Freya ist eine zentrale Figur der Light-Novel- und Anime-Reihe „Dungeon ni Deai o Motomeru no wa Machigatteiru Darō ka“ und deren Ablegern, die als Göttin der Schönheit und Anführerin der Freya-Familia in Orario auftritt und vom Autor selbst als „Endboss“ der Handlung bezeichnet wird.
Name: Freya
Geschlecht: Weiblich
Spezies: Gottheit
Alter: Einige hundert Millionen Jahre
Größe: 170 cm
Beruf / Rolle: Hauptgöttin der Freya-Familia, Göttin der Schönheit und des Überflusses
Zugehörigkeit: Freya-Familia (formal später aufgelöst, faktisch weiterbestehend), später Untergöttin von Hestia
Wohnort: Zunächst oberstes Stockwerk des Turms Babel in Orario, später als Syr Flover im Wohntrakt der „Herrin der Fülle“
Erstauftritt (Werk): „Dungeon ni Deai o Motomeru no wa Machigatteiru Darō ka“
Synchronstimme (Anime): Yoko Hikasa
Freya ist die Göttin der Freya-Familia, eines der stärksten und einflussreichsten Machtblöcke in Orario.
Sie ist berühmt-berüchtigt für ihre unerreichte Schönheit, ihre manipulative Natur und ihren obsessiven Fokus auf schöne Seelen, insbesondere die von Bell Cranel.
Sie steht in der Welt von „Dungeon ni Deai o Motomeru no wa Machigatteiru Darō ka“ Pate für die nordische Göttin Freya und zählt im Setting zu den Göttern des Überflusses.
Im Spin-off-Roman „Familia Chronicle Episode Freya“ übernimmt sie die Rolle der Protagonistin.
Freya besitzt silbernes, mondlichtartiges Haar und silberne Augen, die eine kühle, stille Schönheit ausstrahlen.
Ihre Haut ist schneeweiß wie der erste Schnee, und ihre Figur wird als ideal „nach dem goldenen Schnitt geformt“ beschrieben.
Sie kleidet sich oft in ein flammenförmig geschnittenes, betont sinnliches Kleid, das ihre nahezu überirdische Ausstrahlung verstärkt.
Ihr gesamtes Auftreten verbindet etwas Porzellanhaft-Zerbrechliches mit einer gleichzeitig überwältigenden, gefährlichen Anziehungskraft.
Freya ist extrem willensstark, launisch und freiheitsliebend.
Sie handelt nach eigenen Launen, verteilt Segen und Zerstörung gleichermaßen, wenn sie unterhalten werden will.
Als klassische „Göttin der Schönheit“ ist sie in Liebes- und Lustdingen ausgesprochen freizügig und nutzt ihren Körper ohne Zögern als Werkzeug, wenn es ihren Zielen dient.
Ihre Arroganz und ihr „Königinnen-Gehabe“ führen dazu, dass die meisten anderen Göttinnen sie verachten, während viele Götter von ihr fasziniert sind.
Sie verabscheut es, sich auf ihre göttliche „Verführung“ zu verlassen, da ihr diese Macht ein tiefes Gefühl von Einsamkeit und Sinnlosigkeit gibt.
Freya bezeichnet ihre eigene Macht daher als „Joch der Göttin“, das sie fesselt, statt sie zu befreien.
Trotz ihrer Kaltschnäuzigkeit hat sie eine echte, tiefe Zuneigung zu vielen ihrer Gefolgsleute – insbesondere zu jenen, die sie aus Elend und Lieblosigkeit befreit hat.
In der Gestalt von Syr Flover zeigt sie eine viel bodenständigere, unbeholfenere und warmherzigere Seite, ohne selbst zu erkennen, dass dies ihrem wahren Ich näher kommt.
Freya ist eine außergewöhnlich mächtige Göttin der Schönheit.
Ihre wichtigste Macht ist eine extrem starke Form der Verführung, mit der sie Menschen, Monster und sogar andere Götter in den Bann schlagen und nach Belieben steuern kann.
