Chief Seitaroh Sakaki ist eine männliche Figur aus Mobile Police Patlabor und der legendäre Leiter der Instandhaltungsgruppe der Sondereinheit Fahrzeuge, Abschnitt 2, bei der Tokioter Metropolitan Police.
Der aus Hiratsuka in der Präfektur Kanagawa stammende Veteran wird fast nur Oyassan genannt und gilt als „dunkler Feldherr der Labor-Einheit“ sowie als „Gott der Wartung“.
Name
Geschlecht
Männlich
Herkunft
Hiratsuka, Präfektur Kanagawa
Funktion
Leiter der Instandhaltungsgruppe der Sondereinheit Fahrzeuge, Abschnitt 2.
Im ersten Kinofilm wird er als Leiter der Instandhaltungsabteilung bezeichnet.
Spitzname
Oyassan
Sprecher und Darstellung
In der Anime-Fassung gesprochen von Osamu Saka.
In The Next Generation -Patlabor- wird er von Toji Yamada dargestellt.
Chief Seitaroh Sakaki ist weit mehr als ein gewöhnlicher Werkstattleiter.
Er ist die faktische Respektsperson der gesamten Truppe, eher ein Patron oder Bandenchef als ein bloßer Vorgesetzter.
Sein Auftreten ist streng, einschüchternd und von großem Ernst geprägt.
Gerade diese Haltung hat den eigenwilligen, halbrebellischen Geist der zweiten Einheit stark mitgeprägt.
Gleichzeitig mag er keine steifen, rein formalen Umgangsformen.
Darin ähnelt er Captain Kiichi Gotō, mit dem er sich deshalb besonders gut versteht.
In der Manga-Fassung zeigt er stellenweise auch eine zugänglichere Seite.
Dort ließ er Noa Izumi, als sie einen Sicherheitsnebenjob hatte, sogar den Ingram sehen.
Sakaki ist ein Meister seines Fachs und seit vielen Jahren in technischen Bereichen aktiv.
Sein Name ist so bekannt, dass ihn bei Besuchen im Hauptquartier sogar Beamte auf Abteilungsleiterebene persönlich am Eingang empfangen.
Sein Netzwerk, seine Verdienste und sein Einfluss werden als kaum zu überschätzen beschrieben.
Innerhalb der Welt von Mobile Police Patlabor gehört er damit zu den beeindruckendsten Technikveteranen überhaupt.
Obwohl Sakaki als Ausnahmemechaniker verehrt wird, sieht er seine eigenen Grenzen sehr klar.
In der Anime-Fassung nennt er sich selbst einen „Maschinennarren“ und einen „altmodischen Schrauben-und-Muttern-Typ“.
Gegen Ende der Serie beklagt er sich gegenüber Noa Izumi, dass er die Struktur des in den Peacemaker eingebauten Neuronennetzwerks nicht mehr begreife.
Auch im ersten Kinofilm spricht er davon, dass ihn die Entwicklung der Labor-Systeme hin zu immer stärker softwarezentrierter Technik innerlich zurücklasse.
Trotzdem formuliert er dort einen seiner wichtigsten Grundsätze.
Sinngemäß sagt er, dass Maschinen keinen Schaden anrichten, solange die Menschen, die sie bauen, warten und benutzen, keine Fehler machen.
Dieser Gedanke zeigt sehr gut, wie Sakaki Technik versteht.
Nicht die Maschine selbst steht für ihn im Zentrum der Schuldfrage, sondern die Verantwortung des Menschen.
Sakaki ist gefürchtet, vor allem unter den jüngeren Mitgliedern der Instandhaltungsgruppe.
Seine Kommandos sind hart, laut und unverkennbar.
Sein bekanntester Spruch lautet:
„Wenn ihr weiter trödelt, landen wir alle im Meer!“
Diese Mischung aus rauem Ton, Erfahrung und absoluter Verlässlichkeit macht ihn so prägend.
Er ist streng, aber nie kleinlich, und immer auf das Funktionieren der Einheit fokussiert.
Sein Privatwagen ist ein AC Cobra 427.
Das Auto ist ein auffälliges Symbol für seinen Geschmack: kraftvoll, altmodisch und kompromisslos.
In der späteren Manga-Handlung wird dieser Wagen zusammen mit anderen Fahrzeugen der zweiten Einheit bei einem Terrorangriff zerstört.
Darauf reagiert Sakaki mit stiller, aber sehr bedrohlicher Wut und murmelt, man solle die Täter im Fangfall zu Fischfutter in der Bucht von Tokio machen.
Manga
Im Manga wirkt Sakaki anfangs etwas umgänglicher als in der Anime-Version.
Das hängt auch damit zusammen, dass Chief Shigeo Shiba dort zunächst noch nicht auftritt und Sakaki teilweise dessen praktische Rollenfunktion mitübernimmt.
Als Chief Shigeo Shiba später auch im Manga erscheint, nähert sich Sakakis Darstellung stärker dem Bild aus dem Anime an.
Er wird dann wieder deutlicher als furchteinflößender Altmeister und unumstrittene Autorität gezeichnet.
Anime
Im Anime steht besonders sein Konflikt mit dem technischen Wandel im Vordergrund.
Gerade dort wird er als Genie der Mechanik gezeigt, das aber an der zunehmenden Dominanz von Software und komplexen Informationssystemen zu knabbern hat.
Erster Kinofilm
Im ersten Film wird er als Leiter der Instandhaltungsabteilung bezeichnet.
Dort formuliert er besonders deutlich seine Haltung zur menschlichen Verantwortung im Umgang mit Maschinen.
Zweiter Kinofilm
Zur Zeit des zweiten Films ist Sakaki bereits im Ruhestand.
Nach dem Tod seiner Frau lebt er allein als Witwer zurückgezogen und ruhig.
Als er jedoch von der Zerschlagung der zweiten Einheit erfährt, ist seine alte Energie sofort wieder da.
Er versammelt frühere und aktuelle Instandhaltungsmitarbeiter und übernimmt persönlich die Leitung der Wiederinstandsetzung des Ingram.
In The Next Generation -Patlabor- ist Sakaki im Jahr 2013 bereits verstorben.
In der Wartungshalle der zweiten Einheit hängt ein gerahmtes Porträt von ihm als Andenken.
Die Rolle des neuen Oyassan hat dort Chief Shigeo Shiba übernommen.
So bleibt Sakakis Vermächtnis innerhalb der Einheit auch nach seinem Tod spürbar.
Ein exaktes Geburtsdatum wird nicht genannt, doch es gibt einen deutlichen Hinweis auf seine Generation.
Er sagt einmal, er habe mit zwölf Jahren ein Motorrad mit Wärmespeichermotor zerlegt.
Daraus wird geschlossen, dass er ungefähr um 1935 und damit noch vor dem Krieg geboren wurde.
Zum Beginn der Handlung im Jahr 1998 dürfte er also bereits deutlich über sechzig Jahre alt gewesen sein.
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