TOUGEN ANKI ist eine laufende japanische Action‑Fantasy‑Manga‑Reihe von Yurai Urushihara, die seit 2020 im Magazin Weekly Shonen Champion erscheint und eine moderne, blutige Neuinterpretation der Märchenfigur „Momotaro“ aus Sicht der Dämonen erzählt.
TOUGEN ANKI spielt im heutigen Japan, in dem Nachfahren von Dämonen und von Momotaro im Geheimen einen jahrhundertealten Krieg führen.
Die Geschichte folgt vor allem den Dämonen, die von der menschlichen Gesellschaft gejagt werden, während staatlich gestützte Momotaro‑Organisationen offiziell als „Schutz“ auftreten.
Im Zentrum steht der problematische Jugendliche Shiki Ichinose, der entdeckt, dass er ein Nachfahre des legendären „Dämonengottes“ ist.
Dadurch wird er zum Ziel einer Eliteeinheit der Momotaro und landet schließlich an einer Militärschule der Dämonen, der Rasetsu‑Akademie.
Die Manga‑Reihe umfasst Stand Dezember 2025 bereits 27 Bände und ein Spin‑off über zwei Momotaro‑Figuren.
2025 erhielt TOUGEN ANKI eine 24‑teilige TV‑Anime‑Adaption sowie eine Game‑Umsetzung und Bühnenstücke.
Die Serie kombiniert überdrehte Shonen‑Action, Horror‑Elemente und sehr emotionale Charakterdramen.
Stilistisch ist sie bekannt für extrem dynamische Kampfszenen, aufwändige „Blood‑Power“-Effekte und viele schillernde, moralisch graue Figuren.
Ausgangslage
Offiziell kennt die Bevölkerung nur das Märchen von Momotaro, der einst Dämonen vertrieb.
In Wahrheit existieren beide Seiten noch immer als verfeindete, versteckte Gesellschaften: die Dämonen (Oni) und die Momotaro‑Organisation.
Dämonen werden als Monster diffamiert, obwohl viele von ihnen nur in Ruhe leben wollen.
Die Momotaro hingegen genießen politischen Rückhalt, tragen weiße Anzüge und nutzen Bakterien, um übermenschliche Fähigkeiten zu erhalten.
Dämonen können ihr eigenes Blut formen und als Waffe einsetzen – das nennt sich Blood Release / Blutfreisetzung.
Bei extremen Gefühlen wie Hass oder Todesangst können sie zudem in einen unkontrollierbaren „Berserkerzustand“ verfallen, der sie und ihr Umfeld zerstören kann.
Prolog: Shiki wird zum „Dämonengott“
Shiki Ichinose ist 17, liebt Schrotflinten und Prügeleien und wurde schon von der normalen Schule geschmissen.
Er lebt bei seinem Adoptivvater Tsuyoshi Ichinose, der einen kleinen Spirituosenladen betreibt und Shiki trotz vieler Konflikte aufrichtig liebt.
Eines Tages greift der hochrangige Momotaro‑Kommandeur Samidare Momoya ihr Haus an.
Tsuyoshi offenbart Shiki, dass dieser Dämonenblut und das Erbe des „Dämonengottes“ in sich trägt.
Im folgenden Kampf tötet Samidare Tsuyoshi nach hartem Duell, doch Shikis Blut erwacht aus Schock und Trauer.
Er rastet aus, verliert die Kontrolle und verwandelt sich in eine blutverschmierte, feuerspeiende Kampfmaschine, die Samidare schwer verletzt.
Der Lehrer Naito Mudano, ein legendärer Dämonenkrieger, taucht auf und „entführt“ Shiki, um ihn zu retten.
Er nimmt ihn mit auf die abgelegene Oni‑Insel, wo die Rasetsu‑Akademie junge Dämonen für den Krieg ausbildet.
Rasetsu‑Akademie und „Dämonen‑Fangen“
Die Rasetsu‑Akademie ist eine Militärschule nur für Dämonen.
Dort lernen sie, Blut kontrolliert einzusetzen, zu kämpfen und die Geschichte des Kriegs zu verstehen.
Shiki landet in einem Team mit dem wortkargen Einzelgänger Jin Kougasaki und der extrem unsicheren, aber bildhübschen Homare Byobugaura.
Ihr strenger, sarkastischer Lehrer Naito Mudano testet die Neulinge sofort mit einem tödlichen Aufnahmespiel: „Dämonen‑Fangen“.
Ziel des Spiels ist es, innerhalb eines riesigen Waldes einen Ball aus Mudanos Händen zu stehlen und zur Spitze eines Berges zu bringen.
Verliert ein Team, droht der Schulverweis – mindestens in der Theorie, denn Mudano nutzt den Druck, um ihre Fähigkeiten zu wecken.
Jin Kougasaki kontrolliert Blut zu rotierenden Sägen und Kettensägen, seine Technik heißt „Siebenfache Verdammnis“.
Er kämpft gnadenlos, da er als Halbblut von einem Momotaro‑Vater schwer misshandelt wurde und nun nur noch Rache kennt.
Homare Byobugaura besitzt die Fähigkeit „Trauriger Eingeweidensommer“, mit der sie aus ihrem Blut einen riesigen Riesen in Gestalt ihrer toten Schwester beschwört.
Sie fürchtet diese Kraft, weil sie einst ihren gewalttätigen Vater tötete, als die Fähigkeit unkontrolliert erwachte.
Während des Spiels rastet Homares Riese aus und droht alle zu vernichten.
