Banehige ist ein männlicher A‑Klasse‑Held der Heldenvereinigung im Manga „One Punch Man“ (Zeichner-Version von Yusuke Murata), der durch seinen federnd gezwirbelten Kaiserbart, sein elegantes Auftreten und seine rapierbasierte Fechtkunst auffällt.
Banehige ist zunächst A‑Klasse Rang 33 und steigt später auf Rang 28 auf.
Er ist etwa 47 Jahre alt und tritt ausschließlich in der Murata-Zeichenversion der Reihe auf.
Er entstammt einer angesehenen Familie, lehnt aber ein vorgezeichnetes „Schienensystem‑Leben“ mit sicherer Konzernkarriere ab.
Stattdessen entscheidet er sich bewusst für den riskanteren, aber für ihn erfüllenderen Weg als professioneller Held.
Neben seiner Heldenarbeit betreibt er als Hobby und Nebenberuf ein eigenes Café.
Sein Erscheinungsbild ist stets gepflegt: Er trägt meist einen Smoking und wirkt in Verhalten und Sprache wie ein altmodischer Gentleman.
Im offiziellen Ranking übernimmt er von der Heldenvereinigung die Zuständigkeit für Z‑Stadt im Rahmen regulärer Gefahren- und Schadensanalysen.
Er ist eng mit dem A‑Klasse‑Helden Ougon Ball befreundet, mit dem er häufig gemeinsam agiert.
Banehige tritt höflich, kultiviert und bodenständig auf.
Er behandelt sowohl Kollegen als auch Zivilisten respektvoll und wahrt selbst im Kampf eine gewisse Etikette.
Seine Herkunft aus einem alten, wohlhabenden Haus gibt ihm eigentlich alle Chancen für ein ruhiges, privilegiertes Leben.
Gerade diese Sicherheit empfindet er jedoch als langweilig und fremdbestimmt, weshalb er bewusst das unberechenbare Heldenleben wählt.
Das von ihm geführte Café ist dabei Ausdruck seiner persönlichen Vorlieben.
Es dient ihm als Ort der Entspannung, als Treffpunkt und als bürgerliche Tarnung gegenüber der normalen Bevölkerung.
Trotz seines dezenten Auftretens besitzt er ein ausgeprägtes Pflichtgefühl gegenüber der Heldenvereinigung.
Die Übernahme der Z‑Stadt im Rahmen der regelmäßigen Gefahrenuntersuchungen zeigt, dass man ihm logistische Verantwortung zutraut.
Zugehörigkeit zum Schwertheiler-Kreis
Banehige ist ein ehemaliger Schwertkämpfer und gehört zu einer der angeschlossenen Schulen der Organisation der Schwertmeister, dem sogenannten „Schwertheiler-Kreis“.
Er ist Schüler von Nichirin, einer der Spitzenfiguren dieser Schwertkämpfergemeinschaft.
Nichirin bezeichnet Banehige ausdrücklich als „Genie“, was dessen außergewöhnliches Talent unterstreicht.
Auch der menschliche Monsterjäger Garou erkennt seine Fähigkeiten an und respektiert ihn als Gegner.
In der Heldenhierarchie wird Banehige offiziell nur im unteren Bereich der A‑Klasse geführt.
Sein Meister stellt jedoch klar, dass diese Einstufung seine wahre Stärke nicht widerspiegelt, sondern vor allem durch die Einschränkungen seiner Technik im Stadtgebiet entsteht.
Waffentyp und Grundstil
Banehiges Waffe ist ein spezielles Rapier bzw. ein modifizierter Degen, der sich wie eine Feder oder Spirale verhält.
Er kämpft im Stil des Fechtens, mit schnellen Vorstößen, präzisen Stichen und hoher Beweglichkeit.
Er kann seine Klinge scheinbar wie durch einen Zauber hervorholen, was seine Angriffe überraschend und schwer vorhersehbar macht.
Seine Grundtechnik kombiniert klassische Schwertkunst mit unorthodoxer, „federnder“ Klingenmechanik.
