Sour Face ist eine männliche Nebenfigur aus der Manga-Neuauflage von One Punch Man, die ausschließlich in der Version von Zeichner Murata auftritt und als ehemaliger Schüler von Bang sowie heutiger Kampfsportler und „Meister“ des Nigamushi-Stil-Kung-Fu dargestellt wird.
Sour Face stammt aus der Kampfschule von Bang, einem der stärksten Helden, wo er sich selbst als dessen „zweiter Schüler“ bezeichnete.
Nachdem Garou im Dojo seine wahre, brutale Natur zeigte und Sour Face im Kampf besiegte, verließ Sour Face gemeinsam mit den anderen Schülern enttäuscht und eingeschüchtert die Schule.
In der aktuellen Handlung tritt er als Leiter und Lehrer eines eigenen Stils auf, dem „Nigamushi-Stil-Kung-Fu“, und versucht, sich als ernstzunehmender Kampfkünstler zu etablieren.
Sein Auftreten ist einschüchternd, aber seine tatsächliche Persönlichkeit ist deutlich unsicherer und ängstlicher, als sein Gesicht vermuten lässt.
Auf den ersten Blick wirkt Sour Face wie ein fieser Tyrann und typischer Schikanierer.
Im Dojo von Bang soll er den jüngeren Charanko wiederholt mit Würgetechniken so lange attackiert haben, bis dieser bewusstlos wurde.
Hinter dieser Fassade steckt jedoch ein eher kleinmütiger, leicht verunsicherter junger Mann.
Er ist tatsächlich erst etwa 20 Jahre alt, wirkt durch sein hartes Gesicht aber deutlich älter und wird regelmäßig als „alter Sack“ oder „Opa-Typ“ bezeichnet, was ihn sichtlich trifft.
Er neigt dazu, vor Kämpfen Ausreden zu suchen oder sich selbst kleinzureden, was seine mangelnde mentale Stärke zeigt.
Gleichzeitig beweist er einen gewissen Anstand: Er sorgt sich mehrfach um Charanko (bzw. den als Charanko verkleideten Saitama), gibt ihm Tipps und versucht, auf ihn aufzupassen.
Nach seinem Sieg über Jakumen mit einer Würgetechnik lobt er seinen Gegner und zeigt sportliche Fairness.
Diese Momente verdeutlichen, dass Sour Face trotz seiner Gemeinheiten und Unsicherheiten keine völlig schlechte Person ist, sondern eher ein unreifer, aber nicht grundlegend böser Charakter.
Sour Face ist ein geübter Kampfkünstler und ehemaliger Schüler von Bang, was bereits ein hohes technisches Grundniveau impliziert.
In seinem eigenen „Nigamushi-Stil-Kung-Fu“ setzt er sehr stark auf Würfe, Griffe und insbesondere Würgetechniken, mit denen er Gegner bewusstlos machen kann.
Eine markante Schwäche von Sour Face sind seine relativ kurzen Beine, weshalb er in Tritt- und Fußtechniken deutlich schlechter ist.
Er gleicht das durch den Fokus auf Oberkörpertechniken, Haltegriffe und Würgegriffe aus und versucht, Gegner im Nahkampf zu kontrollieren.
In einem Turnierkampf gewinnt er seinen ersten Kampf gegen Jakumen, indem er ihn mit einer Würgetechnik zur Aufgabe beziehungsweise Bewusstlosigkeit bringt.
Seine Technik reicht aus, um normale Kämpfer auszuschalten, jedoch nicht, um mit absoluten Topkämpfern der Serie mitzuhalten.
Zeit im Dojo von Bang
In seiner Vergangenheit trainierte Sour Face im Dojo von Bang und war dort ein älterer Schüler.
Gegenüber dem jüngeren Charanko verhielt er sich schikanierend, indem er ihn regelmäßig bis zur Bewusstlosigkeit in Würgegriffe nahm, was ihm im Dojo keinen besonders sympathischen Ruf einbrachte.
Als Garou im Dojo ausrastete und ernsthaft gegen die Schüler kämpfte, stellte sich Sour Face ihm entgegen, wurde jedoch deutlich besiegt.
Der Schock über Garous Brutalität und die eigene Niederlage führte dazu, dass Sour Face – wie die meisten Schüler – das Dojo verließ.
Turnier und Begegnung mit Saitama
Später nimmt Sour Face an einem Kampfsportturnier teil, bei dem auch Saitama als falscher Charanko startet.
Sour Face erkennt aufgrund der ähnlichen Statur den Betrug nicht, da er ohne seine Brille Gesichter kaum unterscheiden kann.
