Revis ist eine rätselhafte, rothaarige Schwertkämpferin und besonderer „Kreatur“-Hybrid aus Mensch und Monster, die im Untergrund von Orario und im Dungeon aktiv ist und als zentrale Gegenspielerin in Sword Oratoria: Is it Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon? On the Side auftritt.
Sie tritt vor allem als fanatische Jägerin von Ais Wallenstein auf, die sie hartnäckig mit dem Namen „Aria“ anspricht und mit der sie mehrere entscheidende Kämpfe austrägt.
Revis ist eine von außen normal wirkende, attraktive Frau mit roten Haaren und scharfen Augen.
Hinter dieser Fassade verbirgt sich jedoch ein von einem Magiestein angetriebenes Mischwesen aus Mensch und Dungeon-Monster, eine sogenannte „Kreatur“.
Sie verfügt wie die Monster im Dungeon über einen eigenen Magiestein als Kern, kann Magiesteine anderer Wesen absorbieren und sich dadurch massiv verstärken.
Sie ist zudem eine mächtige Dressurmeisterin, die Monster wie die menschenfressenden Pflanzen „Violas“ kontrollieren und zum Angriff einsetzen kann.
Trotz ihrer Stärke mangelt es ihr an Detailwissen über berühmte Abenteurer, selbst über die hochrangigen Mitglieder der Loki-Familia.
Gleichzeitig zeigt sie eine geradezu krankhafte Fixierung auf „Aria“ und offenbart, dass sie mit der Vergangenheit von Ais Wallenstein verbunden ist.
Sie arbeitet mit den Überresten der angeblich ausgelöschten „Dunklen Fraktion“ zusammen und dient einem „Befleckten Geist“, dessen Wille sie zu vollstrecken versucht.
Für dessen Befehl, „Aria“ zu sichern, ist sie bereit, immer wieder ihr Leben zu riskieren und gegen die stärksten Abenteurer von Orario anzutreten.
Erste Erscheinung und Mord an Hashana
Revis taucht erstmals in den Ereignissen um den „Fötus des Juwels“ auf.
Auf Bitten von Fels verfolgt der Abenteurer Hashana Dorlria heimlich dieses geheimnisvolle grüne Juwel, doch Revis kommt ihm zuvor.
In der Stadt im Dungeon, der sogenannten „Stadt Rivira“, quartiert sich Revis im gleichen Gasthaus wie Hashana ein.
Sie verführt ihn, täuscht sexuelle Annäherung vor und bricht ihm in diesem Moment kaltblütig das Genick.
Weil Hashana das Zielobjekt bereits an Lulune Loui aus der Hermes-Familia übergeben hatte, gerät Revis in Rage.
Aus Wut zerquetscht sie seinen Kopf, zieht ihm die Gesichtshaut ab und nutzt diese makabre Maske anschließend als Verkleidung.
Danach lässt sie Rivira von den von ihr kontrollierten Violas angreifen, um Chaos zu stiften.
Im Durcheinander versucht sie, den Fötus des Juwels bei Lulune zu stehlen und tötet beinahe die anwesende Lefiya Viridis.
Ais Wallenstein greift rechtzeitig ein und stellt sich Revis entgegen.
Revis nennt Ais wiederholt „Aria“ und liefert sich mit ihr einen intensiven Kampf.
Während des Gefechts verbindet sich der geschlüpfte „Fötus des Juwels“ mit einer der Violas und wird zu einem unvollständigen „Geistfragment“ (Demi-Spirit).
Revis ist in der Lage, Ais zu dominieren, obwohl Ais zu diesem Zeitpunkt bereits Abenteurerin auf Stufe 5 ist.
Schließlich stellen sich Finn Deimne und Riveria Ljos Alf ihr in den Weg.
Da sie im direkten Duell mit Finn ins Hintertreffen gerät, zieht Revis sich vorerst zurück.