Eine Besonderheit ist, dass die abgeschossene Klinge nach ihrem Einsatz wieder zu ihm zurückkehrt, auch wenn das genaue physikalische oder technische Prinzip dahinter nicht erklärt wird.
In der Anime-Adaption wird dies so dargestellt, als würde sich die Klinge tatsächlich verlängern und wieder zusammenziehen.
Spezialtechnik: „Tom Bowie“ (Tritt-Null-Brutalität)
Seine bekannteste Technik ist der Spezialangriff „Fumu Boui“, der im Deutschen mit dem phonetisch ähnlichen Namen „Tom Bowie“ umschrieben werden kann.
Dabei wird die Klinge seines Rapiers spiralförmig zusammengedrückt, um anschließend wie eine gespannte Feder in gerader Linie abzuschießen.
Dieser Stoß besitzt eine außergewöhnliche Reichweite und Durchschlagskraft.
Anhand der Position von Strommasten in der Szene lässt sich abschätzen, dass die Reichweite mindestens 200 Meter beträgt.
Auf dieser Distanz durchschlägt der Klingenstoß mühelos Objekte wie Laternenpfähle, Strommasten oder Briefkästen und hinterlässt saubere Löcher.
Damit eignet sich die Technik hervorragend, um Gegner auf mittlere bis große Distanz zu überraschen oder ganze Reihen von Zielen zu durchbohren.
Die große Stärke von „Tom Bowie“ ist gleichzeitig seine größte Schwäche.
Die enorme Durchschlagskraft macht die Technik in dicht besiedelten Stadtgebieten extrem gefährlich, da leicht Unbeteiligte getroffen werden oder Kollateralschäden entstehen können.
Nichirin erklärt, dass Banehige gerade aufgrund dieser Einschränkung im urbanen Umfeld „am unteren Ende der A‑Klasse festhängt“.
In der Praxis kann er seinen stärksten Angriff nur einsetzen, wenn sich keine Zivilisten in der Schusslinie befinden und ausreichend freie Fläche zur Verfügung steht.
Fortgeschrittene Technik: „Tom Bowie – Sturm“ (Fumu Bouui)
Im Kampf gegen die Monstervereinigung demonstriert Banehige eine weiterentwickelte Version seiner Spezialtechnik.
Diese trägt den Namen „Fumu Bouui“, sinngemäß „Tom Bowie – Sturm“, und besteht aus einer Serie schnell nacheinander ausgeführter Klingenabschüsse.
Mit dieser Technik verwandelt er seine Rapierattacken in ein regelrechtes Sperrfeuer aus durchdringenden Stichen.
Sein Ziel ist dabei vor allem die Überzahl kleinster Ziele – ideal gegen Gegner wie Black Sperm, der sich in zahllose Einzelkörper aufteilen kann.
In der weitläufigen Umgebung der Monstervereinigungsbasis wird die ansonsten problematische Durchschlagskraft zu seinem größten Vorteil.
Er durchbohrt eine große Anzahl der Teilkörper von Black Sperm und reduziert dessen zahlenmäßige Überlegenheit deutlich.
Diese Szene zeigt eindrucksvoll, dass Banehige unter den richtigen Rahmenbedingungen durchaus das Potenzial hat, mit Monsterbedrohungen vom Katastrophenlevel „Drache“ mitzuhalten.
Auch hier wird deutlich, wie sehr seine Leistung vom jeweiligen Kampffeld und dessen Bevölkerungsdichte abhängt.
Offiziell ist Banehige „nur“ ein A‑Klasse‑Held im unteren Bereich, zunächst auf Rang 33, später auf Rang 28.
Reine Statistik und öffentliche Wahrnehmung lassen ihn damit schwächer erscheinen, als er in Wirklichkeit ist.
Mehrere Figuren im Werk, darunter Nichirin und Garou, weisen jedoch deutlich darauf hin, dass seine Fähigkeiten diese Einstufung übertreffen.
Nichirin betont, dass sein Schüler im Grunde nur durch den fehlenden Einsatzbereich seiner Technik in Städten ausgebremst wird.
