Shizuka Kikuchi ist eine fiktive Figur aus dem Manga- und Anime-Franchise „Jigoku Sensei Nube“ und dessen Fortsetzungen, eine Schülerin der Klasse 5-3 der Domori-Grundschule mit markantem schwarzem Langhaar und starkem Gerechtigkeitssinn.
Name: Shizuka Kikuchi
Geschlecht: weiblich
Alter: 11 Jahre
Größe: 138 cm
Gewicht: 30 kg
Geburtsdatum: 13. Februar 1986
Sternzeichen: Wassermann
Blutgruppe: A
Schule/Klasse: Domori-Grundschule, Klasse 5-3
Hobbys: Puppensammeln
Lieblingsfach: Hauswirtschaft
Schwaches Fach: keins
Mag: niedliche Ichimatsu-Puppen
Mag nicht: Ichimatsu-Puppen mit Dauerwelle, Fisch
Synchronstimme (alte Anime-Version): Emiri Uwagawa
Synchronstimme (Anime-Version 2025): Yui Makino
Shizuka Kikuchi ist eine kleine, zierliche Schülerin der Domori-Grundschule und Mitschülerin von Meisuke Nueno, besser bekannt als Nube.
Ihr Markenzeichen sind glänzendes schwarzes, sehr langes Haar mit seitlichen Haarsträhnen, ein hellrosa Blusentop, Faltenrock und ein eher vornehmes, „püppchenhaftes“ Outfit, weshalb Nube sie anfangs häufig mit einer Puppe verwechselt.
Ihre Augen besitzen den typischen schwarzen Stil des Zeichners Takashi Okano und erinnern leicht an Ritsuko Takahashi; laut Autor sind Shizukas Augen mit vertikalen Linien gezeichnet, Ritsukos dagegen mit horizontalen.
In der ersten Anime-Adaption werden ihre Augen hingegen konventioneller dargestellt.
Sie ist eng mit Noriko Nakajima befreundet und wird daher oft an ihrer Seite gezeigt.
Durch diese „beste-Freundin“-Konstellation entging sie einer reinen Statistenrolle und entwickelte sich – über Umwege – zu einer Nebenfigur mit wiederkehrenden Auftritten.
Der Name „Kikuchi“ erinnert an die Grusellegende der Puppe Okiku mit den nachts weiterwachsenden Haaren, stammt aber laut Autor tatsächlich von einem Schulfreund aus seiner Oberstufenzeit.
Shizuka tauchte bereits in frühen One-Shots auf: Sie wurde ursprünglich für einen Gag geschaffen, bei dem Nube nicht zwischen Puppe und Mensch unterscheiden kann.
Ihren Namen erhielt sie erst in der Geschichte „Das Foto des Schreckens“, weil im Seitenlayout noch Platz für eine Figur war und der Autor spontan Shizuka einsetzte.
Obwohl sie optisch nicht hinter den anderen Mädchen der Nube-Klasse zurücksteht, bekam sie in der Hauptserie nur eine einzige Folge als Hauptfigur.
Während Noriko Nakajima im Verlauf der Serie immer stärker zur quasi festen Nebenfigur wurde, blieb Shizuka deutlich im Hintergrund.
In einer Szene äußert sie mit einem Augenzwinkern ihren Frust darüber und beklagt, dass Noriko sie „zurückgelassen“ habe, obwohl beide ursprünglich gleichwertige Nebenfiguren waren.
Trotz der geringen Präsenz hatte Shizuka eine kleine, aber sehr engagierte Fangemeinde.
Aufgrund dieser Popularität erhielt sie in Band 21 der Taschenbuchausgabe (entspricht Band 14 der Taschenbuch-Gesamtausgabe) schließlich eine eigene Episode als Protagonistin.
Diese Episode, die inhaltlich ernster und für Grundschulkinder etwas kompliziert war, konnte in Leserumfragen jedoch keine hohen Platzierungen erzielen, weshalb Shizuka nur dieses eine Mal in der Hauptrolle glänzen durfte.
Die eher späte und zögerliche Ausarbeitung ihres Charakters im Vergleich zu anderen Figuren gilt als Grund dafür, dass sie lange im Schatten blieb.
Gegen Ende der Serienveröffentlichung bekam sie häufiger Auftritte, und ihre Stellung in nachfolgenden Projekten verbesserte sich deutlich.
