Jubei Yagyu ist die Hauptheldin der Serie Hyakka Ryoran Samurai Girls, ein roothaariges Schwertwunder, das buchstäblich eines Abends durch die Decke des Yagyu-Dojos fällt und seitdem das Leben von Muneakira Yagyu auf den Kopf stellt.
Jubei stellt sich selbstbewusst als die legendäre Schwertmeisterin Jubei Mitsuyoshi Yagyu vor, doch die genaue Verbindung zu dieser historischen Figur bleibt ein Geheimnis.
Sie leidet unter Amnesie und hat keinerlei Erinnerungen an ihre Vergangenheit, ihre Herkunft oder den Grund, warum sie vom Himmel gefallen ist.
Mangels Erinnerungen nennt sie Muneakira Yagyu kurzerhand „großer Bruder“ und übernimmt diese Anrede als festen Bestandteil ihres Alltags.
Dieser familiäre Ton verstärkt ihre enge Bindung zu Muneakira, auch wenn das Verhältnis offiziell nicht durch Blutsverwandtschaft begründet ist.
Im normalen Alltag wirkt Jubei fröhlich, kindlich und impulsiv.
Ihr Verhalten ist häufig albern, spontan und unbedarft, was sie sowohl chaotisch als auch liebenswert macht.
Sie ist davon überzeugt, ein Talent für Spitznamen zu haben.
Fast jeder, dem sie begegnet, bekommt von ihr einen eigenen Kosenamen verpasst, den sie konsequent benutzt.
Eine auffällige Ausnahme bildet Sen Tokugawa, die sie mit ihrem richtigen Namen anspricht, ebenso wie Hanzo Hattori.
Kanetsugu Naoe dagegen erhält so viele wechselnde Spitznamen, dass selbst Jubei sie nicht konsequent beibehält.
Mit Musashi Miyamoto, die zunächst ihre Identität bezweifelt, freundet sie sich schließlich an und nennt sie vertraut „Mutchan“.
Insgesamt zeigt Jubei eine offene, kontaktfreudige und schnell vertraut werdende Art, die oft für komische Situationen sorgt.
Obwohl Jubei im Alltag wie ein Kind wirkt, verfügt sie selbst in ihrem „normalen“ Zustand über ein außergewöhnliches Talent im Schwertkampf.
Ihre Fähigkeiten liegen zwar unter ihrem wahren Schwertmädchen-Zustand, reichen aber immer noch an das Niveau eines genialen Schwertkämpfers heran.
In ihrem Körper ruht die Seele der Schwertmeisterin Jubei Mitsuyoshi Yagyu.
Diese Seele ist normalerweise im Schlaf, kann aber durch einen Kuss mit Muneakira Yagyu geweckt werden und verwandelt Jubei in ein Schwertmädchen mit überragenden Kräften.
In diesem Schwertmädchen-Zustand verändern sich ihre Aura, ihre Kampfkraft und ihre Ernsthaftigkeit schlagartig.
Ihre zuvor kindliche Art weicht dann der Persönlichkeit der ernsten, disziplinierten Schwertmeisterin.
Im Verlauf der zweiten Staffel erreichen ihre Kräfte sogar das Niveau einer Schwertkönigin.
Allerdings führt diese enorme Macht zeitweise zu einem Kontrollverlust über ihre geistige Energie, was in einer gefährlichen „Energie-Überlastung“ gipfelt.
Jubei kämpft mit zwei japanischen Schwertern (einem langen und einem kurzen Schwert), in deren Klingen der Name Miike Denta eingraviert ist.
Diese beiden Klingen bilden das Herzstück ihres einzigartigen Kampfstils.
Die Scheiden der Schwerter sind mit einem heiligen Seil an ihren Oberschenkeln befestigt.
Jubei nutzt diese Befestigung als Drehpunkt, um sich im Kampf in eleganten Bögen zu drehen und so eine charakteristische, kreisende Schwerttechnik einzusetzen.
Im Gegensatz zur historischen Jubei Mitsuyoshi Yagyu ist sie nicht einäugig.
Stattdessen trägt sie als Haarspange eine Schwert-Tsuba, also eine Parierstange, die einst von der historischen Jubei als Augenklappe verwendet wurde.
Diese Tsuba hat sie ursprünglich heimlich aus dem Lagerraum des Yagyu-Dojos an sich genommen und kurzerhand zu ihrem persönlichen Accessoire gemacht.
In der Anime-Fassung trägt sie dieses Stück von Anfang an, was ihre enge symbolische Verbindung zur historischen Schwertmeisterin unterstreicht.
In der ersten Staffel von Hyakka Ryoran Samurai Girls taucht Jubei auf, indem sie plötzlich durch die Decke des Yagyu-Dojos stürzt.
In der Anime-Version wird sie in diesem Moment von Hanzo Hattori und anderen verfolgt und fällt mitten in die laufenden Ereignisse hinein.
Sobald Jubeis Lippen die von Muneakira Yagyu berühren, erwacht die ruhende Seele der Schwertmeisterin in ihr.
Sie verwandelt sich daraufhin in ein mächtiges Schwertmädchen und entfaltet ihre wahren Kräfte im Kampf.
Sie kämpft an der Seite von Muneakira und den anderen Schwertmädchen gegen unterschiedliche Gegner, unter anderem gegen Gisen Yagyu.
Im Finale der ersten Staffel liefert sie sich einen entscheidenden Kampf mit Gisen, bei dem beide scheinbar gemeinsam verschwinden.
Zu Beginn der zweiten Staffel gilt Jubei nach ihrem Kampf gegen Gisen Yagyu als verschwunden und vermutlich vernichtet.
Muneakira Yagyu begibt sich daraufhin auf eine Reise, um sich als Schwertmeister weiterzuentwickeln.
