Kamisama Kiss ist eine romantische Fantasy‑Manga‑ und Anime‑Reihe von Julietta Suzuki, in der ein obdachloses Schulmädchen plötzlich zur lokalen Göttin eines heruntergekommenen Schreins wird und sich mit Göttern, Yōkai und einem sehr launischen Fuchsdiener herumschlagen muss.
Die Serie verbindet Liebesgeschichte, Komödie, japanische Mythologie (als Stoff, nicht als Sprache) und Zeitreisen und wurde zudem als Anime, Musical und Spiel adaptiert.
Nanami Momozono ist eine lebhafte, aber vom Pech verfolgte Oberschülerin, deren spielsüchtiger Vater alle Ersparnisse verspielt und spurlos verschwindet.
Sie verliert ihre Wohnung, wird von Geldeintreibern vertrieben und sitzt plötzlich ohne Dach über dem Kopf im Park.
Dort rettet sie einen verängstigten Mann namens Mikage vor einem aggressiven Hund.
Zum Dank überlässt er ihr „sein Haus“ und drückt ihr einen mysteriösen Kuss auf die Stirn – eine Geste, deren Bedeutung sie nicht versteht.
Am angegebenen Ort findet Nanami keinen gemütlichen Bungalow, sondern einen verfallenen Schrein.
Dort begegnet sie dem Fuchsdiener Tomoe, den frechen Geisterlichtern Onikiri und Kotetsu und erfährt, dass Mikage der Landgott dieses Schreins war.
Mikage hat Nanami nicht nur seinen Schrein, sondern auch sein Amt als Landgöttin übertragen.
Damit wird die völlig überforderte Schülerin zur neuen Göttin eines Liebes‑ und Schutzschreins, der seit über zwanzig Jahren verwaist ist.
Tomoe ist von einer menschlichen Göttin wenig begeistert, weigert sich zunächst, ihr zu dienen und behandelt sie kühl und spöttisch.
Doch Nanami ist stur, mutig und erstaunlich gutmütig, und es gelingt ihr, Tomoe durch einen Vertrag an sich zu binden, indem sie ihn küsst und so den Gottesvertrag erneuert.
Von nun an führt Nanami ein Doppelleben als Schülerin und Landgöttin.
Gemeinsam mit Tomoe, den Schrein‑Geisterlichtern und später weiteren Verbündeten muss sie Gebete erhören, böse Yōkai bannen, andere Götter besänftigen und ihren heruntergekommenen Schrein wiederbeleben.
Mit der Zeit verliebt Nanami sich in Tomoe, der trotz seiner schroffen Art fürsorglich, überaus fähig im Haushalt und qualifiziert als Leibkoch, Leibwächter und Zyniker in Personalunion ist.
Tomoe wiederum muss sich seiner eigenen Gefühle stellen, während beide von alten Flüchen, vergangener Schuld und einer tragischen Liebesgeschichte aus Tomoes Vergangenheit eingeholt werden.
Zeitreise‑Episoden führen Nanami mehrere Jahrhunderte in die Vergangenheit, in der Tomoe als grausamer Fuchs‑Yōkai Seite an Seite mit dem unsterblichen Dämon Akura‑ou wütete.
Dort begegnet sie der Menschenfrau Yukiji – ihrer eigenen Vorfahrin – und löst Ereignisse aus, die Tomoes Schicksal und Nanamis Herkunft eng miteinander verknüpfen.
Der Manga erschien von 2008 bis 2016 im japanischen Magazin „Hana to Yume“ des Verlags Hakusensha.
Insgesamt wurden 25 Bände veröffentlicht, ergänzt durch Fanbücher, einen Romanband und Zusatzbände mit Bonusgeschichten.
Bis August 2016 erreichte der Manga eine Gesamtauflage von etwa 5,2 Millionen Exemplaren.
Die Reihe gehört damit im Bereich romantischer Fantasy‑Shōjo‑Manga zu den erfolgreicheren Titeln ihres Magazins.
Die Geschichte wurde 2012 als 13‑teilige TV‑Anime‑Serie umgesetzt, gefolgt von einer zweiten Staffel im Jahr 2015 unter dem Titel „Kamisama Kiss ◎“.