In der Wahl „NUB48 – Nube-Heldinnen-Ranking“ erreichte sie einen soliden 17. Platz und lag damit sogar vor Yuria Tachibana, der beliebtesten neuen Figur aus „Jigoku Sensei Nube NEO“.
In der modernen Anime-Adaption der Reiwa-Ära wird Shizuka offiziell als halb-regelmäßige Figur geführt und deutlich stärker eingebunden als in der ersten Anime-Version.
Shizuka ist klein, aber temperamentvoll und sehr durchsetzungsfähig.
Sie hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit und sagt anderen offen und direkt, was sie denkt.
Sie neigt dazu, Kleinigkeiten zu verpetzen und wird deshalb als „Petze“ bezeichnet, während sie ihre eigenen Verfehlungen gerne übersieht.
Dieses Verhalten führt dazu, dass der Dämonenschar „Sanshi“ ihr jedes Mal Teile ihrer Lebenszeit entzieht, wenn sie sich schlecht verhält, bis Kyōko Inaba und andere sie unterstützen und ihr helfen, sich zu bessern.
Nach diesem Erlebnis denkt sie ernsthaft über ihr Verhalten nach und bessert sich spürbar.
Gleichzeitig ist sie, ähnlich wie Kyōko Inaba, fürsorglich und hilfsbereit und übernimmt gern Verantwortung für andere.
Ihr großer Traum ist es, später Polizistin zu werden.
In „Jigoku Sensei Nube NEO“ erfüllt sich dieser Wunsch: Sie arbeitet in der Polizeiinspektion von Domori und ist aufgrund ihrer sozialen Fähigkeiten der Jugendabteilung zugeteilt.
Sportlich ist Shizuka nicht schlecht; Illustrationen zur „Sportherbst“-Episode zeigen sie beim Volleyball.
Sie ist sich ihrer geringen Körperkraft bewusst und gibt zu, etwas ängstlich zu sein.
In „Jigoku Sensei Nube – Kai“ sagt sie offen, dass sie sich unwohl fühlt, wenn nur Mädchen auf eine gefährliche Rettungsaktion gehen, und befürwortet deshalb die Begleitung durch Hiroshi Tateno, Katsuya Kimura und Masaru Kaneda.
Kyōko Inaba und Miki Hosokawa sehen die Hintergedanken der Jungs zwar kritisch, Shizuka legt aber pragmatisch mehr Wert auf Sicherheit als auf deren Motive.
Trotz ihres ernsten und pflichtbewussten Wesens ist sie im Alltag oft fröhlich und verspielt.
Sie zeigt häufig kleine neckische Gesten und hat einen Sinn für Humor.
Shizukas Hobby ist das Sammeln von Puppen, besonders von klassischen Ichimatsu-Puppen.
Allerdings verabscheut sie eine spezielle Ichimatsu-Puppe mit Dauerwelle, die durch ein Missgeschick von Nube „verunstaltet“ wurde, und zählt diese ausdrücklich zu ihren Hassobjekten.
Wie Noriko liebt sie märchenhafte, verspielte Welten und dekoriert ihr Zimmer mit mehreren Kuscheltieren.
Sie ist erstaunlich tratschsüchtig und mischt sich gern in Liebesangelegenheiten anderer ein.
Dadurch versteht sie sich in manchen Situationen besonders gut mit Miki Hosokawa, mit der sie gemeinsam an langen „Kaffeeklatsch“-Gesprächen teilnimmt.
In „Nube – Kai“ gehört sie zu den Mädchen, die Nube energisch zur Rede stellen und ihn regelrecht verprügeln, als er Yukime gegenüber taktlos wird.
Zu Hause lebt Shizuka im „Tigers Mansion“, einem Mehrfamilienhaus.
Dort hält sie die dicke Katze Bote, die viel Fisch frisst – offenbar hauptsächlich, weil Shizuka selbst Fisch nicht ausstehen kann und ihn lieber dem Haustier überlässt.
Ihre Mutter hat ähnliche schwarze Augen wie sie, doch Shizukas Gesichtszüge sind feiner und gelten als hübscher.
Ihr Vater taucht in der Geschichte nicht auf und bleibt im Hintergrund.
In der ursprünglichen Manga-Hauptgeschichte taucht Shizuka bereits früh als Hintergrundfigur auf.
