Captain Kiichi Gotō

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Captain Kiichi Gotō
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Geschlecht: Männlich
Englischer Name: Captain Kiichi Gotō
Japanischer Name: 後藤 喜一(ごとう きいち)
Chinesischer Name: 后藤喜一
Koreanischer Name: 고토 키이치
Romanisierter Name: Gotō Kiichi
Ich diesen Charakter

🎙️ Anime-Sprecher

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Ryuusuke Oobayashi
Ryuusuke Oobayashi
Japanisch(Anime、Synchronsprecher)

🎬 Erscheinende Anime

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Mobile Police Patlabor
Mobile Police Patlabor
Veröffentlichungsdatum: 25. April 1988

Charaktereinstellung

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Captain Kiichi Gotō ist ein fiktiver Polizeioffizier aus Mobile Police Patlabor, stellvertretender Polizeihauptkommissar und Kommandant der Zweiten Einheit der Sonderfahrzeugabteilung 2 der Tokioter Metropolitan Police.

Captain Kiichi Gotō stammt aus Iriya im Tokioter Stadtbezirk Taitō.

Er begann seine Laufbahn im Streifendienst, wechselte danach zum Polizeirevier Shinjuku und wurde später der Abteilung Öffentliche Sicherheit der Polizeizentrale zugeteilt, bevor er auf seinen heutigen Posten abgeschoben wurde.

Äußerlich fällt er sofort auf: zurückgekämmtes Haar, auffallend sichtbares Weiß in den Augen, markanter Kiefer und fast immer ein regungsloser Gesichtsausdruck.

Er wirkt wie ein klassischer Schurke, und genau mit diesem Eindruck spielt die Figur bewusst.

Im Alltag gibt er sich träge, ungreifbar und scheinbar desinteressiert.

Tatsächlich galt er früher in der Abteilung Öffentliche Sicherheit als außergewöhnlich scharfsinnig und war unter Kollegen als „Rasiermesser-Gotō“ sowie als berüchtigter „harter Hund“ der Polizeizentrale bekannt.

Funktion

Dienstgrad: stellvertretender Polizeihauptkommissar

Position: Kommandant der Zweiten Einheit der Sonderfahrzeugabteilung 2

Herkunft und Ausbildung

Herkunft: Iriya, Taitō, Tokio

Studium: Abschluss an einer Fakultät für Politik und Wirtschaft

Gewohnheiten und Vorlieben

Hobbys: Pferderennen, Karaoke, Angeln, Golf

Raucher: starker Raucher, bevorzugt Mild Seven

Besonderheit: trägt im Quartier oft Sandalen, da er unter Fußpilz leidet

Fahrzeuge

Dienstfahrzeug: modifizierter Honda Today der Polizei mit Turbolader

Privatwagen: Honda Civic 3-Türer Si

Gotō wirkt in fast allem antriebslos und unbeteiligt.

Gleichzeitig achtet er unauffällig auf sein Umfeld und kümmert sich mehr um seine Leute, als sein Verhalten zunächst vermuten lässt.

Er bevorzugt keine strenge Kommandoführung, sondern versucht, die Eigeninitiative seiner Untergebenen zu fördern.

Diese Haltung prägt auch die Zweite Einheit, weshalb er innerhalb der Truppe trotz seiner Nachlässigkeit recht beliebt ist.

In der Manga-Fassung hat er praktisch alle Mitglieder der Zweiten Einheit selbst aus verschiedenen Stellen zusammengeholt.

Er bezeichnet sie als seine „richtige Besetzung“ und scherzt sogar, bei einer Fehlbesetzung müsse eben der Regisseur gehen.

Seine Untergebenen sind im Schnitt jung, unerfahren und aufrichtig.

Gerade deshalb macht er sich viele Gedanken um sie und hat mitunter Mühe, sie auf unauffällige Weise zu stützen.

Grundsätzlich lässt er viel laufen.

Wenn es sein muss, kann er aber mit Nachdruck, Einschüchterung und scharfer Autorität sofort Gehorsam erzwingen.

Besonders auffällig ist sein Verhältnis zu Captain Shinobu Nagumo.

Ihr gegenüber ist er ungewöhnlich kleinlaut, vertraut ihr aber zugleich in hohem Maß.

