Dororo (Pilot)

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Dororo (Pilot)
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Episoden: 1
Vertriebskanal: Spezial
Handlungsquelle: Manga
Veröffentlichungsdatum: 16. Januar 1968
Werkkategorien: Anime
Englischer Name: Dororo (Pilot)
Japanischer Name: どろろ(パイロット)
Chinesischer Name: 多罗罗(试播版)
Koreanischer Name: 도로로(파일럿)
Romanisierter Name: Dororo (Pilot)
Ressourcen: Offizielle Webseite

Charaktere (32)

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Hyakkimaru
Hyakkimaru
Geschlecht: MännlichAlter: 16
Synchronsprecher: Hiroki Suzuki
Jorogumo
Jorogumo
Geschlecht: Weiblich
Synchronsprecher: Yuuko Kaida
Mio
Mio
Geschlecht: Weiblich
Synchronsprecher: Nana Mizuki
Dororo
Dororo
Geschlecht: Weiblich
Synchronsprecher: Rio Suzuki
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Anime-Serie

Dororo
Dororo
Veröffentlichungsdatum: 6. April 1969
Dororo (Manga)
Dororo (Manga)
Veröffentlichungsdatum: 7. Januar 2019
Veröffentlichungsdatum: [[[anime.release_date]]]

Produktionsmitarbeiter (6)

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Osamu Tezuka
Osamu Tezuka
Originalschöpfer
Gisaburou Sugii
Gisaburou Sugii
Regisseur
Yoshitake Suzuki
Yoshitake Suzuki
Design
Isao Tomita
Isao Tomita
Musik
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Community-Erstellung

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Dororo ist ein legendärer Manga von Osamu Tezuka, der erstmals 1967 veröffentlicht wurde.

Im Mittelpunkt steht Hyakkimaru, ein Junge, dem 48 Körperteile von Dämonen genommen wurden.

Gemeinsam mit seinem cleveren, eigensinnigen Gefährten Dororo reist er durch das vom Krieg zerrüttete Japan der Sengoku-Zeit, um Körper und Menschlichkeit zurückzuerlangen.

Die Geschichte beeindruckt mit düsterer Fantasy, actionreichen Kämpfen gegen Yokai und tiefgreifenden Fragen nach Identität und Menschsein.

Neben der originalen Manga-Serie entstanden zahlreiche Romane, mehrere Animes, Videospiele und eine Realverfilmung.

Dororo ist bis heute eines der einflussreichsten Werke von Osamu Tezuka und ein faszinierendes Stück japanischer Popkultur.

Osamu Tezuka entwickelte Dororo in den späten 1960er Jahren während der Hochphase des Yokai-Booms in Japan.

Die Inspiration für den Titel stammt kurioserweise von der kindlichen Aussprache des Wortes „Dieb“ durch ein Kind im Bekanntenkreis des Autors.

Tezuka mischte klassische japanische Sagen mit modernen Themen wie Identität, Verlust und dem Streben nach Menschlichkeit, und schuf so einen düsteren Abenteuerstoff.

Obwohl die Serie ursprünglich im Weekly Shonen Sunday erschien, wurde sie aufgrund ihrer düsteren und für Kinder schwer zugänglichen Thematik zunächst schlecht aufgenommen und vorzeitig abgesetzt.

Die Erzählung spielt in einer fiktiven Version der Sengoku-Ära auf der Noto-Halbinsel in Japan.

Die Welt ist geprägt von Krieg, Armut, zerstörten Dörfern und exotischen, gefährlichen Yokai.

Mystische Tempel, verlassene Ruinen, dichte Wälder und zwielichtige Herrscherhäuser bilden eine dichte Kulisse.

Immer wieder kreuzen reale historische Elemente den Weg der Protagonisten, was der Geschichte einen unverwechselbaren Rahmen zwischen Mythos und Geschichte verleiht.

Im Zentrum steht Hyakkimaru, dessen Vater – der mächtige Kriegsherr Daigo – einem Bund mit 48 Dämonen zustimmte, um seine Gier nach Macht zu stillen.

Die Folge: Sein erstgeborener Sohn Hyakkimaru wird ohne 48 wichtige Körperteile geboren und als totgeborenes „Monster“ ausgesetzt.

Der Arzt Jukai rettet Hyakkimaru, stattet ihn mit künstlichen Gliedmaßen sowie zahlreichen Waffen aus und zieht ihn liebevoll groß.

Im Teenageralter beginnt Hyakkimaru seine Reise, um die Dämonen zu töten und seinen Körper zurückzuerlangen.

Unterwegs begegnet er Dororo, einem gewitzten, mutigen und sturköpfigen Straßenkind, das trotz eigener Notlage nie sein großes Herz verliert.

