Toono Hanna ist eine fiktive Figur aus dem Werk „Magical Girl Witch Trial“ („Mahou Shoujo no Majo Saiban“), eine als adlige Dame auftretende, tatsächlich aber aus armen Verhältnissen stammende „grüne Heldin“ und Kandidatin zur Hexe.
Name: Toono Hanna
Geschlecht: Weiblich
Status: Gefangene im „Gefängnisherrenhaus“ / Hexenkandidatin
Gefangenennummer: 668
Magie: Schweben
Geburtstag: 15. Mai
„Erbsünde“ (Charakterkategorie): „Phantasiereiche junge Dame“
Körpergröße: 148 cm
Gewicht: 40 kg
Hobby: Adels- bzw. „Ojousama“-Accessoires sammeln
Spezialität: Nähen
Trauma: Unbekannt (nicht offenbart)
Synchronsprecherin (CV): Ishizaki Saaya
Hanna spricht in übertrieben vornehmer „Damen“-Sprache und gibt sich konsequent als hochmütige, weltfremde Adlige.
Sie betont immer wieder, eine Tochter aus gutem Hause zu sein, zeigt aber viele Verhaltensweisen, die nicht zu einer echten Edeldame passen.
Sie ist eher schmal gebaut, klein und erinnert durch ihre Erscheinung an eine Porzellanpuppe.
Hinter der Fassade verbirgt sich die Wahrheit, dass sie aus einer sehr armen Familie stammt – ihr adeliges Auftreten ist also mehr gespielte Rolle und Wunschbild als Realität.
Im Umgang mit anderen schwankt sie zwischen hochnäsiger Attitüde und überraschend mütterlicher Fürsorge.
Sie kann stichelnd, laut und dramatisch sein, zeigt aber immer wieder echte Anteilnahme und Sorge um die Menschen in ihrer Umgebung.
Hanna hat lange, blonde Zwillingszöpfe (Twintails), die ihr ein puppenhaftes Aussehen verleihen.
Ihre Haut ist sehr hell, ihre Statur schlank und sie ist deutlich kleiner als viele der anderen Gefangenen, was den Eindruck einer Biskuitporzellanpuppe verstärkt.
Sie trägt einen prunkvollen Kopfschmuck im Stil einer Adligen, der unter dem Kinn befestigt ist.
Ihr Outfit besteht aus einem luxuriösen grünen und schwarzen Kleid mit passendem Umhang, geschmückt mit gelben und weißen Rosen.
An den Beinen trägt sie weiße Strumpfhosen und grüne Schuhe, wodurch das Farbschema aus Grün, Weiß und Gelb konsequent durchgezogen wird.
Ihr gesamtes Design soll bewusst eine „Phantasie-Adlige“ verkörpern – prachtvoll, aber bei genauerem Hinsehen ein bisschen übertrieben und künstlich.
Hannas Magie ist die Schwebe-Magie.
Sie kann sich damit etwa zehn Zentimeter über dem Boden in der Luft halten.
Die Wirkungsdauer beträgt ungefähr eine Minute und ist für sie körperlich sehr anstrengend.
Trotz dieser scheinbar kleinen Reichweite ist die Fähigkeit in der Geschichte relevant, weil sie es erlaubt, ohne Fußspuren zu laufen – und damit theoretisch einen Mord ohne Spuren zu begehen.
Aufgrund dieses Potenzials wird Hanna mehrfach als mögliche Täterin verdächtigt.
Sie selbst hat ihre Magie in ihrem früheren Leben aus Angst vor der „Hexenfaktor“-Jagd und vor der Verbannung ins Gefängnisherrenhaus vor der Außenwelt verborgen.
Später, bei einem Picknick-Ausflug mit den anderen Kandidatinnen, übt sie mit einem Besen das Fliegen in Bodennähe.
Tachibana Sherry sitzt dabei hinter ihr auf dem Besen, sodass die beiden eine Art klassisch-magisches „Hexenflug“-Bild abgeben, wenn auch in sehr niedriger Höhe und mit viel Mühe.
