Hasumi Leia ist eine fiktive Figur aus dem Multimediaprojekt „Magical Girl Witch Trial“, eine charismatische junge Schauspielerin und „Hexenkandidatin“, die im Gefängniskomplex „Gefängnisherrenhaus“ als Gefangene mit der Nummer 662 an einem tödlichen Hexenprozess teilnimmt.
Name: Hasumi Leia
Gefangenennummer: 662
Geschlecht: weiblich
Geburtstag: 2. April
Größe: 172 cm
Gewicht: 52 kg
Magie: unbekannt (später als „Blicklenkung“ enthüllt)
Trauma: unbekannt (wird aber durch ihre Vergangenheit angedeutet)
Originale Sünde: „Idol auf der Bühne“ – eine Bühnenikone, die um jeden Preis im Mittelpunkt stehen will
Hobby: Selbstverbesserung, in Ruhephasen heimlich Katzenvideos schauen
Spezialität: Tanz
Beruf/Status: berühmte Schauspielerin, Hexenkandidatin, Gefangene im Gefängnisherrenhaus
Synchronsprecherin (japanisches Original): Ami Koshimizu
Hasumi Leia ist eine berühmte junge Schauspielerin mit starkem Verantwortungsgefühl, die sich nach außen hin als idealer Anführer präsentiert.
Sie wirkt höflich, souverän und ausgesprochen „gentlemanlike“, spricht oft wie auf einer Bühne und gibt sich als Beschützerin aller anderen Mädchen.
Auf den ersten Blick scheint sie selbstlos und bereit, ihr Leben zu riskieren, um andere zu beschützen.
Sie übernimmt wie selbstverständlich die Rolle der Vermittlerin und Anführerin in der Gruppe.
Im Inneren ist Leia jedoch von einem extremen Bedürfnis nach Aufmerksamkeit getrieben.
Sie will im Mittelpunkt stehen, gesehen, bewundert und bestätigt werden – stärker als alles andere.
Dieses Verlangen ist so stark, dass es ihre moralischen Grenzen verschiebt und sie dazu bringt, Rivalinnen aus dem Weg zu räumen.
Sie ist eine eiserne und ehrgeizige Arbeiterin, mag aber das Arbeiten an sich nicht, sondern nur die Anerkennung, die es bringt.
Leia fällt es schwer, sich auf andere zu stützen, und trägt ihre Ängste und den Druck meist allein.
In seltenen Momenten der Entspannung lässt sie ihre Fassade fallen und schaut Katzenvideos, um herunterzukommen.
Ihre Art, andere Mädchen mit der Anredeform von engen Freunden anzureden, soll Nähe und Charme erzeugen, ist aber auch Teil ihres „Auftritts“.
Viele lassen sich von ihrer Ausstrahlung und ihrem Charisma beeindrucken, ohne zu merken, wie sehr sie von ihrem Bedürfnis nach Bühne gesteuert ist.
Leia hat einen androgynen, anziehenden Look, der besonders bei Frauen sehr gut ankommt.
Ihr Stil kombiniert Eleganz eines Offiziers mit der Noblesse eines Bühnenritters.
Sie trägt kinnlange, nach außen geföhnte, hell-aschblonde Haare in einem kurzen Bob.
Ihre Augen sind in einem leicht gelblichen Orange gehalten, was ihnen einen warmen, aber intensiven Glanz verleiht.
Auf der rechten Seite ihres Haares befindet sich ein markantes Haarornament aus drei ungewöhnlich geformten Elementen.
In der Mitte dieses Ornaments sitzt ein juwelenartiger Stein in der gleichen Farbe wie ihre Augen, darunter ist ein schwarzes, blumenähnliches Element befestigt.
An einer Strähne auf der rechten Seite ihres Gesichts sind drei aneinandergereihte schwarze Formen in Diamantoptik zu sehen, vermutlich Haarsticker.
Ihr Gefangenenoutfit erinnert mehr an eine schicke Militäruniform mit Ritter-Flair als an eine klassische Häftlingskleidung.
Unter dem Mantel trägt sie ein hochgeschlossenes, hell-aschblondes Oberteil.
Darüber liegt ein langer, schwarzer, edler Mantel, der ihr bis an die Schienbeine reicht.
Auf beiden Schultern sind goldene Epauletten angebracht.
An ihren Handgelenken trägt sie goldene Manschetten mit auffälligen Verzierungen.
Auf der rechten Seite ist ein Band mit einer broschartigen Spange befestigt.
Entlang bestimmter Nähte verlaufen schwarze Linien mit Knöpfen, teilweise von dem Band ihrer Rapier-Scheide verdeckt.