Shiki zwingt sich, seine eigene Blutfreisetzung zu meistern: „Waffengrab Gottes“, bei der er seine Gliedmaßen in mächtige Schusswaffen aus Blut verwandelt.
Gemeinsam mit Jin gelingt es ihm, Mudano den Ball abzunehmen, Homare zu retten und das Spiel zu gewinnen.
Damit ist die Basis für eine brüchige, aber wachsende Freundschaft gelegt.
Kyoto‑Einsatz: Blutbad im Tempel
Ohne lange Eingewöhnung werden Shiki und seine Klasse in einen echten Kampfeinsatz gerufen.
In Kyoto greift eine Momotaro‑Spezialeinheit Dämonen brutal an, angeführt vom scheinbar charmanten, aber sadistischen Forscher‑Kommandeur Tsubakiri Momomiya.
Tsubakiri behandelt Dämonen als „Maden“ und lebende Versuchstiere.
Er arbeitet mit der Vizekommandeurin Yomogi Momokusa, die „Räume aus Bakterien“ erschafft und so ganze Gebäude abriegeln kann.
Zudem setzen sie biologische Waffen namens Agri ein – ekelhafte Wesen als Mischung aus Hund, Affe und Fasan, die Dämonen fressen.
Kyotos Dämoneneinheiten wurden bereits fast ausgelöscht, sodass nur noch wenige Überlebende und medizinische Trupps kämpfen.
In Kyoto begegnen Shiki und seine Freunde dem charismatischen Feldarzt Kyoya Oiranzaka, der eigentlich lieber heilt als kämpft.
Sie treffen außerdem das traumatisierte Dämonenmädchen Mei, deren Eltern von Tsubakiri gefoltert und getötet wurden.
Während Mudano und andere Veteranen Yomogis Barriere aufbrechen, stellt sich Shiki im Tempel Tsubakiri direkt.
Tsubakiri nutzt einen toten Momotaro‑Kommandeur wie eine Puppe und vereint dessen mächtige Fähigkeiten mit seinen eigenen Bakterienkräften.
Als Tsubakiri sogar Meis tote Eltern verhöhnt und ihr Leid genießt, bricht in Shiki eine neue Stufe seiner Macht auf.
Er aktiviert die Form „Feuerdämon“ (Enki): Sein Blut wird zu Flammen, seine Geschosse verbrennen Ziele und er kann Hitze selektiv steuern.
Mit Meis verzweifelten Anfeuerungen im Rücken schlägt Shiki Tsubakiri vernichtend.
Kurz darauf taucht Mudano auf und tötet den schwer verbrannten Kommandeur, um sicherzustellen, dass er nie wieder Dämonen quält.
Die Schlacht von Kyoto hinterlässt bei allen tiefe Narben.
Shiki versteht nun, wie grausam der Krieg wirklich ist – und dass Momotaro nicht einfach „Helden“ sind.
Ausflug nach Nerima: Freundschaft mit einem Momotaro
Später wird Shikis Klasse zum Bezirk Nerima in Tokio geschickt, um die Arbeit der dortigen Dämonen‑Aufklärungseinheit kennenzulernen.
Diese Einheit wird von Masumi Yodogawa und seinem Stellvertreter Kaoru Namikido geführt, beide alte Bekannte von Mudano und Kyoya.
Dort entstehen zwei wichtige Begegnungen:
Erstens trifft Shiki zufällig einen jungen Momotaro‑Vizekommandeur namens Mikado Momodera, der Waffen und Games liebt – genau wie Shiki.
Die beiden werden unter falschen Namen („Natsu“ und „Mikado“ kennt Shikis Identität noch nicht) schnell Freunde.
Mikado ist einer der wenigen Momotaro, die an Zusammenleben von Mensch, Dämon und Momotaro glauben.
Zweitens gerät Shikis Team in die finsteren Intrigen von Shinya Momoiwa, einem aufstiegsfixierten Momotaro‑Kommandeur.
Shinya nutzt Bakterien, um Sehfelder anderer zu übernehmen, Entführungen und Brandstiftungen zu inszenieren und alles Shiki in die Schuhe zu schieben.
Als Mikado glaubt, sein neuer Freund sei der Schuldige, kommt es zum dramatischen Duell.
Shikis Feuerdämon‑Form gerät völlig außer Kontrolle; er verwandelt sich in eine laufende Waffenhölle, die alles in Stücke schießt.
Trotzdem weigert er sich innerlich, Mikado zu töten, und kämpft gegen seine eigene Raserei an.
Schließlich gelingt es Mikado, ihn mit einem letzten Schuss niederzustrecken, bevor Shiki alles und jeden vernichtet.
Kyoya stabilisiert Shiki mit seinen Heilkräften und rettet auch Yodogawas durch Shikis Attacken verlorenes Bein.
Nach der Aufklärung von Shinyas Machenschaften versöhnen sich Shiki und Mikado und schwören sich, eines Tages eine Welt ohne diesen Krieg zu schaffen.
Trainingsbogen im Schneesturm
Zurück an der Rasetsu‑Akademie organisiert Mudano ein brutales Team‑Training.
Alle müssen innerhalb von 24 Stunden einen verschneiten Berg erklimmen – als Gruppe, ohne jemanden zurückzulassen.
Begleitet werden sie von zwei „Saboteuren“ aus dem Lehrkörper:
dem scheinbar höflichen, innerlich extrem giftigen Kämpfer Nekosaki Hagure und dem dauerhustenden, hyperpositiven Yu Innami, beide auch aktive Frontsoldaten.
