Mushoku Tensei: Jobless Reincarnation (無職転生 〜異世界行ったら本気だす〜) ist eine epische Anime-Fernsehserie, die auf der gleichnamigen Light-Novel-Reihe von Rifujin na Magonote basiert. Die Serie zeichnet die Wiedergeburt eines hoffnungslosen, arbeitslosen Mannes in einer Welt voller Schwerter und Magie nach, wo er entschlossen ist, diesmal sein Leben ernst zu nehmen.
Ein neues Studio für ein episches Projekt
Um die langfristige und planvolle Adaption dieser umfangreichen Geschichte zu gewährleisten, wurde eigens das Animationsstudio Studio Bind gegründet. Es entstand 2018 als Joint Venture zwischen White Fox und Egg Firm und trägt die alleinige Verantwortung für die Animation der gesamten Serie.
Regie und Drehbuch (Staffel 1)
Die erste Staffel stand unter der Leitung von Manabu Okamoto, der auch die Serienkomposition übernahm. Okamoto legte großen Wert darauf, die Vorlage nicht unnötig zu verändern, um die Fans zufriedenzustellen.
Die von Manabu Okamoto gewählte Herangehensweise an die beiden Hauptaspekte der Hauptfigur war:
Der Mann aus dem früheren Leben: Ein Nihilist, dem die Meinung anderer aber nicht egal ist, individualistisch und ohne Ehrgefühl – Eigenschaften, die für viele männliche Zuschauer nachvollziehbar sein sollten.
Rudeus Greyrat: Die schnelle innere und äußere Entwicklung eines Kindes als fließenden Verlauf darzustellen, war das erklärte Ziel.
Der Autor der Vorlage, Rifujin na Magonote, war bei jedem Drehbuchtreffen anwesend und wurde vom Regisseur als äußerst kooperativ und respektvoll gegenüber dem Produktionsteam beschrieben.
Regie und Serienkomposition (Staffel 2)
In der zweiten Staffel wechselte die Regie. Für den ersten Teil war Hiroki Hirano verantwortlich, der zuvor als Assistenzregisseur tätig war, für den zweiten Teil Ryōsuke Shibuya.
Die Serienkomposition für die zweite Staffel übernahm Toshiya Ōno, der für seine einfühlsamen Charakterdarstellungen bekannt ist. Ōno las die gesamte Romanreihe, bevor er mit der Arbeit begann, und war besonders von der aufrichtigen Darstellung der universellen Erfahrungen eines Heranwachsenden angetan.
Charakterdesign
Das Charakterdesign der ersten Staffel stammt von Kazutaka Sugiyama, später unterstützt von Mizuki Takahashi. Für die zweite Staffel wurden Yoshiko Saitō und Sanae Shimada mit dem Design betraut.
Besonders Shigetaka, der für das junge Rudeus verantwortlich war, ließ sich bei seiner Arbeit von seinem eigenen, gleichaltrigen Kind inspirieren.
Eine komplett erfundene Sprache
Für die Serie wurden drei vollständig fiktive Sprachen entwickelt: Menschensprache, Dämonengöttersprache und Bestiengöttersprache. Der Regisseur Manabu Okamoto hielt dies für eine Notwendigkeit der Welt.
Jede Sprache basiert auf einer realen Sprache und wurde mit einem detaillierten linguistischen System erstellt. Für die Synchronsprecher, allen voran Yumi Uchiyama (Rudeus), war dies eine enorme Herausforderung, da sie Emotionen in einer völlig neuen, ungewohnten Sprache transportieren mussten.
Ein 34-jähriger, arbeitsloser NEET, der nach dem Tod seiner Eltern von zu Hause vertrieben wird, stirbt bei einem Verkehrsunfall. Er wird als Sohn der Abenteurer Paul und Zenith Greyrat in einer fantastischen Welt wiedergeboren und trägt nun den Namen Rudeus Greyrat.
