Musashi Miyamoto ist eine weibliche Verkörperung der Seele des legendären Schwertmeisters Musashi Miyamoto, Erfinder des Niten Ichiryu-Stils und Verfasser des „Buches der Fünf Ringe“, die in Hyakka Ryōran Samurai Girls und dessen Fortsetzungen als Schwertkämpferin auftritt.
Musashi hat die Seele des historischen Schwertheiligen Musashi Miyamoto geerbt und gilt daher als außergewöhnlich talentierte Schwertkämpferin.
Sie reist meist zusammen mit Kojiro Sasaki und bildet mit ihm ein eingespieltes Duo.
Auf ihr eigenes äußeres Erscheinungsbild legt sie wenig Wert, weshalb Kojiro sie häufig wegen mangelnder Selbstpflege tadelt.
Trotz ihrer ruppigen Art hegt sie durchaus Zuneigung zu Kojiro, was sich in ihrem tsunderehaften Verhalten ihm gegenüber äußert.
Musashi orientiert sich stark an einem strengen Ehrenkodex, der an den klassischen Bushido erinnert.
Unfaire oder hinterhältige Methoden, wie etwa ein Angriff aus dem Hinterhalt, bedeuten für sie einen schweren Verstoß gegen diese Prinzipien und bringen sie schnell in Rage.
Gleichzeitig zeigt sie sich als kameradschaftlich und fürsorglich.
Sie sorgt sich besonders um Mataemon Araki, wenn dieser von seiner eigenen Kraft übermannt zu werden droht.
Beim Herbeirufen in die moderne Welt verliert Musashi durch das Eingreifen von Gisen Yagyu vierter Schüler Shiro (im Originaltext: Shiro) ihr natürliches Hörvermögen.
Um das auszugleichen, werden ihr ohrhörerartige Geräte eingesetzt, die ihr eine übernatürliche Hörfähigkeit verleihen.
Durch diese Technik kann Musashi selbst das Fallen einer Nadel aus einer Entfernung von einem Kilometer klar wahrnehmen.
Allerdings hört sie alle Geräusche auf derselben „Frequenz“, wodurch sie Lautstärke oder Intensität nicht unterscheiden kann.
In der zweiten Staffel der Anime-Umsetzung trägt sie im Kampf spezielle Kopfhörer, die ihre Fähigkeiten aktivieren.
Außerhalb von Kampfsituationen legt sie diese ab und wirkt, als könne sie ganz normal hören, ohne dass ihr Hörverlust auffällt.
Musashis Kampfkraft entspricht der eines wahren Schwertheiligen, und sie sehnt sich geradezu danach, gegen starke Gegner anzutreten.
Besonders ein Duell mit Jubei Yagyu lässt ihr Herz höherschlagen, da sie in ihr eine würdige Rivalin sieht.
Beziehung zu Jubei Yagyu
Musashi ist fasziniert von der Stärke von Jubei Yagyu und wünscht sich nichts sehnlicher, als mit ihrer „wahren“ Form die Klingen zu kreuzen.
Zunächst bezeichnet sie Jubei jedoch abfällig als „Fälschung“ oder „falsche Jubei“, da sie deren wahres Potenzial noch nicht erkennt.
Als sie Jubei in einem Maid-Wettbewerb gegenübersteht, kommt es zu einem Wendepunkt.
In diesem Kampf erkennt Musashi, dass Jubei tatsächlich die echte Jubei Yagyu ist, und freut sich ehrlich darauf, eines Tages gegen ihre voll entfaltete Kraft anzutreten.
Im Alltag zeigt sich die Beziehung zwischen den beiden erstaunlich vertraut.
Jubei nennt Musashi liebevoll „Mucchan“, was andeutet, dass sie sich trotz ihrer Rivalität gut verstehen und ein fast freundschaftliches Verhältnis pflegen.
Beziehung zu Kojiro Sasaki
Kojiro Sasaki ist Musashis wichtigster Begleiter und gleichzeitig ihr klassischer Gegenpol.
Während Musashi eher unbedarft und nachlässig mit sich selbst umgeht, achtet Kojiro sehr darauf, dass sie sich kümmert und ordentlich auftritt.
Musashi lässt seine Kritik zwar selten offen an sich heran, lehnt ihn aber keineswegs ab.
Ihre Art ist hier deutlich tsundere: Was wie Ablehnung wirkt, ist meist nur eine ungeschickte Form der Zuneigung.
Verhältnis zu Mataemon Araki und den anderen
Musashi ist Teil der sogenannten „Dunklen Samurai“, zu denen auch Mataemon Araki zählt.
Obwohl diese Gruppe zunächst als bedrohlich erscheint, zeigen die Mitglieder untereinander starke Loyalität.
Als Mataemon droht, von seiner eigenen Kraft übermannt zu werden und die Kontrolle zu verlieren, macht sich Musashi spürbar Sorgen um ihn.
Diese Reaktion zeigt, dass sie keineswegs nur eine kampfbesessene Kriegerin, sondern auch eine verlässliche Kameradin ist.
Zu Jubeis Gefährten und dem Umfeld der Yagyu-Schule entwickelt Musashi schrittweise eine immer engere Verbindung.
Unter den vier Dunklen Samurai ist sie schließlich diejenige, die am stärksten mit der Yagyu-Schule und deren Bewohnern verknüpft ist.
Besuch der Yagyu-Schule und Maid-Café
Nachdem Jubei Yagyu Gisen Yagyu besiegt hat, sucht Musashi gemeinsam mit drei Gefährten die Yagyu-Schule auf.