Das Training soll die Schüler zwingen, Verantwortung zu übernehmen und über ihre Grenzen hinauszuwachsen.
Auf dem Berg bröckeln alte Feindbilder, neue Freundschaften entstehen und persönliche Traumata werden aufgearbeitet.
Homare stürzt mit Shiki ab, während sie eine Lawine auslöst, um andere zu retten.
Sie erzählt von ihrer misshandelten Kindheit, vom Mord an ihrem Vater und von der Angst, dass ihre Schwester in Dämonengestalt sie hasst.
In einer inneren Begegnung mit der Riesen‑Schwester erkennt Homare, dass diese sie liebt und schützt.
Sie erlangt nun volle Kontrolle über den Riesen, kann Größe und Form variieren und gemeinsam mit Shiki als Erste den Gipfel erreichen.
Ikari Yaoroshi, ein wütender Einzelgänger mit der chaotischen Fähigkeit „Wut‑Hysterie“, kämpft ständig für mehr Stärke.
Er ignoriert Teamarbeit, greift Lehrkräfte an und droht, das Training zu sprengen – bis Jin ihn buchstäblich wieder „einsammelt“.
Am Ende fragt Mudano alle Schüler nach ihren Zielen.
Shiki will seinen Vater rächen und eine Welt schaffen, in der Dämonen normal lachen können; Jin will seinen Vater, den Momotaro‑Forscher, töten; Homare will ihre Blutkraft zum Beschützen nutzen; Yaoroshi will so viele Momotaro töten, wie Freunde gestorben sind; Juji träumt von einem einfachen „Uniformdate“ mit einer Mitschülerin.
Angriff auf das Forschungslabor an den Kegon‑Wasserfällen
Im Gebiet der Kegon‑Wasserfälle in Nikko betreibt die Momotaro‑Organisation ein geheimes Labor.
Dort werden gefangene Dämonen in Tanks experimentell misshandelt, und ein neuer Blitzwaffen‑Komplex – das „Blitzleitende Sendesystem“ – steht kurz vor der Fertigstellung.
Leiter des Labors ist der exzentrische Wissenschaftler Kusabi Momoura, ein 29‑jähriger „Spielzeugfetischist“, der Dämonenorgane wie Puppen behandelt.
Für ihn sind Dämonen nichts als eine Schatzkiste voller „lustiger Bauteile“.
Die radikale Dämonengruppe „Oni‑Nation“ (Onikoku‑Trupp) unter Führung des Sturm‑Dämonengott‑Erben Hayate Todoroki will das Labor stürmen.
Hayate ist selbst ein „Winddämon“ (Fuki) und arbeitet offiziell nicht mit der Rasetsu‑Akademie zusammen, teilt aber das Ziel, gefangene Dämonen zu befreien.
Yaoroshi, der Momotaro komplett auslöschen will, schließt sich ihm an und verlässt damit scheinbar Mudanos Schule.
Shiki spürt, dass Hayates Plan auch unschuldige Menschen und nicht kämpfende Momotaro töten würde und folgt ihm mit seinen Freunden nach Nikko, um Yaoroshi zurückzuholen und die Gefangenen zu retten.
Die Belagerung des Labors ist vielschichtig:
Mudano bindet an der Front mehrere Laborkommandeure und Dutzende Truppen praktisch alleine.
Im Inneren treffen Shiki, Jin, Juji, Homare, Rokuro, Kuina und weitere auf bizarre Spezialisten:
– Shingi Momobayashi ballert gnadenlos mit Lichtstrahlen in einem „Spielzeugzimmer“, verliert aber dank eines fliegenden Dino‑Vogels aus Blut.
– Yoichi Momokida kann sich in eine riesige Kugel verwandeln und alles niederwalzen, scheitert aber an der wütenden Form von Rokuro und seinem „Trauer‑Tanz“.
– Teru Momosumi, ein goldbesessener Schönling, misshandelt Dämoninnen und wird schließlich von Homare, ihrer Schwester‑Titanin und der sprudelnden Wasser‑Dämonin Miyo Umitsuki buchstäblich weggesprengt.
Kusabi selbst löst Alarm aus und erklärt, er werde das gesamte Labor per Zeitzünder sprengen.
Zeitgleich startet er das Blitzsendesystem, das aus den Gehirn‑Signalen Dutzender gefolterter Dämonen einen massiven Gewittersturm erzeugt, der präzise Einschläge auf Ziele lenkt.
Oben auf dem Dach kämpft Hayate gegen seinen Kindheitsalbtraum Hizumi Momotsugi, einen gefühlskalten Momotaro‑Wunderknaben, der Räume und Materie verzerren kann.
Hayate wurde von Hizumi in der Vergangenheit schwer traumatisiert, als dieser seinen Pflegegroßvater, den Arzt und Dämon Yuuji Todoroki, brutal ermordete.
Das Duell eskaliert: Hayate verfällt in einen zerstörerischen Winddämon‑Berserkermodus und stirbt dabei fast.
Erst, als er innerlich von Yuuji und dem Opfer des Kameraden Akari Hirunuma „zurückgerufen“ wird, kann er sich fangen, wieder aufstehen und den entnervten Hizumi köpfen.
Parallel ringt Shiki mit Kusabi in einer abstürzenden Rettungskapsel.
Kusabi hat mehrere Dämonenorgane – darunter das Herz eines Mädchens, das Shiki kurz zuvor sterben sehen musste – in lebende Voodoo‑Puppen verwandelt; jede Verletzung an der Puppe trifft den echten Besitzer.
