Natsume (voller Name: Natsume Anan) ist eine zurückgezogene, kränkliche Magierin und Gefangene Nummer 660 in dem Werk „Die Hexenprozesse der Magical Girls“, die über eine leichte Form von Gedankenkontrolle verfügt und als „schlafende Prinzessin der Lüge“ bezeichnet wird.
Name: Natsume Anan
Gefangenennummer: 660
Geschlecht: Weiblich
Körpergröße: 145 cm
Gewicht: 41 kg
Geburtstag: 28. März
Magie: Leichte Form von Gedankenkontrolle / „Gehirnwäsche“, bei der andere gehorchen, wenn sie überzeugt sind
Trauma: Unbekannt (bewusst verschleiert)
Bezeichnung der Sünde: „Schlafende Prinzessin der Lüge“
Hobby: Romane schreiben (hat noch nie eins beendet)
Besondere Fähigkeit: Sie kann Romane schreiben (auch wenn sie nie fertig wird)
Erste Person Singular in der Schriftkommunikation: „Wir“ bzw. altertümliches „Wir-Gestalt“
Sprecherin (Original): Aoi Azusa
Status: Magierkandidatin, Gefangene im „Gefängnisherrenhaus“, spätere „Ausgeschiedene“
Natsume ist ein zierliches, kränklich wirkendes Mädchen mit 145 cm Körpergröße und 41 kg Gewicht.
Ihr Auftreten ist leise, verschlossen und oft körperlich schwach, was zu ihrem Image als „eingesperrte, schlafende Prinzessin“ passt.
Sie spricht fast nie laut und kommuniziert hauptsächlich über ein Skizzenbuch, auf dessen Seiten sie ihre Gedanken notiert.
Ihr geschriebener Stil wirkt dabei bewusst überhöht und altmodisch, fast wie die Sprache eines alten Schriftstellers oder eines „erhabenen Wir“.
Weil sie sich stark zurückzieht und kaum Blickkontakt hält, wirkt sie auf andere zuerst wie eine klassische „Hikikomori“-Schülerin.
Wer sie länger beobachtet, merkt aber, dass hinter der Zurückhaltung eine sehr komplexe Mischung aus Schuldgefühl, Bedürfnis nach Geborgenheit und Angst vor eigener „Wunscherfüllung“ steckt.
Natsume ist von Natur aus introvertiert, extrem zurückhaltend und hat große Schwierigkeiten mit direkter Kommunikation.
Sie verbringt ihre Zeit am liebsten allein in ihrem Zimmer, spielt Spiele oder schreibt an unveröffentlichten Romanfragmenten.
Sie meidet Anstrengung und „Zwang zu Leistung“ konsequent und versucht, sich selbst nicht zu überfordern.
Ihre innere Messlatte, um stolz auf sich zu sein, ist sehr niedrig – schon fürs Zähneputzen lobt sie sich übertrieben.
Wenn sie mit unangenehmen Situationen konfrontiert wird, reagiert sie oft mit Vermeidung: Sie hält sich die Ohren zu oder zieht sich sofort zurück.
Gerade dieses Vermeidungsverhalten hat sich tief in ihre Lebensstrategie eingebrannt, weil sie gelernt hat, dass ihre Wünsche andere zerstören können.
In der Schriftkommunikation nimmt sie eine grandios wirkende, fast herrschaftliche „Wir“-Perspektive ein.
Das ist gleichzeitig Schutzmechanismus, Rollenmaske und leiser Humor – sie versteckt ihre Unsicherheit hinter einer überspitzten, literarischen Sprache.
Ihre Zurückhaltung ist nicht einfach Schüchternheit, sondern hat einen konkreten Hintergrund:
Natsume fürchtet, dass ihre Worte und Wünsche durch ihre Magie andere manipulieren und ihnen schaden könnten.
Natsumes Magie ist eine leichte Form von „Gehirnwäsche“ oder mentaler Beeinflussung.
Wenn sie jemanden argumentativ überzeugt oder in eine bestimmte Stimmung bringt, kann sie die Person dazu bringen, ihren „Befehlen“ zu folgen.