Nur Göttinnen der Keuschheit können dieser Macht grundsätzlich widerstehen.
Auf dem im Werk relevanten Machtlevel sind es faktisch nur die drei großen jungfräulichen Göttinnen des Olymps, die Freyas Verführung standhalten können.
In der Welt des Dungeons könnte sie, wenn sie es ernsthaft wollte, die gesamte Unterwelt ohne Kampf durch Massenverführung unter ihre Kontrolle bringen.
Gerade deshalb hasst sie diese Fähigkeit: Alles wird trivial, sobald sie die Verführung nutzt, und ihre Handlungen verlieren jede Bedeutung.
Freya verfügt außerdem über die Fähigkeit, die Seelen der Menschen zu sehen.
Anhand der „Farbe“ der Seele kann sie Charakter, Potenzial und zukünftige Größe einschätzen – die Freya-Familia besteht ausschließlich aus Personen mit „schönen Seelen“.
Sie wird als „Hexe der Kontrolle“ bezeichnet, da sie Armeen zwingen kann, sich selbst zu vernichten oder sich widerstandslos zu unterwerfen.
Trotz dieser Macht nutzt sie Verführung selten, setzt sie aber in extremen Situationen ohne Zögern als ultimatives Mittel ein.
Freya stammt aus dem Himmelsreich und suchte schon dort nach einem „Gefährten“ (Odr), der ihrer würdig ist und sie vom „Joch der Göttin“ befreien könnte.
Sie sammelte gefallene Helden und bewunderte Mut und Heldentum ebenso wie Liebe und Leidenschaft.
Auch nach ihrem Abstieg in die Unterwelt bereiste sie die Welt, um diesen Gefährten zu finden.
Sie lief jedoch irgendwann in einen Konflikt mit der Göttin Hera hinein und verlor.
Nach ihrer Niederlage gegen Hera musste sie einen Pakt erfüllen: Sie wurde gezwungen, an der „Rettung der Welt“ mitzuwirken und in Orario zu bleiben.
Diese erzwungene Bindung an Orario verstärkte ihren Groll gegen Hera und ihr Desinteresse an einer ernsthaften Beteiligung an der Dungeon-Eroberung.
Ungeachtet dessen suchte Freya weiter nach ihrem Gefährten und rekrutierte nebenbei Menschen mit schönen Seelen in ihre Familia.
Viele ihrer Gefolgsleute waren verwaist, misshandelt oder aus ihrem Umfeld verstoßen, sodass Freya für sie zur Retterin und „Familie“ wurde.
Bell Cranel ist der Mensch mit der schönsten, klarsten Seele, den Freya je gesehen hat.
Sie entdeckt ihn zufällig in Orario und ist von seiner reinen, funkelnden Seelenfarbe tief berührt.
Zunächst sieht sie in Bell lediglich ein überaus interessantes „Sammlungsstück“ – einen zukünftigen Helden, den sie formen und schließlich als Gefährten an ihre Seite stellen will.
Mit der Zeit, insbesondere durch ihre Interaktionen als Syr Flover, entwickelt sich diese Faszination zu ihrer ersten echten, schmerzhaften romantischen Liebe.
Frühe Einflüsse auf Bells Entwicklung
Schon ab Band 1 greift Freya heimlich in Bells Schicksal ein.
Sie arrangiert Prüfungen wie den Kampf gegen den Silverback und später den einhörnigen Minotaurus, um Bells Wachstum erzwingen.
Über Syr sorgt sie dafür, dass Bell ein Grimoire erhält, das ihm den Zugang zur Magie ermöglicht.
Sie rettet ihn indirekt, wenn es ihr notwendig erscheint, und lenkt Gefahren so, dass sie ihn entwickeln, statt ihn zu vernichten.
Freya ist extrem eifersüchtig auf Ais Wallenstein, da Ais Bells großes Vorbild und Kampfmentorin ist.