Um die Taille sind zwei schwarze Gürtel über dem Mantel geschnallt, die den militärischen Look unterstreichen.
Sie trägt eng anliegende, schwarze Hosen, die ihre Beinsilhouette betonen, und schwarze Schuhe mit goldenen Linien und Ornamenten.
Insgesamt wirkt Leia wie eine Bühne generierende Offiziersfigur – auffällig, edel und geschaffen dafür, im Mittelpunkt zu stehen.
Leia ist eine der Hexenkandidatinnen, die im Gefängnisherrenhaus an einem grausamen, live übertragenen Hexenprozess teilnehmen.
Sie tritt als charismatische Anführerin auf, die behauptet, alle Mädchen beschützen und gemeinsam mit ihnen lebend entkommen zu wollen.
Ihre Rolle verbindet „Idol“, „Anführerin“ und „verdeckte Täterin“ in einer Figur.
Vor den Augen der Zuschauer entfaltet sich der Kontrast zwischen ihrem edlen Auftreten und ihrem obsessiven Wunsch nach Aufmerksamkeit.
Ihre Original-Sünde als „Idol auf der Bühne“ spiegelt sich im gesamten Plot wider.
Sie ist eine Person, die das Scheinwerferlicht zum Überleben braucht und zunehmend bereit ist, alles dafür zu opfern.
Offiziell ist ihre Magie zunächst ein Geheimnis und wirft Spekulationen bei den anderen auf.
Viele der anderen Mädchen vermuten, sie habe eine Form von „Verführung“ oder „Charme“, weil sie alle Blicke auf sich zieht.
Tatsächlich besitzt sie die Magie der Blicklenkung.
Diese Fähigkeit erlaubt es ihr, den Blick anderer Personen bewusst auf bestimmte Punkte zu lenken und dort zu „fixieren“.
Sie kann dadurch entscheiden, wohin andere schauen und was sie nicht sehen.
Ihre Ausstrahlung und die Herzklopfen-Momente der anderen Mädchen sind nicht direkte Magie, sondern die Kombination aus Blicklenkung und ihrem von Natur aus attraktiven Äußeren.
Mit dieser Magie kann sie nicht Gefühle selbst manipulieren, aber die Aufmerksamkeit kontrollieren.
Das macht sie im Setting des Hexenprozesses zu einer extrem gefährlichen Person, da Informationen buchstäblich „aus dem Blickfeld“ genommen werden können.
Leia wuchs mit einer schwer kranken Mutter auf, die sich immer mehr von der Welt zurückzog.
Schließlich sah die Mutter niemanden mehr an, sprach mit niemandem und bemerkte nicht einmal mehr die Anwesenheit ihrer eigenen Tochter.
Für Leia war es, als würde sie unsichtbar werden.
In ihrer Verzweiflung versuchte sie, alles zu tun, um wieder im Blickfeld ihrer Mutter zu landen.
An einem Tag bemerkte sie, dass ihre Mutter den Blick auf einen im Fernsehen laufenden Theatermitschnitt richtete.
Daraus zog Leia den Schluss, dass sie dort, auf der Bühne, stehen müsse, damit ihre Mutter sie wieder wahrnimmt.
So entwickelte sie ihre Magie der Blicklenkung und betrat selbst die Bühne.
Sie wurde eine erfolgreiche Hauptdarstellerin, gefeiert und bewundert – nur nicht von der Person, die sie am meisten sehen wollte.
Ihre Mutter sah sie nie bewusst an, nicht ein einziges Mal.
Für Leia bedeutete das: Sie war immer noch „nicht genug“.
Daraufhin verfestigte sich in ihr der Gedanke, sie müsse die Person sein, die am meisten auffällt.
Alles, was ihr die Bühne streitig macht, wird in ihrer Wahrnehmung zur Bedrohung, die beseitigt werden muss.
Dieses nie gestillte Verlangen, endlich gesehen zu werden, bildet das emotionale Zentrum ihres Traumas.
Es ist der Auslöser dafür, dass sie vom charismatischen Idol zur potenziellen Täterin wird.
Erste Durchlauf-Welt (erste Zeitschleife)
Zu Beginn des ersten Durchlaufs tritt Leia als natürliche Anführerin der Mädchen auf.
Sie bündelt die Gruppe, motiviert alle, arbeitet an Strategien und wirkt wie jemand, der wirklich alle retten will.
Ihre charismatischen Reden fesseln die Aufmerksamkeit der anderen.
Toono Hanna vermutet sogar, Leia könne eine Art Verführungs- oder Charme-Magie nutzen, um alle zu beeindrucken.