Lange Zeit hat sie aber keinen klar definierten Charakter, was ihren Durchbruch als Hauptfigur verzögert.
Erst gegen Ende der Serie bekommt sie ihre erste und einzige Story als klare Protagonistin.
Diese Episode beleuchtet ihren Ernst, ihren Gerechtigkeitssinn und zeigt, wie sie moralische Konflikte durchlebt.
Die eher ernste Tonlage und moralische Komplexität der Geschichte kam bei den jüngeren Lesern offenbar weniger gut an.
In Leserumfragen erhielt die Folge keine Spitzenwerte, wodurch eine Wiederholung dieses Fokus ausblieb.
Trotzdem gewann Shizuka im Lauf der Serie mehr Profil und Szenen, in denen ihre Eigenheiten sichtbar werden.
Ihr Verhältnis zu Noriko Nakajima bleibt ein wichtiger Anker für ihre Auftritte, ebenso wie ihre Interaktionen mit Kyōko Inaba, Miki Hosokawa und Nube.
Erste Anime-Adaption (Heisei-Version)
In der ersten Anime-Umsetzung erhielt Shizuka zum ersten Mal ein deutliches Persönlichkeitsprofil.
Dort wird sie als ihrem Namen entsprechend eher ruhig und zurückhaltend beschrieben, aber mit der Tendenz, klar auszusprechen, was sie denkt – im Kontrast zu Noriko Nakajima.
Diese Interpretation legte den Grundstein für die Ausprägung ihres Gerechtigkeitssinns in der Manga-Hauptserie.
Im späteren Manga ist sie allerdings alles andere als still, sondern lebhaft, aktiv und mit einem spürbaren Schalk im Nacken – ein Bild, das der Reiwa-Animeversion näherkommt.
Ihr Haar ist im ersten Anime leicht violett getönt statt tiefschwarz.
Auch ihre Bluse ist dort weiß statt zartrosa.
Trotz fester Synchronsprecherin blieb sie in dieser Version eine eher kleine Nebenfigur ohne eigene Hauptfolge.
Ihre Sprecherin Emiri Uwagawa berichtete, man habe ihr gesagt, Shizuka sei eine „richtige“ Figur mit Namen, aber letztlich sei die tatsächliche Präsenz im Anime gering gewesen.
Uwagawa übernahm zusätzlich zahlreiche andere Nebenrollen, etwa Geister, weitere Schülerinnen wie Masae oder Akane, sowie die Mutter von Makoto Kurita.
In dem dritten Kinofilm der Reihe bekommt Shizuka jedoch einen besonderen Auftritt: Gemeinsam mit Kyōko Inaba, Miki Hosokawa und Noriko Nakajima tritt sie als eine der zentralen Figuren in Erscheinung.
Auf Werbeillustrationen für den Film wird sie oft prominent in der Bildmitte platziert.
Dabei fällt auf, dass sie nicht nur zierlich, sondern sogar schlanker als Kyōko Inaba erscheint; was die Körperform angeht, hat sie in Wahrheit eine stärkere Taille als Noriko.
Bonusmaterial und Paratexte
In der Taschenbuch-Gesamtausgabe tritt Shizuka zusammen mit Shuichi Shirato als Interviewduo im Bonusmaterial der Bände 13 und 14 auf.
Sie moderiert dort Kommentare und Zusatzmanga, wobei der Autor beide spontan zu einem komödiantischen „Team“ kombinierte.
Diese Konstellation gefiel dem Autor so gut, dass er beide als überraschend gut harmonierendes Duo bezeichnete.
In der Fan-Kunst, etwa auf Plattformen für Illustrationen, tauchen gelegentlich Paarbilder von Shizuka und Shuichi auf.
In diesen Bonusgeschichten zeigt Shizuka deutlich ihre reizbare, aber auch sehr verspielte und auffällige Seite.
Man merkt, dass sie insgeheim gern im Mittelpunkt steht und mit ihrem Temperament für humorvolle Szenen sorgt.
In der 2025er Anime-Adaption tritt Shizuka zwar überwiegend als Nebenfigur auf, aber sie wird offiziell als halb-regelmäßige Figur eingestuft.
Anders als in der alten Animefassung hat sie hier mehr Szenen und einen festen Stamm-Synchronsprecher.