Um Ais zu warnen und auf Abstand zu halten, schickt sie Allen Fromel und andere Gefolgsleute los, die Ais subtil unter Druck setzen.
Beim von Apollo veranstalteten Götterbankett trifft Freya erstmals offen auf Bell.
Sie berührt seine Wange und fragt ihn, ob er ihr „heute Nacht einen Traum schenken“ könne, was Hestia auf die Palme bringt.
Eskalation: Konflikt mit Ishtar und Schutz von Bell
Als Ishtar – eine andere Göttin der Schönheit – aus gehässiger Rivalität Freya provozieren will, indem sie Bell ins Visier nimmt, ist Freya nicht mehr amüsiert.
Sie mobilisiert die gesamte Freya-Familia und vernichtet die Ishtar-Familia in einem gezielten Schlag.
Ishtar wird von Freya persönlich besiegt und gewaltsam ins Himmelsreich zurückgeschickt.
Nebenbei sichert Freya sich einen Schlüssel in Form eines Daedalus-Orbs, der später für das künstliche Labyrinth Knossos wichtig ist.
Offenlegung als Syr und gebrochene Liebe
Lange Zeit taucht Syr Flover als eigenständige Person auf, die Freya „Tochter“ nennt.
In Wahrheit ist Syr eine menschliche Identität Freyas: Sie unterdrückt ihre göttliche Aura und lebt als Kellnerin im Gasthaus „Herrin der Fülle“.
Eine ehemalige Gefolgsfrau, Horn, kann sich mittels Verwandlungsmagie zeitweise in Freya verwandeln, um das Doppelspiel zu unterstützen.
So konnte Freya an zwei Orten gleichzeitig zu sein scheinen – als Göttin in ihrem Turm und als Syr im Gasthaus.
Beim Göttinnenfest gesteht Syr Bell ihre Gefühle.
Bell lehnt sie ab, weil sein Herz von einer anderen „Bewunderung“ erfüllt ist.
Freya lässt daraufhin die Fassade der „Tochter“ fallen und beschließt, Bell offen als Göttin zu erobern.
Ihr Plan scheitert zunächst, doch sie ist bereit, jede Grenze zu überschreiten, um ihn schlussendlich an sich zu binden.
Freya betrachtet ihre göttliche Schönheit und Verführung als verfluchten Segen: Eine Macht, die ihr alles ermöglicht, aber jeden echten Wert raubt.
Sie sehnt sich nach etwas oder jemandem, der sie aus diesem Joch befreit.
Eine andere nordische Göttin, Idunn, gibt ihr einst den Gedanken mit: „Dein wahrer Gefährte wird dich von deinem Joch befreien.“
Freya nimmt diese Idee ernst und macht die Suche nach einem Gefährten zu ihrer Lebensaufgabe.
Da sie ihren Gefährten nirgendwo findet, verfällt sie zeitweise in tiefe Verzweiflung und Tränen.
Um die innere Leere zu überbrücken, beginnt sie „aus Langeweile“ die Rolle der Tochter Syr – eine einfache Kellnerin – zu spielen.
In dieser Rolle entdeckt sie unerwartet eine andere Form des Glücks:
– Freundschaft mit den Kollegen im Gasthaus
– einfache, wenn auch (bei ihr) miserabel ausgeführte Hausarbeit und Kochen
– Spiel und Zuneigung mit Waisenkindern.
Syr ist hilfsbereit, unbeholfen, ehrlich und mag Menschen, die „für andere schön sein wollen“.
All diese Seiten sind keine Lügen, sondern Freyas unverstelltes Inneres – sie selbst erkennt das jedoch lange nicht.
Für Freya bleibt Syr zunächst eine „Rolle“, eine Maske, die sie jederzeit abwerfen kann.
Ironischerweise kommt sie ihrem wahren „Wunsch“ gerade in dieser scheinbar nebensächlichen Rolle am nächsten.