Zusätzlich erschienen mehrere OVAs (Original Video Animation), insbesondere ein umfangreicher „Vergangenheits‑Arc“, der Tomoes frühere Beziehung zu Yukiji und Akura‑ou beleuchtet.
Neben Anime und Manga gibt es Musicals, Webradio‑Formate, Drama‑CDs und ein Smartphone‑Spiel.
Damit hat Kamisama Kiss die typische „Multimedia‑Karriere“ vieler populärer Mangareihen eingeschlagen.
Manga
Die Originalreihe umfasst 25 reguläre Bände.
Spätere Bände erschienen teilweise in regulärer und Sonderausgabe, oft mit beigelegten DVDs oder Extras.
Zusätzlich existieren mehrere Fan‑ und Begleitbücher.
Sie enthalten unter anderem Illustrationen, Mini‑Manga, Charakter‑Steckbriefe, Interviews und Bonusgeschichten.
Ein Romanband mit dem Titel „Kamisama Kiss – Kurama‑Berg‑Nachtgeschichten“ erweitert die Welt aus Sicht anderer Figuren.
Der Roman spielt rund um den Kurama‑Berg und legt den Fokus auf die dort lebenden Tengu.
Anime
Die erste Staffel von Kamisama Kiss lief 2012 im späten Nachtprogramm des Senders TV Tokyo und weiterer Partnerstationen.
Sie umfasst 13 Folgen und eine zusätzliche OVA, die an einen späteren Mangaband gekoppelt veröffentlicht wurde.
Die zweite Staffel, Kamisama Kiss ◎, lief 2015, umfasst 12 Episoden und setzt die Mangavorlage weiter fort.
Parallel erschienen vier OVA‑Folgen unter dem Titel „Kamisama Kiss: Vergangenheit“, die insbesondere Nanamis Zeitreise in Tomoes Vergangenheit ausbauen.
Die Serie wurde von TMS Entertainment produziert, Regie führte Akitaro Daichi.
Die Musik stammt von Toshio Masuda, der mit einem leicht verspielten, manchmal auch melancholischen Soundtrack den Ton der Serie prägt.
Die Titelsongs stammen überwiegend von der Sängerin Hanae, die sowohl die Openings als auch wichtige Endings interpretierte.
Daneben gibt es mehrere Charakter‑Songs, etwa von Kurama Shinjirou oder Tomoe, die in eigenen Single‑Reihen erschienen.
Hörspiele, Musik und Radio
Zum Franchise gehören mehrere Drama‑CDs, die Nebenepisoden, humorvolle Bonus‑Stories und alternative Blickwinkel auf Ereignisse des Manga bieten.
Hinzu kommen Soundtrack‑Alben („Ototama‑Sammlungen“) mit Hintergrundmusik und Anime‑Versionen der Songs.
Webradios wie „Kamisama Kiss – Mikage‑Schrein‑Funk“ wurden begleitend zum Anime ausgestrahlt.
Als Moderatoren traten vor allem die Sprecher von Tomoe, Mizuki und später Kurama Shinjirou auf, unterstützt von Gastsprechern aus dem Ensemble.
Spiele
Für Smartphones erschien das Spiel „Kamisama Kiss – Herzklopfende Ayakashi‑Liebe“ über das Portal Hangame.
Es war ein visuell erzähltes Liebesspiel, in dem die Spielerin anstelle von Nanami agiert und Tomoe, Mizuki oder Kurama Shinjirou romantisch erobern kann.
Die Spielfiguren wurden vom Charakterdesigner des Anime neu illustriert, und die bekannten Sprecher sprachen eigens aufgenommenen Text.
Der Service lief von 2013 bis 2015.
Bühne
Die Reihe wurde als 2,5‑D‑Musical adaptiert – also als Bühnenstück, das Manga‑Optik, Kostüme und Story relativ originalgetreu aufgreift.
Die erste Musical‑Produktion „Kamisama Kiss – The Musical“ lief 2015 im Tokyo Metropolitan Theatre.
Sie deckt ungefähr die Handlung der Bände 1–2 ab und erzählt, wie Nanami zur Göttin wird und Tomoe an sie gebunden wird.
