Isao Ohta

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Isao Ohta
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Geschlecht: Männlich
Englischer Name: Isao Ohta
Japanischer Name: 太田 功(おおた いさお)
Chinesischer Name: 太田功
Koreanischer Name: 오타 이사오
Romanisierter Name: Ōta Isao
Ich diesen Charakter

🎙️ Anime-Sprecher

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Michihiro Ikemizu
Michihiro Ikemizu
Japanisch(Anime、Synchronsprecher)

🎬 Erscheinende Anime

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Mobile Police Patlabor
Mobile Police Patlabor
Veröffentlichungsdatum: 25. April 1988

Charaktereinstellung

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Isao Ohta ist eine fiktive Figur aus Mobile Police Patlabor, Pilot der zweiten Einheit und Fahrer von Einheit 2, deren Rang zunächst Polizeimeister ist; Captain Kiichi Gotō bezeichnet ihn treffend als „Problem-Polizisten“.

Isao Ohta stammt aus Kamaishi in der Präfektur Iwate.

Er ist der Forward-Pilot von Einheit 2 und für die Steuerung des Labor zuständig.

Sein Sprecher ist Michihiro Ikemizu.

In den Realfilm-Produktionen wird er von Morihiro Yamaguchi dargestellt.

Ohta ist ein Paradebeispiel für den hitzköpfigen, pflichtbewussten Straßenpolizisten.

Von seiner besten Seite ist er ernsthaft, gerecht und leidenschaftlich; von seiner schlechtesten Seite impulsiv, stur und geradezu blindlings draufgängerisch.

Captain Kiichi Gotō nennt ihn nicht ohne Grund einen „Problem-Polizisten“.

Denn Ohta verbindet eiserne Disziplin mit explosivem Temperament und sorgt damit ständig für Ärger.

Ohta legt großen Wert auf Regeln, Hierarchie und Ordnung.

Zugleich ist er so kurz angebunden und reizbar, dass er schon bei Kleinigkeiten die Beherrschung verlieren kann.

Er hat stark altmodische Ansichten und denkt häufig in Kategorien wie Dienstalter, Rangordnung und traditionellen Geschlechterrollen.

Darum behandelt er sein Umfeld oft schroff oder belehrend.

Gegenüber Personen, die ihm im Rang oder Können überlegen sind, gehorcht er allerdings meist erstaunlich ehrlich.

Das gilt besonders für Kanuka Clancy und Takeo Kumagami, deren Autorität und Fähigkeiten ihn im Zaum halten.

Mit seinen Kameraden gerät er oft aneinander, besonders mit Asuma Shinohara.

Wenn jedoch Gefahr droht, ist Ohta einer der Ersten, die ohne Zögern herbeieilen.

Gerade darin liegt sein sympathischer Kern.

So unerquicklich sein Auftreten oft ist, seine Loyalität gegenüber Kollegen und sein Pflichtgefühl als Polizist sind nie zweifelhaft.

Gegenüber Noa Izumi zeigt er eine etwas weichere Seite.

Er behandelt sie vergleichsweise nachsichtig und gibt ihr mitunter verlegen kleine Ratschläge.

Ohta gehört zu den wenigen Mitgliedern der zweiten Einheit, die eine reguläre Polizeiausbildung durchlaufen haben.

Neben Captain Kiichi Gotō und Takeo Kumagami ist er einer der wenigen „echten“ klassischen Polizeibeamten im Team.

Vor seiner Versetzung zur Labor-Einheit war er Angehöriger der Bereitschaftspolizei.

In der Manga-Fassung tritt er vor seiner Aufnahme in die Einheit sogar noch als uniformierter Beamter auf.

Dort springt er eigenmächtig auf ein Fahrzeug der ersten Einheit, um einen Kampf mit dem Labor Herakles 21 zu erzwingen.

Seine Kollegen müssen ihn zurückhalten, bevor er die Lage völlig eskalieren lässt.

In der frühen Manga-Phase blickt er auf die anderen Teammitglieder herab, weil viele von ihnen aus einer Art Polizei-Vorbereitungsschule stammen.

Aus seiner Sicht fehlt ihnen echte Felderfahrung und das solide Handwerk des Polizeidienstes.

Trotz dieses Hochmuts hat Ohta in manchen Fragen ein ausgesprochen bodenständiges Berufsverständnis.