Diese Magie ist nicht sofort als klassische Hypnose erkennbar, sondern entfaltet sich subtil über Überzeugung und emotionale Manipulation.
Genau deshalb spricht sie normalerweise kaum – sie will vermeiden, andere unbewusst zu manipulieren.
Ihre Fähigkeit wirkt nicht nur auf Mitgefangene, sondern auch auf die Aufseher.
Das erkennt sie, als sie einen Wärter überzeugt, ihr den Schlüssel zur Strafzelle zu überlassen, mit der Ausrede, der Befehl käme von Kokucho.
Die Magie verstärkt sich in Momenten hoher emotionaler Anspannung und kann dann schneller und brutaler greifen.
In solchen Momenten verschwimmt für Natsume die Grenze zwischen „Überzeugen“ und „Zwingen“.
Natsume war von klein auf krank und körperlich schwach, was ihre Eltern dazu brachte, sie zu verwöhnen und übermäßig zu schützen.
Ihre Zurückhaltung und ihr „fragiles“ Image führten dazu, dass ihre Eltern ihr nahezu jeden Wunsch erfüllten.
Mit der Zeit bemerkte Natsume, dass ihre Bitten eine ungewöhnlich starke Wirkung hatten.
Sie musste nur etwas wollen, und ihre Eltern fügten sich, bis zur Selbstaufgabe.
Die Eltern erkannten schließlich, dass diese Dynamik zerstörerisch ist.
Sie befürchteten, Natsumes Fähigkeit könnte sie zu lebenden Marionetten ohne eigenen Willen machen.
Um Natsume zu schützen, baten sowohl Mutter als auch Vater sie unabhängig voneinander, ihre Wünsche nur an sie jeweils „exklusiv“ zu richten.
Damit gerieten beide unbewusst vollständig unter den Einfluss von Natsumes Magie.
Das Resultat: Sowohl die Eltern als auch Natsume selbst wurden innerlich zerstört.
Die Eltern verfielen in einen marionettenhaften Zustand, während Natsume begriff, dass ihre „Glückswünsche“ andere in den Abgrund reißen.
Aus Schuldgefühl heraus schwor sie sich, nie wieder ihr eigenes Glück zu wünschen.
Statt ihre Kraft zu kontrollieren, wählte sie totale Vermeidung: Sie schloss sich ein und lebte mit ihren zu seelischen Wracks gewordenen Eltern in einem stagnierenden, morbid-friedlichen Alltag.
In diesem Zustand des selbst gewählten Stillstands wurde Natsume letztlich in das Gefängnisherrenhaus verschleppt.
Dort fand sie zu ihrer eigenen Überraschung eine Umgebung, die perfekt zu ihrem Selbstbild passte: hart, unglücklich, aber strukturiert – ein Ort, an dem sie „nicht glücklich sein darf“, sich aber paradoxerweise sicher fühlt.
Natsume gehört zu den Magierkandidatinnen in „Die Hexenprozesse der Magical Girls“ und ist Gefangene Nummer 660 im sogenannten Gefängnisherrenhaus.
Dort nimmt sie zunächst eine unauffällige Nebenrolle ein, entwickelt sich aber zum Kern einer der wichtigsten Mordfälle der Geschichte.
Sie ist eng in die Dynamik zwischen der entschlossenen Führungsfigur Sakuraba Emma, der freundlichen Saeki Millia und ihrer Mitbewohnerin Jogasaki Noah eingebunden.
Ihr scheinbar passive Haltung verbirgt eine gefährliche Kombination aus unterschwelliger Manipulation, verdrängten Wünschen und wachsender Todessehnsucht.
Im ersten Handlungsdurchlauf wird sie zur Täterin im Mordfall Saeki Millia und scheidet als fünfte Teilnehmerin aus dem Spiel aus.
Ihr gesamter Bogen kreist dabei um die Frage, ob sie es verdient zu sein glaubt, glücklich zu werden – und wie sie mit der Angst lebt, andere durch ihr Glück zu zerstören.