Nur im zweiten Kinofilm wird ausdrücklich angedeutet, dass er Gefühle für sie hat.

In den meisten anderen Fassungen bleiben beide jedoch klar Kollegen.

Die Mitglieder der Zweiten Einheit behandeln Nagumo mit deutlichem Respekt.

Bei Gotō sind sie wesentlich lockerer und nehmen auf ihn weit weniger Rücksicht.

Gotō lebt im Dienstalltag erstaunlich ungezwungen.

Er raucht praktisch überall, lagert Bier im Kühlschrank der Unterkunft und duldet selbst Regelverstöße wie das Ausleihen von Ausrüstung für Erinnerungsfotos unter Berufung auf die Sonderrolle seiner Einheit.

Er kann grob und taktlos sein.

In älteren OVA-Fassungen sowie im ersten und zweiten Kinofilm verwendet er mitunter ganz offen pathetische oder peinlich direkte Formulierungen.

Eine besonders berüchtigte Eigenheit ist sein Mangel an Feingefühl im persönlichen Umgang.

So bereitet er in einer Fassung sogar Kaffee, nachdem er seine vom Fußpilz betroffenen Füße berührt hat, und reicht ihn anschließend Nagumo.

Als Polizist ist Gotō außerordentlich fähig.

Er hält ständig Ausschau nach allen denkbaren Informationsquellen und pflegt Kontakte in die gesamte Polizeibürokratie hinein, nicht zuletzt durch gesellschaftliche Treffen an freien Tagen.

Mit dem auf Terrorismus spezialisierten Ermittler Matsui tauscht er auch privat regelmäßig Informationen aus.

Nagumo spottet darüber, die beiden verstünden sich fast schon wie „Jungs unter sich“.

In der Manga-Fassung schätzt Gotō das Wesen von Eiichi Utsumi schon ein, bevor dieser überhaupt auftritt.

Er nennt ihn einen „kindlichen Mann“ und liegt mit dieser Einschätzung bemerkenswert richtig.

Seine wahre Stärke ist seine strategische Intelligenz.

Um einen Fall zu lösen, scheut er weder Befehlsverweigerung noch Druck auf Vorgesetzte, gezielte Verantwortungsauslagerung oder die skrupellose Nutzung institutioneller Schwächen.

Im Alltag überlässt er die Einsatzleitung oft Kanuka Clancy, später auch Kumagami, sowie Asuma Shinohara und anderen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass ihm Führungsfähigkeit fehlt; er greift nur selten direkt ein und tut es meist erst dann, wenn es entscheidend wird.

Wenn er aktiv wird, zeigt sich seine alte Schärfe.

Er bedroht Vorgesetzte wie den jeweiligen Leiter der Sonderfahrzeugabteilung 2, ignoriert Anweisungen und setzt sogar hochrangige Beamte unter Druck, um Handlungsspielräume zu gewinnen.

Selbst der Leiter der Sicherheitsabteilung Kaikai wird von ihm indirekt zum Stillhalten gebracht, indem Gotō Verantwortungsketten und mögliche Skandale andeutet.

Gerade diese Mischung aus Gelassenheit und taktischer Rücksichtslosigkeit macht ihn so gefährlich.

Im Zusammenhang mit den Grifon-Zwischenfällen analysiert er Utsumi als unreifen, fast kindlichen Typen.

Auf dieser Grundlage sagt er dessen Verhalten erstaunlich präzise voraus.

Im ersten Kinofilm erkennt er die Wahrheit hinter dem HOS-System und die Absichten von Eiichi Hoba frühzeitig.

Er stachelt Asuma Shinohara gezielt zu weiteren Nachforschungen an und lenkt die Ermittlungen im Hintergrund.

Auch im zweiten Kinofilm und in den frühen OVA-Folgen tritt er in psychologisch geprägte Duelle mit den Drahtziehern der Ereignisse ein.

Gerade dort blitzt der legendäre „Rasiermesser-Gotō“ besonders deutlich auf.

Gotō mag keine Schusswaffen.

Sein Grundsatz lautet sinngemäß: „Ich trage keine Waffe, und jemandem mit Waffe widerspreche ich nicht.“

Trotz dieser Abneigung kennt er sich mit Feuerwaffen hervorragend aus.

