Hanzo Hattori ist eine fiktive Figur aus dem Franchise Hyakka Ryōran Samurai Girls, Nachfolgerin des traditionsreichen Namens Hattori Hanzo, Disziplinarausschussvorsitzende an der Buei-Akademie und Klassenkameradin sowie Klassensprecherin von Muneakira Yagyu.
Hanzo Hattori trägt den legendären Namen ihrer Ninja-Familie weiter, der seit Generationen innerhalb des Hauses Hattori vererbt wird.
Ihr markantes Erscheinungsbild besteht aus einer Brille und einem Dienstmädchen-Outfit, das sie fast immer trägt.
Sie ist Vorsitzende des Disziplinarausschusses der Buei-Gakuen-Akademie und muss offiziell die Ordnung auf dem Campus überwachen.
Gleichzeitig ist sie Klassenkameradin und Klassensprecherin in derselben Klasse wie Muneakira Yagyu.
Obwohl sie eine verantwortungsvolle Position innehat, ist ihre tatsächliche Eignung für das Amt eher gering.
Sie verliert schnell den Überblick über die Situation an der Schule und übersieht selbst grundlegende Informationen.
Zu Beginn der Geschichte handelt Hanzo im Auftrag des Flaggenherren-Schülerrats, einer elitären Schülerorganisation aus dem Umfeld des Tokugawa-Hauses.
Sie führt die Hattori-Ninja-Gruppe an und verlangt von Muneakira Yagyu, dass er das Yagyu-Dōjo räumt.
Kurz bevor sie ihr Ziel erreicht, taucht jedoch Jubei Yagyu auf und vereitelt ihre Mission.
Hanzo scheitert dadurch an ihrem Auftrag und muss sich zurückziehen.
Später beschließt Sen Tokugawa, in das Yagyu-Dōjo umzuziehen.
Hanzo folgt ihr und zieht gemeinsam mit ihr dort ein, um sie weiter zu unterstützen und zu überwachen.
Trotz ihrer Aufgabe, alle Vorgänge auf dem Campus zu kennen, unterlaufen ihr erstaunliche Fehlleistungen.
So weiß sie zum Beispiel nicht, dass der von ihr beobachtete Muneakira Yagyu gar keine Schwester hat, obwohl sie ihn eigentlich gründlich überwachen soll.
Im zweiten Band der Geschichte (bzw. der entsprechenden Phase der Handlung) kommt es zu einem entscheidenden Wendepunkt.
Als Sen Tokugawa von Muneakira einen Kuss verlangt, versucht Hanzo, die Situation zu unterbrechen, indem sie sich zwischen die beiden drängt.
Dadurch küsst Hanzo versehentlich selbst Muneakira Yagyu.
Dieser unvorhergesehene Kuss führt dazu, dass sie zu seiner Schwertmaid (Master Samurai) wird und eine besondere Verbindung mit ihm eingeht.
In der Anime-Adaption weicht dieser Ablauf etwas ab.
Dort versucht Hanzo zwar ebenfalls, Muneakira zu küssen, lehnt den Kuss jedoch aus Reflex ab und schließt zunächst keinen Vertrag mit ihm.
Im Prolog der ersten Anime-Folge wird jedoch eine Zukunfts- oder Rückblendszene gezeigt, in der Hanzo bereits ein Master Samurai ist.
In dieser Szene kämpft sie Seite an Seite mit Sen Tokugawa, Jubei Yagyu und den anderen Schwertmädchen.
Ab der zweiten Staffel (bzw. der Fortsetzung der Geschichte) verändert sich Hanzos innere Haltung deutlich.
Sie beginnt sich – ähnlich wie Matabei Goto – Vorwürfe zu machen, weil sie Sen Tokugawa nicht ausreichend beschützen konnte.
Dieses Schuldgefühl belastet sie stark und verstärkt ihren Wunsch, stärker und zuverlässiger zu werden.
In der weiteren Handlung geht sie nach Matabei als zweite eine neue Bindung ein, diesmal mit Muneakira’s Bruder Muneaki Yagyu (im Text als „Sōmei“/„Sōaki“ angedeutet, je nach Fassung).
Durch diesen Vertrag wird sie schließlich zum siebten Schwertmädchen.
Gemeinsam mit den anderen kämpft sie, um die von einem großen Dämon entführte Sen Tokugawa zu retten.
Ihr Körperbau und ihre Art zu kämpfen erinnern dabei eher an eine klassische Ninja als an eine Samurai-Kämpferin.
Sie nutzt Heimlichkeit, Agilität und Spezialtricks, statt sich auf den offenen Schwertkampf zu verlassen.
Hanzo Hattori wirkt äußerlich streng und pflichtbewusst, was zu ihrer Rolle als Disziplinarausschussvorsitzende passt.
In Wahrheit ist sie jedoch unsicher und häufig überfordert, was sich in ihren vielen Fehlentscheidungen zeigt.
Charakterlich hat sie eine stark masochistische Ader und eine ausgeprägte Neigung zu weiblich orientierten Schwärmereien.
Sie reagiert oft devot auf strenge Behandlung und zeigt eine deutliche Schwäche für andere Mädchen.
Nach dem Vertragskuss mit Muneakira Yagyu verändert sich ihre Gefühlslage ihm gegenüber.
Obwohl sie weiterhin ihre M- und Yuri-Tendenzen behält, beginnt sie, in seiner Nähe errötend zu reagieren und entwickelt romantische Gefühle.
Diese Mischung aus strenger Optik, devoter Persönlichkeit und versteckter Romantik macht sie zu einer besonders auffälligen Figur.
Ihre komischen Missgeschicke und ihr innerer Konflikt zwischen Pflichtgefühl und Gefühlen sorgen immer wieder für humorvolle und charmante Szenen.
Hanzo Hattori ist weniger eine klassische Samurai-Kämpferin als eine spezialisierte Ninja.
Ihre Bewegungen sind schnell, präzise und taktisch, mit Fokus auf Überraschungsangriffe und Kontrolle des Gegners.
Als Hauptwaffe führt sie ein Ninjaschwert.
Dieses nutzt sie für schnelle Nahkampfangriffe, bei denen sie ihre Wendigkeit ausspielt.
Unter ihrem gepanzerten Rock verbirgt sie zahlreiche Wurfsterne.
Diese Shuriken setzt sie für Distanzangriffe, Ablenkungen und Kombos mit ihrem Schwert ein.
In der Anime-Version sind ihre Wurfsterne zusätzlich mit Drähten versehen.
Dadurch kann sie sie nach dem Abfeuern wieder einziehen, Gegner fesseln oder deren Bewegungen einschränken.
Dieser Drahttrick erlaubt ihr eine flexible Kontrolle über das Kampffeld.
Sie kann Gegner entwaffnen, Bewegungen stoppen oder sich schnell an ihnen heranziehen.
In ihrer Master-Samurai-Form steigern sich ihre Kraft, Geschwindigkeit und Präzision deutlich.
So wird sie von einer tollpatschigen Disziplinarchefin zu einer gefährlichen, wenn auch eigenwilligen Elitekämpferin.
Im Original wird Hanzo von der Sprecherin Saori Gotō vertont.
Ihre Stimme unterstreicht den Kontrast zwischen strenger Fassade und innerer Devotheit.
Innerhalb des Fandoms ist ihr offizieller Name „Hanzo Hattori“ maßgeblich.
Wer nach Illustrationen oder Fan-Art sucht, findet sie häufig unter der Bezeichnung „Hanzo Hattori (Hyakka Ryōran)“.
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