Kojiro Sasaki ist eine weibliche Schwertkämpferin aus dem Franchise Hyakka Ryōran Samurai Girls, die als Reinkarnation des legendären Schwertmeisters gilt, der einst auf der Insel Ganryu mit Musashi Miyamoto kämpfte.
Kojiro Sasaki ist eine großgewachsene junge Frau, die den Geist des historischen Schwertmeisters Kojiro Sasaki in sich trägt.
Sie tritt als eine Art wiedererweckte Kämpferin in Erscheinung und begleitet Musashi Miyamoto nahezu ständig.
Sie trägt traditionell ein Kimono und gibt sich ausgesprochen weiblich.
Ihr Äußeres ist ihr wichtig, sie pflegt sorgfältig Haare und Haut und achtet sehr auf ihr Erscheinungsbild.
Im ersten Eindruck wirkt sie ruhig, zurückhaltend und eher still.
Diese Ruhe täuscht jedoch, denn in emotionalen Ausnahmesituationen kann sie die Beherrschung verlieren und sehr impulsiv werden.
Als sie bei einem Aufklärungsauftrag Musashi Miyamoto im Kampf beobachtet, verletzt Nia Kojiros Haut.
Daraufhin gerät sie in rasende Wut, will Nia töten, wird aber von Musashi daran gehindert.
Musashi nennt sie liebevoll oder lässig „Gan“, abgeleitet vom Schriftzeichen „Gan“ in „Ganryu“.
Kojiro mag diesen Spitznamen nicht, bleibt aber trotzdem an Musashis Seite, weil sie starke Zuneigung zu ihm empfindet.
Trotz ihrer kämpferischen Natur ist Kojiro in vielen Situationen erstaunlich naiv und leicht zu beeinflussen.
Ihre Mischung aus tödlichem Talent und unbeholfener Weiblichkeit macht sie zu einer auffallend einzigartigen Figur.
Bei ihrer Beschwörung in die Welt der Handlung verliert Kojiro ihr Sehvermögen.
Ihr werden stattdessen eine Art mechanische Augenbinde beziehungsweise ein goggleartiges Gerät über den Augen angebracht, wodurch sie eine besondere Fähigkeit erhält.
Durch diese künstlichen Augen kann sie selbst in völliger Dunkelheit kleinste Schrift erkennen, etwa die Buchstaben in einem Wörterbuch.
Außerdem ist sie in der Lage, Materie dreidimensional zu erfassen und den Raum räumlich extrem präzise wahrzunehmen.
Diese Wahrnehmung hat jedoch Grenzen:
Sie kann nur die Form als dreidimensionale Erscheinung sehen, erkennt aber weder Material, Oberflächenstruktur noch stabilität oder Härte.
Kojiro könnte die Augenbinde theoretisch abnehmen und die Augen öffnen.
Doch ihre Augen sind dann blutrot verfärbt, Blut tropft heraus, und es wird deutlich, dass sie ohne das Gerät weder sehen noch ihre Fähigkeit nutzen kann.
In der zweiten Staffel der Anime-Adaption trägt Kojiro die Augenbinde nur im Kampf.
In Alltagsszenen ist sie oftmals ohne Augenbinde zu sehen, ohne Anzeichen von Blindheit, was ihre Situation rätselhafter macht.
In dieser Phase weiß sie ebenso wie andere wiedererweckte Figuren nicht, warum sie ins Leben zurückgerufen wurde.
Sie ist sehr daran interessiert, dieses Geheimnis zu lüften, was sie von dem eher gleichgültigen Musashi deutlich unterscheidet.
Kojiro und Musashi Miyamoto sind thematisch als Gegensätze angelegt.
Während Musashi eher rau, unkompliziert und wenig wert auf Äußerlichkeiten legt, ist Kojiro betont feminin, eitel und gepflegt.
Sie bleibt freiwillig in Musashis Nähe, obwohl sie seinen Spitznamen für sie nicht mag.
Ihre Gefühle für ihn sind romantisch gefärbt, auch wenn sie sich diese nicht immer offen eingesteht.
Dass Musashi sich wenig dafür interessiert, warum sie wiedererweckt wurden, frustriert Kojiro zunehmend.
Sie wünscht sich, dass er sich mehr mit den Ursachen ihres Schicksals auseinandersetzt, statt nur in den Alltag hineinzuleben.
Als Musashi beginnt, häufig zu Jubei Yagyu zu gehen, steigert das Kojiros Eifersucht.
Ihre emotionalen Reaktionen auf Musashis Verhalten treiben sie zu extremen Handlungen, besonders im Bezug auf Jubei.
Kojiro ist stark irritiert und eifersüchtig, weil Musashi viel Zeit mit Jubei Yagyu verbringt.
Jubei nennt Musashi liebevoll „Mutchan“, was Kojiros Eifersucht weiter anheizt.
Diese Eifersucht steigert sich so sehr, dass Kojiro schließlich beschließt, Jubei einfach „verschwinden“ zu lassen.
Sie plant einen Anschlag, um Jubei aus dem Weg zu räumen.
Sie setzt dazu ihre Augenbinde auf und nutzt eine Art Hypnosefähigkeit, um Jubei zu beeinflussen.
Unter ihrem Einfluss soll Jubei eine Treppe hinabstürzen und dabei zu Tode kommen.
Der Anschlag wird jedoch von Gisen Yagyu vereitelt, die unerwartet wieder in Erscheinung tritt.
Als Kojiro Gisen sieht, ist sie extrem überrascht und bezeichnet sie als „Priesterin von Amakusa“, was auf Gisens besondere Herkunft verweist.
