Succulent ist ein männlicher Kämpfer und Illusionist aus dem kriminellen Syndikat „Acht Finger“, Mitglied der Eliteeinheit „Sechs Arme“ und trägt den Beinamen „Phantomdämon“, der seine auf Illusionen basierende Kampftechnik widerspiegelt.
Succulent gehört zur Sicherheitsabteilung der Organisation Acht Finger, die die Unterwelt des Königreichs Re-Estize beherrscht.
Innerhalb dieser Gruppe zählt er offiziell zu den stärksten Kampfeinheiten und ist einer der Sechs Arme.
Sein Kampfstil kombiniert Illusionsmagie mit Fechtkunst.
Dadurch wirkt er wie eine Mischung aus Magier und leicht gerüstetem Krieger, die Gegner mit Tricks und Täuschungen überrumpelt.
Trotz seines Rufs gilt er innerhalb der Sechs Arme als der schwächste.
Seine Aufnahme in die Gruppe beruht eher darauf, dass es keinen besseren Kandidaten gab, was ihm den Spott seiner Kameraden einbringt.
Zero, ein hochrangiges Mitglied der Organisation, betrachtet ihn dennoch als „in gewissem Maße nützlich“.
Als Succulent gefangen genommen wird, setzt Zero sich gegen Edström durch, der seine Hinrichtung fordert, und sorgt für seine Freilassung.
Succulent hat blasse, fast kränkliche Haut.
Seine eingefallenen Wangen und die scharfen Augen verleihen ihm ein Raubvogel-ähnliches Aussehen, als würde er nur darauf warten, sich auf Aas zu stürzen.
Sein Gesicht wirkt hart und einschüchternd, was nicht gerade zu den Rollen passt, in die er sich später per Verkleidung hineinzwängt.
Gerade dieser Kontrast führt in der Handlung zu einigen bizarren und unfreiwillig komischen Momenten.
In einem späteren Einsatz trägt er eine schlichte Dienstmädchenuniform, weil er sich zuvor per Illusion als Tuareninya „Tuare“ Veyron ausgegeben hatte.
Nachdem seine Täuschung auffliegt, kommt es zu der eigentümlichen Situation, dass ein grimmig aussehender Mann im Maid-Outfit sich via Illusion vervielfacht und mehrere identische „Maid-Succulents“ über das Schlachtfeld huschen.
Succulent ist ein Magie-Krieger-Hybrid.
Er hat Klassen beziehungsweise Fertigkeiten eines Illusionisten auf der Magieseite und eines Leichtkämpfers/Fechters auf der Kriegerseite.
Er setzt stark auf Illusionszauber, um Gegner zu blenden, zu verwirren und in Fallen zu locken.
Dafür nimmt er in Kauf, dass er in keinem der beiden Bereiche – weder als reiner Magier noch als reiner Krieger – an echte Spezialisten heranreicht.
Seine rein kämpferische Begabung ist so begrenzt, dass er sogar Climb im direkten Schlagabtausch unterlegen ist, wenn man Illusionen und Tricks außen vor lässt.
Diese Schwäche führt dazu, dass er einen ehrlichen Frontalkampf meidet.
Illusions- und Täuschungstechniken
Succulent kann Gegenstände unsichtbar machen, etwa seine eigene Waffe.
Gleichzeitig erschafft er nicht körperliche Scheinschwerter, die Gegner in die Irre führen.
Eine typische Kombination ist, sein echtes Schwert unsichtbar zu machen und mehrere Trugklingen oder -angriffe zu projizieren.
So weiß der Gegner nicht, aus welcher Richtung die echte, tödliche Klinge kommt.
Er kann außerdem mehrere Illusions-Doppelgänger von sich selbst erzeugen.
Diese Kopien haben keine physische Substanz und verschwinden sofort, sobald sie getroffen werden, dienen aber hervorragend als Ablenkung.
Ein Lieblingsmanöver besteht darin, mehrere Doppelgänger mit eigenen Bewegungsmustern agieren zu lassen, während sein echter Körper unsichtbar wird und sich hinter den Gegner schleicht.