Gemeinsam mit Sawatari Coco beginnt sie, im Gefängnisherrenhaus Streaming-Übertragungen zu machen.
Auch hier stellt sie sich stark als „Frontfigur“ dar und genießt die Präsenz vor der Kamera.
Im Verlauf des Hexenprozesses zeigt sich jedoch, dass sie in immer mehr Verdachtsmomente gerät.
Vor allem als ein Mord geschieht und ihre Alibi-Situation zweifelhaft ist, kippt das Bild der makellosen Anführerin.
Jogasaki-Noah-Mordfall
Leia entpuppt sich als Täterin im Mordfall an Jogasaki Noah.
Noah wird als besonders auffällige und ungewöhnliche „Ballon“-Kandidatin wahrgenommen und zieht viel Aufmerksamkeit auf sich.
Offiziell behauptet Leia zunächst, Noah getötet zu haben, um Natsume und die anderen vor ihr zu schützen.
Sie argumentiert, Noah habe Natsume erschreckt und zum Umkippen gebracht, und sie habe „alle retten“ wollen.
Die Wahrheit ist allerdings deutlich egoistischer:
Leia erträgt es nicht, dass Noah als „Ballon“ die Aufmerksamkeit auf sich zieht und ihr damit die Bühne nimmt.
In diesem Zustand der verletzten Eitelkeit wird sie von der im Hintergrund agierenden Drahtzieherin der Gefängnisherrenhaus-Geschehnisse manipuliert.
Diese geheimnisvolle Figur flüstert Leia die Idee ein, Noah zu töten, um selbst wieder im Zentrum zu stehen.
Beim eigentlichen Mord nutzt Leia ihre Blicklenkung.
Sie fixiert Noahs Blick auf den Himmel beziehungsweise die Decke ihrer Zelle und tötet sie, während Noah den Blick nicht abwenden kann.
Später, auf dem Rückweg von einer Live-Übertragung in der Lounge, lenkt Leia auch die Blicke von Saeki Millia und Sawatari Coco.
So sorgt sie dafür, dass die beiden Noahs Leiche trotz direkter Nähe nicht wahrnehmen.
Enthüllung im Hexenprozess
Im Hexenprozess beginnt der Verdacht gegen Leia, als sich herausstellt, dass nur sie in einem entscheidenden Zeitraum kein Alibi hat.
In weiterer Folge tauchen Beweise auf, die ihre Blicklenkungs-Magie und ihr Verhalten am Tatort belasten.
Schritt für Schritt fällt ihre Fassade der selbstlosen Beschützerin.
Es wird deutlich, dass ihr eigentliches Motiv im Wunsch nach Aufmerksamkeit liegt, nicht im Schutz der anderen.
Die Enthüllung, dass ihre Magie nicht „Verführung“, sondern „Blicklenkung“ ist, entzieht ihrem Heldenbild zusätzlich die Grundlage.
Auch die anderen Mädchen erkennen, dass ihr Herzklopfen eher auf Leias Aussehen und charismatische Inszenierung zurückgeht als auf Magie.
Schließlich wird Leia schuldig gesprochen und ihre Hinrichtung beschlossen.
Damit wechselt sie endgültig von der Rolle der „strahlenden Anführerin“ zur tragischen, aber selbst schuldigen Antagonistin.
Leia wird in eine eiserne Jungfrau in Form einer Engelsstatue geführt.
Die Statue trägt ein sanftes Lächeln, doch im Inneren warten zahllose Stacheln.
Als sie merkt, wie diese Hinrichtung ablaufen wird, verzweifelt sie nicht an den Schmerzen.
Stattdessen schreit sie aus, dass diese Methode „nicht geht“, weil niemand ihre letzten Momente sehen kann.
Sie ruft sinngemäß, die Hinrichtung müsse geändert werden, weil sie sonst „nicht zu sehen“ sei.
Dieser Ausbruch rückt ihr wahres Inneres brutal ins Licht: Die größte Angst ist nicht Tod, sondern Unsichtbarkeit.
Sawatari Coco und Tachibana Sherry kommentieren dies scharf und benennen ihre Selbstbezogenheit.
Dadurch wird ihrem Umfeld endgültig klar, dass Leia in erster Linie für die Bühne gelebt hat.
In diesem Moment wird ihr Trauma erneut getriggert.
Die Verzweiflung, wieder nicht gesehen zu werden – wie bei ihrer Mutter – lässt ihre Hexenwerdung massiv beschleunigen.