Die zweite Produktion „Kamisama Kiss – The Musical 2016“ lief im AiiA 2.5 Theater Tokyo und führte die Geschichte fort.
Hauptfiguren
Nanami Momozono
Nanami Momozono ist die Protagonistin.
Sie ist eine fröhliche, pragmatische Schülerin mit starkem Gerechtigkeitssinn, die trotz harter Lebensumstände positiv bleibt.
Sie wurde früh durch den Tod ihrer Mutter geprägt und wuchs mit einem verantwortungslosen Vater auf, der Schulden machte und schließlich verschwand.
Nachdem sie buchstäblich nichts mehr besitzt, nimmt sie Mikages Angebot an und zieht in den Schrein ein.
Als Landgöttin ist Nanami noch unerfahren, doch sie kann Segen spenden, böse Geister bannen und besonders Liebesbande knüpfen.
Ihre göttliche Kraft ist zu Beginn schwach und unkontrolliert, wird aber mit jedem gelösten Problem stärker.
Sie liebt niedliche Dinge, hat ein Händchen für Kinder und begegnet selbst gefährlichen Yōkai zuerst mit Empathie.
Tomoes harscher Art setzt sie Sturheit, Frechheit und Herz entgegen und bringt ihn damit nach und nach aus dem Konzept.
Durch Zeitreisen stellt sich heraus, dass Nanami eine Nachfahrin von Yukiji ist, einer Frau, in die Tomoe sich in der Vergangenheit verliebt hatte.
Dadurch trägt Nanami in sich eine besondere Verbindung zu Tomoe und zu einem alten Fluch.
Nanami erschafft außerdem ihren eigenen kleinen Schutzgeist: Mamoru, einen jungen Affen‑Shikigami.
Mamoru unterstützt und verstärkt ihre göttlichen Kräfte, besonders wenn sie selbst geschwächt ist.
Tomoe
Tomoe ist Nanamis Fuchsdiener, ein mächtiger Yōkai mit der Gestalt eines attraktiven, weißhaarigen jungen Mannes.
Er ist launisch, sarkastisch, stolz und anfangs tief verärgert darüber, einer menschlichen Göttin dienen zu müssen.
Unter seiner mürrischen Fassade ist Tomoe extrem loyal, fürsorglich und erstaunlich „haushaltstauglich“.
Er kocht hervorragend, hält den Schrein sauber und kümmert sich – auch wenn er es nie zugeben würde – um Nanamis Wohlergehen.
Vor über 500 Jahren war Tomoe ein grausamer Fuchs‑Yōkai, der gemeinsam mit Akura‑ou Dörfer überfiel und Menschen verachtete.
Seine Begegnung mit Yukiji, einer sterblichen Frau, veränderte ihn tiefgreifend.
Um Yukijis Krankheit zu heilen, stahl er Ryuo Sukuna, dem Drachenkönig des Meeres, ein Auge und setzte in seinem Wunsch, Mensch zu werden, sogar seine Existenz aufs Spiel.
Dieser Versuch scheitert, Yukiji stirbt, und Tomoe wird mit einem tödlichen Fluch gebrandmarkt, der erst von Mikage versiegelt wird.
Mikage nimmt den traumatisierten Tomoe auf, löscht mit Zaubern seine Erinnerungen an Yukiji und macht ihn zu seinem Diener.
Tomoe entwickelt sich vom menschenhassenden Räuber zum widerwillig sanfteren Schreinwächter, schneidet sich sein ehemals langes Haar kurz und übernimmt Verantwortung.
Als Nanami die neue Göttin wird, verspottet er sie zunächst, doch ihre Hartnäckigkeit und ihr Mut beeindrucken ihn.
Mit der Zeit erkennt Tomoe, dass er sich in sie verliebt hat, was ihn gleichermaßen überfordert und antreibt zu wachsen.
Tomoe besucht schließlich auch Nanamis Schule unter dem Decknamen „Mikage Tomoe“.
Dort gibt er den perfekten, aber etwas unheimlichen Transfer‑Schüler und versucht, Nanami im Alltag zu beschützen.