Als Kusabi anfängt, diese Herzen zu zerquetschen, bricht Shiki emotional zusammen und akzeptiert erstmals, dass er töten möchte.
In einem lodernden „Feuerdämon“-Ausbruch erschießt er Kusabi, während die fallende Kapsel von dem Luftschiff und den Blitzen getroffen wird.
Shiki wird im letzten Moment aus der Luft gerettet, doch der Mord an Kusabi bleibt in seinem Bewusstsein wie eine offene Wunde.
Zum ersten Mal hat er jemandem nicht im Affekt oder im Rausch, sondern aus kaltem Zorn heraus das Leben genommen.
Shikis Trauma und die Schlacht von Koenji (Bezirk Suginami)
Nach Nikko leidet Shiki unter Albträumen und Panikattacken, sobald er seine Blutkräfte einsetzen will.
Die Erinnerung an Kusabis Tod blockiert seine „Blood‑Release“, und er beginnt, sich selbst als Mörder zu sehen.
Genau in dieser Phase eskaliert im Bezirk Suginami der nächste Großeinsatz.
Die Momotaro haben dort Dämonenviertel umzingelt und ganze Familien ausgerottet; der Bezirk Koenji steht unter Belagerung.
Der charismatische, aber innerlich zerrissene Momotaro‑Kommandeur Ukyo Momogiwa, dessen Vater ein Dämon war, führt die 15. Einheit.
Sein Ziel ist es, genug Kopfgelder zu sammeln, um die lebensrettende Behandlung seiner todkranken Tochter Temari zu finanzieren.
Ukyo besitzt die Fähigkeit „Marionettentropfen“, mit der er über das Gehirn anderer Lebewesen herrscht, sie verstärkt und auf Selbstmordmissionen schickt.
Seine eigenen Truppen wurden so mit einer Mischung aus Gehirnwäsche und Drogen zu fanatischen „Heiligen Kriegern“.
Nahezu gleichzeitig deckt man innerhalb der Rasetsu‑Akademie einen Verräter auf:
Juji Yusurube, freundlicher Scout mit Brille, ist in Wahrheit ein von Ukyo platzierter Spion, dessen kleine Schwester Fumino (eigentlich schon tot) als Druckmittel benutzt wurde.
In Koenji arbeiten mehrere Gruppen gleichzeitig:
– Mudano, Nekosaki, Yu Innami, Masumi Yodogawa, Kaoru Namikido und die Suginami‑Veteranen Shion Kuchimori und Taiga Hyakki ringen an vorderster Linie mit Ukyo und seinen fanatischen Soldaten.
– Shiki bleibt im Stützpunkt zurück und hilft Kyoya bei der Heilung, weil seine Blood‑Release blockiert ist.
Als der Stützpunkt erneut von Momotaro überfallen wird, stellt sich Juji – noch im Glauben, Fumino lebe – schützend vor Shiki und wird schwer verwundet.
Diese Tat sowie die anschließende Enttarnung als Spion werfen ein zerrissenes Bild: Verräter und Beschützer zugleich.
Shiki gelingt es schließlich, Juji zu überwältigen und ihn mitsamt den entführten Informationschips aus Ukyos Versteck zu befreien.
Auf dem Weg erfährt er die grausame Wahrheit: Fumino ist schon seit geraumer Zeit tot, und Ukyo hat Jujis Liebe und Hoffnung durch Illusionen schamlos ausgenutzt.
Von Wut auf Ukyo geblendet, entschließt sich Shiki, den Krieg nicht nur zu „überstehen“, sondern aktiv zu beenden – selbst wenn es bedeutet zu töten.
Damit bricht seine Blockade: Die Blutfreisetzung kehrt zurück; er stellt Ukyo in einem zerstörten Stadtviertel.
Der folgende Kampf gehört zu den intensivsten der Serie.
Ukyo powert seine eigene Physis hoch, verwandelt sich in eine Art blutbespritzten Troll und hetzt zusätzlich ein Heer aus kontrollierten Krähen und Käfern auf Shiki.
Nach einem brutalen Schlagabtausch und einem dramatischen Eingriff von Tsukuyomi Momoka und Osuke Momokado, die kurzzeitig mit Shiki kooperieren, gelingt es Shiki, Ukyo niederzustrecken.
Im Anschluss trifft Ukyo eine schmerzhafte Vereinbarung: Er lässt Jujis Gehirnwäsche aufheben, erhält im Gegenzug die Zusage, dass seine Lebensversicherung und Spenden für Temaris Behandlung genutzt werden.
Shiki selbst wird zum Vollstrecker von Ukyos Strafe.
Er schießt ihm ins Herz – ein bewusster, nüchterner Tötungsakt, mit dem er auch seine Rolle im Krieg akzeptiert, ohne seine Empathie zu verlieren.
Matsumoto‑Bogen und neue Informationen über Dämonengötter
Nach Koenji reist Shiki mit Mudano und Jin nach Matsumoto in Nagano, um einen seltenen Dämon mit Erinnerungsfähigkeiten zu rekrutieren.
Dort treffen sie auf den kindlich‑freien Rayden Kageyoshi, den Donnerdämon „Raiki“, und seinen kränklichen, sanften Pfleger Subaru Yorozu.
Subaru hat von seiner Großmutter die Fähigkeit geerbt, mittels Blut Erinnerungen anderer Dämonen zu lesen.