Begegnung im Vorratslager des 24. Stockwerks
Später taucht Revis erneut vor Ais auf, als diese mit ihrer Gruppe das Vorratslager („Pantry“) auf der 24. Ebene des Dungeons untersucht.
Inzwischen ist Ais auf Stufe 6 aufgestiegen und deutlich stärker geworden.
Dieses Mal ist es Ais, die Revis klar überlegen ist, und sie zwingt die Kreatur in die Defensive.
Revis erkennt, dass sie mehr Macht benötigt, um ihre Ziele durchzusetzen.
Sie entscheidet sich zu einem brutalen Schritt:
Sie tötet den ebenfalls künstlichen Kreaturen-Kameraden Olivas Act, reißt den Magiestein aus seiner Brust und absorbiert ihn, um ihre eigene Kraft weiter zu steigern.
Gleichzeitig beginnt das Vorratslager zusammenzubrechen, wodurch Ais und ihre Gefährten zum Rückzug gezwungen sind.
Kurz bevor sie verschwindet, hinterlässt Revis Ais jedoch eine kryptische Botschaft: Sie soll die 59. Ebene aufsuchen, wenn sie die Wahrheit erfahren will.
Danach zieht sich Revis in die Tiefe des Dungeons zurück, um durch das Verschlingen weiterer Monster-Magiesteine noch stärker zu werden.
Sie bereitet sich damit auf kommende Konfrontationen mit der Loki-Familia vor.
Angriff auf die Loki-Familia in Knossos
Als die Loki-Familia zum ersten Mal in das künstliche Labyrinth Knossos eindringt, schlägt Revis mit voller Wucht zu.
Sie lauert den getrennten Einheiten auf und konzentriert sich auf die wichtigste Zielperson: Finn Deimne, den Anführer und Taktiker der Familia.
In einem brutalen Gefecht versetzt sie Finn eine lebensbedrohliche Verletzung.
Damit bringt sie die gesamte Loki-Familia ins Wanken, da deren Kommandozentrale quasi ausgeschaltet ist.
Dieser Schlag zeigt eindrucksvoll, wie gefährlich Revis geworden ist.
Ais schätzt zu diesem Zeitpunkt, dass ihre reinen Statuswerte sogar über denen von Ottarliegen könnten, zumindest über der Kraft, die Ottar bei ihrem Training gezeigt hat.
Trotz ihrer Macht gelingt es Revis jedoch nicht, die Loki-Familia vollständig zu vernichten.
Das liegt unter anderem an Gegenmaßnahmen, die Finn im Vorfeld gegen sie geplant hat, sowie an Störungen durch Ain, die ihre Aktionen behindern.
Durch diese Faktoren entgeht die Loki-Familia einer totalen Auslöschung.
Revis bleibt dennoch als oberste Bedrohung im Zentrum ihrer strategischen Überlegungen.
Endkampf im letzten Knossos-Krieg
Im finalen Krieg gegen die Dunkle Fraktion im Labyrinth Knossos stellt sich Revis Ais ein letztes Mal in den Weg.
Um noch stärker zu werden, absorbiert sie einen Teil des grünlichen Fleisches des „Geistfragments“.
Der folgende Kampf zwischen Revis und Ais wird zu einem Höhepunkt der gesamten Handlung.
Ais, die zuvor ein intensives Training mit Ottar absolviert hat, kann Revis nun deutlich besser standhalten und sie zunehmend zurückdrängen.
Revis, die bisher die Welt als belanglos und leer empfand, gesteht, dass der Kampf mit Ais ihr tatsächlich Freude bereitet.
Sie erklärt, dass sie beim Duellieren mit Ais so sehr in den Rausch des Schwertkampfes verfällt, dass alles andere in den Hintergrund tritt.
Als Ais im Kampf immer stärker der „schwarzen Willenskraft“ verfällt, beginnt sie zu entgleisen und droht, zur „Kriegskönigin in Raserei“ zu verkommen.
Revis begrüßt diese Entwicklung begeistert, da sie in Ais’ entfesselter Gewalt die ultimative Form des Kampfes sieht.