Mit Sprüchen wie „Welcher von uns ist wohl der echte?“ lenkt er die Aufmerksamkeit auf die Illusionen, während der wahre Angriff aus einer ganz anderen Richtung erfolgt.
Selbst wenn sein Gegner seinen Kampfstil bereits teilweise durchschaut hat, verfügt Succulent über Illusionen, die seinen eigenen Tod vortäuschen.
Trifft ihn ein Angriff, kann er eine Illusion auslösen, die ihn scheinbar tödlich verwundet zu Boden gehen lässt; in Wahrheit nutzt er den vermeintlichen Todesmoment, um unsichtbar zu werden und einen Überraschungsangriff vorzubereiten.
Auf diese Weise brachte er Climb beim ersten Aufeinandertreffen bis an die Schwelle des Todes.
Gerade „First-Encounter“-Situationen liegen ihm gut, weil der Gegner seine Tricks noch nicht kennt.
Grenzen seiner Stärke
Alle seine Illusionen sind körperlos und richten selbst keinen direkten Schaden an.
Sie dienen ausschließlich zur Irreführung und Ablenkung.
Erfahrene Kämpfer können hingegen anhand von Kampfinstinkt, Präsenz oder Geräuschen seine wahre Position erahnen.
Gegen derart geübte Kontrahenten verliert sein Arsenal aus Tricks drastisch an Wirkung.
Seine Strategie ist zudem sehr anfällig gegen Flächenangriffe.
Wenn ein Gegner großflächige Angriffe einsetzt, die alles im Umkreis treffen, helfen ihm Unsichtbarkeit und Doppelgänger nur bedingt.
Succulent ist sich seiner Limitierungen bewusst.
Daher handelt er gewöhnlich vorsichtig und berechnend, versucht Fallen zu stellen und sucht selten den offenen Schlagabtausch.
Konfrontation mit Sebas Tian
Im Auftrag der Acht Finger arbeitet Succulent eng mit einem königlichen Gesandten namens Staffan zusammen, um ihre Operationen politisch abzusichern.
In diesem Zusammenhang begleitet er Staffan zum Anwesen von Sebas Tian, um diesen einzuschüchtern, nachdem Sebas Tuareninya „Tuare“ Veyron aus einem Bordell gerettet hat.
Bei dieser Gelegenheit tritt Succulent vor allem als Drohkulisse und Muskelkraft im Hintergrund auf.
Er versucht, die Lage durch Einschüchterung in den Griff zu bekommen, ohne dass es direkt zu einem Kampf kommt.
Bemerkenswert ist, dass Succulent im weiteren Verlauf der Geschichte als einziges Mitglied der Sechs Arme niemals wirklich im Kampf direkt gegen Sebas Tian antreten muss.
Angesichts der Tatsache, wie schnell und brutal Sebas andere Mitglieder der Sechs Arme ausschaltet, ist das rückblickend fast schon ein Glücksfall.
Auftrag als Leibwächter für Cocco Doll
Auf Anweisung von Zero wird Succulent als Leibwächter für Cocco Doll abgestellt.
Dieser Auftrag führt ihn in ein Bordell, wo er schließlich auf Climb trifft.
Es kommt zum Kampf zwischen Succulent und Climb.
Dank seiner Illusionen und seines Erfahrungsvorsprungs bringt er Climb stark in Bedrängnis und verletzt ihn schwer.
Er nutzt dabei genau jene Trickkombinationen, für die er berüchtigt ist: unsichtbare Klinge, Illusionsdoppelgänger und ein vorgetäuschter Todesstoß.
Climb, der seine Ausbildung in erster Linie als ehrlicher Frontkämpfer bekommen hat, ist den feigen Manövern zunächst nicht gewachsen.
Doch bevor Succulent die Situation vollständig für einen endgültigen Sieg ausnutzen kann, erscheint Brain Unglaus auf der Bildfläche.
Brain ist ein Schwertkämpfer von einem völlig anderen Kaliber als Climb.
Gegen Brain hat Succulent praktisch keine Chance.
Brain braucht nur einen einzelnen Angriff, um Succulent bewusstlos zu schlagen und so außer Gefecht zu setzen.
Succulent wird anschließend gefangen genommen.