Er lebt mit Rayden in einem von Momotaro terrorisierten Dorf; der dortige Momotaro‑Kommandeur Hanma Momoyamakawa und sein Vize Mogura Momoshimo missbrauchen Agri‑Biester und töten wahllos.
Shiki und Rayden greifen ein, als ein mutierter Riesen‑Agri auftaucht, der säurehaltige Fluten erzeugt.
Mit Kombination aus Raydens Blitzsprüngen und Shikis Feuerraketen gelingt es, die Bestie zu besiegen und Mogura zu töten; Hanma wird von Jin überwältigt.
Subaru stimmt zu, nach Rasetsu zu kommen, um Jujis Erinnerungen zu sichten und dessen Unschuld zu prüfen.
In Shikis Erinnerungen erkennt er Bruchstücke der Wahrheit über Dämonengötter und widersprüchliche Aussagen über deren angeblich „kurze Lebensspanne“.
Es deutet sich an, dass Dämonengötter ihre Erfahrungen und Instinkte von Generation zu Generation weitervererben.
Was genau das für Shikis Zukunft bedeutet, bleibt vorerst offen.
Hauptfiguren – Dämonenseite
Shiki Ichinose
Shiki ist der impulsive, warmherzige Protagonist mit zwei Leberflecken unterm linken Auge und einer Obsession für Schusswaffen.
Er ist 17, trägt meist Kapuzenpulli und redet oft, bevor er denkt, aber vor Ungerechtigkeit bricht er in Tränen aus.
Er wurde als ausgesetztes Kind von Tsuyoshi Ichinose aufgelesen und großgezogen.
Als Kind wurde er wegen seiner Herkunft gemobbt und entwickelte eine harte Schale und eine tiefe, unaufgearbeitete Wut.
Nach dem Tod seines Adoptivvaters schwört er, Samidare Momoya zu töten und eine Welt zu schaffen, in der Dämonen angstfrei leben können.
Seine moralische Linie ist klar: Wer Gefühle anderer verhöhnt oder Unschuldige quält, hat in seinen Augen jedes Recht auf Gnade verwirkt.
Fähigkeit: Blutfreisetzung – „Waffengrab Gottes“
Shiki formt aus seinem Blut verschiedenste Feuerwaffen – von Revolvern über Schrotflinten bis zu Scharfschützengewehren oder Fantasie‑Guns.
Überbeansprucht er die Kraft, drohen Ohnmacht, Blutverlust oder im schlimmsten Fall der Tod.
Seine Spezialform „Feuerdämon (Enki)“ überzieht seinen Körper mit Flammen und lässt ihn feuerbasierte Projektile schießen, die nur Ziele treffen, die er will.
Er lernt zudem, seine Waffen als Schallkanonen oder Laser zu nutzen und bei Bedarf sogar imaginäre, real nicht existierende Waffen zu erzeugen.
Naito Mudano
Naito Mudano ist Shikis Lehrer, berüchtigt als „Hundert‑Kills‑Legend“ der Dämonenarmee.
Er trägt Inlineskates, einen dekorativen Schirm und hat ein rechteckiges Tattoo unter dem Auge.
Sein Humor ist trocken, seine Trainingsmethoden gnadenlos.
Dennoch ist er tief im Inneren extrem fürsorglich und tätowiert jedes Mal, wenn ein Kamerad stirbt, weitere schwarze Fläche auf seinen Körper, um sie nie zu vergessen.
Statt Blut setzt er im Nahkampf meist seinen massiven, modifizierten Schirm und eine verstärkte Aktentasche als Waffen ein.
Seine körperliche Stärke ist so groß, dass er mehrere Momotaro‑Kommandeure ohne Blood‑Release allein vermöbelt.
Fähigkeit: Blutfreisetzung – „Wilder Regenschauer“
Mudano erschafft aus seinem Blut einen Schirm, aus dem Blutregen, blutige Soldaten, Drachen und gigantische Wellen entstehen.
Ob Angriffs‑Wasserfall, Kugelregen oder Riesendrachen – er manipuliert Blut wie ein Wettergott.
Jin Kougasaki
Jin Kougasaki ist ein schweigsamer, sarkastischer Schüler mit ständig getragenem Mundschutz, hinter dem er Narben verbirgt.
Er ist Halb Dämon, halb Momotaro; sein Vater Hayate Momoid tötete Jins Mutter und Schwester, als er ihre Dämonenhintergründe erfuhr.
Jin vertraut fast niemandem, hilft aber spontan Kindern oder Unschuldigen.
Shiki nervt ihn zwar, doch nach ihren Kämpfen in Nerima und Nikko entsteht ein tiefer Respekt und eine echte Freundschaft.
Fähigkeit: Blutfreisetzung – „Siebenfache Verdammnis“
Jin lässt Sägen, Kettensägen und andere Schneidwerkzeuge aus seinem Körper wachsen.
Er ist in der Lage, verschiedene Klingen gleichzeitig präzise zu steuern und die Sägeblätter sogar als ferngezündete Projektile einzusetzen.
Homare Byobugaura
Homare Byobugaura wirkt wie das klassische süße, pinkhaarige Schülermädchen, ist aber innerlich von Selbsthass zerfressen.
Ihr Vater war ein gewalttätiger Mensch, den ihre ältere Schwester Sumire vor ihr schützen wollte.
Bei einem Angriff stach Sumire den Vater nieder, wurde jedoch von ihm tödlich verwundet.
Homares Dämonenblut erwachte, sie tötete den Vater – und seitdem glaubt sie, eine Mörderin zu sein, die niemandem nützt.