In diesem Moment ertönt jedoch in ganz Knossos der mächtige Glockenschlag von Bell Cranel, ausgelöst durch seine Fähigkeit „Heldenwunsch“ (Argonaut) in Form des Großglockenspiels.
Der Klang reißt Ais aus ihrem Blutrausch und bringt sie wieder zu Besinnung.
Die zuvor wütende „schwarze Sturmgestalt“ Ais’ verwandelt sich in eine „weiße Windgestalt“, eine geläuterte, aber noch entschlossenere Form.
Mit einem letzten, alles entscheidenden Hieb ihrer Technik „weißer Wind“ (Tempest) spaltet sie Revis’ Magiestein in zwei Teile.
Revis löst sich auf und verschwindet im Nichts.
In ihrem letzten Moment schreit sie noch einmal „Aria“, was den tiefen, aber bis dahin nicht vollständig erklärten Bezug zu Ais’ Vergangenheit betont.
Persönlichkeit
Revis wirkt auf den ersten Blick kühl, spöttisch und von der Welt gelangweilt.
Sie erklärt offen, dass sie alles in der Existenz als „wertlos“ empfindet und meist nur aus Routine ihren „Befleckten Geist“ beschützt.
Ihr Interesse an Menschen ist gering, und sie zeigt kaum Empathie.
Die grausame Ermordung Hashanas, das Abziehen seiner Gesichtshaut und ihr Umgang mit Leichen und Monstern zeigen ihre extreme Brutalität.
Die einzige echte Leidenschaft, die sie zeigt, ist der Kampf – und insbesondere der Kampf mit Ais Wallenstein.
Im Endkampf gesteht sie, dass sie den Schwertkampf mit Ais genießt und sich darin verliert, was sie menschlicher und zugleich tragischer erscheinen lässt.
Ihre Fixierung auf „Aria“ ist obsessiv, fast wahnhafter Natur.
Gleichzeitig deutet sie an, dass Teile ihrer Motivation nicht aus ihr selbst stammen, sondern aus dem Einfluss des Befleckten Geistes und der ihr eingepflanzten Seele.
Kampffähigkeiten
Revis’ Kampfkraft ist außergewöhnlich und übertrifft die meisten Hochstufen-Abenteurer deutlich.
Sie kann leichtfertig einen unvorbereiteten Abenteurer der Stufe 4 wie Hashana töten.
Sie ist in der Lage, Ais Wallenstein auf Stufe 5 zu dominieren und später sogar Finn Deimne, einen erfahrenen Stufe-6-Abenteurer mit größerer Karriere als Ais, schwer zu verwunden.
Nach der Assimilation weiterer Magiesteine steigert sie ihre Macht nochmals erheblich.
Ihr Status soll, zumindest in einer Phase der Handlung, sogar über dem von Ottarliegen, dem stärksten bekannten Abenteurer Orarios.
Ob sich dies auf Ottars absolute Vollkraft oder auf seine „trainingsgedrosselte“ Stärke bezieht, bleibt unklar, unterstreicht aber Revis’ Bedrohlichkeit.
Neben ihrer physischen Kampfkraft ist sie eine Meisterin der Monstertaktik als Dressurmeisterin.
Sie kontrolliert Violas und andere Monster, setzt sie strategisch ein und nutzt sie, um Städte wie Rivira anzugreifen oder gegnerische Gruppen zu spalten.
Ihre größte Schwäche ist letztlich psychologischer Natur.
Ihre Fixierung auf Ais und der Kampfrausch machen sie berechenbar und führen dazu, dass sie in entscheidenden Momenten rationalen Rückzug oder taktische Umsicht ignoriert.
Ursprung als besondere Kreatur
Revis ist nicht einfach nur ein starkes Monster oder eine Abenteurerin.
Sie ist eine künstlich geschaffene Kreatur, erschaffen als Gesprächspartnerin und Wächterin für den Befleckten Geist in den Tiefen des Dungeons.