Freya kann mit ihrer Verführung nicht nur Gefühle beeinflussen, sondern Erinnerungen und Wahrnehmung selbst „umschreiben“.
Sie kann ganze Städte in einen gemeinsamen Wahn versetzen, in dem eine neue Realität als selbstverständlich akzeptiert wird.
Ihre Gefolgsleute hat sie allerdings nicht mit Verführung an sich gebunden.
Stattdessen folgen sie ihr aus Dankbarkeit, Bewunderung und Liebe, weil sie ihnen ein Zuhause und eine Identität gegeben hat.
In einer besonders dunklen Episode nutzt Freya ihre Macht, um eine korrupte Armee dazu zu bringen, sich kollektiv selbst zu töten.
Dies zeigt, wie radikal sie werden kann, wenn sie sich moralischen Zwängen entledigt.
Gleichzeitig gibt es klare Grenzen:
– Göttinnen der Keuschheit mit hoher Autorität können sich widersetzen.
– Bell Cranel ist durch seine einzigartige Seele, seinen Skill „Liebesstreben“ und seine bewusste Ablehnung ihrer Liebe immun gegenüber der direkten Verführung.
Im Handlungsbogen um die Xenos – intelligente Monster wie Wiene oder Lido – tritt Freya eher indirekt auf.
Hermes informiert sie detailliert über die Hintergründe und bittet sie darum, nicht einzugreifen und stattdessen einen Daedalus-Orb bereitzustellen.
Freya erkennt, dass es für sie ohnehin günstig ist, sich herauszuhalten, und stimmt zu.
Beim Abschied warnt sie Hermes ironisch, er solle sich nicht einbilden, alles zu verstehen, da Bell ihn noch überraschen werde.
Durch Hermès’ Informationen und Ottars Reaktion erkennt Freya schnell, dass der Xenos Asterius die Wiedergeburt des einhörnigen Minotaurus ist, den Bell einst besiegt hat.
Sie arrangiert den „Rematch“-Kampf zwischen Bell und Asterius, beobachtet ihn mit Verzückung und hält andere Abenteurer aus dem Kampf heraus.
Später beschließt Freya, Bell vollständig und unumkehrbar an sich zu binden.
Sie geht direkt zu Hestia und fordert unverblümt: „Gib mir deinen Gefolgsmann – gib mir Bell.“
Hestia lehnt entschieden ab.
Freya lässt daraufhin ihre Familia das Hestia-Haus überfallen, besiegt alle Mitglieder und nimmt sie als Geiseln.
Sie zwingt Hestia, Bells Bindung zu lösen, damit er zur Freya-Familia konvertieren kann, andernfalls droht sie mit Mord und erzwungener Rückkehr Hestias in den Himmel.
Hermes weist jedoch darauf hin, dass Bell noch kein Jahr in der Hestia-Familia ist, weshalb eine offizielle Konversion nach den Regeln nicht erlaubt ist.
Man einigt sich auf einen „Halb-Beitritt“: Freya nimmt Bell vorübergehend in Obhut und soll nach einem halben Jahr eine reguläre Konversion durchführen.
Doch Freya hält sich nicht an den Geist der Vereinbarung.
Sie entscheidet sich, das Verbot zu brechen und ihre Verführungsfähigkeit in voller Stärke zu nutzen – gegen die gesamte Stadt Orario.
Sie verzaubert praktisch alle Bewohner und formt ihre Erinnerungen so um, dass Bell „schon immer“ ein Mitglied der Freya-Familia gewesen sei.
Für Bell selbst, der ihrer Verführung widersteht, konstruiert sie eine alternative Geschichte:
Er sei Opfer eines Fluchs geworden, der ihn habe glauben lassen, er sei Hestias Gefolgsmann.
Freya nutzt ein alchemistisches Mittel, mit dem auch andere als die Hauptgöttin Statuswerte aktualisieren können, um diese Lüge mit einem gefälschten Status zu untermauern.
