Inkarmat ist eine fiktive Figur aus dem Manga und Anime Golden Kamuy, eine geheimnisvolle Wahrsagerin aus einem Ainu-Dorf bei Tomakomai-Yufutsu, die für ihre treffsicheren Vorhersagen und ihre undurchsichtigen Motive bekannt ist.
Inkarmat ist eine Ainu-Frau, die als rätselhafte Wahrsagerin durch Hokkaido zieht.
Ihr Name bedeutet wörtlich „die Frau, die sieht“, was zu ihrem Ruf als Seherin passt.
Sie fällt durch ihr feines, schönes Gesicht und die traditionelle Tätowierung um den Mund auf.
Diese Tätowierung ist ein Zeichen weiblicher Ainu-Tradition und unterstreicht ihre Herkunft.
In ihrer Jugend war sie mit Wilk, dem Vater von Asirpa, auf Wanderschaft.
Später gerät sie mitten in den Konflikt um den Ainu-Goldschatz und in das Ringen zwischen Saichi Sugimoto, Kiroranke, Toshizō Hijikata und Tokushirō Tsurumi.
Inkarmat wird als schöne, eher schmalgesichtige Frau beschrieben, die bewusst mit ihrem Charme spielt.
Asirpa nennt sie spöttisch einen „verführerischen Fuchs“, weil sie Menschen raffiniert um den Finger wickelt.
Sie zeigt offen, dass sie „Männer mit Narben im Gesicht“ attraktiv findet und macht Saichi Sugimoto gegenüber zweideutige Andeutungen.
Diese gespielte Verliebtheit sorgt dafür, dass Asirpa eifersüchtig und misstrauisch wird.
Trotz ihres leichten, etwas schelmischen Auftretens ist Inkarmat innerlich von der Vergangenheit mit Wilk geprägt.
Ihre Entscheidungen schwanken zwischen Loyalität, Schuldgefühlen und dem Wunsch, die Wahrheit herauszufinden.
Inkarmat ist Vollwaise und zog schon als Kind allein durch die Gegend.
Um zu überleben, begann sie früh, Wahrsagerei zu praktizieren und von Ort zu Ort zu ziehen.
In etwa in Asirpase Alter traf sie in Otaru auf Wilk.
Sie schloss sich ihm an, und die beiden zogen eine Zeit lang gemeinsam umher, wodurch sich eine enge Bindung entwickelte.
Inkarmat verliebte sich in Wilk, doch ihre Beziehung blieb unausgesprochen.
Als Wilk Asirpas Mutter kennenlernte, trennte sich Inkarmat schweren Herzens von ihm und ging ihren eigenen Weg.
Beim Abschied von Inkarmat schenkte Wilk ihr die Kleidung seiner Mutter als Andenken.
Er sagte ihr, dass sie ihn daran bei einer möglichen Wiederbegegnung sofort erkennen würde.
Inkarmat warnte ihn damals, dass ihre Wahrsagerei ergeben habe, dass sie sich nie wieder sehen würden.
Trotzdem trägt sie dieses Erbstück bis in die Gegenwart, was zeigt, wie stark ihre Gefühle für Wilk waren.
Asirpa selbst weiß nichts von Inkarmat aus den Erzählungen ihres Vaters.
Dadurch erscheint Inkarmats plötzliche Nähe und ihr Wissen über Wilk für Asirpa verdächtig und schwer einzuordnen.
Als Wilk später als echter „Noppera-bo“ im Gefängnis von Abashiri auftaucht, erkennt er Inkarmat aus der Ferne.
Durch das Fernglas sieht er die Kleidung seiner Mutter und begreift, dass es sich um das Mädchen von damals handelt.
Inkarmat ist eine professionelle Wahrsagerin, deren Vorhersagen den Ruf haben, erstaunlich oft zu stimmen.
Sie tritt in den Cotan (den Ainu-Dörfern) und Städten auf und zieht damit Kundschaft an.
Für ihre Rituale verwendet sie einen weißen Fuchsschädel, den sie „Shirakkikami“ nennt und der von ihren Vorfahren überliefert wurde.
Dieser Schädel dient ihr als spirituelles Werkzeug, um mit der Welt der Geister und Ahnen verbunden zu sein.