Gemeinsam bilden sie ein unzertrennliches Duo – Hyakkimaru kämpft gegen äußere und innere Dämonen, während Dororo ihr (bzw. später seine) eigene Vergangenheit und Bestimmung entdeckt.

Weder die Rückeroberung der Körperteile noch die Rache an dem grausamen Vater geraten je zum klaren Happy End – stattdessen hinterfragt die Erzählung, was Menschlichkeit eigentlich bedeutet.

  • Yokai: Übernatürliche Kreaturen, Dämonen und Geister aus der japanischen Folklore.
  • Hyakkimaru: Protagonist, dem von Geburt an fast alle Körperteile fehlen.
  • Dororo: Hyakkimarus Gefährte, ein Trickdieb mit komplexer Herkunft. Am Ende stellt sich heraus, dass Dororo biologisch weiblich ist, aber als Junge aufwächst.
  • Daigo: Hyakkimarus Vater, der seine Menschlichkeit dem Streben nach Macht opferte.
  • Jukai: Arzt, Ziehvater von Hyakkimaru, der ihn mit künstlichen Gliedmaßen versorgt.
  • Bandai, Kanekozou, Saburouta of the Dice, Maimai-onba: Wichtige Yokai- und Nebenfiguren, die auf Mythen und neuen Elementen basieren.
  • Nuinokata: Hyakkimarus Mutter, gefangen zwischen Liebe und Gehorsam.

Dororo wurde nicht nur als Manga populär, sondern auch mehrfach adaptiert:

  • Anime (1969): Die erste Schwarzweiß-Serie des Studios Mushi Productions, die sich lose am Manga orientiert, aber spezielle Eigenarten hat.
  • Anime (2019): Farbige Neuinterpretation von MAPPA und Tezuka Productions; visuell und inhaltlich deutlich düsterer und moderner, internationale Verbreitung.
  • Romanfassungen: Zwei umfangreiche Adaptionen – eine von Tsujimasa in den 1960ern, eine dreiteilige Variante von Jinzo Toriumi (2001), jede mit originellen Handlungsveränderungen.
  • Videospiele: So etwa das SEGA-PS2-Spiel (2004), das actionlastig die Monsterhatz umsetzt, und ein Adventure auf PC-8801 (1989).
  • Realfilm (2007): Moderne Live-Action-Umsetzung mit aufwendigen Spezialeffekten und Starbesetzung.

Osamu Tezuka kombinierte in Dororo seinen klassischen Zeichenstil mit einer explizit düsteren Erzählweise, was zu einem ungewöhnlichen, damals kontroversen Kunstwerk führte.

Die wechselnden Veröffentlichungen in verschiedenen Magazinen sorgten für mehrere alternative Handlungsverläufe.

Nach dem Abschluss des Mangas entwickelte Tezuka neue Erzählstränge über Einzelbände, Auftragsarbeiten und Crossover-Projekte, wodurch Dororo vielfältig weiterlebte.

Insbesondere nach Tezukas Tod wurde das Franchise regelmäßig neu interpretiert.

Für das Anime von 2019 stammt der rockige Titelsong von Asian Kung-Fu Generation; die Musik unterstreicht das historische Abenteuerfeeling mit modernen Rhythmen.

Dororo wurde 2009 mit dem Eisner Award ausgezeichnet, einem der renommiertesten internationalen Comic-Preise.

Auch in Japan und weltweit ist das Werk vielfach gelobt und als Klassiker kanonisiert worden.

Obwohl Dororo bei Erstveröffentlichung nicht sofort ein Hit war, entwickelte sich das Werk zum Kultklassiker.

Es prägte zahlreiche andere Künstler und Werke, darunter moderne Manga und Anime, Romane und Videospiele.

Der Manga wurde von Kritikern wegen seiner Fragen nach Moral, Menschlichkeit und Identität geschätzt.

Auch berühmte Autoren wie Yoshinori Kobayashi und Daiji Ohtsuka nannten Dororo als wichtige Inspirationsquelle.

In der intermedialen Popkultur gibt es Referenzen in Musik (z. B. von der Band „Muscle Girl Band“), in anderen Comics und bei diversen Pop-Ikonen.

Dororo enthält viele Parodien und Hommagen in anderen Manga – etwa in „Young Black Jack“, „Don Dracula“ oder im Crossover „Dororo to Enma-kun“.

Berühmte Motive wie das Bild des „Bannmon“-Grenzwalls spiegeln reale Mauern wie die Berliner Mauer oder die Teilung Koreas wider.

Bis heute inspiriert Dororo Künstler und Fans weltweit – nicht zuletzt, weil innere und äußere „Yokai“ zeitlos faszinierende Gegner bleiben.

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(Letzte Bearbeitung: 22. April 2026 21:30)

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