In einem bestimmten schlechten Ende (Bad End) verwandelt sich Hanna in eine Hexe.
In dieser Hexengestalt ist sie dann zu echtem, freien Flug fähig, was ihre Schwebe-Magie in eine voll entwickelte Flugfähigkeit steigert.
Hanna stammt aus einer sehr armen Familie, was im krassen Gegensatz zu ihrer angeblichen Herkunft aus einem alten Adelsgeschlecht steht.
Ihre Art zu sprechen und ihr Auftreten sind Ausdruck eines inneren Wunschbildes: Sie möchte die Welt als Bühne sehen, auf der sie eine elegante „junge Dame“ spielt.
Seit sie ihre magischen Fähigkeiten bemerkt hat, hörte sie Gerüchte über das Gefängnisherrenhaus und den sogenannten „Hexenfaktor“.
Aus Angst davor, dorthin verschleppt zu werden, hat sie ihre Magie vor ihrer Umgebung verheimlicht und versucht, ein unauffälliges Leben zu führen.
Erst in der Handlung, als sie mit anderen Hexenkandidatinnen eingesperrt wird, kann sie offener über ihre Magie sprechen.
Gleichzeitig prallt hier ihre Traumwelt der „adligen Dame“ auf die harte Realität von Misstrauen, Verdacht und tödlichen Spielen im Herrenhaus.
Position unter den Hexenkandidatinnen
Hanna gehört zu den auffälligeren Figuren im Ensemble, weil sie sich früh klar positioniert.
Als Hasumi Leia vorschlägt, sich zunächst den Regeln des Gefängnisherrenhauses zu fügen, stellt sich Hanna öffentlich auf die Seite von Sakuraba Emma.
Diese Entscheidung verschiebt die Gruppendynamik deutlich.
Hanna bildet gemeinsam mit Emma und Tachibana Sherry eine Art kleines Lager, das häufiger zusammen agiert und diskutiert.
Durch diese prominente Rolle ist sie auch in vielen schlechten Enden involviert, in denen sie auf grausame Weise ums Leben kommt.
Ihre Sichtbarkeit macht sie zugleich zu einer der emotional prägenden Figuren des Werkes.
Tod und Bad Ends (mit Spoilern)
In der ersten Durchlaufzeitlinie ist Hanna die sechste Person, die stirbt.
Nachdem Emma einen ganzen Tag krank im Bett gelegen hat, bricht in einem Gästehaus-Flügel – dem „Feuergeistzimmer“ – ein Brand aus.
Dort wird Hanna von den anderen Hexenkandidatinnen aufgefunden: Sie hängt erhängt im Raum.
Rings um sie herum hängen Puppen, die die Hexenkandidatinnen darstellen – dieselben Figuren, die sie als Überraschung für die kränkelnde Emma genäht hat.
Die Inszenierung dieses Tatorts ist besonders makaber, weil ihre Handarbeit, die eigentlich Trost spenden sollte, nun Teil einer Albtraumszenerie ist.
Dieser Moment gehört zu den drastischeren Bildern der Handlung und verknüpft ihre Rolle als Näherin und Fürsorgerin mit ihrem Tod.
In weiteren schlechten Enden ist sie wiederholt in grausame Ereignisse verwickelt.
Wenn sie zur Hexe wird, kippt ihre zuvor verspielte, adlige Art in etwas Bedrohlich-Schwebendes – passend zur Weiterentwicklung ihrer Magie.
Zweite Durchlaufzeitlinie
Im zweiten Durchlauf benutzt Nikaido Hiro eine Rückkehr-aus-dem-Tod-Magie, um die Zeit zum ersten Tag im Gefängnisherrenhaus zurückzudrehen.
In dieser neuen Zeitlinie verändern sich einige Abläufe leicht.