Er denkt oft am stärksten wie ein gewöhnlicher Streifen- oder Einsatzpolizist und weniger wie ein Spezialist oder Taktiker.

Ohtas Umgang mit dem Labor spiegelt seine Persönlichkeit fast perfekt wider.

Er bevorzugt rohe Gewalt, direkte Vorstöße und entschlossene Aktionen statt feiner Präzision.

Im Vergleich zu Noa Izumi ist er weniger kontrolliert, aber spontaner in der Entscheidung.

Ihm fehlt jedoch oft die taktische Flexibilität, um sich an wechselnde Situationen anzupassen.

Er neigt dazu, Befehle seines Backups zu ignorieren und auf eigene Faust loszustürmen.

Das führt regelmäßig zu Schäden an seiner Maschine und zu Beschwerden der Wartungscrew.

Seine Vorgesetzten müssen ihn deshalb häufig tadeln.

Vor allem seine unkontrollierten Vorstöße sind ein Dauerproblem.

Ohta ist berüchtigt dafür, den Revolverkanone seines Labor bei jeder Gelegenheit einsetzen zu wollen.

Dieser Hang geht so weit, dass er selbst bei Verkehrssicherung oder Rettungseinsätzen am liebsten schießen würde.

Deshalb gilt er als nahezu krankhaft schussfreudig.

Der schlechte Ruf der zweiten Einheit, alles in Grund und Boden zu feuern, geht zu einem großen Teil auf sein Konto.

Dabei ist sein Ruf als schlechter Schütze nur die halbe Wahrheit.

In Manga und Fernsehfassung wird zwar wiederholt gezeigt, wie er im Einsatz danebenschießt, doch das hat einen wichtigen Grund.

Ohta zielt im Ernstfall meist absichtlich auf schwer zu treffende Stellen wie Gelenke oder Gliedmaßen eines gegnerischen Labor.

Damit will er die Besatzung lebend festnehmen und vermeiden, versehentlich das Cockpit zu treffen.

Captain Kiichi Gotō erkennt als Einziger offen an, was dahintersteckt.

Sinngemäß weist er darauf hin, dass Ohta nie versehentlich das Cockpit getroffen habe.

Bei Schießübungen auf unbewegliche Ziele zeigt Ohta eine hohe Trefferquote.

Im Manga wird sogar gezeigt, wie er nach einer Reparaturübung alle Schüsse fast exakt ins Zentrum setzt.

Auch im Einsatz gelingen ihm Treffer, wenn das Ziel nicht zu unberechenbar ist.

Gemeinsam mit Mikiyasu Shinshi feuert er sogar einmal außerhalb des Labor mit der Revolverkanone und zerstört die Hauptkamera des Greifen.

Ein anderes Mal trifft er den Kopf eines Brocken-Labor, auch wenn der Schuss dort wirkungslos bleibt.

Im Fall des Abfallmonsters Nummer 13 setzt er in Film und Manga zudem einen einzigen Spezialschuss im genau richtigen Moment ein.

Seine Leistungen beruhen auch darauf, dass die Revolverkanone kein vollständig automatisiertes Waffensystem ist.

Ohta bedient sie zu einem guten Teil manuell und trainiert damit zugleich das Betriebssystem des Ingram.

So viel zu seinen Fähigkeiten; seine Schussbegeisterung bleibt trotzdem kaum zu entschuldigen.

Bei einem frühen Einsatz droht er einem Täter sinngemäß mit Feuer, hofft innerlich aber geradezu darauf, dass der Gegner nicht anhält.

Als der Gegner tatsächlich weiterfährt, freut Ohta sich offen darüber und feuert begeistert Salve um Salve.

Sobald die Munition leer ist, verlangt er sofort Nachschub.

Auch in OVA und Filmen wird er auffallend lebhaft, sobald eine Schießerei möglich erscheint.

Dann bereitet er die Munition fast mit kindlicher Vorfreude vor.

Es gibt allerdings eine seltene Szene, die seine verantwortungsvolle Seite zeigt.

Als Mikiyasu Shinshi kurzzeitig das Backup von Einheit 2 übernimmt und den Schuss freigeben will, erkennt Ohta, dass noch Zivilisten nicht evakuiert sind und hinter dem Ziel eine Grundschule liegt.

Daraufhin weigert er sich zu schießen.

