Calca Bessarez

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Calca Bessarez
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Alter: 25
Geschlecht: Weiblich
Englischer Name: Calca Bessarez
Japanischer Name: カルカ・ベサーレス
Chinesischer Name: 卡兒可·貝薩雷斯
Koreanischer Name: 칼카 베사레스
Light-Novel-Debüt: Band 12
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🎙️ Anime-Sprecher

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Saori Hayami
Saori Hayami
Japanisch(Anime、Synchronsprecher)

🎬 Erscheinende Anime

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Overlord
Overlord
Veröffentlichungsdatum: 7. Juli 2015
OVERLORD: The Sacred Kingdom
OVERLORD: The Sacred Kingdom
Veröffentlichungsdatum: 20. September 2024

Charaktereinstellung

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Calca Bessarez ist die erste heilige Königin des Heiligen Königreichs Roble in Overlord und eine außergewöhnlich begabte Glaubenszauberin, die wegen ihrer Schönheit als „Schatz von Roble“ verehrt und zugleich als tragische Figur der Heiligen‑Königreich‑Handlung bekannt ist.

Name: Calca Bessarez

Geschlecht: Weiblich

Rolle: Heilige Königin (Herrscherin des Heiligen Königreichs Roble)

Wohnort: Königsschloss von Hoburns

Beruf / Klassen: Klerikerin (vermutet), Hochpriesterin (vermutet), „Heilige Königin“ (vermutete Prestige‑Klasse)

Geburtstag: 26. Tag des Monats Mittwasser

Alter: Mitte zwanzig zur Zeit der Heiligen‑Königreich‑Handlung

Spitznamen / Titel: „Schatz von Roble“, „Reine Heilige Prinzessin“ (Heilige König + Frau), „heilige Prinzessin“, später von Fans sarkastisch „Heiliger Knüppel“

Hobby: Alles rund um Schönheitspflege (mit fast verzweifelter Besessenheit)

Besonderes Merkmal: Erste Frau auf dem Thron eines bisher ausschließlich männlich besetzten „Heiligen Königs“

Calca Bessarez ist die amtierende heilige Herrscherin des Roble‑Heiligenkönigreichs und zugleich die erste Frau, die diesen Posten innehat.

Sie bestieg den Thron mit Unterstützung des vorherigen heiligen Königs und der Tempel‑Fraktion, obwohl ihre Thronfolge ursprünglich weit unten lag.

Ihre Krönung wurde auch dadurch begünstigt, dass ihr älterer Bruder Caspond Bessarez freiwillig zugunsten seiner Schwester auf den Thron verzichtete.

Trotz ihrer Rolle als Königin wird sie in der Öffentlichkeit meist „heilige Prinzessin“ genannt, da konservative Adelige eine „heilige Königin“ als Titel ablehnen.

In der Welt von Overlord ist sie für ihre außergewöhnliche Schönheit und ihre Güte bekannt und wird als Idealbild einer heiligen Herrscherin beschrieben.

Gleichzeitig ist sie politisch nicht kompromisslos genug, was sich in Krisenzeiten als fatale Schwäche erweist.

Calca ist aufrichtig, ernsthaft und menschlich warmherzig.

Sie liebt ihr Volk und vertritt als Staatsleitlinie das Ideal: „Den schwachen Untertanen Glück bringen, ein Land, in dem niemand weint.“

Sie besitzt kaum Vorurteile gegenüber anderen Spezies; selbst gegenüber menschenfreundlichen Halbmenschen wie friedlichen Orks hat sie keine instinktive Abneigung.

Auch gegenüber der von Untoten gegründeten Magischen Nation Ainz Ooal Gown urteilt sie sachlich und meint, ein Herrscher könne selbst als Untoter akzeptabel sein, solange er seine Pflichten erfüllt.

Gerade diese Haltung zeigt ihre geistige Größe in einer Welt, in der „Untote hassen die Lebenden“ als quasi universelle Wahrheit gilt.