Mit den Erinnerungen an sein früheres, von Reue geprägtes Leben, ist er fest entschlossen, dieses zweite Leben mit voller Hingabe zu leben. Er lernt schnell die Sprache und beginnt heimlich, Magie zu üben.
Sein Talent wird von der Magierin Roxy Migurdia entdeckt, die seine Lehrerin wird und die er liebevoll „Meisterin“ nennt. Diese glückliche Zeit mit seiner Familie und Roxy bestärkt seinen Entschluss, in dieser Welt sein Bestes zu geben.
Rudeus Greyrat (gesprochen von Yumi Uchiyama / innerer Monolog: Tomokazu Sugita) ist der Protagonist, ein begabter Magier mit den Erinnerungen eines gescheiterten Lebens. Nach außen hin wirkt er oft brav, doch innerlich ist er ein lüsterner Taugenichts.
Roxy Migurdia (gesprochen von Konomi Kohara) ist eine Magierin des langlebigen Volkes der Migurd. Sie wirkt wie ein junges Mädchen, ist aber bereits erwachsen und wird Rudeus‘ erste und wichtigste Lehrerin.
Sylphiette (gesprochen von Ai Kayano) ist eine schüchterne Halb-Elfe mit grünen Haaren, die ihr das Leben schwer machen. Von Rudeus vor Mobbern gerettet, wird sie seine erste Freundin. Er hält sie anfangs für einen Jungen.
Eris Boreas Greyrat (gesprochen von Ai Kakuma) ist eine hitzköpfige Adelstochter mit einer Vorliebe für Gewalt. Rudeus wird ihr Hauslehrer, und sie entwickelt eine tiefe, wenn auch stürmische Bindung zu ihm.
Die Besetzung wurde durch ein vollständig neues Vorsprechen ausgewählt und nicht von früheren Hörspielen übernommen.
Rudeus Greyrat: Yumi Uchiyama
Früheres Leben: Tomokazu Sugita
Roxy Migurdia: Konomi Kohara
Sylphiette: Ai Kayano
Eris Boreas Greyrat: Ai Kakuma
Paul Greyrat: Toshiyuki Morikawa
Zenith Greyrat: Hisako Kanemoto
Ruijerd Superdia: Daisuke Namikawa
Staffel 1: Ein innovatives Konzept
Die erste Staffel verzichtete auf ein festes Opening. Stattdessen wurde die Musik über die laufende Handlung gelegt, was für eine immersive Wirkung sorgte. Yuiko Ōhara schrieb und sang alle sechs Opening- und zwei Ending-Songs. Die Lieder wechselten mit den Schauplätzen der Handlung und wurden von Regisseur Manabu Okamoto so bestellt, dass sie eher wie Filmmusik und nicht wie typische Charaktersongs wirkten.
Staffel 2: Ein fester Vorspann
In der zweiten Staffel wurde ab Folge 5 ein klassisches, eigenständiges Opening-Video eingeführt. Die Ending-Songs wurden weiterhin von Yuiko Ōhara gesungen. Stilistisch änderte sich die Musik jedoch stark, etwa durch das rockige Opening „spiral“ der Band LONGMAN.
Die Serie wurde für ihre außergewöhnlich hochwertige Produktion, die detaillierte Welt und die tiefgründige Charakterentwicklung gelobt. Die visuelle Pracht und das detaillierte Worldbuilding wurden oft mit Werken wie *Der Herr der Ringe* verglichen.
Gleichzeitig lösten die expliziten sexuellen Anspielungen und das teils fragwürdige Verhalten des Protagonisten Kontroversen aus. Kritiker bemängelten, dass diese Elemente die ansonsten reife Erzählung untergraben.
Trotz dieser Kontroversen war die Serie ein großer Erfolg. Auf der Anime-Streaming-Plattform Niconico erreichte sie während der ersten beiden Staffeln jeweils Platz 1 der Ranglisten. Zudem wurde sie mehrfach für den „Anime des Jahres“ bei den Crunchyroll Anime Awards nominiert.
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