Wie so oft bei ihm verbirgt sich hinter der lässigen Oberfläche ein sehr genauer Fachverstand.

Über Gotō bleibt vieles bewusst im Dunkeln.

Gerade dieses Rätselhafte gehört zu seinem Reiz als Figur.

In der Romanfassung wird erwähnt, dass er verheiratet war und seine Frau starb.

Dabei handelte es sich um die jüngere Schwester eines älteren Kollegen.

In den frühen OVA-Fassungen und in den Romanen hat er eine Nichte namens Maho Gotō.

In der Fernsehserie existiert ebenfalls eine Nichte, ihr Name wird dort jedoch nicht genannt.

In einer frühen OVA-Fassung wird außerdem offenbart, dass er während seiner Studienzeit dem charismatischen Kai Reikī stark ergeben war.

Diese ältere Beziehungslinie wurde später in Teilen auf andere Figurenkonstellationen übertragen.

Ein früherer Kollege sagt in der Romanfassung über ihn, Uniformen hätten an ihm immer wie geliehene Kleidung gewirkt.

Auch das unterstreicht, dass Gotō nie recht in starre institutionelle Rollen passte.

Im Arbeitsalltag genießt Gotō weniger Autorität, als sein Dienstgrad vermuten lässt.

Es heißt sogar sinngemäß, in der Sonderfahrzeugabteilung 2 sei zuerst Werkstattleiter Chief Seitaroh Sakaki die wichtigste Person, dann Captain Shinobu Nagumo, und erst mit deutlichem Abstand komme Gotō.

Das ist halb Spott, halb Wahrheit.

Er wirkt oft wie ein unauffälliger Bummelant, doch genau diese Unterschätzung verschafft ihm Freiraum.

Seine Netzwerke innerhalb und außerhalb der Polizeizentrale sind beeindruckend.

Er kommt an eigentlich gesperrte forensische Unterlagen, hat Kontakte in andere Dezernate und verfügt offenbar sogar über eine kleine Schar überzeugter Anhänger.

In der Kurzreihe Minipato wird sein Einfallsreichtum noch satirisch überhöht.

Dort soll er sogar dafür gesorgt haben, dass die Hochgeschwindigkeitsboote der Einheit weniger aus dienstlichen Gründen als zum Fang von Grundeln angeschafft wurden, wobei Fischereirechte großzügig ignoriert worden seien.

In Minipato wird erzählt, dass Gotō angesichts der schlechten Versorgungslage und der chronischen Geldnot der Sonderfahrzeugabteilung 2 heimlich ein weit verzweigtes System zum Produzieren und Verkaufen getrockneter Grundeln aufbaut.

Die Episode überzeichnet seine Fähigkeiten bewusst komisch, betont aber gleichzeitig seine enorme Handlungsenergie, Raffinesse und sein Beziehungsnetz.

Nagumo meint dort, Gotō wäre ohne Polizeikarriere wohl ein legendärer Betrüger geworden.

Das ist als Witz gemeint, beschreibt seine Persönlichkeit aber erstaunlich treffend.

Je nach Werk setzt die Figur leicht andere Akzente.

Mal steht stärker sein lässiger väterlicher Stil im Vordergrund, mal sein kalter Scharfsinn aus der Zeit der Öffentlichen Sicherheit.

In manchen Fassungen nutzt er Nagumo und die Erste Einheit ohne Zögern als Köder oder taktisches Werkzeug.

Das zeigt, dass sein Vertrauen zu Kollegen echte Nähe nicht unbedingt von nüchterner Zweckmäßigkeit trennt.

Oft wirkt es so, als rede er sich um Verantwortung herum.

Tatsächlich arrangiert er aber im Hintergrund die Lage so, dass seine Leute die bestmöglichen Chancen haben.

In der Realfilmreihe gründet Gotō nach seinem Ausscheiden aus der Polizei gemeinsam mit Isao Ohta und Mikiyasu Shinshi ein kleines Sicherheitsunternehmen.

Die Firma geht jedoch wegen schlechter Geschäftsführung innerhalb von weniger als einem Jahr bankrott, woraufhin Gotō verschwindet.