Kurama Shinjirou
Kurama Shinjirou ist ein Blätterwind aus Eyeliner und Federn – in der Menschenwelt ein extrem populärer Visual‑Rock‑Idol.
In Wahrheit ist er ein Tengu vom Kurama‑Berg, der seit Jahren unter Menschen lebt.
Zu Beginn versucht Kurama Shinjirou, Nanamis Landgott‑Symbol zu stehlen, weil er selbst Macht und einen Schrein haben will.
Nach mehreren gescheiterten Intrigen freundet er sich jedoch mit ihr an und wird Teil der losen Schrein‑Clique.
Er gibt sich arrogant und selbstverliebt, ist aber im Kern warmherzig und großer Softie.
Da er lange unter Menschen lebte, versteht er ihre Sorgen oft besser als andere Yōkai und ist überraschend vernünftig.
Sein richtiger Name ist Kurama Shinjirou, und seine Herkunftsberge bilden später den Schauplatz eines eigenen Handlungsbogens voller Tengu‑Politik und Familienkonflikte.
Dort muss er sich mit seiner Rolle als Sohn des Tengu‑Anführers Soujoubou auseinandersetzen.
Mizuki
Mizuki ist ein Schlangengeist und ehemaliger Diener der Wassergöttin Mitsuhanohime vom Yonomori‑Schrein.
Er leidet unter Einsamkeit und einem obsessiven Besitzdenken gegenüber seiner Gottheit.
Nachdem sein Schrein verfiel und seine Göttin verschwand, kidnappt Mizuki kurzerhand Nanami, um sie zur neuen Schrein‑Göttin zu machen.
Tomoe und Nanami durchkreuzen diesen Plan, doch Nanami zeigt ihm Mitgefühl statt Hass.
Aus Dankbarkeit (und leichter Besessenheit) schließt Mizuki sich Nanamis Schrein an und wird ihr zweiter Diener.
Er ist emotional, launisch, sehr eifersüchtig auf Tomoe – und gleichzeitig zu vielen Opfern bereit, wenn Nanami in Gefahr ist.
Mizuki trägt die Zeitreise‑Räucherfigur bei sich, mit der Nanami in Tomoes Vergangenheit gelangt.
Damit löst er unfreiwillig viele der Zeitreise‑Ereignisse und die Aufdeckung alter Wahrheiten aus.
Mikage
Mikage ist der ehemalige Landgott des Mikage‑Schreins und derjenige, der Nanami seine Kräfte übergibt.
Er wirkt freundlich, zerstreut und etwas weltfremd, trägt aber immense magische Macht und Verantwortung.
Vor der Serienhandlung verlässt Mikage seinen Schrein über zwanzig Jahre lang, was Tomoe zunehmend verbittert zurücklässt.
Seine plötzliche Rückkehr im Verlauf der Geschichte zeigt, dass hinter seinem „Urlaub“ ein Plan steckt, der Nanami und Tomoe betrifft.
Mikage ist derjenige, der Tomoe nach dessen Zusammenbruch aufgenommen und seinen Fluch versiegelt hat.
Er arrangiert bewusst, dass Nanami in sein Leben tritt, um Tomoe aus seiner Stagnation zu lösen und ihm ein neues Ziel zu geben.
Mamoru
Mamoru ist Nanamis selbst erschaffener Shikigami in Gestalt eines kleinen Affen.
Er ist niedlich, loyal und dient als Verstärker von Nanamis göttlichen Kräften.
Mamoru kann sich in einen menschlichen Jungen verwandeln, ist dann aber weniger nützlich für Magie.
Er spiegelt Nanamis Wunsch, Verantwortung zu übernehmen und andere beschützen zu wollen.
Onikiri und Kotetsu
Onikiri und Kotetsu sind zwei kleine Schrein‑Geisterlichter, die Nanami im Mikage‑Schrein begrüßen.
Sie tragen ständig Masken – Onikiri eine Okame‑Maske, Kotetsu eine Hyottoko‑Maske – und schweben wie leuchtende Flämmchen durch den Schrein.