Sie zwingt Bell tagsüber, im Rahmen von brutalen „Taufen“ gegen ihre stärksten Gefolgsleute zu kämpfen und an seine Grenzen zu gehen.
Nachts holt sie ihn zu sich, verwöhnt und tröstet ihn, während sie seine Erinnerungen Stück für Stück umschreibt und ihn emotional von Hestia und seinen Freunden löst.
Ihr Ziel ist, seinen Skill und seine „Bewunderung“ so umzulenken, dass sie alleiniger Mittelpunkt seines Herzens wird.
Sie will nicht nur seinen Körper und seine Stellung, sondern auch seine Seele besitzen.
Ryuu Lion und Anya – beide von der Verführung verschont – suchen verzweifelt nach Syr.
Freya stellt sich ihnen in ihrer Göttinnenform und enthüllt, dass Syr und Freya dieselbe Person sind.
Sie versucht, die beiden davon zu überzeugen, dass ihr „Syr“ nie existiert habe und nur eine Laune der Göttin gewesen sei.
Ryuu widerspricht wütend, woraufhin Freya sie bewusstlos schlägt und ohne Verführung in der Basis der Freya-Familia einsperrt.
Später, als Bell Freyas Verhalten als Syr wiedererkennt und versehentlich „Syr?“ sagt, gerät Freya ins Wanken.
Dieser Moment bringt sie dazu, ihr eigenes Selbstbild zu hinterfragen und darüber nachzudenken, ob Syr wirklich nur eine Rolle war.
Horn bringt Bell schließlich die volle Wahrheit: Freya war Syr, Syr waren Freyas echte Gefühle.
Mit diesem Wissen stellt sich Bell Freya und verweigert die Illusion, dass Syr nie existiert hätte.
Er erklärt, dass Syr sehr wohl existierte und dass Freya durch Syr ihre echte Persönlichkeit gezeigt hat.
Bell verspricht, Freya aus dem Schmerz ihrer verzweifelten Liebe zu retten, indem er diese Liebe nicht erwidert.
Parallel wirkt Hestia ihre Autorität „Falsche Wirklichkeit – Heiliger Herd des Herdfeuers“, die Freyas Verführung auf die Stadt aufhebt.
Die Erinnerungen der Bewohner kehren zurück, und die Stadt erkennt entsetzt, was Freya getan hat.
Nachdem die Wahrheit ans Licht gekommen ist, greifen zahlreiche Abenteurer und Familien die Freya-Familia an.
Angeführt von Figuren wie Ais Wallenstein entsteht ein Stadt-weites Chaos.
Um den Konflikt zu ordnen, fordert Freya ein formelles Kriegs-Spiel (War Game) zwischen der Freya-Familia und der Hestia-Familia.
Sie bietet an, alles aufs Spiel zu setzen: ihren Status, ihre Familia, ihren Einfluss – als Einsatz für Bell.
Die Bedingungen:
– Freya kämpft nur mit ihrer eigenen Familia.
– Hestia darf beliebig viele Verbündete in eine „Fraktionsallianz“ aufnehmen.
– Wenn Freya gewinnt, gehört Bell ihr, ohne weitere Diskussion.
So beginnt der „Fraktionskrieg“, der größte War Game der Geschichte Orarios, an dem 46 Familias auf Seiten der Allianz teilnehmen.
Freya selbst bleibt den Vorbereitungs-Götterversammlungen fern und wirkt äußerlich völlig gelassen.
Die Gilde untersagt der Loki-Familia offiziell die Teilnahme, um ein total destruktives Kräfteverhältnis zu vermeiden.
Freya wäre jedoch bereit gewesen, auch diese Konfrontation zu akzeptieren – mit einer Ausnahme: Ais Wallenstein wird ausdrücklich daran gehindert, mit Bell Kontakt zu haben, bis der Krieg vorbei ist.