Ihr Körper basiert auf menschlichen Leichen, in die ein Magiestein eingesetzt wurde.
Dieser Magiestein enthält die Seele eines alten Abenteurers, die in mehrere Teile gespalten wurde.
Levi Nas Darda und die „sieben Revis“
In Sword Oratoria: Is it Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon? On the Side Band 15 wird ihre wahre Identität enthüllt.
„Revis“ ist nicht nur der Name einer einzelnen Person, sondern eher ein Titel oder Sammelbegriff für eine Reihe gleichartiger Kreaturen.
Vor über 900 Jahren starb im Dungeon ein Abenteurer namens Levi Nas Darda, ein Mitglied der Alecto-Familia.
Seine Seele wurde in sieben Fragmente geteilt, und diese Seelenstücke wurden in ebenso viele Magiesteine eingearbeitet.
Diese Magiesteine wurden in menschliche Leichen implantiert, wodurch nacheinander sieben verschiedene „Revis“ erschaffen wurden.
Die Revis, die den Großteil der bekannten Handlung bestreitet, wird später als die „sechste Revis“ identifiziert.
In Band 15 taucht dann die „siebte Revis“ auf.
Sie basiert auf dem Leichnam der Abenteurerin Aura Moriel aus der Dionysos-Familia, die während der ersten Offensive gegen Knossos gefallen war.
Der Befleckte Geist implantiert in Aura den letzten der „Levi-Nas-Magiesteine“ und erschafft so die finale Version von Revis.
Diese siebte Revis stellt sich später Ais und der großen Allianz der Familien im Dungeon auf der 60. Ebene entgegen.
Damit wird deutlich, dass „Revis“ weniger eine einzelne Person, sondern vielmehr ein von außen „aufgezwungenes Dasein“ ist.
Jede Revis trägt Teile der Persönlichkeit, Erinnerungen und des Hasses von Levi Nas Darda, kombiniert mit dem Einfluss des Befleckten Geistes.
Revis’ wiederholte Anrede von Ais als „Aria“ ist kein Zufall.
Sie deutet immer wieder an, dass sie mehr über Ais’ Ursprung und Vergangenheit weiß als Ais selbst.
Durch ihre Nähe zum Befleckten Geist und ihrer Rolle als Wächterin der tiefen Ebenen verfügt sie über Wissen, das gewöhnlichen Abenteurern verschlossen bleibt.
Sie weiß von den Geheimnissen der 59. Ebene und fordert Ais explizit auf, dorthin zu gehen, um Antworten zu finden.
Ihr gesteigertes Interesse an „Aria“ ist eng mit den Zielen des Befleckten Geistes verknüpft.
Dieser will „Aria“ um jeden Preis besitzen oder kontrollieren, und Revis sieht es als ihren Auftrag, diesen Wunsch zu erfüllen.
Gleichzeitig scheint Revis persönlich in Ais etwas zu sehen, das über bloße Befehlsausführung hinausgeht.
Ihr Kampf mit Ais gibt ihrem ansonsten als sinnlos empfundenen Dasein einen Moment von Bedeutung und sogar Freude.
In frühen Schaffensphasen der Geschichte war Revis ursprünglich anders geplant.
Sie sollte zunächst die von einer fremden Macht übernommene Form von Alise Lovell, der Anführerin der Astrea-Familia, darstellen.
Die auffälligen roten Haare von Revis stammen noch aus dieser frühen Konzeptidee.
Als sich die Handlung entwickelte, wurde Revis jedoch zu einer eigenständigen Figur mit eigener Herkunft, während die Idee einer „besessenen Alise“ verworfen wurde.
Innerhalb der Geschichte war Revis lange Zeit eine der rätselhaftesten Gegenspielerinnen, deren wahre Ziele und Identität im Dunkeln lagen.
Erst durch die Enthüllungen in Band 15 von Sword Oratoria: Is it Wrong to Try to Pick Up Girls in a Dungeon? On the Side wird ihr Hintergrund als sechste von sieben Revis-Versionen vollständig klar.
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