Sie kümmern sich um alltägliche Arbeiten, kommentieren mit todernster Stimme absurde Situationen und sind gleichzeitig knuffig und pflichtbewusst.
Beide verehren Mikage und fassen auch zu Nanami schnell Vertrauen, nennen sie ehrfürchtig „Göttin“.
Freunde aus der Menschenwelt
Ami Nekota
Ami Nekota ist Nanamis Klassenkameradin und eine sanfte, etwas schüchterne Schülerin mit leichter spiritueller Sensibilität.
Sie spürt oft, dass „etwas“ in der Nähe ist, kann Yōkai aber nicht klar sehen.
Als der Idol Kurama Shinjirou sie vor einem Angriff rettet, verliebt sie sich in ihn.
Ami bildet zusammen mit Nanami und Kei Ueshima ein enges Freundinnentrio, das Nanamis Doppelleben unbewusst begleitet.
Kei Ueshima
Kei Ueshima ist Nanamis andere beste Freundin, temperamentvoll, laut und mit notorisch schlechtem Händchen für Jungs.
Sie hat ständig neue Beziehungen und trennt sich ebenso schnell wieder.
Sie wirkt leicht oberflächlich, ist aber ehrlich, loyal und kümmert sich aufrichtig um Nanami.
Kei sorgt oft für komische Alltagsszenen, etwa wenn sie Nanami in Liebesratgeber‑Abenteuer verwickelt.
Isobe
Isobe ist ein Klassenkamerad von Nanami.
Er neckt sie gerne wegen ihrer Armut und nennt sie spöttisch „Lebenskrise“.
Trotz seines derben Humors bleibt er im Rahmen ein normaler Mitschüler ohne große übernatürliche Rolle.
Er dient vor allem als humorvolle Randfigur im Schulalltag.
Kotarou Urashima
Kotarou Urashima ist ein unscheinbarer, etwas stiller Junge, der sich mit Logikrätseln und Zauberwürfeln entspannt.
Durch eine Kindheitserfahrung wurde er von Numano Himemiko auserwählt, die ihn nie vergaß.
Dank Nanamis Vermittlung beginnen Kotarou und Numano Himemiko eine vorsichtige, süße Beziehung über die Grenze von Mensch und Yōkai hinweg.
Kotarous ruhiges Wesen bildet einen schönen Kontrast zur sprunghaften, fischigen Prinzessin.
Göttinnen und Götter
Princess Narukami
Princess Narukami ist eine temperamentvolle Donnergöttin mit eigenem himmlischen Schrein über den Wolken.
Sie ist berüchtigt als „Wachhund‑Vernichterin“, da ihre Diener selten lange überleben.
Sie will Tomoe schon seit langem als Diener haben, doch Mikage hatte sie abgewiesen.
Als sie erfährt, dass Nanami nun Göttin des Mikage‑Schreins ist, beschließt sie, ihren Zeitpunkt zu nutzen.
Princess Narukami stiehlt Nanamis Landgott‑Symbol und verwandelt Tomoe in ein Kind, um die beiden zu trennen.
Doch die Loyalität zwischen Nanami und Tomoe beeindruckt sie, und sie gibt das Symbol widerwillig zurück.
Otohiko
Otohiko ist ein Windgott mit auffälligem Äußeren und fluidem Gender‑Ausdruck.
Er bezeichnet sich selbst als Mann, hat aber eine feminine Note und ist nur an Männern interessiert.
Er testet Nanami anfangs in einem Traum, um zu entscheiden, ob sie als Göttin taugt, und ist entsetzt über ihr schwaches Ergebnis.
Nanami revanchiert sich, indem sie ihn konsequent „Onkel‑Tante‑Onkel“ nennt, was ihn gleichermaßen nervt und fasziniert.
Otohiko gehört zum inneren Zirkel der Götter, die sich im großen Göttertreffen beraten.
Trotz seiner Exzentrik hilft er Nanami gelegentlich, wenn auch oft widerwillig.
Ikusagami
Ikusagami ist ein Kriegsgott, den Nanami während eines Göttertreffens in Izumo kennenlernt.
Er wirkt streng, furchteinflößend und ist stets bereit, zu kämpfen.