Fähigkeit: Blutfreisetzung – „Trauriger Eingeweidensommer“
Sie beschwört einen titanischen Riesen mit Sumires Persönlichkeit, der anfangs unkontrolliert alles angreift.
Nach dem Schneetraining spricht sie innerlich mit Sumire, akzeptiert ihre Liebe und kann den Riesen in Größe und Form beliebig steuern.
Ikari Yaoroshi
Ikari Yaoroshi ist ein dauerwütender, aber überraschend prüder Junge, der spärlich bekleidete Frauen nicht erträgt.
Seine Eltern wurden von Momotaro ermordet; später verlor er seine neue Biker‑„Familie“ Team Yaken komplett an einen weiteren Angriff.
Seitdem schwört Ikari, für jedes verlorene Teammitglied einen Momotaro zu töten.
Auf dem Weg dorthin stößt er viele vor den Kopf, bleibt aber im Kern jemand, der seine Freunde mit Zähnen und Klauen verteidigt.
Fähigkeit: Blutfreisetzung – „Wut‑Hysterie“
Wenn seine Wut überkocht, kann er einmal am Tag zufällige, extrem mächtige Waffen aus Blut materialisieren: Stiefel, Flügel, Dolche, Motorräder, Speere, Stäbe.
Die Richtung kann er nur teilweise kontrollieren; manchmal bekommt er „Nieten“ wie unpraktische Schuhe, manchmal legendäre Angriffe wie den Motorrad‑Kanonenturm „Wut‑Hysterie Kai – Donnergeschwindigkeits‑Kai“.
Juji Yusurube
Juji Yusurube wirkt wie der typische brave Klassenprimus mit Hang zu Pudding, aber er ist gleichzeitig einer der tragischsten Figuren.
Sein Ziel ist, seine kranke kleine Schwester Fumino zu schützen, weshalb er bewusst der Spion des Momotaro‑Kommandeurs Ukyo wurde.
Er kann mit Blut riesige Suchfelder öffnen und so alle Lebewesen in einem Radius aufspüren.
Dieses Talent macht ihn zu einem idealen Scout – und zu einem perfekten Informanten.
Lange glaubt Juji, seine Schwester werde von Ukyo behandelt.
Er merkt nicht, dass er seit Langem per Gehirnwäsche manipuliert wird und Fumino bereits gestorben ist.
Nach der Konfrontation in Koenji verliert er kurz den Verstand und rastet als blutgetriebener Berserker aus.
Doch durch Jins brutale Ehrlichkeit und Shikis Vertrauen kommt er wieder zu sich und beschließt, seine Schuld abzutragen.
Rokuro Kiriyama
Rokuro Kiriyama ist ein bleicher Hypochonder mit Augenringen, der bei jedem Niesen glaubt, tödlich krank zu sein.
Er trägt eine Medizinapotheke in seinem Mantel und brabbelt ständig mögliche Diagnosen.
Seine erste große Liebe Ruru starb, weil sie mangels Dämonenarzt nicht behandelt werden konnte.
Sie liebte es, dass Rokuro vor ihr den mutigen „Helden“ mimte; nach ihrem Tod verfiel er in Angst und Selbstabwertung.
Fähigkeit: Blutfreisetzung – „Aschentanz“
Er verwandelt sein Blut in scharfkantige Kirschblätterschauer, die Gegner wie Rasiermesser durchschneiden.
In der wütenden Variante „Aschentanz – Zorn“ ändert sich sein gesamtes Auftreten, und seine Angriffe bekommen monströse Wucht.
Kuina Sazanami
Kuina Sazanami ist eine kurvenreiche Gyaru mit großem Herz und massivem Stalker‑Verhalten gegenüber Rokuro.
Sie ist krankhaft hilfsbereit und hat schon mehrere Männer zu weichgespülten „Wracks“ gepflegt.
Nachdem sie in Kyoto Rokuro vor Agris gefräßigen Mäulern rettet, klebt sie ihm förmlich an der Ferse.
Trotz ihrer Obsession ist sie aber moralisch klar und riskiert im Labor und in Koenji immer wieder ihr Leben für andere.
Fähigkeit: Blutfreisetzung – „Reine, aber abnorme Liebe“
Wer genug von ihrem Blut abbekommt, verfällt ihr und verliert den Kampfgeist.
Sie kann bis zu 46 Personen gleichzeitig versklaven, allerdings mit stark begrenzter Dauer; bei zehn Personen hält der Effekt rund 15 Minuten.
Weitere wichtige Dämonen
Kyoya Oiranzaka – charmanter, schwer zu tötender Feldarzt, der mit seinem Blut Regeneration extrem beschleunigt.
Er ist ein enger Freund Mudanos, wirkt wie ein flirtender Lebemann, ist aber im Ernstfall sehr ernsthaft.
Masumi Yodogawa – Dauersmiley, Chef der Aufklärung in Nerima, mit der Fähigkeit zur temporären Unsichtbarkeit.
Trotz Zynismus liegt ihm das Überleben seiner Leute sehr am Herzen.
Kaoru Namikido – Masumis Stellvertreter, klassischer „netter Onkel“ mit Sonarblut‑Fähigkeit.
Er scannt Umgebungen mit Ultraschall aus Blutfalschen und ist heimlicher Fan von Mudano.
Kyoya, Nekosaki, Yu Innami, Shion, Taiga und viele andere verstärken die bunte Palette an Dämonen.