Sie verwandelt sich in eine „Ausgeburt“, eine entstellte, monströse Form ihrer Hexenidentität.
Doch noch inmitten dieser Monstrosität wird sie in die Engelsstatue gesperrt.
Dort wird sie von den Stacheln durchbohrt und verschwindet aus der Bühne der Geschichte.
Tragischerweise erfüllt sich genau das, wovor sie sich am meisten fürchtete: Niemand kann ihren letzten „Auftritt“ richtig sehen.
In der zweiten Zeitschleife beginnt die Geschichte erneut am ersten Tag im Gefängnisherrenhaus.
Nikaido Hiro wird hier durch ihre Fähigkeit „Zeitreset durch Tod“ in die Vergangenheit zurückgeschleudert.
In dieser neuen Welt nimmt Hiro Leia gewissermaßen die Rolle der offensichtlichen Anführerin weg.
Hiro tritt früh stark in den Vordergrund, während Leia plötzlich nicht mehr die klare Nummer eins ist.
Leia reagiert mit spürbarem Konkurrenzgefühl.
Sie will sich weiterhin als Anführerin inszenieren, lässt aber auch durchblicken, dass sie Hiro gleichzeitig schätzt.
Im Verlauf des ersten Hexenprozesses der zweiten Welt versucht Leia mehrfach, sich als zentrale Figur der Diskussion zu positionieren.
Sie wirft sich in den Vordergrund, präsentiert sich als verantwortungsvolle Sprecherin und betont ihre Führungsrolle, wo sie nur kann.
Als Hiro in eine Außenseiterposition gerät, erklärt Leia plötzlich, ihre Verteidigerin sein zu wollen.
Damit versucht sie, zugleich zu glänzen und sich als moralisch überlegene, loyale Verbündete darzustellen.
Nachdem sie merkt, dass ihr die Rolle als „Detektiv“ nicht liegt, wechselt sie in die Rolle der „Partnerin“ von Hiro.
Sie versucht sich als unverzichtbare Unterstützerin an Hiros Seite – immer mit dem Blick darauf, gesehen zu werden.
In dieser Zeitschleife enthüllt Leia ihre Magie bereits vor dem ersten Hexenprozess gegenüber Hiro.
Sie erklärt, dass ihre Fähigkeit Blicklenkung ist, um Vertrauen zu gewinnen und ihre Karten bewusst teilweise offen zu legen.
Außerdem bringt Leia die Idee auf, gemeinsam ein Theaterstück zu erarbeiten, um die Bindungen der Gruppe zu stärken.
Während der Vorbereitungen wird deutlich, wie ernsthaft und leidenschaftlich sie die Schauspielerei liebt – nicht nur die Aufmerksamkeit, sondern auch das Handwerk.
Interessanterweise zeigen sich in dieser Zeitschleife weniger offene Ansätze einer mörderischen Radikalisierung.
Hiro erlebt eine Leia, deren Ego zwar weiterhin groß ist, deren Verhalten aber nicht sofort in mörderische Bahnen führt.
Sakuraba Emma
In der ersten Zeitschleife bilden Leia und Sakuraba Emma aufgrund unterschiedlicher Meinungen verschiedene Gruppen.
Sie sind jedoch nicht offen verfeindet, eher sachlich getrennt.
In der zweiten Durchlauf-Welt spaltet sich die Gruppe nicht auf diese Weise.
In einem alternativen schlechten Ende gesteht Leia allerdings ihre Eifersucht auf Emma, weil Hiro sich um Emma sorgt.
Diese Eifersucht unterstreicht noch einmal, wie stark Leia auf Aufmerksamkeit empfindlich reagiert.
Wer die Zuwendung bekommt, die sie will, wird schnell zum inneren Rivalen.
Nikaido Hiro
In der zweiten Zeitschleife ist das Verhältnis zu Hiro besonders wichtig.
Leia spürt früh, dass Hiro ihr als Führungsfigur Konkurrenz macht.
Gleichzeitig verlässt Leia sich durchaus auf Hiro.
Sie ist beeindruckt von deren Entschlossenheit und schätzt ihre Präsenz, auch wenn sie das ungern offen zugibt.
Hiro wiederum ist von Leias ständiger Suche nach Aufmerksamkeit eher genervt.
Dennoch ist sie im Stillen froh, dass Leia da ist, denn ihre Fähigkeiten und ihr Charisma helfen der Gruppe.
Sie sind so etwas wie widersprüchliche Partnerinnen:
Konkurrentinnen ums Rampenlicht, aber auch Verbündete im Überlebenskampf.