Vor Jahrhunderten war Ikusagami an der Jagd auf Akura‑ou und Tomoe beteiligt und konnte Tomoe damals schwer verwunden, aber nicht töten.
In der Gegenwart trifft er erneut auf Tomoe am Eingang zur Unterwelt und liefert sich mit ihm ein heftiges Duell.
Er neigt zur Gewalt, ist ein miserabler Sänger und übernimmt an der Götterschule die Rolle eines strengen Disziplinaraufsehers.
Trotz seiner Härte hält er sich an Regeln und respektiert Mut.
Ookuninushi
Ookuninushi ist der Hauptgott des großen Schreins in Izumo und Vorsitzender der dortigen Götterkonferenz.
Er wird als charismatisch, attraktiv und notorischer Charmeur beschrieben.
Er ist ein Enkel von Izanami, der Herrin der Unterwelt.
Seine lockere Art kontrastiert mit der schweren Verantwortung für die Ordnung in der Götterwelt.
Yōkai und andere übernatürliche Wesen
Numano Himemiko
Numano Himemiko ist eine hochrangige Yōkai‑Prinzessin, Herrin eines Sees und alte Bekannte von Mikage.
In ihrer wahren Form ist sie ein riesiger Wels, doch sie nimmt die Gestalt eines hübschen Mädchens an.
Sie verliebt sich in Kotarou Urashima, nachdem sie ihm als Kind das Leben gerettet hat.
Weil sie unsicher ist, wie sie einem Menschenjungen ihre wahre Natur beichten soll, wendet sie sich an Nanami.
Numano Himemiko ist temperamentvoll, etwas verwöhnt, aber im Grunde warmherzig.
Durch Nanamis Hilfe bekommt sie die Chance, mit Kotarou ehrlich und gleichberechtigt zusammen zu sein.
Aotake
Aotake ist der Leibwächter von Numano Himemiko.
Er ist hitzköpfig und greift schnell zum Schwert, wenn seine Herrin bedroht wird.
Er nimmt seine Pflicht extrem ernst und misstraut Menschen wie Kotarou zunächst.
Mit der Zeit akzeptiert er die Beziehung seiner Herrin, auch wenn er weiterhin streng bleibt.
Ryuo Sukuna
Ryuo Sukuna ist der Drachenkönig, ein mächtiger Meeres‑Yōkai mit Palast im Meeresgrund.
Vor Jahrhunderten stahl Tomoe ihm ein Auge, um Yukiji zu heilen, was Ryuo Sukuna ihm bis in die Gegenwart nachträgt.
Das gestohlene Auge gelangt über Yukijis Körper letztlich zu Nanami.
Als Ryuo Sukuna es zurückfordert, muss er feststellen, dass es geschrumpft und ausgetrocknet ist – aus seiner Sicht eine zusätzliche Demütigung.
Trotz seines Zorns entwickelt er im Lauf der Geschichte einen brummigen Respekt für Nanami und Tomoe.
Seine Ehefrau Kamehime hält ihn in Schach und zeigt, dass selbst Drachenkönige Angst vor ihren Partnerinnen haben können.
Kamehime
Kamehime ist die Frau von Ryuo Sukuna und selbst ein mächtiger Yōkai.
Sie ist freundlich zu Nanami, aber furchterregend, wenn sie wütend wird – insbesondere gegenüber ihrem Ehemann.
Kamehime liebt Handarbeiten und schenkt Nanami häufiger selbstgenähte, phantasievolle Kleidung.
Sie ist ein Beispiel dafür, dass Yōkai‑Ehen ebenso chaotisch, aber liebevoll sein können wie menschliche.
Isohime
Isohime ist eine Betrügerin unter den Yōkai, die mit falschen Wahrsagereien und dubiosen Geschäften ihren Lebensunterhalt bestreitet.
Sie besitzt die Gabe der Fernsicht und versucht, Nanamis Seele zu stehlen, weil sie Landgöttin ist.
Ihr Plan scheitert an Mizuki, der Nanami beschützt.
Isohime verschwindet wieder im Schattenmilieu der Yōkai‑Welt.