Er erklärt, dass ein Fehlschuss die Schule treffen könnte.

Mit Asuma Shinohara kollidiert Ohta besonders häufig.

Der eine ist impulsiv, direkt und kraftorientiert, der andere vorsichtig, analytisch und zum Überdenken von Hintergründen geneigt.

Diese Gegensätze machen die beiden im Alltag fast zwangsläufig zu Reibungspartnern.

Als Ohta und Asuma zeitweise zusammenarbeiten müssen, häufen sich die Probleme so sehr, dass selbst Takeo Kumagami sich bei Captain Kiichi Gotō beschwert.

Noa Izumi behandelt Ohta oft milder als andere.

Er gibt sich ihr gegenüber rau, zeigt aber immer wieder eine unbeholfen fürsorgliche Seite.

Bemerkenswert ist auch, dass er ihr gegenüber nicht mit offen frauenfeindlichen Sprüchen auftritt.

Sein herablassender Ton gegenüber jüngeren Kollegen richtet sich eher gegen ihre Herkunft aus dem Vorbereitungssystem als gegen Noa als Frau.

Starke, kompetente Frauen wie Kanuka Clancy und Takeo Kumagami liegen zunächst außerhalb von Ohtas traditionellem Weltbild.

Darum ist sein erster Eindruck von beiden schlecht.

Über Kumagami schimpft er anfangs, sie sei „nicht niedlich“ und „frech“.

Trotzdem widersetzt er sich ihr nie offen, weil ihr Rang als Polizeiobermeisterin über seinem steht.

Als Asuma ihn darauf hinweist, reagiert Ohta fast den Tränen nahe vor Frust.

Gleichzeitig betont er, dass in einer Polizeiorganisation Rangunterschiede absolut seien und die Ordnung gewahrt werden müsse.

Je mehr beide Frauen ihre Fähigkeiten in Führung, Kampf und Steuerung unter Beweis stellen, desto mehr akzeptiert Ohta sie.

Widerwillig, aber ehrlich sucht er später sogar ihren Rat.

Mit Mikiyasu Shinshi verbindet Ohta eine eher andere Art von Reibung.

Shinshi ist sachlicher und kontrollierter, während Ohta zur Überhitzung neigt.

In der späteren Zeit kritisiert Shinshi ihn sogar, als Ohta als Ausbilder ein Übungsgerät zerlegt.

Damit bleibt die Dynamik erhalten: Ohta handelt, Shinshi muss danach den Schaden kommentieren.

So grob Ohta oft wirkt, er besitzt durchaus Seiten, die man nicht sofort erwartet.

Sein altmodisches Denken umfasst auch die Überzeugung, dass Männer Frauen beschützen sollten.

Daher versucht er bei einem arrangierten Treffen unbeholfen, aber ehrlich den höflichen Begleiter zu geben.

Auch Noa Izumis Erschöpfung und Sorgen als Pilotin bemerkt er durchaus und reagiert nicht gleichgültig.

In einer Fernsehfolge wird gezielt diese erwachsenere Seite hervorgehoben.

Dort zeigt sich, dass Ohta weniger schlicht und weniger gefühllos ist, als seine Kollegen gern behaupten.

Trotz seines harten Auftretens hat Ohta ein deutliches Faible für junge weibliche Idole.

In der Fernsehfassung schwärmt er geradezu über das Talent Kana Matsumoto, die dort als „Nummer 1 unter den Stars, die man gern als kleine Schwester hätte“ gilt.

Besonders komisch ist, dass Ohta Mitglied Nummer 0001 ihres Fanclubs ist.

Das passt so gar nicht zu seinem rauen Image und macht die Sache gerade deshalb unvergesslich.

Im Manga gibt es zwar keine direkte Idol-Geschichte, doch seine Kollegen verdächtigen ihn einmal, heimlich nerdige Hobbys zu pflegen.

Als er auffallend oft pünktlich Feierabend macht, vermuten sie unter anderem eine Freundin, illegale Waffenfantasien, Fernsehaufnahmen oder sogar Vorbereitungen für eine Comicmesse.

Die Wahrheit ist weit banaler.

Er will nur rechtzeitig in die Kantine, solange das saisonale Großportion-Menü noch nicht ausverkauft ist.

Ohta ist im Umgang mit grausamen Tatorten ungewöhnlich widerstandsfähig.