In der zweiten Zeitschleife zeigt sie sich stabiler, rationaler und nutzt ihre Magie kontrollierter.
Dort setzt sie ihre Fähigkeit sogar ein, um die Diskussionen im Hexenprozess zu schützen, statt sie zu verzerren.
Jogasaki Noah
Natsume teilt ein Zimmer mit Jogasaki Noah.
Noah benutzt Farbsprays für ihre Kunst, deren Geruch Natsumes Gesundheit so sehr belastet, dass sie zeitweise in die Krankenstation umziehen muss.
Trotz dieser Komplikation ist ihr Verhältnis zu Noah nicht schlecht.
Noah schenkt ihr als „Zauber“ eine Schmetterlingszeichnung im Skizzenbuch, die zu einem Symbol ihrer Verbindung wird.
Natsume versteht die Bedeutung der Schmetterlinge, die Noah zeichnet, und bewahrt dieses Wissen wie ein leises, persönliches Geheimnis.
Das zeigt, dass sie Noahs Innenleben ernster nimmt, als sie nach außen hin zeigt.
Sakuraba Emma
Zu Beginn ist Natsume gegenüber Emma sehr schroff und kalt.
Emma ist von Anfang an treibende Kraft hinter dem Plan, aus dem Gefängnisherrenhaus zu entkommen – genau das, was Natsume insgeheim ablehnt.
Mit der Zeit wächst in Natsume eine immer tiefere Abneigung gegen Emma.
Sie fühlt sich durch Emmas Freiheitsdrang bedroht, weil sie im Gefängnis zum ersten Mal eine Form von „passendem Unglück“ gefunden hat.
Natsume plant letztlich Emmas Tod und nutzt ihre Magie, um die Fluchtversuche zu sabotieren.
Trotzdem gibt es auch Momente, in denen Natsume sich in die Gruppe einfügt – etwa als sie ihr Handy zur Verfügung stellt, damit alle gemeinsam einen Livestream verfolgen können.
Der Konflikt mit Emma kulminiert im Hexenprozess, in dem Emma Natsume als Täterin entlarvt.
Erst dort erkennt Natsume vollständig, wie sehr ihr Hass auf Emma nur ein Spiegel ihres eigenen Selbsthasses und ihrer Angst vor Veränderung ist.
Saeki Millia
Mit Saeki Millia versteht sich Natsume besonders gut.
Sie verbringen gemeinsame Zeit im Freizeitraum und schauen zusammen Filme – eine der wenigen Situationen, in denen Natsume sichtbar entspannt ist.
Natsume nutzt ihre leichte Gedankenbeeinflussung, um Millia dazu zu bringen, nachts den Fluchtballon zu zerstören.
Das ist der erste Schritt ihres Plans, die Fluchtplanung zu sabotieren.
Als Millia von einem Wächter erwischt und in die Strafzelle gesperrt wird, kommt es zum Wendepunkt.
Millia setzt ihre eigene Magie der „Vertauschung“ ein und tauscht dabei ihre Rolle mit Emma.
Natsume begegnet daraufhin der „Millia“, die in Wahrheit Emma ist.
Diese „Millia“ behauptet, sie sei mit Emma vertauscht, und dass sie Natsume daran hindern wolle, Emma umzubringen.
Als diese „Millia“ den Schlüssel zum Schrank im Freizeitraum verschluckt, bricht in Natsume die aufgestaute Aggression durch.
In einem impulsiven, blutigen Ausbruch tötet Natsume Millia – ohne dabei zu begreifen, wie tief der Opferwille und die Freundschaft hinter Millias Handeln standen.
Im weiteren Verlauf wird klar, dass Millia – ähnlich wie Natsume – gar nicht unbedingt aus dem Gefängnis entkommen wollte.
Dass Natsume Millia töten konnte, liegt auch daran, dass Millia in derselben seltsamen Komfortzone des Unglücklichseins gefangen war und daher für Natsumes Magie empfänglich blieb.