Dass Calca in der Lage ist, diese Voreingenommenheit zu durchbrechen, macht sie zu einer außergewöhnlichen Figur der menschlichen Nationen.

Privat ist sie schüchtern und ungeübt im Umgang mit Männern.

Sie hat nie eine romantische Beziehung geführt, was gemeinsam mit ihrer engen Freundschaft zu Remedios Custodio und Kelart Custodio zu Gerüchten führt, sie sei homosexuell.

In Wahrheit wünscht sie sich inständig eine Ehe mit einem Mann, der sie als Person liebt und nicht aufgrund von Titel oder Nutzen.

Sie formuliert es sinngemäß so, dass sie „keine Fäden“ an sich haben will, sondern als Mensch geliebt werden möchte.

Als Herrscherin

Calca ist gütig, aber konfliktscheu.

Sie neigt dazu, allen gerecht werden zu wollen und gilt deswegen als „Everybody’s Darling“ – was ihr unter harschen Realpolitikern wie Jircniv Rune Farlord El Nix Verachtung einbringt.

In Friedenszeiten wäre sie wahrscheinlich eine sehr gute Herrscherin gewesen:

Sie regiert rund zehn Jahre ohne schwere Katastrophen und sorgt für ein insgesamt stabiles Land.

Doch die Zeiten sind nicht friedlich.

Durch ihre Unfähigkeit, harte Entscheidungen gegen interne Gegner zu treffen, kann sie die Spannungen mit dem konservativen Süden des Heiligen Königreichs nicht entschärfen.

Dieser südliche Block besteht aus Adligen und Bürgern, die eine Frau auf dem heiligen Thron ablehnen und besonders aggressiv gegenüber anderen Spezies eingestellt sind.

Statt diese extremen Haltungen früh und konsequent einzudämmen, lässt Calca zu viel durchgehen, was am Ende sogar gemäßigte Halbmenschen in Konflikte hineinzieht.

Als politische Stütze verlässt sie sich stark auf die militärische Einschüchterung durch die Custodio‑Schwestern Remedios und Kelart.

Dadurch werden kurzfristig Probleme unterdrückt, aber strukturell bleibt das Königreich gespalten.

Interessant ist, dass Calca durchaus eine Grenze kennt:

Wer als „Feind des Landes“ erkannt wird, wird von ihr mit erstaunlicher Härte verfolgt, selbst wenn es sich um interne Gegner handelt.

In solchen Situationen kann sie kalt und entschieden handeln, und auch gegenüber Remedios und Kelart zeigt sie dann eine strenge, sachliche Seite.

Die Fähigkeit, Privatleben und Staatsräson zu trennen, ist bei ihr vorhanden, aber sie ruft sie zu selten entschlossen ab.

In den „Autor‑Anmerkungen“ der Romanreihe wird ihre „Königskompetenz“ auf Platz 8 von 12 Herrschern eingeordnet, vor allem weil sie keine harten Maßnahmen ergreifen kann.

Der Autor weist jedoch darauf hin, dass ihre Talente echt sind und sie in einer friedlicheren Ära wohl eine „gute Königin“ geworden wäre.

Calca gilt als eine der schönsten Frauen der bekannten Welt.

Sie trägt den Titel „Schatz von Roble“, und ihre Schönheit wird in eine Reihe gestellt mit der „goldenen“ Prinzessin Lakyus Alvein Dale Aindra’s Rivalin Lakyus’ berühmter Kollegin Lakyus – und sogar mit den übernatürlichen Schönheiten aus Nazarick wie den Pleiaden.

Sie hat ein zartes, zugleich edles und entschlossenes Gesicht, das oft mit einer Blume verglichen wird.

Ihr langes, glänzendes blondes Haar fällt bis unter die Knie wie Goldfäden.

Über ihrem Haupt trägt sie eine weiße Krone – ein magischer Gegenstand und Zeichen des heiligen Königtums.