Mizutama
Mizutama ist eine Tanuki‑Yōkai, die in einem übernatürlichen Vergnügungsviertel als Kurtisane arbeitet.
Sie ist mittlerweile eine alte Dame, verjüngt sich aber durch Magie, wenn sie Gäste empfängt.
Vor Jahrhunderten begegnete sie Tomoe, der sie in einer gefährlichen Situation laufen ließ und ihr damit das Leben rettete.
Seitdem ist sie ihm dankbar und empfindet eine tiefe Zuneigung zu ihm.
Mizutama liefert Tomoe gelegentlich Informationen aus der Unterwelt der Yōkai.
Ihre Mischung aus Weltklugheit und Sentimentalität macht sie zu einer sympathischen Nebenfigur.
Botanmaru
Botanmaru ist ein kleiner Tengu‑Junge vom Kurama‑Berg.
Er wächst langsamer als seine Altersgenossen, kann nicht richtig fliegen und wird deshalb gehänselt.
Er verehrt Kurama Shinjirou, der einst ebenfalls als „nicht flugfähig“ galt.
Botanmaru verlässt heimlich den Berg, um Kurama Shinjirou in der Menschenwelt zu suchen und um Hilfe zu bitten.
Hinter seiner niedlichen Erscheinung verbirgt sich ein starker Wille und großes Herz.
Er initiiert den gesamten Kurama‑Berg‑Arc, indem er Nanami und die anderen in die Bergwelt hineinzieht.
Soujoubou
Soujoubou ist der Anführer der Tengu am Kurama‑Berg und Vater von Kurama Shinjirou.
Er bezeichnet alle Tengu des Berges als „Familie“ und bemüht sich, ein gütiger, fairer Anführer zu sein.
Durch eine Intrige von Yatari (einem anderen Yōkai) wird Soujoubou in Stein verwandelt und seine Seele gestohlen.
Der Berg versinkt daraufhin in giftiger Aura, bis Nanami, Kurama Shinjirou und Botanmaru ihn befreien.
Soujoubou hält bewusst Distanz zu Kurama Shinjirou, um keine Vetternwirtschaft zu betreiben.
Dennoch macht die Geschichte deutlich, dass er seinen Sohn liebt und stolz auf ihn ist.
Suirō
Suirō ist ein älterer Tengu, der Kurama Shinjirou großgezogen hat.
Er ist sanft, freundlich und hat Probleme, weiblichen Wesen direkt in die Augen zu sehen.
Vor Jahren verlor er durch einen Blitzangriff seine Flügel, als er Kurama Shinjirou beschützte.
Er trägt keinen Groll, sondern freut sich aufrichtig, als Kurama Shinjirou nach langer Abwesenheit zurückkehrt.
Jiro
Jiro ist ein strenger, körperlich imposanter Tengu, der Stärke über alles stellt.
Er ist hart mit sich selbst und anderen und anfangs ein Antagonist im Kurama‑Berg‑Arc.
Durch Manipulation eines hinterhältigen Yōkai wird Jiro zum Rivalen Kurama Shinjirous um die Nachfolge als Bergoberhaupt.
Nanamis Gegenwart und Mut bringen ihn jedoch zum Umdenken.
Jiro verliebt sich unglücklich in Nanami und riskiert sein Leben, um sie vor einem gefährlichen Monster zu schützen.
Eine heilende göttliche Medizin rettet ihn, und er beginnt, sich selbstkritisch zu entwickeln.
Akura‑ou
Akura‑ou ist ein legendärer, beinahe unzerstörbarer Dämon, der in der Vergangenheit gemeinsam mit Tomoe Chaos verbreitete.
Er ist eiskalt, berechnend und sah Menschen als bloßes Spielzeug.
In der Gegenwart nutzt er den Körper des verstorbenen Menschen Kirihto, um in die Welt der Lebenden zurückzukehren.
Sein Ziel ist es, seinen ursprünglichen Körper aus der Unterwelt zurückzuholen und seine Macht wiederzuerlangen.
Akura‑ou ist eng mit Tomoes dunkler Vergangenheit verwoben.
Nanamis Begegnungen mit ihm machen deutlich, wie sehr Tomoe sich im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.