Durch diesen Vorfall wird deutlich, dass Kojiro in emotionalen Extremsituationen zu radikalen und gefährlichen Entscheidungen fähig ist.
Ihre starke, aber besitzergreifende Zuneigung zu Musashi ist dabei ein zentraler Auslöser.
Auf Musashis Anregung hin nimmt Kojiro an einem Maid-Wettbewerb teil.
Für sie ist die damit verbundene öffentliche Zurschaustellung, insbesondere im Badeanzug, extrem peinlich.
Obwohl sie in Alltagsmomenten sehr schüchtern wirkt, zeigt sie im Wettbewerb ihre außergewöhnlichen Fähigkeiten.
Im Finale tritt sie gegen Sen Tokugawa in einem Wassermelonen-Zerschlag-Wettbewerb an, bei dem Bomben als Attrappen dienen.
Dank ihrer besonderen Wahrnehmung durch die Augenbinde kann Kojiro präzise zwischen echten und falschen Bomben unterscheiden.
Sie findet mühelos das richtige Ziel und demonstriert dabei eine fast übernatürliche Treffsicherheit.
In einer Spezialfolge (Folge 4.5) dringt Kojiro erneut in das Yagyu-Dojo ein.
Dort entdeckt sie frisch gewaschene und zum Trocknen aufgehängte Maid-Uniformen.
Sie ist überzeugt, dass diese Maid-Uniformen schuld daran sind, dass Musashi so leicht „verführt“ oder beeinflusst wurde.
Zunächst plant sie, die Kleider zu zerstören, um diesen Einfluss zu brechen.
Stattdessen probiert sie dann jedoch die Maid-Uniform von Kanetsugu Naoe an.
Als sie sich selbst in der Uniform sieht, ist sie von ihrem eigenen Anblick fasziniert.
Gisen Yagyu entdeckt sie in diesem Moment und beginnt, Kojiro in den „Grundlagen des Maid-Seins“ zu unterrichten.
Gisen zerreißt die Uniform teilweise und vermittelt ihr äußerst freizügige Vorstellungen von Dienstmädchen-Ästhetik.
Kojiro nimmt diese gefährlich übertriebene „Lehre“ völlig ernst.
Sie kehrt in einem extrem aufreizenden Outfit, bei dem Brust und Gesäß stark betont sind, zu dem Friedhof zurück, der als ihr Unterschlupf dient, um dort Musashi zu empfangen.
Diese Episode zeigt, wie naiv und leichtgläubig Kojiro ist, wenn es um soziale Rollen und Weiblichkeit geht.
Ihre unschuldige Ernsthaftigkeit in Kombination mit der extremen Wirkung des Outfits sorgt für humorvolle Kontraste.
In ihrem gemeinsamen Unterschlupf, einem Friedhof, werden Kojiro und Musashi von einem rachsüchtigen Geist heimgesucht.
Dieser Geist offenbart ihnen wichtige Informationen über ihre eigene Existenz und die Umstände ihrer Wiedererweckung.
Kojiro erfährt so die Wahrheit über sich selbst und ihre Lage als wiedererweckte Kämpferin.
Wie Musashi hegt sie den Wunsch, sich mit starken Gegnern zu messen und ihre Kräfte zu testen.
Sie schließt sich Mataemon Araki an, um dessen Ausbrüche und unkontrollierten Zorn zu zügeln.
Gemeinsam versuchen sie, seinen „Amoklauf“ oder seine ungebremste Gewalt einzudämmen.
Später werden der Geist, der Kojiro und die anderen beeinflusst hat, und der Fluch, der auf ihnen liegt, von Jubei Yagyu und Muneakira Yagyu gelöst.
Durch deren Kraft als „Samurai Bride“ und Meister werden die Geister gereinigt.
Der rachsüchtige Geist, der von Kojiro und den anderen Besitz ergriffen hatte, wird vollständig geläutert.
Daraufhin können Kojiro und die anderen Seelen Frieden finden und schließlich ihre Ruhe in der jenseitigen Welt finden.
Kojiros Hauptwaffe ist ein übergroßes Schwert, eine stark gekrümmte, extrem lange Klinge.
Diese sogenannte Großklinge ist deutlich länger als sie selbst und wirkt fast wie eine monströse Variante eines traditionellen Langschwertes.
Dank ihrer Größe und Kraft kann Kojiro diese riesige Klinge dennoch mit bemerkenswerter Eleganz führen.
Ihr Kampfstil beruht auf weiten, kraftvollen Schwüngen, schnellen Bewegungen und der präzisen räumlichen Wahrnehmung durch ihre Augenbinde.
Ihre Fähigkeit, Objekte dreidimensional zu sehen, macht sie gerade in unübersichtlichen oder dunklen Situationen extrem gefährlich.
Sie kann Gegner und Hindernisse orten und einschätzen, wo sie treffen muss, selbst wenn normale Sicht unmöglich wäre.
Obwohl sie nicht jede materielle Eigenschaft erkennen kann, kompensiert sie dies durch Erfahrung und instinktives Kampfgefühl.
Ihre Angriffe wirken oft wie perfekt berechnete Schnitte, die den Gegner im richtigen Moment treffen.
Kojiro strebt – ähnlich wie Musashi – nach Kämpfen mit starken Gegnern, um ihre Fähigkeiten zu erproben.
Dieser Drang nach Herausforderung verbindet ihren legendären Namen mit ihrem persönlichen Wunsch nach Stärke.
💬 Community-Diskussion
Sprich über diesen Anime mit Menschen, denen er wirklich am Herzen liegt.