Hasumi Leia spricht Hannas seltsame vornehme Ausdrucksweise diesmal nicht offen konfrontativ an.
Dadurch entstehen weder die frühere Spaltung in Gruppen noch die genaue Wiederholung der alten Konstellationen.
Trotzdem nähert sich Hanna wieder Emma und Sherry an, und es wird deutlich, dass sie Leia weiterhin mit Distanz betrachtet.
Ein wichtiger Unterschied der zweiten Runde: Hanna schafft es diesmal, Emma die genähten Puppen tatsächlich persönlich zu überreichen, statt dass diese erst nach Hannas Tod entdeckt werden.
Dieser kleine, aber emotionale Moment gibt ihrer Figur ein bisschen mehr Erfüllung und Wärme innerhalb eines ansonsten sehr gefährlichen Szenarios.
Beziehung zu Sakuraba Emma
Hanna stellt sich früh demonstrativ auf Emmas Seite, als Leia den Gehorsam gegenüber den Hausregeln fordert.
In der Folge sieht man die beiden häufig zusammen agieren, was ihre Freundschaft deutlich macht.
Hanna bezeichnet Emma ausdrücklich als ihre „Freundin“, was für ihr ansonsten distanziert-hochnäsiges Auftreten bemerkenswert offen ist.
Sie sorgt sich um Emmas Gesundheit, näht Puppen für sie und ist sichtlich verletzt, wenn Emma leidet oder bedroht wird.
Emma wiederum versteht Hannas spitze Zunge und nimmt ihr überzogene Aussagen nicht allzu übel.
Zwischen den beiden entsteht ein vertrauensvolles, warmes Verhältnis, das den emotionalen Kern von Hannas Handlungsstrang bildet.
Beziehung zu Tachibana Sherry
Hanna und Sherry landen durch ihre Parteinahme für Emma in derselben „Fraktion“.
Sie verbringen viel Zeit gemeinsam, tauschen Sticheleien und Sprüche aus und nutzen ihren Schlagabtausch laut Emma als eine Art gemeinsames Stressventil.
Hanna betrachtet Sherry genau wie Emma als Freundin.
In der Handlung wird immer wieder betont, wie eng die beiden miteinander verbunden sind.
Visuell und in Fanwerken werden Hanna und Sherry fast schon als festes Duo wahrgenommen.
In Illustrationen treten sie häufig zusammen auf, teils enger als mit anderen Figuren, und es gibt ein beliebtes Pairing-Tag für die beiden.
Sherrys eher rüde, körperliche Umgangsweise – etwa wenn sie Hanna plötzlich anspringt oder an ihrem Outfit herumzerrt – kontrastiert mit Hannas gespielter Eleganz.
Gerade dieser Gegensatz macht die Dynamik zwischen den beiden sehr lebendig und unterhaltsam.
Beziehung zu Hasumi Leia
Zu Hasumi Leia hat Hanna ein kompliziertes Verhältnis.
Sie nimmt ihr vor allem übel, dass Leia ihre merkwürdige Sprechweise und die Diskrepanz zwischen „Adelsauftreten“ und Realität thematisiert.
Hanna äußert mehrfach, dass sie Leia nicht besonders mag.
Gleichzeitig gibt es Momente, in denen durchscheint, dass sie von Leias Ausstrahlung fasziniert oder sogar ein wenig „bezaubert“ ist.
Diese Mischung aus Abneigung, Gekränktsein und unterschwelliger Bewunderung macht die Beziehung spannungsgeladen.
In der zweiten Zeitlinie meiden die beiden offenere Konflikte, doch Hannas innere Ambivalenz bleibt erkennbar.
Beziehung zu Shitou Alisa
Shitou Alisa ist eher eine Einzelgängerin, doch Hanna nähert sich ihr auf stille, fürsorgliche Weise an.
Sie fragt Alisa, ob sie regelmäßig isst, und kümmert sich darum, wenn Alisas Kleidung aufgerissen oder lose ist.