Hikami Meruru
Hikami Meruru kümmert sich aufgrund von Natsumes schwacher Gesundheit oft um sie.
Natsume nennt sie als eine der Personen, mit denen sie besonders gerne Zeit verbracht hat.
Zwischen den beiden entsteht eine stille, fürsorgliche Bindung.
Merurus Fürsorge zeigt Natsume, dass sie Zuneigung bekommen kann, ohne explizit darum zu bitten – im Gegensatz zu ihrem destruktiven Elternverhältnis.
Houshou Margo
Houshou Margo nimmt eine wichtige Rolle in Natsumes finaler Konfrontation ein.
Als Natsume sich auf dem „Bühnen“-Hinrichtungsgerät ihrer Hinrichtung stellt, versucht sie, sich weiterhin als jemand darzustellen, der „nicht glücklich sein darf“.
Margo benennt jedoch klar, dass Natsume im Gefängnis tatsächlich glücklich war.
Sie weist darauf hin, dass Natsume aus Angst, diesen Zustand zu verlieren, egoistisch gehandelt hat und Millia aus purem Besitzdenken tötete.
Diese Worte treffen Natsume ins Mark und reißen das Trauma ihrer Eltern und ihrer eigenen Schuldgefühle wieder auf.
Die Erkenntnis, dass sie bereits wieder nach Glück gegriffen und es zerstört hat, treibt sie endgültig in den Wahnsinn.
Natsume nutzt ihre Magie zunächst fast unbewusst, um Millia zu überreden, den Fluchtballon der Gruppe zu zerstören.
Die Gruppe, angeführt von Emma, hatte die Flucht bereits konkret geplant, doch der Ballon wird in einer Nacht- und Nebelaktion beschädigt.
Da Emma ihre Fluchtpläne dennoch nicht aufgibt, fasst Natsume den entschlossenen Plan, sie zu töten.
Die Tatsache, dass ihre Magie sogar auf die Aufseher wirkt, gibt ihr das nötige Werkzeug: Sie erbeutet mit List den Schlüssel zur Strafzelle.
In der Strafzelle konfrontiert sie die vermeintliche Millia mit ihrem Mordplan.
Die ihr gegenüberstehende Person erklärt jedoch, dass sie in Wahrheit Emma ist, die mit Millia den Körper getauscht hat, um Natsume von ihrem Plan abzuhalten.
Als diese „Millia/Emma“ den Schlüssel zum Freizeitschrank schluckt, explodiert Natsumes angestaute Frustration.
Im Affekt ermordet sie Millia und versucht danach, sich ein wasserdichtes Alibi zu verschaffen.
Im folgenden Hexenprozess versucht sie zunächst, wie immer, zu schweigen und über ihr Skizzenbuch zu kommunizieren.
Doch als sie in die Enge getrieben wird, beginnt sie erstmals offen zu sprechen – und setzt ihre Gehirnwäsche-Magie aktiv ein, um die Diskussion zu manipulieren.
Sie versucht, die Argumentationslinien des Prozesses zu verzerren und die Stimmen der anderen auf ihre Version zu lenken.
Doch als eindeutige Beweise auftauchen, ist ihr Einfluss nicht mehr ausreichend, und Emma benennt sie klar als Täterin.
Auf der Hinrichtungsbühne wird Natsume wie eine Marionette an Fäden aufgehängt, passend zu ihrer Vergangenheit mit den „marionettenhaften“ Eltern.
Sie versteht nicht, warum Emma sie in den Tod schickt, obwohl sie doch zusammen Filme schauen und weiter im Gefängnisherrenhaus leben wollte.
Durch Emmas Worte erkennt Natsume, dass die angebliche „Vertauschung“ nur eine Lüge war, mit der Millia Emma vor dem Mord schützen wollte.
Das bedeutet: Natsume hat aus Selbstsucht ihre Freundin getötet – jemand, der sie mochte und sie nicht verlassen wollte.
In einem letzten Ausbruch gesteht sie, dass sie das Gefängnis nie verlassen wollte, weil
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