Sie alle bekommen eigene kleine Rückblicke und Motive, die sie mehr als bloße Sidekicks wirken lassen.
Struktur und Ideologie
Die Momotaro‑Organisation ist eine staatlich geduldete Eliteeinheit, die offiziell die Bevölkerung vor „gefährlichen Dämonen“ schützt.
In Wahrheit betreibt sie aber Folterlabore, organisiert Pogrome gegen Dämonenviertel und nutzt sie als Rohstoff für Waffenforschung.
An der Spitze sitzt ein mysteriöser Großkaiser, dessen Stimme nur über eine unheimliche Puppe übertragen wird.
Unter ihm stehen vier „Kaiser“ und mehrere Gesamtkommandeure wie Samidare Momoya, Hayate Momoid und Jubei Momobami.
Viele einfache Momotaro glauben wirklich, Dämonen seien Feinde der Menschheit und ihr Töten sei gerecht.
Gleichzeitig gibt es Figuren wie Mikado Momodera, Tsukuyomi Momoka, Osuke Momokado oder Shinya Momoiwa, deren Moral zwischen Pflicht, Karriere und Zweifel pendelt.
Wichtige Momotaro‑Figuren
Samidare Momoya: alter, bösartiger Gesamtkommandeur, der Tsuyoshi tötet und Shiki schwer zeichnet.
Er benutzt Bakterien, um Netze und Schwerter zu formen.
Mikado Momodera: junger Waffennarr, glaubt an Ko‑Existenz und wird zu Shikis Momotaro‑Freund.
Seine Fähigkeit „Yamata‑no‑Orochi“ erschafft mehrere Blutschiessgeräte, ähnlich wie Shiki, nur strukturierter.
Tsukuyomi Momoka & Osuke Momokado: schräge Kampfduos aus Nerima, die Tarotkarten bzw. Kopie‑Bakterien einsetzen.
Sie kämpfen aus Spaß und Ehrgeiz, haben aber kein Interesse an blindem Massaker.
Shinya Momoiwa: karrieregeiler Kommandeur, schwach, aber gefährlich durch Manipulation und Informationskriege.
Er stirbt durch Jins Hände, nachdem seine Intrigen auffliegen.
Ukyo Momogiwa: Suginami‑Kommandeur, halber Dämon, liebender Vater, gleichzeitig zynischer Strippenzieher und Gehirnwäschefreak.
Stirbt durch Shikis Kugel, bekommt aber kurz vor dem Tod die Sicherheit, dass seine Tochter behandelt wird.
Tsubakiri Momomiya: Kyoto‑Schlächter und Nekro‑Forscher, der mit Leichen kämpft und Babys lacht, während er Dämonen zerschneidet.
Wird von Shiki und Mudano ausgelöscht, sein Blitzforschungsprojekt von Kusabi übernommen.
Kusabi Momoura: Laborleiter in Nikko, Kind im Körper eines Genies, der Organe wie Legosteine tauscht.
Er zwingt Shiki zur ersten bewussten Tötung.
Hayate Momoid (Vater von Jin): Gesamtkommandeur und Forschungsleiter, der in Matsumoto Sturm und Klingen kombiniert.
Er glaubt zwar an die Notwendigkeit harter Maßnahmen, lehnt aber unnötige Zivilopfer ab und hasst Jubeis Showpolitik.
Jubei Momobami: gieriger Gesamtkommandeur, der die Existenz von Dämonen und Momotaro in einer Live‑Show preisgibt, um Ruhm zu ernten.
Durch seine Aktion beginnt eine neue Ära: Menschen erfahren von Dämonen, Panik und Lynchjustiz brechen aus, und das Gesetz „Dämonentötung zuerst“ wird erlassen.
Dämonen, Blut und Berserkerform
Dämonen besitzen übernatürliche Regeneration und deutlich mehr Blutvolumen als Menschen.
Sie können ihr Blut verhärten, verflüssigen oder in komplexe Strukturen formen – Waffen, Schutzschilde, Kreaturen, Effekte.
Die Berserkerform tritt auf, wenn Emotionen völlig entgleisen.
Dann wachsen Hörner und Klauen, der Verstand weicht, und nur extreme Willenskraft oder externe Eingriffe können sie zurückholen.
Dämonengötter
Der sagenhafte Dämonengott war einst so mächtig, dass er die Momotaro‑Organisation an den Rand der Vernichtung brachte.
Er hinterließ acht besonders starke Erblinien, je eine pro Element: Feuer, Wind, Blitz, Wasser, Eis, Erde, Licht und Dunkelheit.
Diese Dämonengötter‑Kinder tauchen immer dann auf, wenn Dämonen kurz vor der Ausrottung stehen.
Offiziell heißt es, sie sterben jung, weil ihre Kräfte ihren Körper verbrennen – doch neue Hinweise deuten auf ein komplexeres System aus vererbtem Instinkt und manipulierter Geschichte hin.
Bekannte Dämonengötter‑Erben sind:
– Shiki Ichinose als Feuergott‑Erbe,
– Hayate Todoroki als Windgott‑Erbe,
– Rayden Kageyoshi als Blitzgott‑Erbe,
– Rei Hyouga (Eis, später eingeführt).
Organisationen
Rasetsu‑Akademie: Militärschule der Dämonen auf einer Insel, auch „Oni‑Insel“ genannt.
Sie bildet Kampf‑, Aufklärungs‑ und Sanitätstruppen aus und ist zugleich Wohnort, Schule und Zufluchtsstätte.