Die Kombination aus Krone und Haar lässt ihr Profil wie einen Heiligenschein wirken, was viele dazu verleitet, sie mit einer „Heiligen“ zu vergleichen.

Ihre Augen sind weich, leicht nach unten gerichtet und hellblau.

Ihre Kleidung ist königlich, aber dezent: ein schlicht wirkendes, elegantes Gewand mit langem Rock, der jedoch einen überraschend tiefen Schlitz hat.

Unter dem Rock trägt sie hohe Strümpfe (de facto Overknee‑ bzw. Oberschenkel‑Strümpfe).

Gerade dadurch wirken die hin und wieder sichtbaren nackten Oberschenkel besonders auffällig – ein kalkulierter Kompromiss zwischen Würde und Reiz.

Ihre freizügigere Schnittwahl ist kein Ausdruck von Freizügigkeit im Wesen, sondern ihrer wachsenden Sorge, den „Heiratszeitpunkt“ zu verpassen.

Sie hofft, mit etwas mehr Attraktivität potenziellen Partnern aufzufallen, ohne ihre königliche Würde zu verlieren.

Die Menschen im Königreich sehen ihr Gesicht als eine Art „heiligen Bereich“, der nicht befleckt werden darf.

Gerade deshalb wirkt ihr brutales Ende später so schockierend und grausam.

Calca ist eine hochbegabte Glaubenszauberin.

Bereits im Alter von 15 Jahren erreichte sie die vierte Zauberstufe, was selbst im Maßstab der Welt von Overlord außergewöhnlich ist.

Sie verfügt über solide Kampfkraft und kann sowohl unterstützende als auch offensive Zauber wirken.

Trotzdem reicht ihre Macht bei weitem nicht aus, um es mit einem Dämon wie Demiurge bzw. seiner Inkarnation Yaldabaoth aufzunehmen.

Bekannte Zauber

Engelsbeschwörung (Engel herbeirufen)

Sie kann Engel der vierten Zauberstufe beschwören, beispielsweise einen „Engel des Friedens“ (Prinz der Ruhe).

Diese himmlischen Wesen dienen als Unterstützung in Kampf und Verteidigung.

Strahl des heiligen Lichts (Holy Ray)

Ein heiliger Zerstörungsstrahl unbekannter Stufe, der gegen Feinde eingesetzt werden kann.

Er repräsentiert ihre Fähigkeit zur direkten, göttlich anmutenden Offensive.

Magische Krone und Ritualzauber

Die weiße Krone, die sie trägt, ist nicht nur ein Insigne, sondern ein hochrangiges magisches Artefakt.

Sie dient als Fokus für den großen Ritualzauber „Letzter Heiliger Krieg“, einen extrem starken, aber nicht wiederholt einsetzbaren Zauber des Heiligen Königreichs.

Die genauen Effekte des Rituals bleiben im Detail unklar, doch es gilt als so mächtig, dass es nicht ohne Weiteres mehrfach gewirkt werden kann.

Calca bewahrt diese Option als Notfallwaffe – kommt aber nie dazu, sie entscheidend auszuspielen.

Caspond Bessarez

Ihr älterer Bruder verzichtet freiwillig auf den Thron, damit Calca Königin werden kann.

Später wird er selbst zum Ziel der Pläne von Nazarick, indem ein Doppelgänger seinen Platz einnimmt.

Remedios Custodio

Kommandantin der heiligen Ritter und Calcas treue Beschützerin.

Remedios ist impulsiv, fanatisch und deutlich radikaler gegenüber anderen Spezies und der Magischen Nation als Calca.

Kelart Custodio

Remedios’ Schwester und hochrangige Priesterin.

Sie ist ruhiger, kontrollierter, aber ebenso kompromisslos, wenn es um vermeintliche Feinde des Glaubens oder der Nation geht.

Calca steht beiden Schwestern sehr nahe, auch privat.

Gerade diese Nähe und die Tatsache, dass alle drei keinerlei Erfahrung mit Männern haben, befeuern die Gerüchte über Calcas angebliche Homosexualität.