Schlachtverlauf
Als Spielmodus wird eine Art „Göttinnen-Suchspiel“ festgelegt:
Die teilnehmenden Götter tragen eine Blume an der Brust, und wer die Blume der gegnerischen Gottheit zerstört, gewinnt.
Die Freya-Familia dominiert die Allianz zunächst brutal.
Ihre Elite – inklusive Ottar – überrennt einen Gegner nach dem anderen, und die Niederlage der Allianz scheint sicher.
Bell selbst nimmt an der Schlacht teil, wird jedoch von Ottar überwältigt.
Doch unerwartete Verbündete wenden das Blatt.
Ryuu Lion, inzwischen auf Stufe 6 aufgestiegen, schließt sich dem Kampf an.
Hedin Selland verrät die Freya-Familia im entscheidenden Moment, um Freyas wahren Wunsch zu erfüllen.
Auch die Crew des Gasthauses „Herrin der Fülle“ sowie Horn bringen sich ein, nachdem sie Syrs wahre Gefühle erkannt haben.
Freya reagiert mit zunehmender Frustration darauf, dass ihre „Tochter“-Identität sie weiterhin verfolgt und ihr sorgfältig konstruiertes Göttinnenbild unterwandert.
Nach und nach fallen Freyas stärkste Gefolgsleute – einer nach dem anderen.
Am Ende sind selbst die Kommandanten und Ottar kampfunfähig, und Freya steht plötzlich völlig alleine da.
Freyas Geständnis und Bells Antwort
Bell erreicht Freya und steht ihr ohne Schutzschild gegenüber.
Sie versucht aus alter Gewohnheit, ihn zu verführen, doch ihre Macht prallt wirkungslos auf seine Entschlossenheit.
In diesem Moment bricht Freya ihre Göttinnenpose.
Sie wirft alle Masken ab, zeigt ihre nackte Verzweiflung und gesteht endlich ohne Spiel und Taktik:
Sie liebt Bell.
Nicht als „Ausstellungsstück“ oder „Gefährten“, sondern als Person – ihre erste echte, verletzliche, „menschliche“ Liebe.
Bell weist diese Liebe zurück.
Er tut es nicht aus Verachtung, sondern weil er Freya retten will: Sie kann nicht frei werden, wenn er als Preis für all ihre Sünden einfach in ihren Armen landet.
Er sagt ihr, dass er nicht ihr Gefährte werden kann und dass das Einzige, was er tun kann, darin besteht, ihre „erste Liebe“ zu beenden.
Mit diesen Worten zerstört er die Blume an ihrer Brust – Freyas Niederlage im Fraktionskrieg und zugleich das Ende ihrer ersten Liebe.
Nach dem verlorenen Fraktionskrieg steht Freya vor harten Konsequenzen.
Aufgrund ihrer Hybris wird die Auflösung der Freya-Familia und ihre Verbannung aus Orario beschlossen.
Ihre Gefolgsleute will sie eigentlich zurücklassen, damit sie in Orario zu Helden werden.
Die meisten weigern sich, sie zu verlassen, bis Freya ihnen mit Verführung droht, um sie zum Bleiben zu zwingen – ein letzter, bitterer Missbrauch ihrer Macht, der aber ihrem Wohl dient.
Hestia zeigt Gnade:
Sie erlaubt Freya, als einfache Stadtbewohnerin in Orario zu bleiben, wenn sie auf ihren Status als aktive Göttin verzichtet.
Formal wird Freya zu einer „Untergöttin“ in Hestias Schatten, die Freya-Familia existiert nach außen nicht mehr, bleibt aber im Hintergrund bestehen.
Freya ist zunächst entschlossen, Orario zu verlassen, da sie ihre Schande nicht erträgt.
Doch dann erscheinen die Mitarbeiter der „Herrin der Fülle“ und Bell selbst vor ihr.
Sie machen deutlich, dass sie Syr – und damit Freya – als Freundin und Kollegin behalten wollen.