Hanna nutzt dabei ihre Nähkünste, um Alisas Kleidung zu flicken, was Alisa innerlich dazu bringt, Hanna wie eine „Mutterfigur“ zu sehen.
Diese „Okaasan“-Rolle ist eine witzige, aber treffende Beschreibung für Hannas fürsorgliche Seite.
Houshou Margo interpretiert Hanna und Alisa gemeinsam scherzhaft als „Yuri“-Paar.
Auch in Fanillustrationen taucht dieses „zarte, mädchenhafte Zusammenspiel“ der beiden regelmäßig auf.
Zwei-Panel-Comics „Danach sterben sie“
In einer kurzen Comic-Reihe mit dem Titel „Danach sterben sie“ nimmt Hanna meist die Rolle der Kommentatorin und „Straight Man“-Figur ein.
Sie reagiert empört, trocken oder panisch auf das chaotische Verhalten der anderen, was ihren Humoranteil betont.
Tachibana Sherry geht dabei besonders ruppig mit ihr um: Sie reißt beispielsweise Verzierungen von Hannas Kleidung ab oder springt ihr auf den Rücken, während Hanna gerade ihre Schwebe-Magie über einer Pfütze nutzt.
Hanna versucht verzweifelt, ihre aufwendigen Outfits und ihre Würde zu verteidigen, scheitert aber regelmäßig an Sherrys Unbekümmertheit.
Gegenüber Shitou Alisa zeigt sie eher ihre „Mutterseite“, indem sie sich um Essen und Kleidung kümmert.
Diese kurzen Episoden zeichnen ein Bild Hannas als Mischung aus Drama-Queen, adliger Selbstdarstellerin und tatsächlich warmherziger Aufpasserin.
Hörspiel „Magical Girl Witch Trial – The First Page“
In einem Hörspiel-Ableger „Magical Girl Witch Trial – The First Page“ erwacht Hanna ohne Erinnerungen an einem seltsamen Ort.
Dort ist sie gemeinsam mit Sakuraba Emma, Houshou Margo und einer weiteren Person, die je nach Aufführung entweder Tachibana Sherry (Tagsüber) oder Nikaido Hiro (Abends) ist.
Die Gruppe muss sich durch verschiedene lebensbedrohliche Szenarien kämpfen: eine Badewanne, in die Blut einströmt, ein Speisesaal in Flammen, ein See mit dünner Eisschicht.
Während sie diese Situationen überlebt, sucht die Gruppe nach einer Figur namens „dunkle Hexe“.
Hannas Rolle bleibt hier ihrer Hauptfigur treu: Sie kommentiert viel, wirkt gleichzeitig ängstlich und stolz und versucht, ihre Rolle als „Dame“ auch in Extremsituationen aufrechtzuerhalten.
Das Hörspiel vertieft damit ihren Charakter außerhalb der Hauptspielhandlung und zeigt, wie sie in einer noch surrealeren Umgebung reagiert.
In einer Umfrage unter den „Komplizen“ mit der Frage „Welches Mädchen würde in einem Horrorfilm wohl als erstes sterben?“ belegte Hanna den ersten Platz.
Das passt ironischerweise sehr gut zu ihrer Mischung aus auffälligem Auftreten, Dramatik und latenter Verletzlichkeit.
Ihre Statur (klein, zierlich, puppenhaft) und ihr überladener, adliger Kleidungsstil machen sie zu einem Liebling vieler Illustratoren.
In Fankunst ist sie sehr häufig zu sehen – besonders im Duo mit Tachibana Sherry, aber auch in Kombination mit Shitou Alisa.
Ihr Titel „Phantasiereiche junge Dame“ fasst ihre Figur sehr treffend zusammen.
Hanna ist jemand, der sich mit aller Kraft in eine elegante Traumrolle flüchtet, während die Realität um sie herum brutal, gefährlich und wenig glamourös ist – genau das macht sie so interessant und sympathisch.
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