Jircniv Rune Farlord El Nix

Der Kaiser des Baharuth‑Imperiums hält Calca für eine „Everybody’s Darling“‑Herrscherin, die sich nicht entschließen kann, harte Entscheidungen zu fällen.

In einem Ranking der „Herrscher‑Qualität“ hält er wenig von ihr, obwohl der Autor selbst andeutet, dass ihre Schwächen eher zeit- als talentbedingt sind.

Ainz Ooal Gown

Calca verurteilt Ainz nicht reflexartig als Feind, nur weil er ein Untoter ist.

Sie anerkennt die Möglichkeit, dass selbst ein Untoter als guter König agieren kann, solange er das Wohl seines Volkes fördert.

Rückblickend ist es ein bitterer Gedanke, dass eine frühere, direkte Begegnung zwischen Calca und Ainz am Schicksal des Heiligen Königreichs einiges hätte ändern können.

Ihr Tod wird später in die Pläne von Nazarick integriert, indem Demiurge/Yaldabaoth gezielt mit ihrer Rolle und ihrem Verlust spielt.

Neia Baraja und Pabel Baraja

Calcas Schicksal ist eng mit der Geschichte des Heiligen Königreichs verbunden, in der Neia Baraja zur wichtigen Hauptfigur aufsteigt.

Neias Vater Pabel Baraja fällt bei der Verteidigung des Königreichs gegen Yaldabaoth, was die Tragik der gesamten Handlung noch verstärkt.

Orlando Campano

Ein weiteres Opfer der Invasion des Heiligen Königreichs.

Sein Tod, zusammen mit Calcas Schicksal, markiert den Übergang der Handlung von einer angespannten Lage in eine offene Katastrophe.

Vor der Invasion

Calca regiert das Heilige Königreich etwa zehn Jahre lang.

In dieser Zeit vermeidet sie große Katastrophen, schafft es aber nicht, die politische Spaltung zwischen Nord und Süd zu heilen.

Die südlichen konservativen Kräfte lehnen eine weibliche heilige Herrscherin ab und verschärfen die ohnehin starke Diskriminierung gegenüber Nichtmenschen.

Calca verurteilt diese Haltung zwar innerlich, schreitet aber selten mit der notwendigen Härte ein.

Dies führt dazu, dass selbst friedliche Halbmenschen wie bestimmte Orks in Feindbilder hineingezogen werden.

Die militärische Stabilisierung durch die Custodio‑Schwestern ersetzt keine echte politische Versöhnung.

Erste Konfrontation mit Yaldabaoth

Als die Nachricht eintrifft, dass die Festungsstadt Kalinsha im Norden zum Schlachtfeld werden soll, tritt Calca gemeinsam mit Remedios und Kelart in Erscheinung.

Sie beraten über das Vorgehen gegen Yaldabaoth, den „Dämonenkaiser“, der eine Allianz verschiedener Halbmenschen anführt.

Remedios schlägt vor, die Waffen der Halbmenschen nach einem Sieg an andere Länder zu verkaufen, um die Kriegskosten zu decken.

Kelart widerspricht, weil dies besonders der Magischen Nation militärischen Vorteil verschaffen könnte.

Calca erfährt in diesem Gespräch erstmals klar, wie stark Kelart die Magische Nation und ihren untoten Herrscher verabscheut.

Als Kelart sie direkt fragt, ob sie diese Abneigung teilt, äußert Calca ihre bereits erwähnte, ungewohnt tolerante Ansicht über Ainz.

Remedios und Kelart lehnen diese Position vehement ab, doch Calca weist sie sanft, aber bestimmt zurecht.

Sie erkennt, dass beide aus Vorurteilen heraus urteilen, und versucht, sie auf eine rationalere Sicht einzuschwören.

Strategische Überlegungen

Als die Meldung eintrifft, dass Yaldabaoth bereits Kalinsha angreift, erteilt Calca den Befehl zur Verteidigung.