Bell verspricht, als ihr „Ritter“ immer in ihrer Nähe zu bleiben und über sie zu wachen, damit sie nicht erneut in Finsternis abgleitet.
Überwältigt von dieser bedingungslosen Akzeptanz lässt Freya ihre Göttinnenmaske fallen und bricht in Tränen aus.
Sie entscheidet sich, in Orario zu bleiben – nicht als erhabene Schönheit, sondern als einfache Kellnerin Syr Flover.
Damit findet Freyas Suche nach Befreiung vom „Joch der Göttin“ endlich ein Ende.
Sie hat keinen Gefährten im göttlichen Sinne gefunden, wohl aber ein echtes Leben als sie selbst.
Hestia
Hestia ist Bells Hauptgöttin und Freyas thematisches Gegenstück als Göttin der Keuschheit.
Hestia empfindet Freya als sehr bedrohlich und unsympathisch, während Freya Hestia aufrichtig respektiert.
Freya bewundert Hestias „ewiges Herdfeuer“, das sie für wertvoller als jedes Gold hält.
Beide verbinden jedoch viele Parallelen: Sie sind tollpatschig im Alltag, kümmern sich herzlich um Waisenkinder, lieben Bell aufrichtig und haben für ihn große Opfer gebracht.
Bell Cranel
Bell ist Freyas Obsession, ihr Spiegel und schließlich ihr Befreier.
Sie beobachtet ihn von Beginn der Geschichte an und greift wiederholt ein, um sein Wachstum zu fördern.
Als Syr baut sie eine intime, alltägliche Nähe zu ihm auf.
Sie verliebt sich zum ersten Mal in ihrem langen Leben wirklich – und wird am Ende sanft, aber entschieden abgewiesen.
Bell verspricht ihr, als Ritter an ihrer Seite zu bleiben.
Er schenkt Hestia eine Haarschmuckglocke als Symbol für ihr „Familienband“ und Freya einen „Ritter“-Haarschmuck als Symbol für sein Versprechen, sie zu beschützen.
Ryuu Lion
Ryuu Lion ist eine der wichtigsten Personen in Freyas „Syr-Leben“.
Als Syr verbringt Freya viel Zeit mit Ryuu im Gasthaus „Herrin der Fülle“.
Ryuu wird zu einer der wenigen, die Syr wirklich nahe stehen.
Freya schätzt Ryuu so sehr, dass sie sich vorstellen kann, sich zurückzuziehen, sollte Ryuu Bell eines Tages heiraten.
Loki
Loki ist eine alte Bekannte aus dem Himmelsreich und in Orario die Göttin einer rivalisierenden Spitzen-Familia.
Trotz der Konkurrenz und gegenseitigen Neckereien existiert eine Art „Veteranen-Solidarität“ zwischen ihnen.
Loki durchschaut früh, dass Syr und Freya dieselbe Person sind.
Die tiefere Wahrheit, dass Syr Freyas wahres Ich repräsentiert, erkennt jedoch auch sie zunächst nicht.
Ishtar
Ishtar ist eine weitere Göttin der Schönheit und sieht Freya als Rivalin.
Sie ist eifersüchtig auf Freyas Ruhm und die Stärke ihrer Familia.
Freya ignoriert Ishtar lange, bis diese aus Trotz Bell ins Visier nimmt.
Dann vernichtet Freya ohne Zögern Ishtars gesamte Familia und schickt Ishtar in den Himmel zurück.
Demeter
Demeter ist eine der wenigen Göttinnen, die tatsächlich freundschaftlich mit Freya verbunden sind.
Beide teilen das Attribut der Fruchtbarkeit und treffen sich gelegentlich – etwa, um gemeinsam Badehäuser zu besuchen.
Astrea
Astrea, Göttin der Gerechtigkeit und Herrin der Astrea-Familia, ist eine der wenigen Göttinnen, die Freya aufrichtig respektiert.
Freya beobachtet fasziniert, wie Astrea aktiv mit den Menschen interagiert, statt sich aus der Ferne zu amüsieren.