Zusätzlich nutzt sie eine Art „zweites Gesicht“, indem sie die Handflächen nach oben hält und versucht, ihre Intuition zu schärfen.
Manche Szenen zeigen, dass ihr plötzlich Bilder oder Situationen „einfallen“, als würden sie ihr in den Kopf projiziert.
Ob sie wirklich über übernatürliche Kräfte verfügt, bleibt bewusst vage.
Es gibt Hinweise, dass sie sich vorher Informationen besorgt oder Personen kontaktiert, sodass unklar bleibt, ob sie echte Visionen hat oder sehr geschickt kombiniert.
Inkarmat erfährt von dem Überfall auf den Ainu-Goldschatz und dem Tod Wilks.
Sie beginnt eigenständig zu recherchieren, was damals wirklich geschah.
Tokushirō Tsurumi erzählt ihr, Wilk sei während der Goldraubaktion von Kiroranke getötet worden.
Er behauptet außerdem, der Noppera-bo sei ein Komplize Kirorankes gewesen, der den Aufenthaltsort des Goldes kenne.
Inkarmat glaubt dieser Version der Ereignisse und richtet ihr Handeln zunächst danach aus.
Ihre Sichtweise auf Kiroranke ist daher von Anfang an durch Misstrauen und Rachsucht geprägt.
Sie erklärt, sie handle als Ainu-Frau, um den Goldschatz für ihr Volk zurückzuholen.
Gleichzeitig will sie Wilks Tochter Asirpa unterstützen und beschützen, auch wenn Asirpa ihr nicht völlig vertraut.
Yoshitake Shiraishi nimmt Inkarmat mit zur Pferderennbahn von Tomakomai.
Dort setzt er auf ihre Wahrsagungen, um mit Pferdewetten Geld zu verdienen.
Inkarmat sagt tatsächlich alle Rennen richtig voraus, außer dasjenige, an dem Kiroranke teilnimmt.
Dies erhöht ihren Ruf als Wahrsagerin weiter, erweist sich aber als Teil eines größeren Plans.
Ihr eigentliches Ziel besteht nicht darin, reich zu werden, sondern Kirorankes Fingerabdrücke zu bekommen.
Über die Wettscheine will sie Beweise sammeln, um seine Beteiligung am Tod Wilks nachzuweisen.
Zu Asirpa
Inkarmat behauptet, Asirpas Vater gut gekannt zu haben.
Da Wilk jedoch nie von ihr erzählt hat, begegnet Asirpa ihr mit vorsichtiger Skepsis.
Inkarmat warnt Asirpas Großmutter Huci, dass einer der Männer – Saichi Sugimoto, Yoshitake Shiraishi oder Kiroranke – die Gruppe verraten werde.
Damit verunsichert sie Huci und trägt dazu bei, dass ihre Motive in einem zwielichtigen Licht erscheinen.
Als Asirpa erfährt, dass Inkarmat Genjirō Tanigaki auf Tsurumis Rat hin benutzt hat, um sie aufzuspüren, wächst ihr Misstrauen weiter.
Trotz allem erkennt sie, dass Inkarmat Gefühle für Tanigaki entwickelt und in ihrem Innersten nicht kalt ist.
Zu Saichi Sugimoto
Gegenüber Saichi Sugimoto zeigt sich Inkarmat kokett und betont, dass sie Männer mit Gesichtsnarben möge.
Sie macht ihm Avancen, die Asirpa eifersüchtig beobachten muss.
Diese flirty Attitüde ist ein Teil ihrer Rolle als „Frau, die sieht und verführt“.
Gleichzeitig nutzt sie Sugimoto, um Informationen zu sammeln und seine Loyalitäten zu prüfen.
Zu Genjirō Tanigaki
Bevor sie Asirpas Cotan aufsucht, rät ihr Tokushirō Tsurumi, Genjirō Tanigaki als Werkzeug zu verwenden.
Inkarmat schließt sich ihm an und beginnt mit ihm die Reise, um Asirpa zu finden.
Während der gemeinsamen Unternehmungen rettet Tanigaki ihr mehrfach das Leben oder hilft ihr in kritischen Situationen.
Nach und nach entwickelt sie echte Gefühle für ihn, die über den ursprünglichen Nutzen hinausgehen.