Innerlich ist sie jedoch beunruhigt, da sie weiß, dass die Informationen über den Feind lückenhaft sind.

Sie fragt sich, ob sie Yaldabaoth unterschätzt und ob der bloße Glaube an einen Sieg bereits ein Fehler ist.

Calca erwägt ernsthaft, einen Rückzug zu befehlen und Zeit zu gewinnen, hält aber den Preis an Menschenleben für zu hoch.

Die Vorstellung, dass jeder verlängerte Tag des Krieges weitere Opfer bringt, widerspricht ihrer Staatsdoktrin, „niemand soll weinen müssen“.

Aus Mitgefühl für ihr Volk verwirft sie den Rückzug und entscheidet sich für den Kampf – eine Entscheidung, die sich als fatal erweisen wird.

Gefangennahme und Misshandlung

Im Feld tritt Calca zusammen mit den Custodio‑Schwestern Yaldabaoth entgegen.

Sie versucht zuerst, zu verhandeln, erkennt aber bald, dass der Dämon keinerlei Interesse an Friedensverhandlungen hat.

Als Yaldabaoth seine wahre dämonische Gestalt enthüllt, wird die Schlacht aussichtslos.

Auf Befehl von Remedios soll Calca mit Kelart den Rückzug antreten, um wenigstens die heilige Königin zu schützen.

Doch Yaldabaoth nutzt einen hochrangigen Teleportationszauber und holt sie in einem Augenblick ein.

Kelart wird bewusstlos geschlagen, Calca selbst von Yaldabaoth gepackt.

Der Dämon ergreift Calca an den Beinen, seine brennenden Hände fügen ihr unerträgliche Schmerzen zu.

Trotz der Qual beißt sie die Zähne zusammen und versucht, ihre Würde zu bewahren.

Yaldabaoth erklärt in zynischer Ruhe, er habe schon bei ihrem ersten Anblick gedacht, dass sie sich hervorragend als „Waffe“ eigne.

Er setzt seine Worte in die Tat um und benutzt sie – noch lebendig – als Knüppel, um seine Gegner zu schlagen.

Calca’s zuvor unberührtes, als „heilig“ angesehenes Gesicht wird mehrfach mit voller Wucht gegen den Boden und gegen heranstürmende Retter geschleudert.

Ihre Nase, Zähne und Gesichtszüge werden blutig zerstört, sie verliert ihr einst legendäres Aussehen vollständig.

Die Soldaten des Heiligen Königreichs stehen vor einem schrecklichen Dilemma:

Je entschlossener sie Yaldabaoth bekämpfen, desto mehr riskieren sie, Calca mit ihren eigenen Angriffen zu töten.

Yaldabaoth nutzt sie damit zugleich als Waffe und als Geisel.

Calcas verbleibende Widerstandskraft bricht unter den physisch wie psychisch entsetzlichen Qualen zusammen.

Schließlich wird sie von Yaldabaoth verschleppt, und mit ihr verschwindet auch Kelart.

Im Heiligen Königreich führt ihr Verschwinden zu Panik und politischem Chaos.

In ihrer Not bittet die heilige Nation ausgerechnet die verhasste Magische Nation um Hilfe.

So wird Ainz Ooal Gown offiziell als Rettungskraft gerufen, was die gesamte Dynamik der Region verändert.

Offenbarung ihres Schicksals

Im Verlauf der Befreiung des Heiligen Königreichs treten Ainz und seine Verbündeten in den Kampf gegen Yaldabaoth ein.

Erst bei den finalen Auseinandersetzungen bringt der Dämon Beweise für Calcas Schicksal.

Vor der versammelten Führung des Heiligen Königreichs präsentiert Yaldabaoth das, was von Calcas Körper noch übrig ist:

Ihr Unterleib, bereits verwest und in einem Zustand, der keinen Zweifel an ihrem Tod lässt.

