Dera ist der gegenwärtige Hausherr der Familie Tadera und dient als Bangkowono des Ostdorfs, also als eine Art verdeckter Spezialagent und Aufpasser im Dienst des Dorfes. In Daemons of the Shadow Realm gehört er zu den wenigen Erwachsenen, die Yuru nicht als Werkzeug sehen, sondern ihm ein freies Leben wünschen.
Name: Dera
Geschlecht: männlich
Spitzname: Dera-san
Synchronsprecher: Yuuichi Nakamura
Alter: vermutlich etwa 35 Jahre
Dera lebt normalerweise in der Unterwelt und tritt dort als Händler auf.
Er besucht das Ostdorf regelmäßig, um Medikamente, Gemüsesamen und andere Waren zu tauschen.
Während eines solchen Aufenthalts wird das Ostdorf jedoch von der Familie Kagemori angegriffen.
Dera rettet Yuru und flieht gemeinsam mit ihm in die Unterwelt.
Grundsätzlich gilt für ihn eine klare Haltung: Solange niemand in seinen Bereich eingreift, hält er sich selbst zurück.
Er besitzt derzeit keinen eigenen Tsugai.
Wie Hana stammt auch Dera ursprünglich aus dem Ostdorf.
Mit der dort verbreiteten Vorstellung, die Macht der legendären Zwillinge müsse das Ostdorf zur Herrschaft führen, konnte er sich jedoch nie anfreunden.
Nach außen erfüllt er seine Pflichten gegenüber dem Dorf.
Insgeheim hofft er aber, dass Yuru und Asa ihren eigenen Weg gehen können.
Der Titel Bangkowono verwendet zwar einen Begriff, der ursprünglich einen niedriggestellten Diener bezeichnet.
In der Praxis ist Dera jedoch eher als Spion, Agent und verdeckter Operateur des Ostdorfs zu verstehen.
Die Familie Tadera erfüllt diese Aufgaben seit Generationen.
Dera ist der aktuelle Vertreter dieser Linie.
Zu Beginn tarnt er sich als Hausierer mit Schnurrbart.
Später verändert er sein Äußeres, um unterzutauchen, und nimmt sein heutiges Erscheinungsbild an.
Er wirkt meist locker, schwer zu greifen und ein wenig wie ein Lebemann.
Gerade das macht es leicht, seine gefährliche Seite zu unterschätzen.
Dera ist scharfsinnig und erfahren.
Schon einfache Beschattung bemerkt er schnell, und mit Schusswaffen wie Gewehren geht er äußerst sicher um.
Trotzdem hat er auch eine ziemlich heruntergekommene Seite.
Er verfällt dem Pferderennsport, verspielt dabei große Summen und zeigt damit deutlich seine Schwäche für riskante Vergnügungen.
Seine lockere Lebenshaltung hängt auch mit seiner Vergangenheit zusammen.
Als ehemaliger Söldner hat er die Einstellung verinnerlicht, dass man sein Geld lieber ausgeben sollte, bevor man stirbt.
Vor etwa zehn Jahren wurde Dera von Rouei zurückgerufen, um das Familiengeschäft zu übernehmen.
Davor war er im Ausland als Söldner tätig.
Später erfährt er, dass sein Vater ein verborgenes dreizehnjähriges Kind hat.
Da ihn der Altersunterschied von 22 Jahren sichtbar überrascht, lässt sich daraus schließen, dass Dera ungefähr 35 Jahre alt ist.
Viele Angehörige des Ostdorfs wollen Yuru einmal töten, damit er die Macht des „Siegels“ erlangt und dem Dorf zur Vorherrschaft verhilft.
Dera lehnt diese Opferlogik entschieden ab.
Aus eigenem Antrieb versteckt er Yuru in seiner Wohnung.
Damit macht er sich bei anderen Funktionsträgern, die ebenfalls im Geheimen für das Ostdorf arbeiten, zum Verräter.
Für Yuru wird Dera dadurch zu einem der wenigen wirklich verlässlichen Erwachsenen.
Praktisch übernimmt er sogar die Rolle eines Beschützers und Erziehungsberechtigten.
Auch Asa gegenüber wünscht er sich kein Leben als Werkzeug des Dorfes.
Er möchte, dass beide Kinder selbst entscheiden können, wie sie leben wollen.
Eine wichtige Enthüllung betrifft Deras Vater Rouei Tadera.
Er war jener Mann, der Yuru und Asas Eltern einst bei der Flucht aus dem Ostdorf half.
Nach der Trennung heiratete Rouei offenbar erneut, und zwar eine äthiopische Frau.
Dadurch wird bekannt, dass Dera einen ihm bislang unbekannten Halbbruder hat und dass sein Vater noch am Leben ist.
Diese Enthüllung zeigt, wie stark Deras Familie mit dem Ursprung der Handlung verknüpft ist.
Sein Vater steht damit an einem entscheidenden Ausgangspunkt der Ereignisse.
Dera kann Tsugai ganz normal sehen.
Daraus lässt sich schließen, dass er früher selbst einen Vertrag mit einem Tsugai besaß.
Zurzeit hat er jedoch keinen persönlichen Vertragspartner.
Zwar verfügt die Familie Tadera über einen eigenen Tsugai, doch dieser ist nicht direkt an Dera als Einzelperson gebunden.
Der Grund dafür liegt in seiner Vergangenheit als Söldner.
Damals wurde sein Vertragstsugai auf dem Schlachtfeld vernichtet, als es ihn schützte.
Dieser Verlust verfolgt ihn bis in die Gegenwart.
Auch mehr als zehn Jahre später hat er keinen neuen Tsugai-Vertrag geschlossen.
Für die Welt von Daemons of the Shadow Realm dient unter anderem das Werk Legenden von Tōno als Inspirationsquelle.
Darin taucht ein Ort namens Dendera-Feld auf, der mit der Legende des Aussetzens alter Menschen verbunden ist.
Der Name der Familie Tadera erinnert klanglich an diesen Ortsnamen.
Darin lässt sich vermutlich ein bewusstes Wortspiel oder eine literarische Anspielung erkennen.
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