Sukeroku
Sukeroku ist ein Mensch aus der Vergangenheit, der zunächst in einer Bande von Wegelagerern mitmischt.
Er hält Nanami fälschlicherweise für einen Yōkai, als sie in der Zeit zurückreist.
Später verlässt er die Bande und dient im Haushalt von Yukijis Pflegefamilie.
Er spricht charakteristisch, indem er seine Sätze mit „su“ enden lässt.
Durch eine Fusion mit einem Yōkai namens Kedama entsteht aus ihm schließlich Yatari, ein späterer Gegenspieler.
Damit wird Sukeroku Teil der langen Kette von Ursachen, die bis in die Gegenwart reichen.
Kuromaro
Kuromaro ist ein sogenannter „God‑Drop“ – ein Wesen, das Götter vom Weg abbringen und zur Dunkelheit verführen kann.
Tomoe geht in seiner Verzweiflung einen Pakt mit Kuromaro ein, um Mensch zu werden.
Der Pakt misslingt aufgrund der Ereignisse um Yukiji und Nanamis Zeitreise.
Kuromaro steht symbolisch für die Gefahr, göttliche Ordnung aus egoistischen Wünschen heraus zu brechen.
Unterwelt und Izanami
Izanami
Izanami ist die Herrin der Unterwelt, eine uralte Gottheit, deren wahres Aussehen niemand mehr zu sehen bekommt.
Sie zeigt sich denen, die vor ihr erscheinen, in der Gestalt einer für sie bedeutsamen Person.
Als Nanami und Akura‑ou in die Unterwelt hinabsteigen, nimmt Izanami die Form von Kyoko, Nanamis verstorbener Mutter, an.
Bei einem späteren Besuch erscheint sie Nanami als Ami Nekota.
Izanami ist streng und duldet kein Entkommen aus ihrer Welt, was sie zu einer ernsthaften Gegenspielerin macht.
Gleichzeitig zeigt sie ein gewisses Interesse an den ungewöhnlichen Seelen, die ihren Weg kreuzen.
Ein wichtiges magisches Objekt ist der „Zeitreise‑Räucherkessel“, den Mizuki stets mit sich trägt.
Wer den Rauch einatmet, kann in die Vergangenheit reisen – entweder als Seele in einen fremden Körper oder mit dem eigenen Körper.
Reisen mit dem echten Körper sind sehr belastend und zeitlich begrenzt.
Seelenreisen wiederum erfordern, dass man sich in jemanden „hineinleiht“, der zu dieser Zeit existierte.
Nanamis Zeitreisen erklären Tomoes alte Liebesgeschichte mit Yukiji aus einer völlig neuen Perspektive.
Sie wird selbst zu einem wichtigen Auslöser jener Ereignisse, die Tomoe zu dem gemacht haben, der er heute ist.
Ein weiteres besonderes Objekt ist Mikages „Nacht‑Schneid‑Wagen“, ein Gefährt, das buchstäblich durch die Dunkelheit schneidet.
Er funktioniert nur bei Nacht und symbolisiert Mikages exzentrischen, aber wirkungsvollen Stil.
Kamisama Kiss verbindet romantische Komödie mit Spiritualität, Verantwortung und Erwachsenwerden.
Nanami beginnt als völlig überforderte Teenagerin und wächst in die Rolle einer Göttin hinein, die für andere da ist.
Ein zentrales Thema ist die Überwindung von Vorurteilen zwischen Mensch und Yōkai.
Tomoe, Mizuki, Kurama Shinjirou und viele andere entdecken durch Nanami neue Seiten an sich selbst.
Die Serie nutzt Zeitreisen, um zu zeigen, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ineinandergreifen.
Nanami lernt, dass man nicht alles ungeschehen machen kann, aber etwas Trost und Hoffnung in alte Wunden bringen kann.
Nicht zuletzt geht es um Liebe in vielen Formen: romantische Liebe, Freundschaft, Familiensinn und die Liebe eines Gottes zu seinen Gläubigen.
Kamisama Kiss erzählt all dies mit Humor, einem Schuss Drama und einer Vielzahl bunter Nebenfiguren, die die Welt lebendig machen.
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