Ihr Oberkörper fehlt – Yaldabaoth behauptet spöttisch, er sei beim „Herumschwingen“ irgendwohin geflogen.

Damit wird klar, dass Calca längst verstorben ist und zu diesem Zeitpunkt nur noch Körperreste existieren.

Selbst diese Überreste werden noch entweiht:

Yaldabaoth benutzt den verbliebenen Unterleib wie einen groben Knüppel und schleudert ihn Remedios Custodio entgegen.

Die Wucht zerschmettert den Restkörper vollständig, sodass nur blutiges Fleisch übrig bleibt.

Im Animationsfilm‑Format wird ein ähnlicher Ablauf gezeigt: zunächst ein (noch) vollständiger Körper, der im Kampf zu breiartigen Resten zerschlagen wird.

Calcas sterbliche Überreste sind danach so zerstört, dass weder Geschlecht noch Identität anhand des Körpers erkennbar wären.

Eine würdevolle öffentliche Beisetzung ist nicht mehr möglich.

Caspond entscheidet, die kümmerlichen Reste zu verbrennen, statt sie als makabre Reliquien zu präsentieren.

Für Calca, die einst als Verkörperung von Schönheit galt, ist diese Art des Endes besonders tragisch.

Möglichkeiten der Wiederbelebung

Remedios weigert sich lange, Calcas Tod zu akzeptieren.

Ihre Hoffnung ruht auf der Möglichkeit, dass Kelart Custodio, die Zauber der fünften Stufe wie „Wiederbelebung des Toten“ beherrscht, Calca zurückholen könnte.

Doch zwei Hürden sind unüberwindlich:

Erstens sind Calcas Überreste in einem so schlechten Zustand, dass ein Standard‑Wiederbelebungszauber mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern würde.

Zweitens wird später bestätigt, dass auch Kelart gestorben ist.

Ohne eine noch höhere Form der Magie – jenseits dessen, was normale Menschen wirken können – ist Calcas Rückkehr unmöglich.

Theoretisch könnte Ainz Ooal Gown einen Weg finden, sie wiederzubeleben.

Er selbst sagt, eine Wiederbelebung sei möglich, aber unklug: Calca würde als unabhängige, legitime Herrscherin ein Hindernis für die geplante Übernahme des Heiligen Königreichs darstellen.

Demiurge’s langfristiger Plan sieht vor, das Land zu kontrollieren, indem ein Doppelgänger wichtige Personen – unter anderem Caspond – ersetzt.

Eine wiederauferstandene Calca würde dieses Konzept massiv verkomplizieren.

Darum bleibt sie tot, obwohl die Macht zur Wiederbelebung existiert.

Metatextuell wird angedeutet, dass ihre „Rückkehr“ storytechnisch kaum Vorteile, aber viele Probleme bringen würde.

Politische und erzählerische Bedeutung

Calca ist die erste menschliche Herrscherin, die nachweislich durch die Machenschaften von Nazarick getötet wird.

Ihr Tod markiert einen Wendepunkt in der Serie, der klar zeigt, wie gnadenlos die Welt von Overlord gegenüber „schwachen“ Nationen ist.

Sie ist keine „böse Königin“, sondern eine sanfte, idealistische Herrscherin – und doch wird sie Opfer der grausamsten Form des „Rechts des Stärkeren“.

Ihre Rolle ist weniger die einer Versagerin als vielmehr die einer tragischen Figur, die zur falschen Zeit am falschen Ort stand.

Auch moralisch geprägte Leser empfinden ihre Behandlung oft als schwer erträglich.

Die Erzählung macht damit deutlich, dass Overlord kein Märchen von Belohnung und Bestrafung durch „Güte“ ist, sondern eine Welt, in der Machtverhältnisse dominieren.

„Schwacher Starker“ vs. „starker Starker“

Calca definiert ihre Staatsdoktrin mit „Den schwachen Untertanen Glück bringen“.

Implizit sieht sie sich selbst als „Starke“, die die Schuld trägt, Schwache zu schützen.