Ihr Haar ist nun eher dunkel-anthrazit („Charcoal Grey“) statt tiefschwarz gehalten.
Parallel dazu wechselt ihr Outfit von der mädchenhaft-vornehmen Originalkleidung zu einem sportlich-aktiven Stil: V-Ausschnitt-Shirt, Gürtel, Boxfaltenrock und Stiefel.
Interessant ist, dass sie Nube in dieser Version meistens beim Namen nennt und nicht mit „Lehrer“ anspricht.
In ernsten Situationen, wie in Folge 8, verwendet sie jedoch situativ respektvoll den Lehrertitel.
In Folge 8, einer Episode mit Yamaguchi als Hauptfigur, hat Shizuka gemeinsam mit Noriko einen besonders auffälligen Auftritt.
Als Yamaguchi eine Maschine entwickelt, die tote Lebewesen wieder zum Leben erwecken soll, ist es Shizuka, die ihn wegen mangelnden Taktgefühls scharf kritisiert, nachdem Norikos Kaninchen Shiro gestorben ist.
Während die anderen Kinder fasziniert um Yamaguchis Erfindung im Tierstall stehen, schleicht sich Shizuka unauffällig weg, um Nube zu informieren.
Durch diese Initiative kann Nube rechtzeitig eingreifen, die von der Erfindung ausgelöste Geistergefahr stoppen und Noriko und die anderen retten.
Im Klassenverbund wirkt es, als sei Shizuka so etwas wie Klassensprecherin, denn sie gibt bei Unterrichtsbeginn die Kommandos.
In Folge 9 wird gezeigt, dass sie sehr gut zeichnen kann und bei einem Kunstwettbewerb eine Goldmedaille gewinnt.
In Folge 10 wird sie als modebewusst und sehr sensibel für Trends dargestellt.
In Folge 11 gehört sie zu den Mädchen, die Kyōsuke Tamamo anhimmeln, und versucht gemeinsam mit Noriko, ihm näherzukommen.
In Folge 12 wendet sie sich an Tamamo, als Noriko von einem Geisterfisch namens „Reinebelfisch“ befallen und mit Eiern belegt wird.
Shizuka beweist damit erneut ihre Initiative und ihren Sinn für Verantwortung, indem sie Hilfe organisiert.
In der Fortsetzung „Jigoku Sensei Nube NEO“ wird Shizukas Zukunftsbild aus der Originalserie aufgegriffen.
Sie ist nun Polizistin in der Domori-Polizei und arbeitet – anders als ursprünglich angedeutet – nicht im Verkehrsdienst, sondern in der Jugendabteilung.
Als Erwachsene ist sie deutlich größer als Kyōko Inaba und besitzt eine der auffälligsten Figuren unter den ehemaligen Schülerinnen, nur von Miki Hosokawa übertroffen.
Sie hat sich zu einer beeindruckenden, schwarzhaarigen Schönheit entwickelt, deren Stil ein wenig an die Figur Reiko Akimoto aus einer anderen bekannten Polizei-Comedyserie erinnert.
Beim Wiedersehen ist Nube so überwältigt von ihrem Aussehen, dass er sie zunächst nicht erkennt.
Er merkt erst durch einen Hinweis von Kyōko Inaba, dass es sich tatsächlich um seine frühere Schülerin Shizuka handelt.
Vom verspielten, etwas chaosanfälligen Mädchen ist in ihrem Verhalten kaum noch etwas zu spüren.
Sie tritt sehr professionell, ernst und pflichtbewusst auf und bildet mit Kyōko eine Art „vernünftiges Duo“, das sich durch ähnlichen Charakter gut versteht.
Obwohl sie bereits in der dritten Kapitelgeschichte von „Nube NEO“ eingeführt wird, bleibt sie überwiegend im Hintergrund.
Ihre Rolle beschränkt sich meist darauf, die Handlung punktuell zu stützen, ohne zentrale Hauptfigur zu sein.
Immerhin nimmt sie an Klassentreffen teil, etwa wenn Hiroshi Tateno nach längerer Zeit aus dem Ausland zurückkehrt und ein großes Wiedersehen stattfindet.
Im Vergleich zu Noriko Nakajima oder Shuichi Shirato, die aus nicht näher genannten Gründen in „Nube NEO“ überhaupt keinen Auftritt erhalten, steht Shizuka damit deutlich besser da.
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