Jogasaki Noah
In der ersten Zeitschleife ist Noah die Person, die Leia am stärksten bedroht – als „Ballon“, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht.
Aus diesem Gefühl heraus und durch Manipulation von außen wird Noah zum Opfer von Leias Mord.
In der zweiten Zeitschleife verändert sich die Situation.
Die Umstände sind anders, der heimliche Drahtzieher wird früh aus dem Spiel genommen, und Hiro steht als prominente Figur vor Leia.
Dadurch entwickelt Leia in dieser Welt keinen offensichtlichen Mordplan gegen Noah.
Stattdessen kommen sich beide bei den Proben für das Theaterstück näher.
Sie arbeiten zusammen, teilen die Bühne und wachsen in eine freundlichere Dynamik hinein.
Noah wird so von der Rivalin aus der ersten Zeitschleife zu einer Art Kollegin und Freundin im zweiten Durchlauf.
Toono Hanna
Beim ersten Kennenlernen spricht Leia Hannas eigenwillige Sprechweise an.
Hanna nimmt ihr das übel und hegt einen Groll gegen Leia.
In der zweiten Zeitschleife kommt dieses Thema nicht mehr so zur Sprache.
Hanna hält aber weiterhin Abstand und nähert sich Leia nicht besonders an.
Sawatari Coco
Coco und Leia streamen gemeinsam aus dem Gefängnisherrenhaus.
Sie bilden damit ein auffälliges Duo vor der Kamera.
Coco ist eine derjenigen, deren Blick Leia im Zusammenhang mit dem Mord an Noah gezielt manipuliert.
Dadurch wird Coco unbewusst zu einer Komplizin bei der Vertuschung der Leiche.
Später, bei Leias Hinrichtung, ist Coco schockiert von Leias letzter Forderung, gesehen zu werden.
Sie konfrontiert Leia am deutlichsten damit, wie egoistisch sie in Wahrheit ist.
Saeki Millia
Millia begleitet Leia und Coco, als sie nach einem Stream an Noahs Zelle vorbeikommen.
Auch Millias Blick wird mithilfe von Leias Magie von der Leiche abgelenkt.
In den Prozessen wird Millia so zu einer indirekten Zeugin der Manipulation.
Ihre Wahrnehmungslücken und Aussagen tragen dazu bei, Leia zu überführen.
Tachibana Sherry
Sherry kommentiert ähnlich wie Coco Leias Verhalten in ihrer letzten Szene.
Sie benennt klar, dass Leia mehr um ihre Bühne als um ihr Leben besorgt ist.
Dadurch hilft Sherry, Leias Fassade vor allen vollständig einbrechen zu lassen.
Sie fungiert als eine Art moralischer Spiegel für Leias Egoismus.
Natsume
Natsume ist in Leias Argumentation zunächst der Vorwand, Noah getötet zu haben.
Leia behauptet, Natsume beschützen zu wollen, da diese Angst vor Noah hatte und teilweise in Ohnmacht fiel.
Tatsächlich betrachtet Natsume Noah als Freundin.
Das stellt Leias Schutzbehauptung als rationalisierte Lüge bloß und zeigt, wie sehr sie ihre Motive vor sich selbst beschönigt.
Leia verkörpert das Motiv der Sichtbarkeit wie kaum eine andere Figur.
Ihr größtes Verlangen ist, gesehen und anerkannt zu werden, besonders von der Person, die ihr das nie gegeben hat – ihrer Mutter.
Die Bühne ist für sie Zuflucht und Gefängnis zugleich.
Sie gibt ihr einen vermeintlich sicheren Platz im Licht, macht sie aber auch abhängig vom Blick der anderen.
Ihre Magie der Blicklenkung ist eine perfekte Metapher dafür:
Sie steuert, wohin andere sehen, doch sie selbst bleibt innerlich unsichtbar und unverstanden.
Die tragische Ironie gipfelt in ihrer Hinrichtung.
Sie stirbt in einem geschlossenen Eisenengel, aus dem heraus niemand ihren Tod sehen kann – das absolute Gegenteil dessen, was sie sich wünscht.
Damit schließt sich der Kreis ihres Lebens:
Ein Mädchen, das alles tat, um gesehen zu werden, endet an einem Ort, an dem sie von niemandem mehr wahrgenommen wird.
Genau dieser Widerspruch macht Hasumi Leia zu einer der eindrucksvollsten und tragischsten Figuren in „Magical Girl Witch Trial“.
Sie ist zugleich charismatische Anführerin, eitle Diva, gebrochene Tochter und monströse Hexe – und bleibt als vielschichtige, unangenehm menschliche Figur im Gedächtnis.
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