Im Turnier zeigt er zunächst seine Fähigkeiten, indem er Jakumen mit einer Würgetechnik besiegt.
Nach dem Kampf würdigt er seinen Gegner und wirkt deutlich respektvoller, als man es angesichts seiner früheren Schikanen erwarten würde.
In seinem zweiten Kampf trifft er auf den als Charanko verkleideten Saitama und fordert ihn zu einem ernsten Duell heraus.
Saitama besiegt ihn jedoch mühelos mit einem K.O., was klar macht, wie groß der Abstand zwischen ihnen ist.
Direkt nach dem Turnier tauchen echte Monster auf, die die Arena angreifen.
Sour Face wird von einem dieser Monster schwer verletzt und schließlich ins Krankenhaus eingeliefert, womit sein Turnierabenteuer abrupt endet.
Bang
Bang ist Sour Faces ehemaliger Meister und eine zentrale Figur seiner Vergangenheit.
Sour Face respektiert die Stärke von Bang, verlässt aber nach dem Vorfall mit Garou dessen Dojo und trennt sich so von seinem Lehrer.
Die Tatsache, dass Sour Face später seinen eigenen Stil gründet, zeigt, dass er sich trotz dieser Trennung immer noch als Kampfkünstler definieren will.
Garou
Garou ist der Auslöser für Sour Faces Wendepunkt.
Er wird von Garou besiegt, als dieser seine monströse Seite im Dojo zeigt.
Die Niederlage gegen Garou ist für Sour Face sowohl körperlich als auch emotional prägend.
Sie markiert das Ende seiner Zeit bei Bang und verstärkt seine Unsicherheit, aber auch seinen Wunsch, sich als Kämpfer neu zu beweisen.
Charanko
Zu Charanko hat Sour Face eine widersprüchliche Beziehung.
Einerseits hat er Charanko in der Vergangenheit schikaniert, indem er ihn mit Würgetechniken drangsalierte.
Andererseits zeigt er später durchaus Fürsorge und macht sich Sorgen um ihn, als er den vermeintlichen Charanko (in Wahrheit Saitama) beim Turnier trifft.
Er gibt ihm Ratschläge und versucht, ihn vor gefährlichen Gegnern und vor Übermut zu warnen.
Saitama
Saitama tritt Sour Face gegenüber als Charanko verkleidet auf.
Da Sour Face ohne Brille stark kurzsichtig ist, kann er die Täuschung nicht durchschauen und hält Saitama für seinen alten Dojo-Kameraden.
Im Turnier fordert Sour Face „Charanko“ zu einem ernsthaften Kampf heraus, wird aber von Saitama mit einem einzigen klaren Treffer K.O. geschlagen.
Durch diese Begegnung wird die Kluft zwischen einem durchschnittlich starken Kampfkünstler und einem übermenschlichen Helden wie Saitama grell deutlich.
Sour Face hat ein markant hartes, „böses“ Gesicht, das ihn deutlich älter und einschüchternder wirken lässt, als er tatsächlich ist.
Obwohl er ungefähr 20 Jahre alt ist, wird er wegen seines Aussehens von anderen oft wie ein älterer Mann behandelt, was ihn persönlich verletzt und verunsichert.
Er ist stark kurzsichtig und trägt normalerweise eine Brille.
Ohne Brille kann er Gesichter kaum erkennen, weshalb er Saitama nicht als Fremden erkennt, als dieser sich als Charanko verkleidet.
Seine kurzen Beine machen ihn für Tritttechniken ungeeignet, weshalb er bei Fußangriffen deutlich im Nachteil ist.
Stattdessen fokussiert er sich auf Griffe, Würfe und Würgetechniken, um im Nahkampf gefährlich zu sein.
Sour Face dient in One Punch Man sowohl als humorvolle Figur als auch als Beispiel für einen „normalen“ Kampfkünstler, der zwischen Monstergefahr und übermächtigen Helden steht.
Er bringt durch seine Unsicherheiten, sein hartes Gesicht bei jungem Alter und seine Mischung aus Gemeinheit und Anstand eine menschliche, leicht chaotische Note in die Geschichte.
Seine Niederlage gegen Garou und später gegen Saitama zeigt die gewaltige Spannweite der Kräfteverhältnisse in der Welt von One Punch Man.
Gleichzeitig veranschaulicht Sour Face, wie Menschen trotz Niederlagen versuchen, ihren eigenen Weg zu gehen – selbst wenn dieser „nur“ in der Rolle eines etwas überforderten Turnierkämpfers und Kleinmeisters eines Nischenkampfstils besteht.
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