Dämonenorganisation („Oni‑Agency“): offizielles Gegenstück zur Momotaro‑Organisation.
Ihr Ziel ist nicht Vernichtung, sondern Abschreckung und Schutz von Dämonengemeinden.
Oni‑Nation / Oni‑Nationaltrupp: radikale Splittergruppe der Dämonen, geführt von Hayate Todoroki.
Sie wollen ursprünglich jeden Momotaro – egal ob unschuldig oder nicht – auslöschen, revisionieren aber nach Nikko ihr Ziel.
Team Yaken: Ikaris frühere Biker‑Clique von Dämonen, die unterwegs Dämonen schützte und Momotaro bekämpfte.
Sie wird vollständig ausgelöscht, nur Ikari überlebt.
Kegon‑Labor: Momotaro‑Forschungseinrichtung an den Kegon‑Wasserfällen, die aus Gehirnen von Dämonen ein Blitzsystem baut.
Sie wird von Rasetsu und Oni‑Nation zerstört; der Wasserfall fließt danach wieder frei.
Manga
Die Hauptreihe TOUGEN ANKI erscheint seit Juni 2020 im Jugendmagazin Weekly Shonen Champion.
Bis Dezember 2025 sind 27 Taschenbuchbände veröffentlicht, im deutschsprachigen Raum meist nur digital verfügbar.
Ein Spin‑off‑Manga „TOUGEN ANKI – Side Story: Mond und Sakura, blutige Rhapsodie“ läuft seit 2025 im Monthly Shonen Champion.
Er erzählt die Ausbildungsgeschichte der Momotaro‑Kämpfer Tsukuyomi Momoka und Osuke Momokado und ihre blutige Fehde mit einer Dämonenbande.
Bühne
2024 erhielt TOUGEN ANKI eine erste Bühnenfassung, die in Tokio und Osaka aufgeführt wurde.
Der Fokus lag auf Shikis Ankunft, Rasetsu‑Akademie und Kyoto‑Bogen, mit realisierten Blood‑Effekten per Projektion und Akrobatik.
2025 folgte ein zweiter Teil „Nerima‑Bogen“ auf der Bühne, der besonders die Beziehung zwischen Shiki und Mikado sowie Shinyas Intrigen darstellte.
Regie führte Fumiya Matsuzaki, der großen Wert auf physische Darstellung der Blood‑Release‑Kräfte („menschliches CG“) legte.
Anime
Die TV‑Anime‑Adaption startete im Juli 2025 als zwei aufeinanderfolgende Staffeln mit insgesamt 24 Episoden.
Studio Lerche animierte, Regie führte Ato Nonaka, die Musik kam von Komponist Kohta Yamamoto.
Der Anime deckt grob die Bögen: Prolog, Rasetsu‑Akademie, Kyoto und Nerima ab.
Am Ende der 24. Folge wurde ein Sequel „Nikko / Kegon‑Wasserfälle‑Bogen“ angekündigt.
Opening‑Songs stammen unter anderem von THE ORAL CIGARETTES („Overnight“) und Chogakusei („Amidakuji“).
Endings kommen von Band‑Maid und einer Popkünstlerin, die mit dem Song „What is justice?“ die Moralfragen der Serie aufgreift.
Game
Unter dem Titel „TOUGEN ANKI: Crimson Inferno“ entsteht ein Mobile‑ und PC‑Game.
Es handelt sich um ein strategisches, rundenbasiertes RPG, das Anime‑Story, Kämpfe und neue Originalfiguren verbindet.
Spielerinnen und Spieler stellen Teams aus Dämonen und sogar einigen Momotaro zusammen.
Die Blood‑Release‑Techniken werden mit Effekten nachgebildet, und es gibt neue Szenarien abseits des Mangas.
Kollaborationen
TOUGEN ANKI war schon mehrfach Gegenstand von Marketing‑Aktionen und Crossovern.
Dazu gehören Cosplay‑Shootings mit Gravure‑Models, Kooperationen mit Popbands und TikTok‑Creators, Merchandise‑Shops und Sanrio‑Design‑Events.
Autor Yurai Urushihara wollte bewusst eine einfach lesbare, aber visuell wuchtige Actionserie schaffen.
Anstatt abstrakter Fantasy entschied er sich für das bekannte Märchen „Momotaro“ als Fundament und drehte die Perspektive zu den Dämonen.
Ursprünglich war eine Version geplant, in der Momotaro selbst der Held ist.
Doch Urushihara merkte, dass dies zu sehr an andere Werke wie „Saiyuki“ erinnert hätte, und wechselte zur Dämonensicht, um neue Emotionen zu erkunden.
Shiki als Hauptfigur ist für den Autor „am schwersten zu schreiben“, weil er immer brutal ehrlich und impulsiv reagiert.
Urushihara orientierte sich bei der Herangehensweise an Aussagen von Togashi (Hunter x Hunter), dass schwer steuerbare Protagonisten trotzdem spannend sein können.
Naito Mudano entstand als bewusst effizienter Lehrercharakter: rational, schnell und optisch auffällig.
Rollschuhe und Schirm wurden gewählt, weil sie im Bild sofort wiedererkennbar sind und visuell viele Ideen zulassen.
Stilistisch setzt TOUGEN ANKI auf enge Panel‑Layouts, stark überzeichnete Gesichter und exzessive Bewegung.
Gerade Doppelseiten dienen oft als „Kamera‑Freeze“ großer Momente, die der Anime nach Aussage des Regisseurs möglichst detailgetreu nachbauen wollte.
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