Garou, der Banehige im Kampf gegenübersteht, bemerkt, dass seine Art zu kämpfen nicht gut zur engen, bebauten Umgebung passt.
Er sagt sinngemäß, dass Banehige in einer anderen Art von Schlachtfeld erheblich gefährlicher wäre.
Auch Iaian, A‑Klasse Rang 2 und ebenfalls Schüler von Atomic Samurai, tritt Banehige mit Respekt gegenüber.
Dass ein höher eingestufter Held diese Haltung zeigt, legt nahe, dass Banehige in puncto reiner Schwertkunst mindestens auf Augenhöhe mit Iaian ist, wenn nicht darüber.
Einsatz in Z‑Stadt gegen Kombu Infinity
Bei seinem ersten Auftritt wird Banehige gemeinsam mit Ougon Ball im Rahmen einer Untersuchungseinheit nach Z‑Stadt geschickt.
Diese Stadt gilt aufgrund der häufigen Monsterangriffe fast als Geisterstadt, in der angeblich ein besonders gefährliches „Monster“ haust.
Vor Ort stoßen sie jedoch nicht auf den mysteriösen Bewohner der Gegend (der in Wahrheit Saitama ist), sondern auf den Monstergegner Kombu Infinity.
Es kommt zum Kampf, bei dem Ougon Ball relativ schnell überwältigt wird.
Banehige beweist dagegen, dass er die Angriffe von Kombu Infinity mit bemerkenswerter Präzision abwehren und umlenken kann.
Trotzdem wird sein Ass im Ärmel, der „Tom Bowie“-Stoß, von Kombu Infinity überraschend schnell durchschaut und gekontert.
In der Folge zieht sich der Kampf in die Länge und wird zum Ausdauerduell.
Am Ende muss Banehige der Erschöpfung Tribut zollen und geht zu Boden, nachdem sein stärkster Angriff bereits wirkungslos gemacht wurde.
Da die Gruppe zuvor Verstärkung angefordert hat, werden Banehige und Ougon Ball rechtzeitig von anderen Helden geborgen.
Sie überleben, während Kombu Infinity kurz darauf von Saitama ohne große Mühe besiegt wird, noch bevor weitere Helden eintreffen.
Diese Episode ließ Banehige anfangs wie einen „Verlierer“ erscheinen, der an einem relativ niedrig eingestuften Monster scheitert.
Später zeigt sich aber, dass die Gefahreneinschätzung von Kombu Infinity wahrscheinlich zu niedrig angesetzt war und Banehige in Wahrheit deutlich stärker ist, als der erste Auftritt suggeriert.
Kampf gegen Garou zum Schutz von Ougon Ball
Bei einem späteren Auftritt wird Ougon Ball von Garou ins Visier genommen.
Banehige erscheint rechtzeitig, um seinen Freund zu schützen, und stellt sich Garou entschlossen entgegen.
Mit extrem schnellen Hieben setzt er Garou unter Druck und zwingt ihn zu schnellen Ausweich- und Sprungbewegungen.
Als Garou in die Luft ausweicht, greift Banehige den Moment für einen gezielten „Tom Bowie“-Stoß nach oben auf.
Garou opfert jedoch seine linke Hand, um die Attacke abzufangen und den Stoß zu kontrollieren.
Anschließend nutzt er den entstandenen Abstandsvorteil, um blitzschnell zu Banehige aufzuschließen und ihn mit einem Schlag bewusstlos zu schlagen.
Aus Garous Bemerkungen wird deutlich, dass er Banehiges Technik bereits analysiert und vorausgesehen hat, dass ein Luftziel mit einem Distanzstoß angegriffen werden würde.
Zugleich erkennt Garou ausdrücklich an, dass Banehige auf einem anderen Terrain – mit mehr Platz und weniger Zivilisten – ein extrem gefährlicher Gegner wäre.
Monstervereinigung: Schlacht gegen Black Sperm und Verlust von Nichirin
Im großen Feldzug der Heldenvereinigung gegen die Monstervereinigung ist Banehige als Vertreter der Schwertheiler-Schüler beteiligt.
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