.
Shiranui war einst ein Onmyōji im Dienst des Hauses Gokō und gehörte zu den älteren Mitschülern von Mao.
Er beherrscht die Wassertechniken und bezeichnet sich selbst mit der Ich-Form „ore“.
Unter den Schülern galt er als wenig begabt, und seine Fähigkeiten in der Onmyō-Kunst wurden selbst von seinem Umfeld gering eingeschätzt.
Mao erklärte sogar, Shiranui sei für ihn „nicht der Rede wert“, während auch ihr Meister ihn eher kühl behandelte.
Tatsächlich ist Shiranui jedoch der leibliche Sohn seines Meisters.
Als Masago, für die Shiranui heimlich Gefühle hegte, fliehen wollte, versuchte er sie aufzuhalten.
Dabei wurde er Zeuge ihres Sterbens und in den Kreis der Fünf-Farben-Halle einbezogen.
Am Tag des Untergangs des Hauses Gokō verlor er durch den außer Kontrolle geratenen Angriff von Mao beide Beine.
Seine heutigen Beine stammen von einem beschworenen Wasserdrachen, dessen Gestalt er als Ersatz nutzt.
In der Taishō-Zeit tritt Shiranui erneut unter dem Namen des Hauses Gokō auf.
Er hat sich inzwischen auf Auftragsmorde durch Fluchzauber eingelassen.
Gemeinsam mit Yurako und Hakubi verfolgt er das Ziel, das Haus Gokō wiederauferstehen zu lassen.
Dafür macht er Jagd auf Mao, um das geheime Schatzartefakt des Herrschers des Totenreichs in seine Hände zu bekommen.
Sein eigentliches Ziel ist es, Mao das Wissen über dieses Geheimnis zu entreißen und zum wahren Nachfolger des Hauses Gokō zu werden.
Gerade dieser Ehrgeiz macht ihn zu einer gefährlichen und tragischen Figur zugleich.
Shiranui wirkt wie jemand, der lange übersehen und unterschätzt wurde.
Seine Geschichte ist stark von Zurücksetzung, familiären Verstrickungen und unerfüllten Gefühlen geprägt.
Früher sprach er noch in gewöhnlicher Weise.
In der Gegenwart verwendet er dagegen einen Dialekt aus Kyoto beziehungsweise dem Kansai-Raum.
Dieser Sprachwechsel unterstreicht, wie sehr er sich im Lauf der Zeit verändert hat.
Er erscheint dadurch markant, eigenwillig und leicht wiedererkennbar.
Shiranui wird von Kazuyuki Okitsu gesprochen.
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