Nach seiner Rückkehr findet er das alte Yagyu-Dojo völlig verändert vor, denn es wurde in ein Maid-Café mit dem Namen „True Shadow“ umgewandelt.
Wie durch ein Wunder befindet sich Jubei plötzlich wieder im Dojo, bereits umgezogen in ein Maid-Outfit und arbeitet dort scheinbar ganz selbstverständlich als Bedienung.
Als die Dark Samurai das Dojo herausfordern und dort auftauchen, versucht Jubei, durch einen Kuss mit Muneakira wieder zum Schwertmädchen zu werden.
Zu ihrem Schock funktioniert die Verwandlung zunächst nicht, und sie ist im Kampf völlig unterlegen.
Jubei stellt sich in dieser Zeit öffentlich als „Jubei Yagyu“ vor.
Musashi Miyamoto zweifelt jedoch an ihrer Echtheit und bezeichnet sie als Betrügerin, was Jubei zusätzlich verunsichert.
Trotz dieses Misstrauens entwickelt sich zwischen Jubei und Musashi eine freundschaftliche Beziehung.
Musashi wird zur Stammkundin des Maid-Cafés, und Jubei gibt ihr den Kosenamen „Mutchan“, unter dem sie sie herzlich und vertraut anspricht.
Die Schulden des Yagyu-Dojos werden nach und nach abbezahlt, während Jubei und die anderen als Maids arbeiten.
Parallel dazu trainiert Jubei ihre geistige Energie, unterstützt von den Kenntnissen und dem Wissen von Keiji Maeda.
Durch diese Kombination aus Training und Anleitung erwacht schließlich die Persönlichkeit und Kraft der Schwertmeisterin Jubei Mitsuyoshi Yagyu wieder vollständig in ihr.
Ihre Kräfte kehren stärker zurück als zuvor, doch nun tritt ein neues Problem auf: Sie kann die Schwertmädchen-Verwandlung nicht mehr selbstständig aufheben.
Die enorme Kraft führt zu einem gefährlichen Überlaufen ihrer inneren Energie.
Jubei leidet unter dieser Energie-Überlastung und durchlebt eine Phase, in der sie kaum Kontrolle über sich selbst hat.
Dank der Unterstützung von Muneakira Yagyu und seines Verwandten Muneaki Yagyu sowie der Hilfe von Keiji Maeda gelingt es, ihre Energie zu stabilisieren.
Jubei kann schließlich wieder zu ihrem normalen Zustand zurückkehren und ihre Kräfte kontrollieren, ohne sich selbst oder andere zu gefährden.
Am Tag des großen Duells gegen die Dark Samurai erscheint Musashi Miyamoto im Yagyu-Dojo, um sich dem entscheidenden Kampf zu stellen.
Jubei tritt ihr als wiedererstarktes Schwertmädchen entgegen und bereitet sich auf eine konfrontative, aber auch respektvolle Auseinandersetzung vor.
In der ersten Anime-Staffel verwandelt sich Jubei mit einem Kuss in ihr Schwertmädchen-Ich, ohne einen bestimmten Kampfruf zu verwenden.
Die Verwandlung geschieht direkt durch den Kontakt mit Muneakiras Lippen und die dabei freigesetzte Bindung zwischen Meister und Schwertmädchen.
In der zweiten Staffel wird das Ganze deutlich ritualisierter.
Wenn Jubei sich in ein Schwertmädchen verwandelt, ruft sie die Worte „Tenka Muso“, was sinngemäß „unvergleichlich in der Welt“ bedeutet.
Dieser Ruf leitet die Aktivierung ihrer Schwertmädchen-Kraft ein und unterstreicht ihren Anspruch, eine einzigartige Kämpferin zu sein.
Bei der Verwandlung in den noch mächtigeren Zustand der Schwertkönigin verwendet sie den Ruf „Hyakka Ryoran“, der im Titel der Serie vorkommt und für ein „prächtiges Aufblühen vieler Blumen“ steht.
Dieser Ruf symbolisiert nicht nur ihre gesteigerte Macht, sondern auch das Zusammenwirken vieler Schwertmädchen und Persönlichkeiten in ihr.
Als Schwertkönigin erreicht sie ein Niveau, das weit über dem eines normalen Schwertmädchens liegt und ganze Schlachten entscheiden kann.
Zu Muneakira Yagyu hat Jubei ein besonders enges Verhältnis, das zwischen Geschwisterähnlichkeit, Kameradschaft und tiefer emotionaler Bindung schwankt.
Sie vertraut ihm vollkommen, sowohl im Kampf als auch im Alltag, und er ist der Schlüssel zu ihrer Verwandlung und inneren Stabilität.
Sen Tokugawa und Hanzo Hattori behandelt sie respektvoller, indem sie deren Namen verwendet.
Trotz ihrer kindlichen Art ist sie ihnen gegenüber loyal und stellt sich im Kampf an ihre Seite.
Mit Kanetsugu Naoe verbindet sie eine eher humorvolle Beziehung.
Die ständig wechselnden Spitznamen, die Jubei für Kanetsugu erfindet, sorgen regelmäßig für Aufregung und komische Momente.
Musashi Miyamoto gegenüber muss sich Jubei erst beweisen, da diese sie zunächst für eine Fälscherin hält.
Mit der Zeit wird aus anfänglichem Misstrauen jedoch eine freundschaftliche Rivalität, unterstützt durch ihren Alltag im Maid-Café.
Keiji Maeda ist für Jubei eine Art Mentor in Fragen der geistigen Energie und inneren Balance.
Durch seine Unterstützung lernt sie, ihre Kräfte verantwortungsbewusst einzusetzen und die gefährliche Überlastung ihrer Energie zu überwinden.
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