Ryuu Lion, Astreas frühere Gefolgsfrau, bringt Freya über die Syr-Identität näher zu den Menschen von Orario.
Astreas Art, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen, beeinflusst Freyas Entwicklung spürbar.
Idunn
Idunn ist eine weitere nordische Göttin, die Freya regelmäßig mit moralischen Vorträgen konfrontiert.
Ihre Worte über den „Gefährten, der vom Joch befreit“, setzen Freyas lange Suche in Gang, obwohl Freya Idunns Besuche oft als lästig empfindet.
Hera
Hera ist Freyas große Niederlage – eine mächtige, gefürchtete Göttin, die Freya einst militärisch schlug.
Der verlorene Konflikt kostete Freya viele Gefolgsleute und fesselte sie vertraglich an Orario.
Freya hegt einen tiefen Groll gegen Hera und plante lange, sie eines Tages vom Thron zu stoßen.
Diese Ambition tritt mit der Zeit in den Hintergrund, als Bell und Syrs Leben ihren Fokus verlagern.
Hermes
Hermes fungiert mehrfach als Vermittler und Informationsquelle.
Er handelt oft im Schatten, versucht, Freya taktisch einzubinden oder zu bremsen.
Er bringt Freya während des Xenos-Arcs dazu, sich neutral zu verhalten, und weist später juristische Schwachstellen in ihrem Plan zur Bell-Übernahme auf.
Freya warnt ihn zugleich, Bell nicht zu unterschätzen.
Ottar
Ottar ist Freyas stärkster Gefolgsmann und ihr absolut loyaler „Berserker“.
Er führt viele ihrer Befehle aus, etwa im Krieg gegen die Ishtar-Familia oder im Fraktionskrieg.
Ottar nimmt Bell mehrfach als Prüfstein ins Visier und dient als Bells ultimatives Maß für Stärke.
Trotz seiner Brutalität ist seine Loyalität zu Freya tief emotional, basierend auf Dankbarkeit und Verehrung.
Nach Beendigung des Fraktionskriegs lebt Freya wieder als Syr Flover und arbeitet in der „Herrin der Fülle“.
Offiziell ist die Freya-Familia aufgelöst, inoffiziell bleiben ihre Gefolgsleute in Orario, teils als Verbündete anderer Familien.
Freya nutzt ihre Rolle als Syr, um bei verschiedenen Personen, die sie verletzt hat, persönlich um Vergebung zu bitten.
Sie versucht, nicht als Göttin, sondern als schuldige, aber aufrichtige junge Frau Verantwortung zu übernehmen.
Sie nimmt weiterhin an Götterversammlungen teil, jedoch nur als Bedienung, nicht als reguläre Teilnehmerin.
In dieser scheinbar demütigen Position dient sie gleichzeitig als informeller „Sicherheitsfaktor“, da schon die bloße Möglichkeit, Ottar herbeizurufen, andere Götter von übertriebenem Unfug abhält.
Sie mischt sich gelegentlich in Ereignisse ein, etwa beim Orario-Pentathlon oder bei Rettungsaktionen für die Loki-Familia.
In Notfällen tritt sie als Freya in Erscheinung, trägt dabei aber ironischerweise die Kellnerinnenuniform, was ihre Doppelrolle humorvoll betont.
Ihre Gefühle für Bell sind trotz der akzeptierten Zurückweisung nicht verschwunden.
Sie neckt Bell und die zahlreichen Mädchen, die ihn lieben, gerne und nutzt jede Gelegenheit, seine Entwicklung mit leuchtenden Augen zu verfolgen.
Bell entwickelt später den Skill „Verführerische Flammenresistenz“, der aus seinen tiefen Gefühlen für Hestia und Freya entsteht.
Für Freya ist das ein stilles, wenn auch ambivalentes Zeichen ihres unverrückbaren Platzes in Bells Herz – nicht als Partnerin, aber als jemand, der ihn geprägt hat.
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