Zu ihrer Überraschung findet sie dort kein klassisches Dojo vor, sondern ein Maid-Café, das im Gebäude eingerichtet wurde.
Zunächst ist Musashi von dieser absurden Situation sichtlich irritiert.
Doch der „Lecker-werden-Zauberspruch“ von Tru Shadow (im Original: True Shadow), der dort als Maid arbeitet, begeistert sie so sehr, dass sie schnell zur Stammkundin wird.
Ihre Rechnungen begleicht Musashi mit einer schwarzen, offiziell vom Tokugawa-Regime anerkannten Kreditkarte.
Dieser kleine Luxus unterstreicht ihre besondere Stellung innerhalb der Welt von Hyakka Ryōran Samurai Girls und ihren Status als von der Tokugawa-Führung unterstützte Kämpferin.
Begegnung mit Sarutobi Sasuke im Bad
In einer Spezialfolge (Episode 2.5) begegnet Musashi auf einem Spaziergang Sarutobi Sasuke, der ratlos vor einem öffentlichen Badehaus steht.
Sie beobachtet seine Situation, bis wenig später auch Jubei auftaucht, die Sasuke verfolgt hat.
Gemeinsam mit Jubei und Sasuke betritt Musashi schließlich das Badehaus.
Diese Episode zeigt sie von einer eher alltäglichen, entspannten Seite fernab des Schlachtfeldes.
Missverständnis um Inshun Hōzōin
Als Musashi von Jubei erfährt, dass Inshun Hōzōin angeblich ein Serien-Angreifer in der Stadt sei, beginnt sie, die Umgebung zu durchsuchen.
Sie stößt auf Inshun und missversteht dessen Rolle, was sie glauben lässt, er würde hinterhältige Überfälle verüben.
Diese vermeintlich heimtückischen Angriffe empören Musashi zutiefst.
In ihren Augen widerspricht ein feiger Hinterhalt völlig dem Ehrenkodex eines wahren Kriegers, den sie so hochhält.
Die Lage spitzt sich zu, als eine Gruppe von Rachegeistern dafür sorgt, dass der geplante Vierer-Showdown der Dunklen Samurai an der Yagyu-Schule nicht wie vorgesehen stattfindet.
Stattdessen macht sich Musashi allein auf den Weg, um sich ihrem Schicksal und dem Duell mit Jubei zu stellen.
Kampf, Besessenheit und Ende
Musashi erhält schließlich die Gelegenheit, tatsächlich gegen Jubei in ihrer entfesselten Form anzutreten.
Der Kampf ist intensiv und entspricht genau dem, was Musashi sich als Schwertkämpferin erträumt hat.
Doch im Verlauf der Ereignisse wird Musashi vom gewaltigen Dämonenschwert-Gott Daikenki absorbiert.
Sie dient fortan als Wirt und wird gegen ihren Willen instrumentalisiert, um als Gegnerin für die zur „Samurai-Braut“ gewordene Jubei zu fungieren.
Im aufopferungsvollen Gefecht gegen die Samurai-Braut-Jubei unterliegt Musashi schließlich.
Nach ihrer Niederlage beruhigen sich die übernatürlichen Kräfte, und Musashi kann im Angesicht einer möglichen zukünftigen Wiederbegegnung mit Jubei in Frieden vergehen.
Sie äußert den Wunsch, Jubei eines Tages erneut gegenüberzutreten, diesmal ohne Fremdeinwirkung und als freie Schwertkämpferin.
Mit diesem Gedanken findet sie ihren Frieden und „erlöst“ sich, was zugleich ihren Charakterbogen tragisch, aber würdevoll abschließt.
Musashi kämpft mit zwei breiten Klingen, einem langen und einem kürzeren Schwert, die ihrem Doppel-Schwertstil entsprechen.
Diese Waffen sind so robust, dass sie selbst der massiven Klinge von Nia, einem schweren Zweihänder, standhalten.
In der Anime-Version verwendet Musashi außerhalb des Kampfmodus meist zwei Holzschwerter anstelle ihrer echten Klingen.
Ihre Kraft ist jedoch so groß, dass sie selbst mit diesen Holzschwertern mühelos Steine in zwei Hälften spalten kann.
Ihr Stil ist offensiv, direkt und auf Konfrontation ausgelegt.
Musashi sucht aktiv die Herausforderung starker Gegner und betrachtet einen fairen, offenen Kampf als höchste Form der Ehre.
Musashi vereint mehrere Gegensätze in sich: Sie ist einerseits eine kompromisslose Kämpferin, andererseits loyal und warmherzig gegenüber ihren Kameraden.
Ihre tsunderehafte Zuneigung zu Kojiro und ihr respektvoller Rivalitätsgeist gegenüber Jubei verleihen ihr zusätzliche Tiefe.
Ihre mangelnde Selbstfürsorge sorgt immer wieder für humorvolle Situationen im Alltag.
Gleichzeitig zeigen ihre Besuche im Maid-Café, ihre Vorliebe für charmante „Zaubersprüche“ und ihre Nutzung einer Tokugawa-Black-Card, dass sie sich auch in der modernen, skurrilen Welt von Hyakka Ryōran Samurai Girls überraschend gut zurechtfindet.
Musashi definiert sich vor allem über ihren Ehrenkodex und den Wunsch, immer weiter zu wachsen.
Der Traum, eines Tages erneut in einem ehrlichen Duell der „echten“ Jubei gegenüberzustehen, bildet den Kern ihres Inneren und macht sie zu einer der markantesten Schwertkämpferinnen der Serie.
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