Seine Ausrüstung, insbesondere seine magischen Gegenstände, wird ihm abgenommen.
Freilassung und erneuter Kampf gegen Climb
Später setzt Zero seine Kontakte und seinen Einfluss ein, um Succulent aus der Gefangenschaft zu befreien.
Die Begründung lautet pragmatisch: Succulent sei „in gewissem Rahmen noch nützlich“ und somit nicht völlig entbehrlich.
Nach seiner Freilassung wird Succulent erneut in den Konflikt hineingezogen, als Climb und Verbündete eine Basis der Acht Finger überfallen.
Dort kommt es zum zweiten Duell zwischen Succulent und Climb.
Dieses Mal steht Succulent jedoch deutlich schlechter da:
Alle seine magischen Ausrüstungsgegenstände sind weg, da sie ihm während seiner Gefangenschaft abgenommen wurden.
Zusätzlich ist er gezwungen, eine gewöhnliche Maid-Uniform zu tragen, weil dies Teil seiner vorherigen Verwandlung und Täuschung war.
Sein Umfeld wirkt dadurch fast schon grotesk: ein Eliteattentäter in einem einfachen Dienstmädchen-Outfit.
Climb hingegen hat sich weiterentwickelt und tritt diesmal cool, konzentriert und vorbereitet auf.
Außerdem wird er von einem ehemaligen Abenteurer unterstützt, dem Dieb Rockmyer, der Climb mit präzisen Aktionen und taktischem Support hilft.
Da Climb Succulents Tricks aus dem ersten Kampf bereits kennt, verlieren dessen Illusionen einen Großteil ihres Überraschungspotentials.
Viele seiner gewohnten Manöver greifen nicht mehr, und seine Illusionen werden schneller durchschaut.
Während Climb ruhig und analytisch bleibt, gerät Succulent zunehmend in Hektik und Frustration.
Er kann seine eigentliche Stärke – das Ausnutzen von Unwissenheit und Überraschung – diesmal kaum ausspielen.
Die Auseinandersetzung eskaliert, und Succulent macht schließlich einen entscheidenden Fehler.
Climb nutzt die Gelegenheit, trifft ihn brutal in einer verwundbaren Zone – inklusive eines heftigen Tritts in den Unterleib – und setzt anschließend einen tödlichen Schwertangriff nach.
Succulent erliegt dieser Attacke und stirbt im Kampf gegen Climb.
Sein Ende ist vergleichsweise unspektakulär und hart, aber erzählerisch konsequent: Ein Trickser, dessen Illusionen nichts mehr nützen, wenn der Gegner vorbereitet ist.
In der Anime-Adaption wird Succulent im japanischen Original von Atsushi Imaruoka gesprochen.
Seine raue Stimme unterstreicht den Eindruck eines abgebrühten, aber letztlich etwas tragischen Unterweltkämpfers.
Succulent wird innerhalb der Sechs Arme oft verspottet und für die unangenehmsten Drecksarbeiten eingeteilt.
Das mindert seinen Status, obwohl er objektiv gesehen immer noch deutlich stärker ist als gewöhnliche Straßenkämpfer oder einfache Banditen.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Mitgliedern der Sechs Arme bekommt er in der Geschichte relativ viel Bildschirmzeit und mehrere Kämpfe, vor allem gegen Climb.
Damit hat er mehr „Bühne“ als einige seiner vermeintlich stärkeren Kollegen.
Die übrigen fünf Mitglieder der Sechs Arme – mit Ausnahme von Zero – werden bei ihrer Konfrontation mit Sebas Tian regelrecht ausgelöscht, ohne große Chance auf Gegenwehr oder Charakterentwicklung.
Succulent dagegen erhält zumindest einen längeren Arc, in dem seine Fähigkeiten, Schwächen und sein Charakterprofil sichtbar werden.
So kann man sagen, dass er zwar als Kämpfer „am unteren Ende der Sechs Arme“ steht, aber erzählerisch doch zu den auffälligeren Figuren innerhalb der Acht Finger zählt.
Gerade das Bild des grimmigen Illusionisten im Maid-Outfit, der sich vervielfältigt, bleibt vielen Lesern und Zuschauern besonders im Gedächtnis.
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