Das wird damit erklärt, dass er schon in seinem ersten Dienstjahr mehrfach auf besonders schreckliche Leichenfunde traf.

Im Manga reagieren andere Teammitglieder auf einen entsetzlichen Fund mit Ohnmacht oder Flucht zur Toilette.

Ohta bleibt als Einziger ruhig und isst danach sogar Fleischgerichte, als sei nichts geschehen.

Selbst kommentiert er das damit, er habe nach unzähligen Brechanfällen gelernt, Magen und Gehirn voneinander zu trennen.

Asuma Shinohara quittiert das trocken mit der Frage, ob das wirklich etwas sei, worauf man stolz sein könne.

In Filmfassung 2 und in der Romanversion ist Ohta im Herbst 2001 bereits zum Polizeiobermeister befördert.

Zu dieser Zeit arbeitet er als Ausbilder an einer Schule für Angehörige der Spezialfahrzeug-Einheit.

Sein Temperament hat sich dort kaum geändert.

Er brüllt schussschwache Schüler an, führt aber auch selbst vor, was er kann.

In einer Szene trifft er ein bewegliches Ziel mit einem schnellen Schuss ohne Feuerleitsystem.

Danach zerstört er mit dem Elektroschlagstock auch noch die Zielmaschine, weil man den „Todesstoß“ nicht vergessen dürfe.

Der inzwischen in der Verwaltung aufgestiegene Mikiyasu Shinshi beschwert sich prompt darüber.

Damit bleibt Ohta auch als Lehrer ganz der Alte.

In manchen Bildsammlungen und Charakterunterlagen wirkt seine spätere Version etwas ruhiger.

Im fertigen Werk ist seine Persönlichkeit aber im Wesentlichen unverändert.

In der Realfilm-Fassung gehört Ohta zur Kontinuität der älteren OVA- und Kinogeschichten.

Dort erscheint er nur kurz in einer Rückblende, wenn auch lediglich von hinten.

Nach dem zweiten Kinofilm verlässt er gemeinsam mit Captain Kiichi Gotō und Mikiyasu Shinshi die Polizei und gründet eine Sicherheitsfirma.

Dieses Unternehmen geht jedoch wegen schlechter Geschäftsführung schon nach weniger als einem Jahr bankrott.

Später gerät Ohta in einen Gewaltfall und wird inhaftiert.

Damit ist er unter den bekannten ehemaligen Mitgliedern der zweiten Einheit derjenige mit dem tragischsten Absturz.

Während Shinshi später als Unternehmer Erfolg hat und Gotō verschwindet, endet Ohta im Gefängnis.

Für viele Fans ist das eine besonders bittere Entwicklung.

In der Kurzanimation Patlabor Reboot wird Ohta nicht direkt genannt.

Eine Kommandantin zitiert jedoch den Satz „An der Einsatzstelle zählt situationsgerechtes Handeln“, der stark mit ihm verbunden ist.

Daraus wird gelegentlich geschlossen, dass Ohta in dieser Zeit vielleicht Gotōs Nachfolger als Kommandant der zweiten Einheit geworden sein könnte.

Diese Vermutung erscheint auch deshalb plausibel, weil aus der ursprünglichen Gruppe nur wenige für höhere Dienstgrade in Frage kommen.

Die Figur basiert auf einem Tauchlehrer mit demselben Namen.

Laut den Produktionsangaben ähnelt besonders das frühe Design diesem Vorbild am stärksten.

Interessant ist, dass sehr frühe Entwurfsskizzen noch ein ganz anderes Bild zeigen.

Dort war Ohta ein freundlich lächelnder, kurz geschorener junger Judoka und deutlich weniger grobschlächtig als später.

Michihiro Ikemizu spricht nicht nur Ohta, sondern auch die Erzählstimme der Eröffnungssequenzen der älteren OVA, der Fernsehserie und der neuen OVA.

Dort klingt er auffallend ruhig und gelassen, also völlig anders als sein cholerischer Charakter.

Gerade dieser Kontrast wurde später auch für humorvolle Anspielungen genutzt.

Viele Fans waren überrascht, als sie bemerkten, dass dieselbe Stimme hinter beiden Rollen steckt.

(Bearbeitungsverlauf anzeigen)

(Letzte Bearbeitung: 24. April 2026 19:24)

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