Zwischen Inkarmat und Tanigaki entsteht schließlich eine gegenseitige, aufrichtige Zuneigung.
Später wird deutlich, dass sie von ihm schwanger ist, was ihre Bindung noch vertieft.
Zu Tokushirō Tsurumi
Hyakunosuke Ogata durchschaut, dass Inkarmat mit Tokushirō Tsurumi in Kontakt steht.
Auf den Vorwurf der Kollaboration antwortet sie, sie würde Tsurumi nur für ihre eigenen Ziele ausnutzen.
Trotzdem legt sie im Vergleich zu Saichi Sugimoto oder Toshizō Hijikata mehr Vertrauen in Tsurumi.
Während des Angriffs auf das Gefängnis von Abashiri wird klar, dass sie eher an den Schutz von Asirpa und Wilk glaubt als an den Kampf um das Gold.
Zu Kiroranke
Inkarmat betrachtet Kiroranke als den mutmaßlichen Mörder Wilks.
Während des Ausbruchs aus Abashiri beobachtet sie, wie Kiroranke ein Signal in eine bestimmte Richtung gibt und kurz darauf Wilk erschossen wird.
Später kommt es zu einem heftigen Streit und Handgemenge zwischen ihr und Kiroranke.
Dabei bohrt sich Kirorankes Messer (Makiri) in ihren Bauch, doch sie zieht es nicht heraus, um es als Beweisstück gegen ihn zu bewahren.
Diese Verletzung bringt sie in Lebensgefahr und prägt ihre Rolle im weiteren Verlauf der Geschichte.
Ihr Hass und Misstrauen gegenüber Kiroranke bleibt eines ihrer stärksten inneren Motive.
Beim Angriff auf das Gefängnis von Abashiri stehen mehrere Fraktionen einander gegenüber.
Inkarmat agiert dabei im Hintergrund und versucht, Asirpa und Wilk zu schützen.
Ihre Aussagen in dieser Phase zeigen, dass ihr der Ainu-Goldschatz an sich nicht wichtig ist.
Viel wichtiger sind ihr das Leben von Asirpa und die Wahrheit über Wilks Schicksal.
Als Wilk sie in der Kleidung seiner Mutter erkennt, wird die gemeinsame Vergangenheit der beiden endgültig bestätigt.
Kurz nach der Beobachtung von Kirorankes Signal wird Wilk tödlich getroffen, was Inkarmats Verdacht gegen Kiroranke erhärtet.
Beim anschließenden Fluchtversuch gerät sie mit Kiroranke in Streit und wird schwer verletzt.
Ihr Entschluss, das Messer nicht herauszuziehen, zeigt, wie weit sie bereit ist zu gehen, um die Wahrheit zu sichern.
Nach ihrer schweren Bauchverletzung wird Inkarmat unter dem Schutz der 7. Division medizinisch behandelt.
Dort stellt sich heraus, dass sie das Kind von Genjirō Tanigaki in sich trägt.
Wegen ihres Zustands wird sie in ein Krankenhaus nach Otaru verlegt.
Tanigaki eilt dorthin, und gemeinsam gelingt den beiden die Flucht aus der Einflusszone der 7. Division.
Sie suchen Zuflucht in Asirpas Cotan, dem Ainu-Dorf, aus dem Asirpa stammt.
Mit Hilfe von Huci und der Mutter von Osoma bringt Inkarmat dort schließlich eine Tochter zur Welt.
Dieser neue Lebensabschnitt steht im deutlichen Kontrast zu ihrem früheren, ruhelosen Wanderleben.
Sie findet erstmals so etwas wie Familie, während die Konflikte um das Gold im Hintergrund weitergehen.
Inkarmat trägt ein traditionelles Frauenmesser (Menoko Makiri) bei sich.
Dieses Messer ist nicht nur Werkzeug, sondern auch Symbol ihrer Identität als Ainu-Frau.
Das konkret dargestellte Messer in der Geschichte wurde in der Realität von dem in Abashiri in Hokkaido lebenden Bildhauer Fujito Yukio gefertigt.
Es verbindet damit die fiktive Figur Inkarmat mit realer Ainu-Handwerkskunst und Kultur.
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