Obwohl er selbst nicht direkt auftritt, beeinflusst er die Handlung weiterhin.

Zu einem Zeitpunkt, an dem die Auflösung der Sonderfahrzeugabteilung 2 realistisch wird, schickt er Nagumo einen Brief und sendet dem Nachfolger Tsugitsugu Gotōda sogar ein Mobiltelefon, in dessen Adressbuch der Eintrag „goto“ gespeichert ist.

Außerdem heißt es, er und Nagumo hätten der Einheit beim Abschied etwas hinterlassen, dessen Aufdeckung die gesamte Sicherheitsabteilung der Tokioter Polizei erschüttern würde.

Deshalb wagt die Polizeiführung trotz der fast bedeutungslos gewordenen Einheit keine unbedachte Auflösung.

Die japanische Stimme von Gotō stammt von Ryuusuke Oobayashi.

Während einer Schaffensphase trat dieser auch unter einer leicht veränderten Namensform auf, was in späteren Begleitmaterialien gelegentlich eigens vermerkt wurde.

Seine Sprechweise und sein Tonfall sollen teilweise direkt auf den Vortrag des Sprechers zugeschnitten worden sein.

Das erklärt die besondere Mischung aus Lässigkeit, Müdigkeit und plötzlicher Schärfe.

Das visuelle Vorbild für die Figur war der Schauspieler Tatsuya Nakadai.

Mehrfach benutzt Gotō außerdem Formulierungen, die auf ein bekanntes Zitat aus einem Film mit Nakadai anspielen: „Lasst uns alle gemeinsam glücklich werden.“

Der Name der Figur setzt sich nach Angaben aus den Namen zweier japanischer Spitzenpolitiker zusammen.

Auch sein Beiname als „Rasiermesser“ beruht schlicht auf der Idee, dass extreme Scharfsinnigkeit nach einer schneidenden Metapher verlangt.

In einer OVA-Folge gibt er sich gegenüber Matsui am Telefon sogar als „Gotōda“ aus.

Das ist eine direkte Anspielung auf diesen politischen Namenshintergrund.

Seine Maxime, keine Waffe zu tragen und bewaffneten Personen nicht offen zu trotzen, wurde später auch in anderen Werken des Regisseurs variiert.

Dadurch gehört Gotō zu jenen Figuren, deren Charakteridee weit über die Serie hinaus nachhallt.

Gotō taucht auch in einem Band der von Bin Konno verfassten Reihe um die Azumi-Einheit auf, nämlich in Abendlicher Sturmregen.

Dort tritt er nicht direkt in Erscheinung, übernimmt aber bei einem Bombenzwischenfall auf dem Gelände von Tokyo Big Sight eine entscheidende Rolle, indem er Sonderfahrzeuge in Bewegung setzt und so Panik eindämmt.

In dieser Version ist er ein Jahrgangskollege des Protagonisten Takeshi Azumi, ebenfalls stellvertretender Polizeihauptkommissar.

Das unterstreicht, wie stark die Figur selbst außerhalb von Mobile Police Patlabor als markanter Polizeityp funktioniert.

„Lasst uns alle gemeinsam glücklich werden.“

Ein prägnanter Satz aus der Manga-Fassung, der seine ironisch-warme Seite zeigt.

„Unsere Arbeit kommt ihrem Wesen nach immer zu spät.“

Ebenfalls aus dem Manga und wohl einer der treffendsten Sätze über Gotōs Berufsbild.

„In so einem Moment sollte man eigentlich sagen: ,Informiert auf keinen Fall die Polizei.‘“

Ein typisches Beispiel für seinen trockenen Humor.

„Wenn etwas vom Taifun angerichtet wurde, dann ist das, was auch immer es war, wohl kaum eine Frage von Verantwortung … schließlich tut ein Taifun eben, was ein Taifun tut.“

Aus dem ersten Kinofilm, ein Paradebeispiel für seine Kunst, Verantwortung rhetorisch zu vernebeln.

„Darum sage ich ja: Es war zu spät!“

Aus dem zweiten Kinofilm und Ausdruck der Schärfe, die hinter seiner trägen Fassade verborgen liegt.

(Bearbeitungsverlauf anzeigen)

(Letzte Bearbeitung: 24. April 2026 19:24)

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