Caspond Bessarez ist ein Adliger des Heiligen Königreichs Roble, der ältere Bruder von Königin Calca Bessarez und in der Handlung als durch einen Doppelgänger ersetzter Kronprinz sowie späterer Heiliger König auftritt.
Name: Caspond Bessarez
Geschlecht: Männlich
Rang / Stellung: Königliche Familie des Heiligen Königreichs Roble, später Heiliger König
Wohnsitz: Königsschloss von Hoburns
Beruf / Klassen: Kleriker (mutmaßlich), Weiser (mutmaßlich), Hochadeliger (allgemein, mutmaßlich)
Geburtstag: 27. des Monats der abnehmenden Flamme
Beiname: Der sanftmütige Königliche Bruder
Hobby: Lesen, besonders Geschichtsliteratur
Caspond Bessarez ist der ältere Bruder von Calca Bessarez, der Heiligen Königin des Königreichs Roble.
Er entstammt der königlichen Familie und war ursprünglich ein ernstzunehmender Anwärter auf den Thron, verzichtete jedoch zugunsten seiner Schwester.
Der „Caspond“, der in der Handlung tatsächlich auftritt, ist von Anfang an ein Doppelgänger.
Der echte Caspond war bereits im Zuge der Kriegswirren um den Dämon Yaldabaoth gestorben, bevor die erzählte Handlung richtig einsetzt.
Nach der Befreiung und den Auseinandersetzungen mit Yaldabaoth übernimmt der Doppelgänger-Caspond die Führung der Befreiungstruppen.
Später wird er nach dem Sieg des Magischen Königs über Yaldabaoth zum Heiligen König gekrönt und beginnt, das Königreich im Sinne des Magischen Königreichs zu reorganisieren.
Sowohl der wahre Caspond als auch der Doppelgänger geben sich als warmherzig, sanftmütig und barmherzig.
Er zeigt eine ruhige, überlegte Art, die ihn im höfischen Umfeld beliebt macht.
Der echte Caspond war ein fähiger, gebildeter Mann, der jedoch klar erkannte, dass seine jüngere Schwester Calca noch talentierter war.
Statt in einen blutigen Thronkampf einzusteigen, konzentrierte er sich bewusst darauf, die Mechanismen der Adelsgesellschaft zu erlernen und in ihr zu überleben.
Wegen seines friedliebenden Wesens lehnte er einen erbitterten Machtkampf innerhalb der Königsfamilie ab.
Er zog sich aus dem Wettstreit um die Thronfolge zurück und überließ den Königstitel Calca, was im Königshaus äußerst ungewöhnlich war.
Diese Entscheidung führte dazu, dass er im Gegensatz zu vielen anderen royalen Verwandten nicht von Kelart Custodio gehasst wurde.
Calca vertraute ihm als einzigem Mitglied der Königsfamilie vollständig, was seine Rolle als moralischer Rückhalt unterstreicht.
Caspond bereute seinen Verzicht auf den Thron nicht.
Gleichzeitig blieb in ihm jedoch eine gewisse Sorge: Er fragte sich, ob seine Schwester den enormen Belastungen als Heilige Königin wirklich gewachsen sei.
Seine Fähigkeiten im Bereich der indirekten Einflussnahme und Hinterzimmerpolitik waren gut entwickelt.
Daher wird in den Beschreibungen angemerkt, dass er als Heiliger König wahrscheinlich besser geeignet gewesen wäre als seine Schwester, weil er – anders als sie – zu verdeckten Maßnahmen und politischen Intrigen fähig gewesen wäre.
Der echte Caspond
Zu Lebzeiten war Caspond ein hochbegabter Prinz, der eine starke moralische Haltung mit pragmatischem Denken verband.
Seine Einsicht in die Überlegenheit seiner Schwester führte nicht zu Neid, sondern zu einem rationalen Rückzug aus der Thronfolge.
Er erwarb gezielt Wissen über höfische Taktiken, Netzwerke und Strategien, um sich innerhalb der Adelsschicht behaupten zu können.
Gleichzeitig verachtete er blinde Machtgier, insbesondere wenn sie zu blutigen Auseinandersetzungen innerhalb der Familie führte.
Im Verlauf der Kriege rund um den Dämon Yaldabaoth fiel der echte Caspond und starb, bevor er eine langfristige politische Rolle als Regent einnehmen konnte.
Sein Tod wurde in der Öffentlichkeit nicht klar erkannt, da der Doppelgänger seine Identität nahtlos übernahm.
Der Doppelgänger als Caspond
Der Doppelgänger, der Caspond ersetzt, nutzt ein äußerst geschicktes Szenario, um seine Position zu festigen.
Er präsentiert sich als Caspond, der „in einem Gefangenenlager festgehalten und von der Befreiungsarmee gerettet“ worden sei.
Durch diese inszenierte Befreiung kann er auf natürliche Weise das Vertrauen der Menschen und des Militärs gewinnen.
Im Umfeld des Kampfes gegen Yaldabaoth und die Allianz der Nichtmenschen übernimmt er Schritt für Schritt die militärische und politische Führung.
Nachdem der Magische König Ainz Ooal Gown Yaldabaoth besiegt hat, wird der Doppelgänger in der Gestalt Casponds zum Heiligen König gekrönt.
Nach außen bleibt er für die Bevölkerung der „bekannte“ Caspond Bessarez, der aus schwerer Gefangenschaft zurückgekehrt und dennoch bereit ist zu regieren.
Im Inneren jedoch richtet er seine Politik am Interesse des Magischen Königreichs aus.
Er beginnt, das Heilige Königreich so zu steuern, dass es langfristig als Vasall oder Verbündeter des Magischen Königreichs funktioniert, ohne die Bevölkerung sofort gegen sich aufzubringen.
Caspond wird als hochintelligent und politisch versiert beschrieben.
Seine Stärken liegen weniger im offenen Machtkampf als in subtilen Mitteln wie Diplomatie, Hintergrundverhandlungen und indirekter Einflussnahme.
Hätte der echte Caspond den Thron bestiegen, wäre er wahrscheinlich ein sehr effektiver Heiliger König geworden.
Er hätte, anders als seine Schwester, nicht gezögert, verdeckte Operationen, Intrigen oder unpopuläre Maßnahmen zu nutzen, um das Reich zu stabilisieren.
Seine Fähigkeit, sowohl die Moral der Bevölkerung zu berücksichtigen als auch realpolitisch zu handeln, machte ihn zu einer idealen Herrscherfigur.
Gerade deshalb wird betont, dass er objektiv besser für den Thron geeignet gewesen wäre als Calca.
Der Doppelgänger, der seinen Platz einnimmt, nutzt viele dieser Eigenschaften nach außen hin weiter.
Allerdings verfolgt er im Inneren ein ganz anderes Ziel: die schrittweise Eingliederung des Heiligen Königreichs in die Ordnung, die vom Magischen König Ainz Ooal Gown bestimmt wird.
Im eigentlichen Text der Geschichte wird Casponds Aussehen kaum beschrieben.
Illustrationen in Charaktervorstellungen zeigen ihn jedoch deutlich.
Er wird als etwa dreißigjähriger Mann mit schlanker, fast asketischer Statur dargestellt.
Sein Haar ist blond wie das seiner Schwester Calca und reicht in etwa bis zu den Schultern.
Seine äußere Erscheinung unterstützt den Eindruck eines eher sanftmütigen, nachdenklichen Intellektuellen als eines groben Kriegsherrn.
Dieses Bild passt gut zu seinem Beinamen „der sanftmütige Königliche Bruder“ und zu seiner Rolle als besonnener, politisch denkender Charakter.
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