Ihr Gegner Yaldabaoth – in Wahrheit ein Dämon unter Demiurge – genießt es dagegen, gerade diejenigen zu quälen, die sich fälschlich für stark halten, aber objektiv schwach sind.

In seinen Augen ist Calca ein Paradebeispiel: jemand, der an seine eigene Stärke glaubt, aber in Wirklichkeit einem übermächtigen Feind hilflos ausgeliefert ist.

Formal könnte man sagen, dass Calca in Yaldabaoths Schema von „Pseudo‑Starken“ fällt.

Gleichzeitig ist sie aus Sicht gewöhnlicher Menschen eine der stärkeren Personen ihrer Welt.

Insofern ist sie keine „schwache Anführerin“, sondern eine tragische Heldin, deren Stärke gegenüber einem Wesen wie Yaldabaoth einfach nicht mehr relevant ist.

Ihr Pech ist nicht mangelndes Talent, sondern die Konfrontation mit einer Macht, die weit jenseits menschlicher Maßstäbe liegt.

Metafiktionale Funktion

Aus erzählerischer Sicht dienen Calca und Kelart dazu, die Figur Remedios Custodio an den Rand des Wahnsinns zu treiben und dadurch die Geschichte spannender zu machen.

Ihr grausames Ende macht Remedios’ spätere Entscheidungen nachvollziehbar, so irrational sie auch erscheinen.

Calcas Niederlage und Tod unterstreichen außerdem die zentrale Prämisse von Overlord:

Güte, Idealismus und sogar Talent schützen nicht vor einer gewaltigen, übernatürlichen Übermacht wie Nazarick.

Potenzielles Comeback?

Innerhalb der Geschichte gibt es theoretisch eine Hintertür:

Ainz besitzt vermutlich Calcas Oberkörper irgendwo sicher verwahrt, genauso wie er Casponds echten Körper in Nazarick lagert.

Zwar gesteht er zu, dass eine Wiederbelebung möglich wäre, doch aus taktischer Sicht wäre die Rückkehr einer legitimen heiligen Königin hinderlich.

Daher ist ein echtes Comeback Calcas extrem unwahrscheinlich und wird eher als Gedankenexperiment erwähnt.

Stattdessen bleiben von Calca vor allem ihre Taten, ihr Idealismus und die Auswirkungen ihres Todes auf andere Figuren in Erinnerung.

Ihr Name und ihr Bild – der „Schatz von Roble“, der in einen „heiligen Knüppel“ verwandelt wurde – prägen die Heiligen‑Königreich‑Saga nachhaltig.

Calca ist beim Fandom erstaunlich beliebt und erreicht in Umfragen einen soliden Platz im Mittelfeld, innerhalb der Heiligen‑Königreich‑Charaktere sogar einen Spitzenplatz.

Dies liegt daran, dass sie gleichzeitig schön, freundlich und klar als Opfer äußerer Umstände gezeichnet wird.

Ihre heimliche Obsession mit Schönheitsmagie ist eines der charmantesten Details:

Sie forscht heimlich an kosmetischen Zaubern, um ihre Haut jung zu halten, und erreicht mutmaßlich ein Niveau, das sogar ihre eigentliche Glaubensmagie übertrifft.

Nicht einmal die Custodio‑Schwestern wissen von dieser heimlichen „zweiten Karriere“.

Für Calca ist Schönheit kein oberflächlicher Luxus, sondern auch Teil ihrer Hoffnung, einen geeigneten Ehemann zu finden.

Am Ende jedoch nützt ihr all diese Mühe nichts, und sie stirbt, ohne ihren Traum von einer Ehe erfüllt zu sehen.

Dass ausgerechnet jemand, der so viel Wert auf Anmut und Würde legte, als blutiger Knüppel endet, ist eine der bittersten ironischen Pointen der gesamten Reihe.

(Bearbeitungsverlauf anzeigen)

(Letzte Bearbeitung: 22. Dezember 2025 23:04)

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